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Hebammen 1x1 – Was macht eine Hebamme? Wie wichtig ist eine Hebamme?
Eine Schwangerschaft ist ein Geschenk, der Prozess im Körper ein Wunder und die Geburt eines neuen Menschen ein Meisterwerk. Und doch gibt es da auch all die Unsicherheiten und Sorgen. Eine Schwangerschaft – und alles was dazu gehört – kann eine Achterbahn der Erfahrungen sein. Und darum gibt es sie: die Expertinnen, die dich durch diese Zeit, wie eine Freundin, begleiten: Hebammen. Aber, was macht eine Hebamme eigentlich?
Und, wie wichtig ist eine Hebamme während der Schwangerschaft und der Zeit danach? Darum und um diese Themen geht es in diesem Artikel:
Was macht eine Hebamme? Was sind die Aufgaben einer Hebamme?
Begleitung durch eine Hebamme in der Schwangerschaft
Welche Untersuchungen kann eine Hebamme durchführen?
Eine Hebamme für die Geburt
Hebammen Begleitung im Wochenbett
Brauche ich eine Hebamme?
Wo findet man eine Hebamme?
Was macht eine Hebamme? Was sind die Aufgaben einer Hebamme?
Eine Hebamme steht dir (und deiner Familie) von Anfang der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit beziehungsweise bis zum Beginn der Beikost zur Seite. Hebammen sind qualifizierte Fachkräfte für alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit.
Eine Hebamme ist eine Expertin, die werdende und junge Eltern medizinisch und psychosozial berät und Ihnen zur Seite steht. Sie unterstützt den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft und Geburt und steht euch mit Rat und Tat zur Seite. Sollte etwas nicht physiologisch, also nicht regelrecht, verlaufen, zieht sie einen Arzt hinzu. Oft arbeiten Hebammen und Gynäkologinnen eng zusammen.
Die meisten Hebammen in Deutschland sind Frauen. Es gibt ein paar ganz wenige Männer, diese hat man Entbindungspfleger genannt, aber seit 2020 nennt man männliche Geburtshelfer auch Hebammen – was ja auch Sinn macht, denn die Tätigkeit geht eben weit über die Entbindung hinaus.
Kann eine Hebamme alleine eine Geburt betreuen?
Eine natürliche, regelrechte Geburt kann eine Hebamme alleine begleiten und ist vollumfänglich medizinisch dazu ausgebildet. Wenn du Interesse an einer Hausgeburt hast, informiere dich am besten vorab, welche Hebammen dies in deiner Region anbieten. Auch wenn alle Hebammen entsprechend ausgebildet sind, bietet nicht jede die Begleitung einer Hausgeburt an. (Dazu weiter unten mehr.)
Eine Hebamme darf eine Geburt alleine betreuen, Ärzte dürfen dies nicht (außer in Notfällen). Es ist in Deutschland durch die Hinzuziehungspflicht gesetzlich geregelt, dass bei einer Geburt immer eine Hebamme anwesend sein muss.
Wann sollte man sich um eine Hebamme kümmern?
Am besten so früh, wie möglich. Du kannst dich bereits ab einem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer Hebamme machen! Warum das teilweise super wichtig ist, erfährst du weiter unten.
Wie findet man eine passende Hebamme?
Jede Hebamme arbeitet anders, hat ihren individuellen Schwerpunkt und bietet unterschiedliche Leistungen an. Es gibt Hebammen, die Vor- und Nachsorgen anbieten, es gibt welche, die ‚nur‘ Kurse geben oder sogar Hausgeburten begleiten.
Informiere dich vorab oder in einem Erstgespräch mit der Hebamme, wie sie arbeitet und was sie anbietet. Überlege dir, was dir wichtig ist. Viele Hebammen haben Zusatzqualifikationen, beispielsweise als Stillberaterin oder Yogatrainerin für Schwangere. Je genauer du weißt, was du möchtest, desto einfacher wird es, eine passende Hebamme zu finden.
Begleitung durch eine Hebamme in der Schwangerschaft
Von Beginn an deiner Schwangerschaft hast du Anrecht auf die Betreuung durch eine Hebamme. Du kannst dich direkt ab deinem positiven Schwangerschaftstest auf die Suche nach einer passenden Hebamme machen. Was viele nicht wissen: Eine Hebamme kann deine Schwangerschaft offiziell feststellen und dir den Mutterpass ausstellen.
Welche Untersuchungen kann eine Hebamme durchführen?
Deine Hebamme kann alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft durchführen (vorausgesetzt es liegt keine Risikoschwangerschaft vor und du bist gesund). Die einzigen Ausnahmen sind die in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegten drei Ultraschall-Untersuchungen, die von einem Gynäkologen oder einer Frauenärztin gemacht werden müssen.
