baybies

baybies blog

Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Wenn es ein Thema gibt, das im ersten Babyjahr wirklich jede Familie irgendwann beschäftigt, dann ist es der Stuhlgang.Wie oft ist normal? Warum ist das plötzlich grün? Ist das schon Verstopfung? Und wieso hat das Baby dabei so einen roten Kopf? Ganz ehrlich: Kaum etwas sorgt so häufig für Unsicherheit wie die Windel. Und das liegt nicht daran, dass Eltern überempfindlich wären - sondern daran, dass die Verdauung eines Babys in den ersten Monaten unglaublich wandelbar ist. Sie entwickelt sich, passt sich an, reagiert auf Wachstumsschübe, Ernährung, Krankheit, Medikamente, Beikost und manchmal einfach… ohne erkennbaren Grund. Und genau deshalb ist es wichtig, direkt am Anfang zu sagen:Es gibt nicht den einen normalen Baby-Stuhlgang. Warum dieses Thema so viele Eltern verunsichert In meiner Arbeit im Wochenbett erlebe ich täglich, wie sehr Eltern sich über den Stuhlgang Gedanken machen - oft mehr als über alles andere. Die Unterschiede von Baby zu Baby sind riesig: Manche Babys füllen gefühlt jede Windel, andere lassen sich Tage Zeit. Und natürlich beginnt dann schnell der Vergleich mit anderen Kindern, der im Kopf die Alarmglocken läuten lässt. Aber Verdauung ist kein Wettbewerb. Und wenn es um Baby-Stuhlgang geht, bedeutet „anders“ nicht automatisch „nicht normal“. Wie oft ist normal? In den ersten Lebenstagen ist Stuhlgang meistens sehr häufig. Das Baby scheidet zunächst das sogenannte Mekonium aus - das ist das erste, dunkle „Kindspech“. Danach wird daraus der Übergangsstuhl, bis sich schließlich der typische Muttermilchstuhl oder der Stuhl bei Flaschenkindern entwickelt. Und ab diesem Zeitpunkt wird es… sehr individuell. Einige Babys haben mehrmals täglich Stuhlgang. Andere nur alle paar Tage. Und bei voll gestillten Babys kann es sogar völlig normal sein, bis zu sieben bis zehn Tage keinen Stuhlgang zu haben. Das klingt erstmal überraschend, ist aber oft schlicht ein Zeichen dafür, dass die Muttermilch fast vollständig verwertet wird – es bleibt also einfach wenig „Rest“ übrig. Ganz wichtig: Selten bedeutet nicht automatisch Verstopfung.Entscheidend ist immer das Wohlbefinden des Babys. Trinkt es gut? Wirkt es zufrieden? Ist der Bauch weich? Dann ist eine Windelpause oft einfach eine normale Variante. Konsistenz: von flüssig bis breiig Auch hier gilt: Baby-Stuhlgang ist nicht mit Erwachsenen-Stuhl vergleichbar. Gestillte Babys haben meistens einen Stuhl, der weich, breiig bis flüssig ist. Häufig sieht er senfartig aus, manchmal ein bisschen körnig oder „sämig“. Das ist wirklich typisch und kein Grund zur Sorge. Bei Flaschenbabys ist der Stuhl oft etwas fester, aber sollte trotzdem weich bleiben. Mit Beikost verändert sich die Verdauung meist deutlich: Konsistenz, Geruch und Struktur werden „erwachsener“. Plötzlich riecht es anders, die Farbe wird intensiver, und manchmal sieht man sogar einzelne Nahrungsbestandteile wieder. Aufmerksam sollte man werden, wenn der Stuhl sehr hart und kugelig ist oder das Baby stark presst und dabei sichtbar leidet. Denn dann kann es tatsächlich in Richtung Verstopfung gehen. Stuhlfarbe: was ist normal? Das Überraschende: Sehr viele Farben sind normal. Wirklich. Gelb oder senfgelb ist typisch bei Stillkindern. Braun sieht man häufiger bei Flaschennahrung oder Beikost. Orange ist oft einfach ein Karotten- oder Kürbis-Klassiker. Schwarz ist nur in den ersten Tagen normal (Mekonium). Später sollte schwarzer Stuhl immer abgeklärt werden. Weiß oder grau sollte grundsätzlich immer ärztlich abgeklärt werden, ebenso Blut im Stuhl. Und jetzt zum Klassiker, den ich besonders oft in meiner Hebammenarbeit höre: Grüner Stuhlgang bei gestillten Babys - warum das oft völlig normal ist Grüner Stuhlgang wirkt auf viele Eltern sofort „krank“. Dabei ist grün in der Stillzeit wirklich häufig und in sehr vielen Fällen vollkommen unbedenklich. Grün kann zum Beispiel mit der Ernährung der stillenden Mutter zusammenhängen. Sehr viel grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl, größere Mengen Smoothies oder chlorophyllreiche Kost können die Zusammensetzung der Muttermilch leicht verändern und sich in der Windel zeigen. Auch stark zucker- oder fruktosehaltige Ernährung oder plötzliche Umstellungen können eine Rolle spielen. Auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel können den Stuhl verfärben. Eisenpräparate sind hier ein besonders häufiger Auslöser. Antibiotika können die Darmflora beeinflussen - bei Mutter und Baby. Magnesium oder bestimmte Vitamine ebenfalls. Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt“, sondern oft einfach nur: Der Körper reagiert. Und dann gibt es noch stillbezogene Gründe: Sehr häufiges Stillen oder viele kurze Stillmahlzeiten können dazu führen, dass das Baby mehr Vormilch bekommt. Vormilch ist laktosereicher und dünner und kann bei manchen Babys zu grünlicherem, flüssigerem Stuhl führen. Auch Wachstumsschübe oder besonders aktive Stillphasen spielen mit rein. Das Wichtigste ist immer das Gesamtbild:Trinkt dein Baby gut? Wirkt es zufrieden? Hat es keine Schmerzen? Nimmt es zu?Wenn ja, ist ein grüner Stuhl meistens einfach eine völlig normale Variante. Abklären sollte man grünen Stuhl, wenn zusätzlich Blut dabei ist, das Baby starke Schmerzen hat, insgesamt krank wirkt oder nicht gut zunimmt. Mein Hebammenfazit dazu ist ganz klar: Die Farbe der Windel sagt weniger aus als das Baby selbst. Grün ist oft einfach normal, besonders in der Stillzeit. Warum Babys beim Stuhlgang oft „arbeiten“ Viele Eltern denken: „Es wirkt so anstrengend, das muss doch Verstopfung sein.“Aber Babys müssen erst die Koordination zwischen Pressen und Loslassen lernen. Bauchmuskulatur und Beckenboden sind noch unreif, und der Darm braucht Zeit, um sich einzuspielen. Deshalb grunzen Babys, werden rot im Gesicht und wirken manchmal sehr konzentriert - auch wenn der Stuhl am Ende weich ist. Wichtig ist: Wenn der Stuhl weich ist, ist es keine Verstopfung, auch wenn es anstrengend aussieht. Wann sollte man genauer hinschauen? Es gibt ein paar Zeichen, bei denen du lieber Rücksprache mit Hebamme oder Kinderärzt:in halten solltest: wenn der Stuhl dauerhaft hart und schmerzhaft ist, wenn dein Baby beim Stuhlgang deutlich leidet, wenn Blut im Stuhl ist oder der Stuhl weiß, grau oder später schwarz wird. Auch ein stark aufgeblähter harter Bauch, schlechtes Trinkverhalten, fehlende Gewichtszunahme oder ein insgesamt schlechter Allgemeinzustand gehören immer dazu. Was Eltern lieber nicht tun sollten Ich verstehe total, dass man helfen möchte. Aber bitte nicht „auf Verdacht“ Zäpfchen oder Abführmittel geben. Auch tägliches Nachhelfen mit Thermometer oder ähnlichem kann den Körper daran gewöhnen und die natürliche Regulation stören. Und das ständige Vergleichen mit anderen Babys führt meistens nur zu unnötigem Stress, weil es einfach keine Einheitsnorm gibt. Meine Hebammen-Tipps für den Alltag Versuch, das Baby mehr zu beobachten als die Windel. Oft zeigt dir dein Baby viel deutlicher, ob wirklich etwas nicht stimmt. Nähe, Tragen, Wärme, sanfte Bauchmassage oder Fahrradbewegungen können helfen, wenn die Verdauung träge wirkt. Und manchmal hilft vor allem eins: Vertrauen. Verdauung ist Entwicklung, und Veränderungen gehören dazu. Babys sind individuell - und ihre Verdauung auch.Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen hilft oft am meisten. Love,eure baybies Hebamme Ana 🤍
Beikost-Einführung: Wann, wie und warum – ganz entspannt starten

Beikost-Einführung: Wann, wie und warum – ganz entspannt starten

Für viele Eltern ist es ein ganz besonderer Moment, wenn ihr Baby das erste Mal etwas anderes als Milch bekommt. Gleichzeitig tauchen aber auch viele Fragen auf: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Was soll ich anbieten? Und wie viel braucht mein Baby überhaupt? Keine Sorge – wir schauen uns das alles Schritt für Schritt an. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Beikost? Die meisten Babys sind zwischen dem vollendeten vierten und sechsten Lebensmonat bereit, erste Erfahrungen mit fester Nahrung zu machen. Viel entscheidender als das Alter sind jedoch die sogenannten Reifezeichen. Dein Baby sollte mit Unterstützung aufrecht sitzen können, den Kopf selbstständig halten und der Zungenstoßreflex – also das automatische Herausschieben von Essen mit der Zunge – sollte deutlich abgeschwächt sein. Erst wenn diese Zeichen gegeben sind, ist dein Baby wirklich bereit, Beikost kennenzulernen. Und bitte: Vergleiche dein Kind nicht mit anderen. Jedes Baby entwickelt sich in seinem ganz eigenen Tempo. Es ist völlig normal, wenn dein Kind ein paar Wochen früher oder später bereit ist. Vertrau auf dein Bauchgefühl und beobachte dein Baby – ihr findet gemeinsam den richtigen Moment. Brei oder Fingerfood – oder beides? Es gibt viele Wege, wie du mit der Beikost starten kannst – und keinen, der für alle gleich gut passt. Manche Familien entscheiden sich für den klassischen Weg mit Brei, andere für das Baby-led Weaning (kurz: BLW), bei dem das Baby von Anfang an selbstständig mit den Händen isst. Und viele finden sich irgendwo dazwischen wieder und kombinieren beides ganz flexibel – je nachdem, was gerade besser passt. Was wirklich zählt, ist, dass ihr euch dabei wohlfühlt. Die Milch (Muttermilch oder Formula) bleibt im gesamten ersten Lebensjahr die Hauptnahrungsquelle. Das heißt: Am Anfang darf Beikost vor allem Spaß machen, zum Entdecken einladen – ohne Druck, ohne Erwartungen. Eine sichere Umgebung ist dabei besonders wichtig. Dein Baby sollte immer aufrecht sitzen – entweder im Hochstuhl oder stabil auf deinem Schoß. Halb liegende Positionen, etwa in der Babyschale oder Babywippe, eignen sich nicht zum Essen. Und auch wenn es selbstverständlich klingt: Lass dein Baby beim Essen nie unbeaufsichtigt. Ohne Ablenkung, also ohne Spielzeug oder Bildschirme, kann es sich ganz auf das neue Erlebnis konzentrieren – und das gemeinsame Essen wird zu einer wertvollen Familienzeit. Wie beginne ich am besten? Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“. Du darfst ganz frei wählen, welcher Weg am besten zu dir, deinem Baby und eurem Alltag passt. Wenn du mit Brei starten möchtest, eignet sich ein einfacher Gemüsebrei besonders gut – zum Beispiel aus Pastinake, Kürbis oder Karotte. Ob du mittags, morgens oder abends beginnst, ist dabei gar nicht so wichtig. Viel entscheidender ist, dass dein Baby wach, entspannt und nicht zu hungrig ist. Gerade in den ersten Tagen und Wochen kannst du vorher stillen oder eine Flasche geben – so ist dein Baby nicht frustriert und kann neugierig auf das neue Essen reagieren. Starte mit einem oder zwei kleinen Löffelchen und steigere die Menge langsam. Es ist wunderbar, wenn du deinem Baby auch selbst den Löffel anbietest – es darf ruhig ausprobieren, wie das geht. Ja, das wird matschig. Und ja, es wird eine kleine Sauerei. Aber genau das ist gut! Denn dabei wird die Motorik gefördert, dein Baby sammelt neue Sinneseindrücke und erlebt Selbstwirksamkeit – also das Gefühl: Ich kann das selbst! Beim Baby-led Weaning bekommt dein Baby von Anfang an weiche, gut greifbare Lebensmittel, etwa gedämpfte Gemüsesticks, weiches Obst oder gegarte Kartoffelstücke. Es isst mit den Händen, in seinem Tempo, nach seinem Hunger. Auch hier gilt: Vieles wird am Anfang daneben gehen. Und das ist völlig okay. Denn im Vordergrund stehen nicht volle Bäuchlein, sondern das Entdecken, Schmecken, Fühlen und Erleben. Die Milch bleibt weiterhin die wichtigste Nahrungsquelle – du darfst also ganz entspannt bleiben. Viele Familien entscheiden sich auch für den Mittelweg: Mal gibt es Brei, mal Fingerfood – ganz nach Tagesform, Lust und Laune. Und das ist völlig in Ordnung. Was du bei der Beikost vermeiden solltest Auch wenn vieles erlaubt ist, gibt es ein paar wichtige Dinge, auf die du achten solltest: Zucker hat in der Beikost nichts verloren. Salz nur in sehr kleinen Mengen – ein Stück Brot mit etwas Salz ist kein Drama, aber beim Kochen solltest du auf zusätzliches Salzen verzichten. Honig ist im ersten Lebensjahr tabu, da er Bakterien enthalten kann, die für Babys gefährlich werden (Stichwort: Botulismus). Achte außerdem auf mögliche Verschluckungsgefahren: Ganze Nüsse, rohe Karotten, harte Beeren oder ganze Trauben sind zu Beginn ungeeignet. Alles, was klein, rund, hart oder glatt ist, kann leicht in die Luftröhre rutschen. Auch rohes Fleisch, roher Fisch und rohe Eier sollten im ersten Jahr vermieden werden. Eine gute Nachricht zum Schluss: Studien zeigen, dass ein früher, kontrollierter Kontakt mit möglichen Allergenen – wie z. B. Ei, Gluten oder Erdnuss – Allergien nicht fördert, sondern sogar vorbeugen kann. Voraussetzung ist, dass dein Baby gesund ist und keine bekannten Allergierisiken bestehen. Im Zweifel sprich vorher mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt. Vertrauen und Gelassenheit: Das Wichtigste beim Beikoststart Es wird gute und schlechte Tage geben. Tage, an denen dein Baby begeistert mitisst – und Tage, an denen gar nichts geht. Das ist völlig normal. Bitte mach dir keinen Druck. Dein Baby spürt deinen Stress. Wenn es satt ist oder nicht mehr möchte, hör auf. Zwingen oder „noch ein Löffelchen“ hilft niemandem – im Gegenteil: Es kann das natürliche Hungergefühl deines Kindes stören. Vertrau darauf: Dein Baby weiß, was es braucht. Gib euch Zeit. Der Beikoststart ist kein Wettlauf, sondern ein gemeinsames Abenteuer. Ziel ist nicht ein leerer Teller, sondern eine liebevolle, entspannte Mahlzeitensituation – mit Genuss, Neugier und Verbindung. Hol dir Unterstützung Du musst das alles nicht allein machen. Viele Hebammen bieten Beikost-Workshops an – oft werden diese sogar von der Krankenkasse übernommen. Auch der Austausch mit anderen Eltern kann unglaublich entlastend sein. Manchmal hilft es einfach zu hören: „Bei uns war das auch so.“ Und wenn du Lust hast, dich noch tiefer ins Thema einzuarbeiten, möchte ich dir meinen persönlichen All-time-Favorite empfehlen: 👉 @solidstarts auf Instagram👉 www.solidstarts.com Dort findest du tolle Infos, anschauliche Bilder, Videos und fundiertes Wissen rund um Baby-led Weaning und Beikost allgemein. Alles Liebe wünscht Dir, Deine Hebamme Ana 💛  
Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch

Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch

Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch In den 60er Jahren wurde Frauen stark davon abgeraten ihre Kinder zu stillen. Inzwischen weiß man: Muttermilch ist für unsere Kleinen eine wahre Wundernahrung. Und nicht nur das, Stillen geht über das reine Füttern hinaus und hat viele Vorteile – für Baby und Mama. In diesem Artikel erfährst du viele spannende Fakten über deine Muttermilch: WHO: Muttermilch ist die beste Ernährung für dein Baby Woraus besteht Muttermilch? Die Zusammensetzung von Muttermilch Warum ist Muttermilch so gut für ein Baby? Warum Stillen so wertvoll ist Muss man ein Baby stillen? WHO: Muttermilch ist die beste Ernährung für dein Baby Nicht jede Frau kann oder möchte stillen. Und auch das ist vollkommen in Ordnung und hat seine Gründe. Dennoch ist es belegt, dass Muttermilch die gesündeste Form der Ernährung für ein Neugeborenes ist. Ihre Zusammensetzung ist perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt und kann sich sogar anpassen und verändern, beispielsweise wenn dein Baby krank ist.  Die WHO (World Health Organisation) stuft die Wahl der Ernährung von Babys folgendermaßen ein: Wahl: Muttermilch gestillt durch die eigene Mutter Wahl: Muttermilch der eigenen Mutter abgepumpt Wahl: Frauenmilch einer anderen Frau (Amme) Wahl: Adäquate Ersatznahrung, beispielsweise PRE Milch Woraus besteht Muttermilch? Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich stetig und passt sich je nach Alter und Bedürfnissen an dein Baby an. Einfach erklärt besteht deine Muttermilch in erster Linie aus Wasser: Wasser ist der Hauptbestandteil der Muttermilch mit etwa 87,5%. Die restlichen 12,5% setzen sich aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zusammen. Außerdem ist Muttermilch voll mit Mikronährstoffen, wie Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.  Die Zusammensetzung von Muttermilch: Zu etwa 87,5% besteht Muttermilch aus Wasser, der Rest setzt sich zusammen aus: Kohlenhydrate Der Hauptteil der Kohlenhydrate besteht aus Laktose, also Milchzucker (ca. 5-7g pro 100ml). Laktose liefert Energie und ist wichtig für das Gehirn, Nervensystem und eine gesunde Darmflora. Neben der Laktose beinhaltet die Muttermilch auch unverdauliche Kohlenhydrate. Diese sind super für den Darm, denn sie wirken sich positiv auf das Wachstum gesundheitsfördernder Darmbakterien aus.  Fette Muttermilch enthält ca. 4g Fett pro 100ml. Auch Fette sind wichtige Energielieferanten und decken in etwa 40-50% des Energiebedarfs deines Babys. Ein hoher Anteil an ungesättigter Fettsäuren in der Milch ist wichtig für die Gehirnentwicklung.  