Bei einer Vorsorgeuntersuchung misst die Hebamme deinen Blutdruck. Sie tastet deinen Bauch ab und fühlt die Lage und Größe deines Kindes im Bauch. Außerdem misst sie deinen Bauchumfang, hört die Herztöne des Kindes ab (mit einem Pinard-Rohr oder einem Dopton), testet mit Urinstreifen deinen Urin und misst eventuell den vaginalen pH-Wert. Neben diesen physiologischen Untersuchungen berät sie dich im Hinblick auf Schwangerschaftsbeschwerden oder wenn dir sonst etwas am Herzen liegt.
Viele Hebammen bieten darüberhinaus auch Blutuntersuchungen an, beispielsweise für den empfohlenen Zuckertest. Sie arbeiten mit einem Labor zusammen und können dir Zuhause Blut abnehmen.
Ein großer Vorteil die Vorsorgeuntersuchungen von einer Hebamme machen zu lassen: Sie kommen meistens zu dir nach Hause. Das bedeutet für dich also kein Fahren zu und Warten in einer gynäkologischen Praxis. Und: Hebammen haben oft mehr Zeit für ein persönliches Gespräch, können individuell auf dich eingehen und dir auch bei Sorgen und Kummer zur Seite stehen.
Eine Hebamme für die Geburt
Hebammen arbeiten sehr unterschiedlich und bieten nicht alle die gleiche Geburtsbetreuung an: manche begleiten Geburten, anderen betreuen dich ‚nur’ davor und danach. Je nachdem, wie du dein Baby zur Welt bringen möchtest, solltest du eine passende Hebamme für dich auswählen. Ich stelle dir gleich die verschiedenen Möglichkeiten vor.
Eine Hebamme kann dir dabei helfen, den für dich richtigen und passenden Geburtsort zu wählen. Sie kann dich über unterschiedliche Möglichkeiten aufklären und mit dir Vor- und Nachteile verschiedener Geburtsorte besprechen (Krankenhaus, Geburtshaus, Hausgeburt). Für was du dich letztlich entscheidest, liegt natürlich bei dir.
Einige Hebammen bieten auch Geburtsvorbereitungskurse an oder können dir einen solchen Kurs vermitteln.
Eine Hebamme für die Geburt im Krankenhaus
Krankenhaus-Hebammen
Im Krankenhaus arbeiten Hebammen im Schichtdienst. Das bedeutet die Hebamme wechselt, sobald eine Schicht zu Ende ist. Während deiner Geburt im Krankenhaus hast du stets eine Hebamme an deiner Seite, je nachdem wie lange deine Geburt dauert, können dies aber mehrere und unterschiedliche sein.
Beleghebammen
Darüberhinaus gibt es Beleghebammen. Diese haben einen Vertrag mit einer bestimmten Klinik, arbeiten aber freiberuflich. Eine Beleghebamme ist sozusagen deine eigene Hebamme, die du mit in den Kreißsaal bringst und die sich während der gesamten Geburt nur um dich kümmert – solange bis dein Kind geboren ist. Deine Beleghebamme übernimmt in der Regel auch die Vorsorgeuntersuchungen und die Wochenbettbetreuung.
Eine Beleghebamme musst du dir selbst vorab suchen. Und dies am besten sehr, sehr früh! Ich empfehle Schwangeren, sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest haben, sich nach einer Beleghebamme umzusehen.
Funfact dazu: Ich habe selbst in Berlin als Beleghebamme gearbeitet – viele Schwangere haben erzählt, dass sie uns Beleghebammen als Erstes kontaktiert haben – sogar noch bevor sie ihrem Mann von der Babynachricht erzählt haben.
Mit einer Beleghebamme hast du unter der Geburt eine 1-zu-1-Betreuung. Das finde ich wichtig und wertvoll. Die Kosten einer Beleghebamme werden von den Krankenkassen übernommen. Ausgenommen davon ist die Rufbereitschaft, wofür die Hebammen selbst eine Pauschale festsetzen.
Leider gibt es in Deutschland nicht viele Beleghebammen und in manchen Regionen ist es schwierig eine zu finden. Viele Frauen wissen außerdem gar nicht, von dieser Art der Hebammenbetreuung. Ich kann dir dies nur ans Herz legen!
Eine Hebamme für die Geburt im Geburtshaus
In den allermeisten Städten und Regionen gibt es Geburtshäuser, als Alternative zum Kreißsaal im Krankenhaus. In Geburtshäusern arbeiten Hebammen in kleinen Teams zusammen. Wenn du dich für eine Geburt im Geburtshaus entscheidest, lernst du während deiner Schwangerschaft alle Hebammen kennen.