Eiweiße / Proteine Ca. 1g pro 100ml Eiweiß befindet sich in der Muttermilch. Das ist ein relativ geringer Proteingehalt, der aber perfekt auf die Bedürfnisse unserer Babys abgestimmt ist. Proteine sorgen für den Aufbau neuer Zellen und somit für schnelles Wachstum. Einige Proteinbausteine haben eine besondere Schutzwirkung. Diese Antikörper (Immunglobuline) variieren bei jeder Mutter und sind individuell ausgebildet, je nachdem welche Infektionen die Mutter durchgemacht hat. Über die Muttermilch werden sie an das Baby weitergegeben. Warum ist Muttermilch so gut für ein Baby? Muttermilch könnte man eigentlich auch Wundermilch nennen. Denn ein Wunder ist sie wirklich. Warum? Das verrate ich dir jetzt anhand einiger Fakten über Muttermilch: Muttermilch stärkt das Immunsystem und ist ein natürlicher Infektionsschutz für dein Baby Muttermilch enthält Antikörper, die das Immunsystems deines Babys von Anfang an stärken. Wird dein Baby krank, passt sich die Muttermilch an und beinhaltet spezielle Antikörper, die für die Situation genau passend sind. So können Keime und Viren direkt abgetötet werden. Im Kolostrum, also der Muttermilch, die ganz zu Beginn kommt, befinden sich besonders viele Antikörper: „Keine andere Körperflüssigkeit enthält so hohe Mengen an Immunglobulin A, deinem der wichtigsten Abwehrstoffe.“* Aus diesem Grund wird das Kolostrum auch als flüssiges Gold für Neugeborene bezeichnet. (*Quelle: https://www.netdoktor.de/baby-kleinkind/muttermilch/) Deine Muttermilch passt sich an die Bedürfnisse deines Babys an – sie ist maßgeschneidert für deinen Säugling Wie genial und einzigartig ist das bitte?! Ja, dein Körper weiß genau, was dein Baby braucht und so passt sich deine Muttermilch zu jedem Zeitpunkt immer perfekt an die Bedürfnisse deines Babys an. Ihre Zusammensetzung ändert sich, wenn dein Baby krank wird. Und ihre Zusammensetzung verändert sich an heißen Tagen im Sommer. Außerdem passt sie sich immer an den jeweiligen Entwicklungsschritt deines Kindes an. Funfact: Wenn du zwei Kinder in unterschiedlichem Alter gleichzeitig stillst, passt sich die Muttermilch trotzdem an die Bedürfnisse deines Neugeborenen an – i love it! Muttermilch reduziert das Risiko für einige Erkrankungen Muttermilch ist nicht nur super gesund, sondern kann gleichzeitig helfen Krankheiten zu verhindern – und das bei Baby und der Mama. Beim Baby kann Stillen das Risiko für chronische Erkrankungen, wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck minimieren. Muttermilch senkt das Risiko für Allergien und sorgt dafür, dass Durchfallerkrankungen seltener auftreten. Stillen verringert außerdem das Auftreten von Ohr- und Atemwegsinfektionen. Wenn Kinder über den sechsten Monat hinaus Muttermilch trinken, kann dies sogar vor bestimmten Krebsarten schützen. Und auch der Mutter kann das Stillen zugute kommen: „Frauen, die ihre Babys über einen längeren Zeitraum stillen, haben gegenüber vergleichbaren Frauen, die nicht stillen, ein geringeres Risiko im späteren Leben an Brustkrebs zu erkranken.“ (Quelle: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/praevention/stillen) Muttermilch ist wie eine innere Uhr für dein Baby Weiter oben hast du schon erfahren, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch verändert. Und das tut sie nicht nur in Bezug auf Entwicklungsstadien deines Babys oder bei Krankheiten, sondern auch im Laufe des Tages. Und das ist super smart von der Natur! Denn daran können sich Babys orientieren, auch wenn sie noch keinen Tages- und Nachtrhythmus haben. Morgens enthält Muttermilch mehr Cortisol, was wachmachend wirkt. Und Abends befindet sich ein höherer Spiegel an Melatonin in ihr – das hilft beim Einschlafen. Muttermilch enthält lebende Zellen Über die Muttermilch werden lebende Zellen aus deinem Organismus an dein Baby weitergegeben. Unteranderem auch Muttermilch-Stammzellen, die die Immunabwehr stärken. Diese Tatsache wurde erst 2007 von Forschern entdeckt, seit dem wird fleißig weiter geforscht. Wer weiß, was da noch alles geniales herausgefunden wird?! Muttermilch kann auch äußerlich angewendet werden und als Medizin wirken Muttermilch ist nicht nur super zum Trinken, du kannst sie auch als Körperpflege für dein Baby oder dich nutzen. Beispielsweise kann sie wunderbar die Wundheilung im Windelbereich oder in entzündeten Halsfalten unterstützen. Und auch bei entzündeten Brustwarzen ist das Auftupfen von Muttermilch eine einfache und hilfreiche Methode. Muttermilch ist hygienisch, hat die perfekte Temperatur und ist immer verfügbar Diese Punkte sind ein weiterer großer Vorteil von Muttermilch. Während man bei der Zubereitung von PRE Milch stets sauberes Wasser benötigt und es zur Fütterung in optimale Temperatur bringen muss, ist das bei der Muttermilch sowieso gegeben. Muttermilch ist die artgerechte Ernährung für unsere Babys Muttermilch ist die erste Wahl der Ernährung für dein Baby und optimalerweise die Hauptnahrungsquelle im seinem ersten Lebensjahr. Die WHO empfiehlt darüberhinaus bis zum zweiten Lebensjahr weiter zu Stillen. Muttermilch = Wundermilch: Warum Stillen so wertvoll ist Zusammengefasst kann man sagen: die Muttermilch, die wir Mamas produzieren, ist wirklich ein Wunder. Sie ist nicht nur gesund, schützend und genau passend für dein Baby, sie nährt es auf so vielen Ebenen. Zu Stillen bedeutet Nähe zu schenken und nicht nur den Körper zu versorgen, sondern auch die Seele und Verbindung zu deinem Baby zu stärken.  Deine persönliche Stillbeziehung Die Stillbeziehung zwischen Mama und Baby kann sehr unterschiedlich sein. Bei der Einen klappt es von Anfang an super unkompliziert. Und bei der Anderen ist es herausfordernd. Oft ist gerade der Stillbeginn schwer und mit Tränen verbunden. Der Milcheinschuss kann sich unangenehm anfühlen und auch die Brustwarzen müssen sich an ihre neue Aufgabe erst gewöhnen. Es ist normal, dass du dich in das Stillen erst einmal einfinden musst. Dass zu Beginn nicht alles so läuft, wie du dir das vorstellst. Manchmal dauert es ein paar Tage oder Wochen bis eine gute Stillbeziehung aufgebaut ist. Hier findest du unseren Artikel zum Thema Stillen. Ich empfehle allen Frauen sich von Anfang an Unterstützung durch eine Hebamme oder Stillberaterin an die Seite zu holen. Es ist super wichtig, dass du direkt zu Beginn lernst dein Baby richtig anzulegen. Und Beratung hast, wenn etwas noch nicht so läuft, wie es soll. Muss man ein Baby stillen? Ich glaube es ist in diesem Artikel sehr herausgestochen, wie wertvoll Stillen und Muttermilch für dein Baby sind. Und dennoch: auch wenn Experten sich klar für das Stillen aussprechen, ist es deine Entscheidung! Manchmal gibt es Gründe, warum Stillen für dich nicht in Frage kommt. Und das ist okay. Du brauchst keine Schuldgefühle zu haben, wenn du nicht Stillen kannst oder möchtest. Moderne Milchnahrungspulver für Babys sind ebenfalls auf die Ernährungsbedürfnisse der Kleinen abgestimmt und stehen unter strengen Kontrollen, so dass du auch diese mit gutem Gefühl an dein Baby füttern kannst. Deine Brüste, deine Muttermilch, deine Entscheidung Ja, ich bin ein Fan vom Stillen und ich habe meine Kinder selbst eine ganze Weile gestillt. Genauso bin ich aber auch ein Fan davon, dass wir alle genau das machen sollten, was für uns persönlich richtig ist. Wenn du Stillen kannst und möchtest – wunderbar! Und wenn nicht, dann kannst du dein Kind genauso mit Liebe nähren und gut für es sorgen.   Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deinem kleinen Schatz!   Alles Liebe, deine baybies Hebamme Ana
Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl Pipi, Kacka und Luft im Bauch werden mit der Geburt eures Minis plötzlich ein großes Thema. Denn ja, zum Einen wickelt man zu Beginn wirklich oft und zum Anderen können euch die Ausscheidungen eures Babys, das Urin und Verfärbungen von Babystuhl, Auskunft über seinen Gesundheitszustand geben. Ihr seht also: das Ganze ist ein Thema mit dem man sich mal etwas näher beschäftigen sollte. :) In diesem Blogartikel erfährst du: Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Welche Farbe hat Urin bei Babys? Der Stuhlgang bei Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium. Muttermilchstuhlgang bei Babys Kunstmilchstuhlgang bei Babys Babystuhl Verfärbungen – grün, rot, schwarz, hellgrau Die Ausscheidungen eines Neugeborenen – von Urin bis Babystuhl Von Anfang an könnt ihr an den Ausscheidungen eures Babys etwas über seinen Gesundheitszustand erkennen. Farbe, Geruch und Konsistenz von Urin und Babystuhl sagen etwas darüber aus, wie es eurem Baby geht, beziehungsweise ob alles gut und normal ist oder ob ein Grund für besondere Beobachtung besteht. Im Wochenbett wird euch eure Hebamme regelmäßig zu den Ausscheidungen und dem Stuhlgang eures Babys befragen. Wichtig sind die Regelmäßigkeit, in der euer Baby ausscheidet, die Farbe und die Konsistenz von seinem Stuhlgang und Urin. Wenn ihr euch unsicher seid: Hebt die volle Windel auf, um sie eurer Hebamme zeigen zu können. Hierbei keine Scham – wir Hebammen haben bereits unzählige Windeln gesehen und sind daran gewöhnt.  Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Die Urin Ausscheidung, also das Pipi-machen von Babys, ist genauso wichtig und aussagekräftig, wie der Stuhlgang. Dein Baby sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt das erste Mal Wasser lassen. Häufig passiert dies bereits im Kreissaal, so dass du es möglicherweise nicht mitbekommst. Frag gerne die begleitende Hebamme oder einen Geburtshelfer, ob dein Kind bereits gemacht hat. Der Urin deines Babys gibt Auskunft über seine Nieren- und Blasenfunktion. Später wirst du daran auch die Trinkmenge deines Kindes erkennen können. Viele Windeln für Neugeborene haben einen Urin-Indikator. Da es für junge Eltern oft schwierig ist, das Pipi genau zu erkennen, zeigt ein Streifen dies außen an der Windel an. Er verfärbt sich von grün bis bläulich, je nachdem welche Urinmenge in der Windel ist. Zur Orientierung: Ein Neugeborenes sollte in etwa sechs volle Windeln am Tag (24h) haben. In den ersten Tagen nach der Geburt kann das noch etwas anders ein. Bei Neugeborenen, die gestillt werden, ist es normal, wenn vor dem Milcheinschuss in den ersten drei Tagen weniger Urin ausgeschieden wird. Wenn der Milcheinschuss und damit genügend Muttermilch da ist, ändert sich das und ihr werdet in jeder Windel Pipi finden.  Welche Farbe hat Urin bei Babys? Baby Urin sollte hellgelb und geruchsneutral sein. Wenn euch eine Verfärbung oder ein prägnanter Geruch auffällt oder ihr bemerkt, dass euer Baby sehr wenig Urin lässt, klärt dies am besten mit eurer Hebamme oder Kinderärzten ab. In den ersten Tagen nach der Geburt kann es zu rötlichen Verfärbungen im Urin kommen. Hier besteht kein Grund zur Sorge, wenn die Verfärbungen nach kurzer Zeit nachlassen. Rötliche Verfärbung im Urin bei Babys Wie bereits gesagt: In den ersten Tagen nach der Geburt kann es durchaus sein, dass im Baby Urin eine hellrot, orangefarbene Verfärbung zu sehen ist. Diese sieht aus wie Blut – tatsächlich handelt es sich hierbei aber meist um das sogenannte Ziegelmehlsediment. Ziegelmehlurin ähnelt farblich einem roten Ziegelstein. Es entsteht dadurch, dass Harnsäure Kristalle mit dem Urin aus der Niere ausgeschieden werden. Dies ist in der Regel eine Sachen von wenigen Tagen und sowohl harmlos, als auch schmerzfrei für euer Baby. Bei Mädchen kann es nach der Geburt auch zu rötlichen Verfärbung in der Windel kommen, aufgrund von genitalen Blutungen. Diese werden durch den Abfall der weiblichen Hormone aus der Schwangerschaft ausgelöst und sind kein Grund zur Sorge. Der Stuhlgang von Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium  Farbe: dunkelgrün bis schwarz Konsistenz: zäh, klebrig Der erste Stuhlgang eures Babys wird Mekonium oder umgangssprachlich Kindspech genannt. Seine Farbe sollte dunkelgrün bis schwarz und seine Konsistenz zäh bis klebrig sein. Er sollte innerhalb der ersten 24h nach Geburt ausgeschieden werden, manchmal passiert dies bereits im Mutterleib oder während der Geburt. Mekonium scheidet euer Baby in etwa ein bis drei Mal aus, beziehungsweise in den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt. Dieser erste Stuhlgang wird vom kindlichen Darm bereits im Mutterleib produziert und besteht aus Fruchtwasser, Hautzellen, Lanugohaaren und allem, was dein Baby im Fruchtwasser zu sich genommen hat. Diese Beschreibung klingt für dich möglicherweise eklig, tatsächlich ist Mekonium aber geruchsneutral und steril. Durch regelmäßiges Stillen und Trinken wird die Darmperistaltik deines Babys angeregt. Das hilft ihm dabei das Mekonium vollständig auszuscheiden. Hebammentipp: Wie wäscht man Mekonium ab? Da Mekonium eine zähe Konsistenz hat, kann es beim hartnäckig sein und fest am Babypo kleben. Mein Hebammentipp: Festes oder angetrocknetes Mekonium am besten mit Öl vom Popöchen entfernen. Einfach ein paar Tropfen eines hochwertigen Öls auf ein feuchtes Wattepad oder dünnes Tuch geben und hiermit den Windelbereich reinigen. Achtet unbedingt auf alle Falten und bei Jungs auch auf den Bereich rund um den Hodensack. Wenn alles sauber und trocken ist, könnt ihr etwas Öl auf den Windelbereich tupfen. Hierdurch wird das nächste Wickeln einfacher und ihr könnt verhindern, dass das Kinderspech beim nächsten Mal wieder an der zarten Babyhaut festtrocknet. Der Übergangsstuhl von Babys Farbe: hellgrün, gelblich, braun Konsistenz: flüssiger, cremig, weich Wenn das Mekonium weitestgehend ausgeschieden ist, kommt der Übergangsstuhl. Seine Farbe ist in der Regel hellgrün, gelblich bis braun. Seine Konsistenz ist deutlich flüssiger, cremig und weich. Übergangsstuhl entsteht, wenn sich die verdaute Milch mit den Mekoniumresten vermischt und ausgeschieden wird. Der Muttermilchstuhlgang von Babys  Farbe: goldgelb, ocker, grünlich Konsistenz: dünn, flüssig Nach einiger Zeit kommt es bei gestillten Kindern dann zum Muttermilchstuhlgang. Farbe und Konsistenz können hier sehr variieren und hängen auch mit der Ernährungsweise der Mutter zusammen. Tendenziell ist die Farbe goldgelb, ocker bis grünlich gelb und die Konsistenz eher dünn bis flüssig. Hebammen sagen oft, dass der Muttermilchstuhlgang aussieht wie Senf, da sich häufig kleine Körner darin befinden, die aussehen, wie eine Art Senf-Hüttenkäse-Gemisch. Muttermilchstuhlgang riecht meist mild und leicht süßlich. Die Häufigkeit des Kacka-machens variiert ebenfalls. Hier gibt es alles: Von mehrfach täglich (oft direkt während oder nach dem Stillen) bis nur einmal pro Woche. Bei vollgestillten Kindern kann es durchaus sein, dass die Verdauung nur sehr selten oder extrem rege ist. Jedes Kind ist anders und hat seinen eigenen Rhythmus - von zehn mal am Tag bis einmal in 14 Tagen kann alles normal sein. Der Kunstmilchstuhlgang von Babys Farbe: gelb, lehmbraun Konsistenz: breiig, fester und geformter Wenn euer Baby Pre-Milch bekommt, sieht sein Stuhlgang anders aus, als bei vollgestillten Kindern. Kunstmilchstuhlgang ist gelb bis lehmbraun, seine Konsistenz ist breiig bis fester beziehungsweise geformter. Der Geruch ist intensiver, als bei Muttermilchstuhlgang, da andere Bakterien (Kolibakterien) im Darm des Babys gebildet werden. Die Verdauung, beziehungsweise die Häufigkeit des Ausscheidens ist meist seltener, dafür dann aber meist in größeren Mengen. Babys reagieren unterschiedlich auf Pre-Milch und vertragen unterschiedliche Sorten besser oder schlechter. Eine Sorte kann eher zu Verstopfung führen, während eine andere Pulvermilch stuhlauflockernd ist. Ihr müsst herausfinden, welche Sorte euer Baby gut verträgt und mit welcher Pre-Milch es am besten zurecht kommt. Wenn ihr eure Pulvermilch gefunden habt, solltet ihr am besten bei dieser Marke bleiben und nicht mehr wechseln.  Wie verändert sich der Stuhlgang bei Beikoststart? Ab dem Beikoststart verändert sich die Verdauung deutlich. Die Konsistenz des Babystuhl wird fester und die Farbe variiert entsprechend der Nahrung, die euer Babys isst. Auch der Geruch wird strenger und intensiver – besonders, wenn euer Kind Fleisch zu sich nimmt. Mit dem Beginn der Beikost kommt es häufiger zu Verstopfungen oder sehr hartem Stuhlgang. Das liegt daran, dass sich der Darm deines Babys erst an die Umstellung und an die Verdauung von fester Nahrung gewöhnen muss. Achtet unbedingt weiterhin auf genügend Flüssigkeitszufuhr (Muttermilch oder Pre-Milch). Außerdem gibt es Obstsorten, die stuhlauflockernd wirken können, hierzu zählen zum Beispiel Äpfel und Birnen. Wenn ihr mit Beikost starten möchtet, könnte ihr auch noch einmal einen Beratungstermin mit eurer Hebamme vereinbaren. Dieser wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Eure Hebamme kann auch weitere Tipps geben, wie ihr eurem Kind mit seiner Verdauung helfen könnt und auf was ihr achten solltet. Babystuhl – Welche Verfärbungen sind normal? Baby Stuhlgang – Grüne Verfärbung: Nicht selten kommt es zu einer grünlichen Verfärbung von Babystuhl. Grüner Babystuhl muss kein Grund zur Sorge sein und kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Wenn du dir unsicher bist oder dein Baby weitere Symptome, wie Fieber, Schmerzen und Appetitlosigkeit hat, dann kläre dies bitte mit Kinderärzten ab. Ursachen, die zu einer grünen Verfärbung von Baby Stuhlgang führen können: Mekonium hat eine grünliche Färbung. Daher kann es durchaus sein, dass der Übergangsstuhl ebenfalls noch grünlich gefärbt ist. Bei Stillkindern kann ein weiterer Grund das Stillverhalten Wenn dein Baby oft nur kurz an der Brust trinkt oder schnell die Seiten wechselt, trinkt es möglicherweise nur die Vordermilch. Diese ist wässriger und hat einen geringeren Fettgehalt, was zu einer grünlichen Färbung des Stuhlgangs führen kann. Wenn dies über mehrere Tage anhält oder du ein ungutes Gefühl hast, besprich dich am besten mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Isst dein Baby bereits Beikost und feste Nahrung, wie beispielsweise grünes Gemüse, können auch diese die Ursache für eine grünliche