Während deiner Geburt im Geburtshaus, wirst du von der Hebamme begleitet, die dort ist, wenn du ankommst. Diese betreut dich 1-zu-1 während deiner Geburt. Auch in Geburtshäusern sind die Plätze schnell vergeben, so dass du dich auch hier am besten frühzeitig anmeldest. ..und ja, ich weiß, gerade als Erstgebärende wirkt es absurd sich direkt nach einem positiven Schwangerschaftstest, um die Geburt zu kümmern – die Erfahrung zeigt aber, wie wichtig das ist!
Eine Hebamme für eine Hausgeburt
Als Drittes gibt es Hebammen, die anbieten dich komplett Zuhause zu betreuen und Hausgeburten begleiten. Auch hier, du ahnst es: Kümmere dich frühzeitig! Hausgeburtshebammen bieten, ähnlich wie Beleghebammen, das ‚Komplettpaket‘ an und betreuen dich rundum: Von der Vorsorge, über die Geburt bis zur Nachsorge, im Wochenbett und der Stillzeit.
Hebammen Begleitung im Wochenbett
Nach der Geburt kommt deine Hebamme zur Nachsorge zu dir nach Hause. Wenn du im Krankenhaus oder in einem Geburtshaus entbunden hast, kommt deine Hebamme direkt zu dir, sobald du Zuhause bist. In den ersten Tagen kommen die meisten Hebammen täglich vorbei und dann in immer größeren Abständen.
Deine Hebamme schaut während deines Wochenbetts, zum einen wie es dir geht. Sie beobachtet deine Rückbildung und überprüft ob entstandene Wunden, wie Geburtsverletzungen oder Narben, richtig abheilen. Sie schaut nach deinem Wochenfluss und tastet deine Gebärmutter ab. Zum anderen kontrolliert die Hebamme dein Neugeborenes. Sie wiegt es, guckt seine Haut an und pflegt, wenn nötig, den Nabelschnurrest.
Eine Hebamme schaut medizinisch nach euch und berät euch im Handling und alltäglichen Fragen!
Außerdem gibt sie dir und deinem Partner Tipps im Handling mit dem Neugeborenen. Das ist gerade für Paare, die das erste Mal Eltern geworden sind, so wichtig. Denn besonders in den ersten Wochen wirken Babys so zart und zerbrechlich. Da ist wertvoll jemanden zu haben, der euch zeigt, wie ihr es wickelt, wie ihr es am besten baden und im Tragetuch tragen könnt.
Eine große Rolle in der Nachsorge Betreuung spielt auch die Ernährung des Babys. Wenn du stillst ist deine Hebamme deine Ansprechpartnerin für Anlegetechniken und bei Stillschwierigkeiten. Eine Hebamme hilft auch bei allen Fragen rund ums Fläschchen zubereiten und geben.
Neben all dieser praktischen Unterstützung spielt auch der psychosoziale Aspekt eine Rolle. Deine Hebamme spricht mit dir über die Geburt und hilft dir (und dem Baby) Erlebnisse der Geburt zu verarbeiten. Sie unterstützt euch beim Bonding zu eurem Baby und ist für alle Fragen da, die bei euch aufkommen.
Deine Hebamme ist bis zum Ende der Stillzeit deine Ansprechpartnerin. Du kannst sie jederzeit alles fragen und Termine vereinbaren.
Einige Hebammen bieten auch nach der Geburt unterschiedliche Kurse an. Hierzu gehören zum Beispiel Rückbildungskurse, Babymassagekurse oder Stillgruppen. Solche Gruppen sind für viele junge Mütter über den Inhalt hinaus toll, um Gleichgesinnte mit Babys kennenzulernen.
Brauche ich eine Hebamme?
Du siehst: Hebammen bieten viele unterschiedliche Leistungen an und können dich von Beginn deiner Schwangerschaft, bis zur Einführung von Beikost begleiten. Sie sind Expertinnen für alle physiologischen Prozesse der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts und sind außerdem Ansprechpartnerinnen für jeden Kummer und jede Frage. Deswegen rate ich: Ja, du solltest eine Hebamme haben. Sie kann in dieser aufregenden Zeit eine so wichtige Stütze und Unterstützung sein!
Wichtig ist, dass du dich frühzeitig um eine Hebamme kümmerst, die das anbietet, was dir wichtig ist. Informiere dich über unterschiedliche Leistungen und besprich mit potentiellen Hebammen, was du dir wünschst und wie du dir deine Geburt vorstellst.