Färbung sein. Außerdem können Antibiotika oder andere Medikamente den Stuhlgang deines Babys grün färben. Dies gilt auch, wenn du als stillende Mama Medikamente einnimmst. Grüner Stuhlgang KANN ein Hinweis auf eine Infektion zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt sein. Oder er kann Durchfall anzeigen. In beiden Fällen rate ich dazu einen Kinderarzt oder eine Ärztin zu kontaktieren. Ungewöhnliche Veränderungen und Verfärbungen im Baby Stuhlgang Rote Verfärbung im Baby Stuhlgang Bei einer rötlichen Verfärbung des Stuhlgangs könnte es sich um frische oder ältere Blutbeimengungen handeln – dies solltet ihr abklären lassen. Bei Stillkindern kann eine rötliche Verfärbung des Stuhlgangs hin und wieder vorkommen. Dies geschieht dann, wenn deine Brustwarzen kleine Risse oder offene Wunden haben, so dass dein Baby beim Trinken Blut mitschluckt. Dieses Blut gelangt entweder mit in den Babystuhl oder die Kleinen kotzen es wieder aus, da ihr Magen-Darm-Trakt Blut nicht verdauen kann. Wenn dein Baby Blut auskotzt ist das definitiv ein Schreckmoment – solltest du bei dir Brustwarzenwunden feststellen, kann dies aber eine harmlose Erklärung sein. Isst dein Baby bereits Beikost, können auch rote Lebensmittel, wie beispielsweise rote Beete oder rote Drachenfrucht zu der rötlichen Verfärbung führen. Schwarzer Stuhlgang bei Babys Schwarzer Stuhlgang sollte immer abgeklärt werden – außer es handelt sich um den Anfangsstuhlgang Mekonium, der durchaus schwarz sein kann. Zu einer schwarzen Verfärbung können Lebensmittel, Medikamente oder auch innere Blutungen führen – der Ursache solltet ihr in jedem Falle auf den Grund gehen. Sehr heller Stuhlgang bei Babys Hellgrauer bis weißlicher Stuhlgang sollte schnellst möglich untersucht werden, da dieser auf eine Leberentzündung hinweisen kann. Stuhlgang bei Babys mit stechendem Geruch oder schaumiger Stuhlgang Auch diese Veränderung solltet ihr in jedem Fall mit einem Arzt oder einer Expertin abklären. Fazit: Baby Ausscheidungen und Verfärbungen von Babystuhl Der Stuhlgang eines Babys kann sich schnell mal verändern – und das aus völlig harmlosen Gründen. Als Eltern wisst ihr meist intuitiv genau, wann es notwendig ist zum Arzt zu gehen und wann es unbedenkliche Ursachen gibt. Ihr kennt euer Baby am besten und werdet ihm anmerken, wenn etwas nicht stimmt, wenn es weniger trinkt oder unruhig wirkt. Ich freue mich, wenn ihr ein paar Informationen aus diesem Artikel mitnehmen konntet. Besonders in der ersten Zeit mit eurem kleinen Mini steht euch natürlich auch eure Hebamme mit Rat und Tat zur Seite. Stellt alle Fragen, die ihr habt und glaubt mir: Es gibt keine Frage, die euch unangenehm oder peinlich sein müsste! :) Ich wünsche euch und eurem Mini von Herzen alles Gute – und eine gesunder Verdauung! Eure baybies-Hebamme Ana
Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Nicht jede Mutter kann oder möchte Stillen. Und zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wunderbare Alternativen deinen Säugling trotzdem gut und mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. In Drogeriemärkten findest du eine große Auswahl an Baby- und Pre-Nahrung. Und ja, auch wenn du deinem Säugling das Fläschchen und nicht die Brust gibst, kannst du eine enge und besondere Verbindung aufbauen. Füttern bedeutet nicht nur Nahrungsaufnahme, es bedeutet Nähe, Körperkontakt, Bonding und das Stillen der Bedürfnisse deines Babys – ob mit oder ohne Brustwarze! Worauf du beim Flasche geben achten solltest und was wichtig ist, habe ich dir in diesem Artikel zusammen gefasst: Welche ist die beste Milch für mein Baby? Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Was ist besser für die Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Hygiene beim Fläschchen füttern   Welche ist die beste Milch für mein Baby? Baby Milchpulver ist das am meisten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Das heißt es unterliegt strengen Kontrollen und du kannst davon ausgehen, dass jegliche Pre-Nahrung und Fläschchen-Nahrung in guter Qualität ist. Grundsätzlich kannst du alle Sorten bedenkenlos verwenden. Wichtig ist, dass du zu Beginn, also in den ersten Wochen nach der Geburt sogenannte Pre-Nahrung verwendest. Diese hat eine Zusammensetzung speziell für Neugeborene und kann meist bis zur Einführung von Beikost gefüttert werden. Wenn du eine für dein Baby passende Marke gefunden hast, die es gut verträgt, rate ich dir bei dieser zu bleiben und die Marke, wenn möglich, nicht mehr zu wechseln. Die Pulvermilch Nahrung sollte immer frisch und genau nach Anleitung zubereitet werden – dazu weiter unten mehr. Übrigens, bei diesem, wie bei anderen Themen gilt: Wende dich mit Fragen an eine Hebamme, eine Ärztin oder einen Kinderarzt. Nach der Geburt bis zum Ende des neunten Monats ist die Hebamme für Fragen zum Stillen und Füttern des Babys zuständig. Die Kosten für die Beratung werden von den meisten Krankenkassen übernommen. Du achtest besonders darauf, dass deine Lebensmittel und die Nahrung für dein Baby aus Deutschland kommen? Dann schau doch mal bei unseren Freunden von Milupa vorbei! Ihre Milupa Babymilch wird mit viel Liebe im Herzen Deutschlands gemacht. Die Milupa Babynahrung enthält genau das, was kleine Bäuchlein brauchen, und es bleibt draußen, was nicht reingehört. Damit du auf dein Bauchgefühl vertrauen kannst.   Abgepumpte Muttermilch füttern Du kannst natürlich auch abgepumpte Muttermilch mit dem Fläschchen geben. Informiere dich über die Aufbewahrung der Muttermilch und beachte die Angaben, wie lang sich Muttermilch frisch hält und wie du sie erwärmen kannst.   Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Sowohl Pre-Nahrung, als auch abgepumpte Muttermilch sollten immer nach Bedarf des Kindes gefüttert werden. Das heißt: dein Kind gibt den Trinkrhythmus vor! Hierbei kann die Trinkmenge von Tag zu Tag variieren. Häufigkeit und Menge entscheidet dein Baby, so wie es dies beim Stillen auch tun würde. Wunder dich also nicht, wenn die vorgegebene Menge in der Flasche nicht ausgetrunken wird – und zwinge dein Kind nicht dazu mehr zu trinken, als es möchte. Babys haben ein sehr gutes natürliches Sättigungsgefühl, auf das Verlass ist. Andersherum möchte dein Baby manchmal vielleicht mehr haben, als du zubereitet hast. Achte auf die Signale, die dein Baby dir gibt. Nicht getrunkene Milch muss aus Hygienegründen weggeworfen werden.   Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Bereite das Fläschchen immer genau nach Angaben auf der Packung zu. Das ist wichtig, denn zu niedrig dosierte Milch, enthält zu viel Wasser und zu wenig Nährstoffe für die gesunde Entwicklung deines Babys. Zu wenig Wasser und zu viel Pulver hingegen, können dazu führen, dass dein Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt. Für die Zubereitung der Säuglingsmilch koche zuerst Wasser auf und lasse es abkühlen. Gib dann die gewünschte Menge Wasser in das Fläschchen. Die ideale Temperatur zum Fläschchen anrühren ist ca. 50 Grad Celsius. Es sollte nicht mehr kochend sein, da durch die Hitze Vitamine und Mineralstoffe zerstört werden könnten und das Milchpulver leichter verklumpt. Nachdem das Wasser in der Flasche ist, kannst du das Pulver hinzugeben und mithilfe des Dosierungslöffels portionieren. Verschließe anschließend die Flasche und schüttele sie so lange, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat und alles vermischt ist.   Was ist besser für Baby Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? In Deutschland wird das Leitungswasser streng kontrolliert, so dass du es in der Regel ohne Bedenken für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden kannst. Wenn du dich absichern möchtest, kannst du dich über eure Wasserqualität beim örtlichen Wasserwerk oder beim Gesundheitsamt informieren und das Wasser kostenlos testen lassen. Du solltest immer nur kaltes Wasser aus der Leitung benutzen und zu Beginn kurz laufen lassen, damit abgestandenes Wasser abfließen kann. Verwende kein gefiltertes Leitungswasser, denn in Wasserfiltern finden sich häufig eine Menge Keime. Wenn du stilles Mineralwasser nutzen willst, achte darauf, dass es für Säuglingsnahrung zugelassen ist. Diese Information ist immer auf dem Etikett der Flasche vermerkt.   Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Die Haltung Wichtig ist, dass du bequem sitzt, denn nur so kannst du dich auch selbst entspannen und dich ganz deinem Baby zuwenden. In dem ihr beide gemütlich und einander nah seid, kann die Fläschchenmahlzeit ein inniger Moment für dich und dein Baby sein. Füttern mit der Flasche ist viel mehr, als reine Nahrungsaufnahme. Es werden mehrere Bedürfnisse deines Babys, wie Nähe, Wärme und Geborgenheit gleichzeitig gestillt. Gib deinem Baby beim Füttern gerne auch deine emotionale Zuwendung. Halte es nah und bequem in deinem Arm. Wechsle mal die Seiten und leg es in deinen anderen Arm, das fördert die Koordinationsfähigkeit deines Kindes. Ich rate davon ab, Babys körperfern, wie in einer Autoschale oder einer Babywippe zu füttern, denn Körperkontakt ist besonders für Säuglinge wichtig, hilft beim Bonding und auch beim Regulieren seiner Körpertemperatur.   Das Fläschchen geben Wichtig: Kontrolliere immer die Temperatur der Milch bevor du anfängst deinem Baby die Flasche zu geben! Die ideale Trinktemperatur beträgt 37 Grad Celsius. Um dies zu testen, kannst du ein paar Tropfen auf dein Handgelenk geben. Dort solltest du die Milch als angenehm empfinden – dann hat die Milch in der Regel die richtige Temperatur. Ist die Milch noch zu heiß, kannst du die Flasche unter laufendem kalten Wasser abkühlen bis die richtige Temperatur erreicht ist. Um mit dem Fläschchen geben zu beginnen, berühre mit dem Sauger sanft die Unterlippe deines Babys – so wird der Saugreflex ausgelöst. Am besten lässt du dann dein Baby den Sauger der Babyflasche selber in den Mund ziehen. Der Sauger sollte tief im Mund deines Babys sein, hierfür muss der Mund weit geöffnet werden und die Lippen, wie bei einem Fischmund nach außen gestülpt sein. Achte darauf, dass der Sauger beim Trinken immer vollständig mit Milch gefüllt ist, damit dein Baby beim Trinken nicht zu viel Luft einsaugt und später Blähung bekommt.   Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Halte Blickkontakt zu deinem Baby und achte auf seine Signale. So bemerkst du, ob dein Baby eine Pause braucht oder Aufstoßen möchte. Manche Babys brauchen Pausen beim Trinken und machen zwischendurch gerne mal ein Bäuerchen. Andere trinken erst alles aus, bis sie satt sind und machen möglicherweise dann ein Bäuerchen. Gib deinem Kind nach dem Trinken unbedingt die Möglichkeit Aufzustoßen und ein Bäuerchen zu machen und leg es nicht direkt hin. Halte es eine Weile aufrecht im Arm, wenn du magst klopfte sanft auf seinen Rücken, dann kann sich ein Bäuerchen leichter lösen. Natürlich kommt aber nicht immer eins.   Hygiene beim Fläschchen füttern Alle Teile, die du beim Flasche geben verwendest – also Flaschen, Sauger und Verschlussringe – sollten nach jeder Mahlzeit gründlich ausgewaschen werden. Warte nicht zu lange, damit die Milchreste in der Flasche nicht antrocknen. Du kannst die Fläschchen entweder von Hand spülen oder bei etwa 65 Grad in die Spülmaschine packen. Wenn du mit der Hand spülst, verwende geeignetes Spülmittel und eine Flaschenbürste zum sauber machen. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob es nötig ist die Flaschen und Sauger nach jedem Benutzen zu sterilisieren oder auszukochen. Neue Studien haben gezeigt, dass dies nicht zwingend notwendig ist und bei einem gesunden Baby keine Vorteile bringt. Es reicht also aus, wenn du die Flaschen und Sauger gut spülst. Nach dem Reinigen sollte alles gut trocknen und trocken aufbewahrt werden. Dennoch würde ich dir empfehlen, zumindest in den ersten sechs Monaten, das Zubehör immer mal wieder zu sterilisieren. Du brauchst dafür keinen Vaporisator, sondern kannst alles auch im Topf mit Wasser für mindestens drei Minuten auskochen. Bitte wechsle außerdem die Sauger regelmäßig aus! Anders ist es bei Frühgeburten oder kranken Kindern, die beispielsweise im Krankenhaus versorgt werden, da sollte alles nach jeder Mahlzeit sterilisiert werden.   Liebe Eltern, ich wünsche euch wundervolle Stunden beim Fläschchen geben und Füttern. Und: es wurde früher oft gemacht, aber bitte achtet darauf, den Sauger eures Babys nicht selbst in den Mund zu nehmen! Denn so können Kariesbakterien übertragen werden. Von Herzen alles Liebe für dich, für euch und euer kleines Wunder, eure baybies-Hebamme Ana
Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der Schwangerschaft - was ist gut für Mutter und Kind? Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig – das wissen wir alle. Gesund kann dabei allerdings sehr individuell sein. Was du bei deiner Ernährung in der Schwangerschaft beachten solltest und warum der Satz "Du isst jetzt für zwei!" nicht so ganz stimmt, verraten wir dir in diesem Artikel. In diesem Blogbeitrag geht es um die Themen: Sollten Schwangere wirklich für zwei essen? Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette und Vitamine – was gilt es zu beachten? Lebensmittel, auf die Schwangere verzichten sollten. Wie oft sollten werdende Mütter am Tag essen? Heißhunger in der Schwangerschaft – Was will der Körper damit sagen? Ernährung in der Schwangerschaft – Worauf kommt es an? Die Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt die eigene Ernährung einmal unter die Lupe zu nehmen. Als werdende Mutter heißt es ab jetzt: Teilen. Denn auch, wenn dein Kind noch kaum sichtbar ist, bekommt es von jeder deiner Mahlzeiten etwas ab. Eine gesunde Ernährung bedeutet für jeden etwas anderes. Jede von uns hat eigene Vorlieben und Abneigungen, einen individuellen Geschmack und möglicherweise Unverträglichkeiten oder Allergien. Wie eine gute und gesunde Ernährung aussieht, ist also individuell. Ein paar grundsätzliche Dinge können wir trotzdem festhalten, wie beispielsweise: Ausgewogenheit. Eine zu einseitige Ernährung ist nie gut, schau, dass du Abwechslung auf deinen Teller und in deinen Ernährungsplan bekommst. Vielfältiges Gemüse, Salat und Obst sind großartig und das am besten saisonal und regional. Sollten Schwangere für zwei essen? Bestimmt hast du es schon mehr als einmal gehört: "Du isst ja jetzt für zwei!". Diese Regel wird allerdings häufig falsch verstanden. Studien belegen, dass der Kalorienbedarf in der Schwangerschaft nur gering steigt. Das heißt: Du musst nicht auf einmal die doppelte Menge essen. Vielmehr geht es um deinen Nährstoffbedarf. Du solltest darauf achten, dass du genügend Mineralien, Vitamine und Spurenelemente zu dir nimmst. Insbesondere Kalzium, Eisen, Folsäure und Jod solltest du während deiner Schwangerschaft ausreichend essen. Wer Zahlen mag: der Kalorienbedarf steigt ab dem zweiten Trimester auf etwa 250 Kalorien mehr pro Tag und ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel auf etwa 500 Kalorien mehr pro Tag. Um das mal zu verdeutlichen bzw. anschaulicher zu machen: das wäre eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse ODER ein Becher Naturjoghurt mit ein bisschen Müsli und Obst am Tag mehr. Qualität statt Quantität – als Schwangere geht es nicht darum MEHR zu essen, sondern darauf zu achten die RICHTIGEN NÄHRSTOFFE zu sich zu nehmen.   Wie sollte sich der Ernährungsplan während der Schwangerschaft zusammensetzen? Kohlenhydrate Häufig essen wir heutzutage zu viele Kohlenhydrate. Du solltest als Schwangere darauf achten „gute Kohlenhydrate“, also vollwertige und komplexe Kohlenhydrate zu essen, die deinen Zuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Hierzu zählen Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Obst und Gemüse.   Eiweiß Wichtig in der Schwangerschaft ist eine höhere Eiweißzufuhr. Studien belegen, dass der Eiweiß- bzw. Proteinbedarf während der Schwangerschaft deutlich steigt und zwar um etwa 30% – das ist gar nicht so wenig. Am besten kann dein Körper tierisches Eiweiß aufnehmen, in Form von hochwertigem, fettarmen Fleisch in Bio Qualität. Aber auch pflanzliches Eiweiß zum Beispiel aus Hülsenfrüchten eignet sich sehr gut für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft. Damit dein Körper das Eiweiß bestmöglich aufnehmen kann, ist es gut, auf eine hohe biologische Wertigkeit zu achten. Das ist ein Faktor, um die Qualität des Proteins zu beschreiben. Es gibt bestimmte Lebensmittel-Kombinationen, die eine hohe biologische Wertigkeit haben, so dass der Körper das Eiweiß optimal aufnehmen kann. Solche Kombinationen sind beispielsweise Eier mit Kartoffeln. Ausführliche Listen von guten Kombinationen findest du online.   Fette Auch die Aufnahme von gesunden Fetten, wie in beispielsweise Nüssen, Avocado oder fettreichem Fisch, ist während der Schwangerschaft wichtig. Hierbei gilt: Fett ist nicht gleich Fett. Gesunde Fett sind ungesättigte Fettsäuren. Omega 3 Fette sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie DHA und EPA. Diese haben besonders in der Schwangerschaft eine positive Auswirkung auf den Organismus und sind wichtig für die kindliche Gehirnentwicklung. Besprich mit deiner Ärztin, ob du genug Omega 3 Fettsäuren durch deine Nahrung aufnimmst. Dies könntest du zum Beispiel erreichen, in dem du zweimal in der Woche Seefisch isst. Tust du das nicht, könnte es für dich als schwangere Frau Sinn machen Omega 3 Fettsäure durch Nahrungsergänzungsmittel zu dir zu nehmen.   Vitamine Abwechslungsreiches Gemüse und Obst liefern dir und deinem Kind viele Vitamine. Ich empfehle dir hierbei auf Bio Qualität zu achten, da hier weniger Pestizide enthalten sind. Trotzdem bitte alles vor dem Verzehr gut waschen und trocken reiben.   Vitamine für die Schwangerschaft und Stillzeit: Tabletten oder in flüssiger Form? Viele Frauen haben eine ausgeprägte Morgenübelkeit und dementsprechend kann es schwerfallen, die teils sehr großen Kapseln als Nahrungsergänzung zu schlucken. Dabei gibt es eine viel angenehmere Alternative, Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen, nämlich in flüssiger Form. Welche Vorteile haben Vitamine in flüssiger Form? Der Körper nimmt flüssige Vitamine besser auf als in Form von Kapseln oder Tabletten. Diese müssen sich zunächst auflösen, bevor die enthaltenen Inhaltsstoffe für den Körper verfügbar werden. Aus verschiedensten Gründen, wie etwa das Alter, Medikamenteneinnahme, pHWert und funktionelle Veränderungen (Operation), kann das Verdauungssystem des Körpers Vitamintabletten oder -kapseln möglicherweise nicht vollständig (oder in einigen Fällen überhaupt nicht) in brauchbares Material zerlegen. Umgekehrt erfordern Vitamine in flüssiger Form oder als Pulver diesen Schritt nicht und können daher zu einer schnelleren Aufnahme im Körper führen1 . Medizinische Studien haben gezeigt, dass Vitamine, die in flüssiger Form eingenommen werden, sehr viel schneller in den Blutkreislauf gelangen als Tabletten und Kapseln. Dies geschieht, weil flüssige Nahrungsergänzungsmittel den Verdauungsprozess vollständig überspringen. Sie benötigen ca. 1 - 4 Minuten, um vollständig vom Körper aufgenommen zu werden, Tabletten und Kapseln brauchen hingegen 20 - 30 Minuten, um überhaupt erst aufgespalten und anschließend verwertet zu werden. Eine tolle Alternative also für alle, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben oder unter starker Schwangerschaftsübelkeit leiden. Hinzu kommt, dass der Körper laut einer Untersuchung der Physicians Desk Reference 98% der in flüssiger Form enthaltenen Vitamine und Mineralien verwerten, jedoch nur 10 -20 % der Vitamine in einer Vitaminkapsel aufnehmen kann. Man müsste demnach fünfmal so viel Tabletten schlucken um den gleichen Effekt zu haben wie bei der Aufnahme flüssiger Vitamine in gleicher Konzentration. Wenn man schwanger ist oder sein Baby stillt möchte man jedoch, dass es so viel wie möglich von den eingenommenen Nährstoffen durch die Mutter profitiert. Nährstoffe in flüssiger Form sind daher eine viel angenehmere und wirkungsvollere Form, Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen und dies insbesondere bei Schwangerschaftsübelkeit und Darmproblemen. Dr. Vanessa van den Boom, Gründerin von MamiGut, hat mit ihrem ersten Vitamin- und Protein-Shakes für die Schwangerschaft und Stillzeit auf https://www.mamigut.de eine besondere Nahrungsergänzung für werdende und stillende Mütter geschaffen.   Sonstiges für deine Ernährung in der Schwangerschaft: Wenig Zucker: Super wäre es, wenn du so wenig wie möglich verarbeitete Lebensmittel und Zucker zu dir nimmst. Du brauchst natürlich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du mal ein Stück Kuchen isst ... wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, Abwechslung und natürlich auch der Genuss! ☺ Viel trinken: Zu einer gesunden Ernährung gehört auch eine gute Flüssigkeitszufuhr. Ausreichend zu trinken ist extrem wichtig für deinen Körper, ca. 2 Liter am Tag sollten es sein. Am besten eignet sich Mineralwasser oder andere kalorienarme nichtalkoholische Getränke, Kräutertees oder verdünnte Säfte. Kaffee und Tee kannst du während der Schwangerschaft in Maßen weiterhin trinken.   Auf diese Lebensmittel solltest du während der Schwangerschaft verzichten: Alkohol Rohes und nicht durchgegartes Fleisch und Wurstwaren, zB Salami Roher und geräucherter Fisch und Meeresfrüchte, zB Sushi Produkte mit rohen Eiern wie zB. Tiramisu Produkte aus Rohmilch, zB Rohmilch Käse (aus dem Feinkostladen/ Käseladen)  Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft besteht also unter anderem aus viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und möglichst wenig industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Du kannst in der Regel mit dieser ausgewogenen Ernährung den Bedarf von allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen abdecken.   Nahrungsergänzungsmittel & Folsäure Dein Folsäure Bedarf ist in der Schwangerschaft, besonders in der Frühschwangerschaft, erhöht und kann meistens über die Nahrung nicht ausreichend aufgenommen werden. Besprich bitte mit deiner Gynäkologin – am besten VOR deiner Schwangerschaft –, welches Folsäure Präparat du einnehmen solltest. Ob und welche anderen Nahrungsergänzungsmittel während einer Schwangerschaft eingenommen werden sollten, ist sehr individuell und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ich rate werdenden Müttern dazu dies mit einer Ärztin oder anderen Fachleuten individuell zu besprechen.   Vegetarische oder vegane Ernährung während der Schwangerschaft Auch eine vegetarische oder vegane Ernährung ist während der Schwangerschaft möglich. Bei einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung kannst du grundsätzlich den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken. Aber auch hier empfiehlt sich eine gezielte individuelle Beratung. Viele Vegetarier supplementieren beispielsweise Vitamin B12. Bei einer veganen, also rein pflanzlichen, Ernährung sollte die Versorgung mit kritischen Nährstoffen ärztlich überprüft werden und eine Ernährungsberatung erfolgen. Das ist wichtig, da ein möglicher Nährstoffmangel die kindlichen Entwicklung schädigen kann. Um diesem Vorzubeugen müssen häufig bestimmte Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.   Wie oft sollten Schwangere am Tag essen? Für viele Schwangere ist es angenehmer, statt den üblichen drei Mahlzeiten, mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen. Das hilft den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und kann auch bei Schwangerschaftsübelkeit helfen. Wenn du unter Sodbrennen leidest, werden kleinere Mahlzeiten ebenfalls für dich angenehmer sein. Ein weiterer Tipp: leg' dich nach dem Essen nicht direkt hin, sondern bleib einen Moment aufrecht sitzen. Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon sehr groß ist und das Kind mehr Platz einnimmt, sind kleine Mengen besser zu verdauen und für werdende Mütter meist angenehmer. Wie du siehst, gibt es keine Regel, wie oft Schwangere essen sollten – höre auf deinen Körper und achte darauf, was dir gut tut. Probiere aus, was dir bei Übelkeit oder Sodbrennen hilft und wie du dich am besten fühlst.   Heißhunger während der Schwangerschaft Appetit auf ungewöhnliche Lebensmittel-Kombinationen und Heißhunger Attacken kommen während der Schwangerschaft häufig vor und sind ganz normal. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der erhöhte Nährstoffbedarf – dein Köper weiß was er braucht und verlangt danach. Heißhunger auf süßes oder besonders salzig und fettiges Essen kann auf einen Nährstoffmangel von beispielsweise Eisen, Magnesium oder Fettsäuren hindeutet. Auch die Hormonschwankungen während der Schwangerschaft können für die Heißhungerattacken verantwortlich sein. Diese Schwangerschaftshormone können außerdem Auswirkungen auf deinen Geruchs- oder Geschmacksinn haben. Viele Schwangere berichten, dass sie Essensgerüche sehr stark wahrnehmen und sich der Geschmack während der Schwangerschaft verändert hat. Als Schwangere sinkt dein Blutzuckerspiegel manchmal schnell ab, auch das kann zu Heißhungerattacken auf Süßes führen. Du kannst dich hierauf Vorbereiten und gesunde Snacks im Haus haben, auf die du dann schnell zugreifen kannst. Bei Heißhunger auf Süßigkeiten könnten das zum Beispiel Nüsse, getrocknetes Obst, Nussmuß, dunkle Schokolade, gesunde Riegel oder Energieballs sein. Wer Lust zu kochen oder zu backen hat, findet online eine Vielzahl an gesunden, süßen Rezepten, die sogar ohne Zucker auskommen.   Deine Schwangerschaft, deine Ernährung Das Thema Ernährung ist ein individuelles. Es funktioniert für jede Schwangere, für jede werdende Mutter anders. Es gibt eine große Reihe an Handlungsempfehlungen, im Endeffekt ist aber das Wichtigste, dass es dir gut geht. Dass du dich mit deiner Ernährung wohlfühlst und dich und dein Baby mit den wichtigsten Nährstoffen versorgst. Die für dich richtige Ernährung probierst du am besten Stück für Stück aus. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg damit, ganz viel Genuss und vor allem Vorfreude für diese aufregende und einzigartige Zeit der Schwangerschaft. Alles Liebe, deine baybies-Hebamme Ana
baybies_baby_beikost

Baby Beikost: Was dürfen Babys essen?

Baby Beikost: Was dürfen Babys essen? Was ist Baby-led-weaning? Heute habe ich den zweiten Teil meiner Beikost Reihe für euch. Nachdem es in Teil 1 darum ging, wie du am besten mit der Beikost Ernährung startest und woran du merkst, dass dein Baby Beikost-reif ist, geht es in diesem Artikel um konkrete Lebensmittel für die Beikosteinführung und Baby-led-weaning.   In diesem Artikel erfährst du: Was darf dein Baby essen? Und was sind ungeeignete Lebensmittel für den Beikoststart? Was ist Baby-led-weaning? Ich verrate dir die Vorteile und Nachteile. Was darf mein Baby essen und was sind ungeeignete Lebensmittel? Dein Baby darf die allermeisten Lebensmittel essen, die du auch isst. Es ist großartig, wenn du deinem Baby direkt von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel zeigst. Am gesündesten sind regionale und saisonale Lebensmittel. Es gibt ein paar Lebensmittel, die ungeeignet für die Einführung von Beikost im ersten Lebensjahr sind. Diese habe ich dir hier zusammengefasst:   Ungeeignete Lebensmittel für Kinder unter 1 Jahr: Alkohol: Dein Baby darf keinen Alkohol trinken und auch keine Lebensmittel essen, in denen Alkohol enthalten ist. Achte besonders bei gekochten Saucen auf die Inhaltsstoffe. Alkohol ist nie zu hundert Prozent verkocht und kann schon in kleinen Mengen schädlich für dein Baby sein. Honig: Honig ist ein Naturprodukt und kann in seltenen Fällen Bakterien (Clostridium botulinum) enthalten. Diese Erreger können im Babykörper schwerwiegende Lebensmittelvergiftungen, wie Botulismus, verursachen. Roher Fisch, rohes Fleisch und rohe Eier: Hierbei besteht die Gefahr von Salmonellen oder anderen Bakterien, mit denen dein Baby noch nicht umgehen kann.  Ganze Nüsse und Samen: Ganze Nüsse und Samen solltest du deinem Baby nicht geben. Aufgrund ihrer Form und Härte besteht Erstickungsgefahr. Gemahlene Nüsse oder Nussmus sind als Beikost Einführung erlaubt.  Runde kleine Lebensmittel mit prallelastischer Form, wie Trauben, Cherrytomaten und Heidelbeeren sind ebenfalls ungeeignet. Auch sie bieten aufgrund ihrer Form und Oberfläche ein Erstickungsrisiko. Verarbeitet, zerdrückt oder längst halbiert, kannst du sie deinem Kind gerne geben. Rohmilch und Rohmilchprodukte (z.B. Rohmilchkäse): Auch hier besteht Gefahr einer Infektion durch Bakterien. Rohe Karotten- und Apfelstücke können im rohen Zustand gefährlich sein, da sich dein Kind an ihnen leicht verschlucken kann. Verarbeitet, gekocht, oder gerieben ist Apfel oder Karotten kein Problem. Stark gesalzene Lebensmittel: Babys sollten nicht zu viel Salz zu sich nehmen. Die meisten Fertiggerichte oder auch Fastfood eignen sich damit nicht als Beikost. Koffein: Koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel sind ebenfalls nicht gut für dein Kind. Zucker und Süßstoffe: Babys sollten so wenig Zucker, wie möglich, zu sich nehmen. Für gesunde Süße kannst du am besten auf zermanschte Bananen oder anderes von Natur aus süßes Obst zurückgreifen.   Welche Lebensmittel sind als Beikost am besten geeignet? Während man früher davon ausging, dass man im ersten Lebensjahr nur sehr langsam unterschiedliche Lebensmittel einführen sollte, weiß man heute, dass Vielseitigkeit gut ist. Eine Woche nur Kartoffeln, in der nächsten nur Kartoffel und Möhre – so sollte die Einführung der Beikost nicht aussehen. Im Gegenteil. Um keinen wählerischen "picky eater" heranzuziehen, ist es hilfreich deinem Baby von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel und eine abwechslungsreiche Ernährung anzubieten. Je nach Kultur gelten unterschiedliche Lebensmittel als ideale Beikost Nahrung. Kartoffel, Pastinake und Karotte zählen zu den Beikost Klassikern in Deutschland. Du darfst aber gerne experimentierfreudiger sein. Vielleicht isst dein Baby ja auch grünes Gemüse gern? Oder Hühnerleber? Das meine Lieben, ist übrigens ein richtiges Superfood für Babys!   Abwechslungsreiche und vielfältig Beikost Bei der Auswahl der Beikost Lebensmittel gibt es kein richtig oder falsch. Am gesündesten sind regionale und saisonale Lebensmittel, wie auch Obst und Gemüse. Wichtig ist, dass du deinem Baby ein abwechslungsreiches und vielfältiges Nahrungsangebot gibst. Babys können von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel am Tag bekommen. Hierbei musst du keinem bestimmten Speiseplan folgen. Beobachte dein Kind. Was isst es gerne? Was verträgt es gut? Es ist optimal, wenn dein Baby direkt viele verschiedene Farben von Lebensmitteln kennenlernt. Achte darauf, dass du nicht nur weiße Lebensmittel, wie Kartoffeln, Reis und Getreidebrei anbietest. Auch farbenfrohe Lebensmittel, wie grünes und rotes Gemüse, sollten auf dem Speiseplan deines Babys stehen. Wichtig, lasse dein Baby auch bei Brei selber das Essen lernen und erkunden. Dein Baby kann den Löffel auch mal selber halten und daran lutschen. Etwas erfahrene Esser können den von dir vorbeladen Löffel dann selbstständig zum Mund führen und so den Brei selber essen.   Wenn du auf bist auf der Suche nach gesunden und abwechslungsreichen Breien bist, können wir dir das Start Up Little Leaf empfehlen. Hier gibt es Breimahlzeiten in Bio Qualität, die du nach Hause bestellen kannst.   Babys und Allergene Studien belegen, dass das Risiko für Allergien sinkt, wenn Lebensmittel mit einem hohen Allergierisiko vor dem ersten Geburtstag angeboten werden. Mit dem Vermeiden von gewissen Lebensmitteln, so wie es früher gemacht wurde, steigt also das Allergie Risiko. Experten raten dazu, Allergene einzeln nach und nach anzubieten. So kannst du herausfinden, wie dein Kind auf diese reagiert. Hast du ein Baby mit hohem Allergie Risiko, rate ich dir vor dem Beikost Einführen mit einem Kinderarzt oder einer spezialisierten Ärztin zu sprechen. Babys mit hohem Allergierisiko leiden häufig leiden häufig unter Dermatitis ( Neurodermitis ), Asthma oder Heuschnupfen. Auch bekannte Allergien in der Familie bzw. bei den Eltern können darauf hin weißen, dass dein Baby ein erhöhtes Allergie Risiko hat. Übrigens: Wenn du Breie oder feste Nahrung einführst, biete deinem Baby gerne dazu Wasser in einem Becher an. Deine Muttermilch oder Flaschenmilch ist nach wie vor die Hauptquelle für Flüssigkeit, es ist aber gut, wenn sich dein Kind nebenbei an Wasser-trinken gewöhnen kann.   Baby-led-weaning: Die Alternative zu Brei Baby-led-weaning ist eine breifreie Beikost, auch unter Baby Fingerfood bekannt. Baby-led-weaning (BLW) bedeutet übersetzt soviel wie: „vom Baby geführtes Abstillen" oder "die selbstbestimmte Einführung von Beikost." Die britische Hebamme und Krankenschwester Dr. Gill Rapley brachte 2010 das Buch „Baby led weaning“ heraus und hat damit dazu beigetragen, dass BLW in immer mehr Ländern eingeführt wurde. Dabei ist BLW kein neuer Trend, sondern eigentlich etwas sehr natürlich und artgerechtes, was schon immer gemacht wurde. In einigen Kulturen unserer Welt gibt es den für uns typischen Babybrei gar nicht. Babys bekamen hier als Beikost schon immer weich gekochtes Gemüse in die Hand.   Vorteile von Baby-led-weaning Dein Baby kann sich selbstständig die Lebensmittel vom Teller nehmen. Es kann entscheiden was, wie viel und wie schnell oder langsam es essen mö Dadurch wird die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen deines Babys gefördert – anders als beim Füttern von Brei mit dem Löffel, bei dem die Eltern das Tempo vorgeben. Durch Fingerfood lernt dein Baby verschiedene Konsistenzen und Strukturen der Lebensmittel kennen und kann diese mit allen Sinnen erkunden. Das reduziert "picky eating". Ihr beugt hierdurch also vor, dass euer Baby Abneigungen gegen bestimmte Konsistenzen hat und gewisse Lebensmittel nicht anfassen möchte oder eklig findet.  Babys haben einen natürlichen Forschungs- und Experimentierdrang und lieben es Dinge neu zu erkunden. Bei BWL hat das Baby Spaß beim Essen, weil es alles selber erkunden kann. Lasst es zu, dass euer Baby am Anfang mit dem Essen „spielt“. Das ist ganz normal und gut für die Entwicklung. Viele Eltern sorgen sich, dass sich ihr Kind durch Fingerfood leichter verschluckt, als durch Brei. Ich kann euch beruhigen: Babys, die von Anfang an Fingerfood bekommen würgen zwar am Anfang häufiger, das Erstickungsrisiko sinkt allerdings. Das liegt daran, dass das Baby sich und die Nahrungsmittel einschätzen lernt und langsam ausprobieren kann. (Verlinkung Beikost Teil 1) Also im Gegenteil: dein Baby isst sogar sicherer! Eine Studie aus Neuseeland hat gezeigt, dass Babys die schon früh feste Nahrung bekommen, sich deutlich seltener verschlucken als Babys, die nur mit dem Löffel gefüttert werden. Durch das selbstbestimmte Essen bei BWL verlernt dein Baby nicht auf sein eigenes Sättigungsgefühl zu hö Vertraut eurem Kind, es hat von Anfang an seine eigene Appetitkontrolle und weiß, wann es satt ist. BLW ist einfacher und günstiger, weil dein Baby direkt (fast) alles vom Familientisch mitessen kann. Ihr müsst nicht extra Brei kochen oder Babyprodukte dazu kaufen.   Nachteile von Baby-led-weaning Dadurch, dass dein Baby selbständig mit den Finger isst, matscht und erkundet, gibt es oft eine große Sauerei. Wahrscheinlich wird es bei dieser Ernährungsvariante einige Skeptiker um euch herum geben. Großeltern, eine Freundin oder auch ein unerfahrener Kinderarzt: die große Angst ist häufig, dass das Baby zu wenig isst und dadurch zu wenig Nährstoffe Wenn du eine ausgewogene Auswahl an Lebensmittel zur Verfügung stellst, musst du dir keine Sorgen machen. Ich kann mich nur wiederholen: Vertraue deinem Baby. Vertraue seinen Instinkten und bestärke es darin. Viele Studien zeigen, dass Babys oft am besten wissen, was sie gerade brauchen.   Du, dein Baby, euer Beikost Start Natürlich kannst du auch eine Mischform wählen und deinem Baby sowohl Breimahlzeiten, als auch Fingerfood anbieten. Beobachte, was deinem Baby gefällt. Setz’ dein Baby hierfür am besten mit zu euren Mahlzeiten an den Familientisch. Es hilft deinem Kind, wenn es zur gleichen Zeit isst, wie ihr anderen. Manchmal braucht eine Beikost Einführung mehrere Anläufe. Macht euch keinen Druck – das ganze soll Spaß machen und darf entspannt ablaufen. Dann, wenn dein Baby bereit und reif dafür ist.   Ich wünsche euch wundervolle Mahlzeiten! Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana 
baybies_baby_beikost_start

Baby Beikost – Wie fange ich am besten an?

Milchmahlzeiten, Stillen und Fläschchengeben sind wundervoll und bedeuten Innigkeit und Nähe. Irgendwann möchte dein Säugling mehr. Erfahre hier, wie der Beikost-Übergang klappen kann.