Die meisten Hebammen-Leistungen werden von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, die Hebamme rechnet direkt mit deiner Krankenkasse ab. Wenn du privat versichert bist, informiere dich, welche Leistungen übernommen werden. In Deutschland hat zwar jede Schwangere Anspruch auf eine Hebamme – in der Realität sieht das aber manchmal anders aus.
Übrigens: Auch wenn du eine Fehlgeburt hattest, hast du Anspruch auf Hebammen-Leistungen. Eine Hebamme begleitet dich in dieser Zeit bei all deinen Fragen und vermittelt dir Hilfsangebote. Und auch Eltern, die ein Kind adoptiert haben, haben Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme.
Wo findet man eine Hebamme?
Um eine passende Hebamme zu finden, hast du verschiedenen Möglichkeiten. Toll ist, wenn du im Freundes- oder Bekanntenkreis Empfehlungen bekommst. Du kannst aber auch deinen Frauenarzt nach Kontakten fragen oder du googelst. Die meisten Hebammen haben inzwischen eine Onlinepräsenz über die du sie findest und auch direkt einen Eindruck über ihre Leistungen erhältst. Alternativ kannst du auch in deinem nächstgelegenen Krankenhaus nachfragen oder Hebammenkontakte über deine Krankenkasse erhalten.
Die Hebamme an deiner Seite
Eine Hebamme ist, wie das Geländer einer Treppe. Du kannst jede Stufe auch alleine nehmen, sie aber kann dir Halt und Unterstützung geben, wenn es mal wackelig wird. Sie ist an deiner Seite und jederzeit da, wenn du sie brauchst – sowohl körperlich, als auch mental.
Ich bin seit vielen Jahren Hebamme und ich bin selbst Mama. Ich könnte so viele Geschichten erzählen von den Frauen, die ich begleitet und von den Babys, die ich unterstützt habe mit auf die Welt zu holen. Das Entscheidende aber ist, dass du deine eigene Geschichte schreibst. Deine Geschichte von dem Wunder der Schwangerschaft und der Geburt. Ich wünsche dir von Herzen, dass du hierfür deine passende Hebamme findest.
Alles Liebe,
deine baybies Hebamme Ana
Zwillinge – Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum Stillen
Zwillinge – Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum Stillen
Manchmal schenkt uns das Leben nicht ein Baby, sondern gleich zwei. Zwei Herzschläge, die wir direkt mit dem ersten Ultraschall sehen können und wissen: es werden Zwillinge! Aktuell werden weltweit jedes Jahr 1,6 Millionen Zwillingspaare geboren.
Zwillinge sind aber nicht gleich Zwillinge. Es gibt Unterschiede. Der größte und bedeutendste ist die Unterscheidung zwischen eineiigen Zwillingen und zweieiigen Zwillingen.
In diesem Artikel findet ihr Informationen rund um Zwillinge:
Zweieiige Zwillinge und eineiige Zwillinge
Wie kommt es zu Zwillingen?
Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt?
Schwangerschaft mit Zwillingen
Die Geburt von Zwillingen
Kann man Zwillinge stillen?
Wissenswertes: Von Elternzeit bis Kindergeld
Zweieiige Zwillinge
Etwa 75% der Zwillinge sind zweieiig und sogenannte dizygote Zwillinge. Sie entstehen aus zwei Eizellen und werden von zwei unterschiedlichen Spermien befruchtet, was bedeutet, dass sie unterschiedliches Erbmaterial haben. Die Befruchtung findet mehr oder weniger gleichzeitig und in einem Zyklus statt.
Beide Embryonen haben ihre eigene Fruchthöhle und eine eigene Plazenta. Im Fachjargon bezeichnet man dies als dichorial diamniot.
Eineiige Zwillinge
Eineiige sind in etwa 25% Prozent aller Zwillinge, hier spricht man von monozygoten Zwillingen. Sie entstehen aus einer Eizelle, die von einem Spermium befruchtet wird und sich nach der Befruchtung in zwei Zellkerne teilt. Beide Zellkerne wandern in die Gebärmutter, in der sich dann beide Embryonen einnisten. Das Erbmaterial ist bei Beiden identisch.
Es gibt drei, genau genommen sogar vier, verschiedene Formen von monozygoten Zwillingen:
Monochorial diamniote Zwillingsschwangerschaft
1 Plazenta, 2 Fruchthöhlen
Es handelt sich um monochoriale Zwillinge, wenn sich die befruchtete Eizelle erst nach der Einnistung in der Gebärmutter teilt. Hierdurch entwickelt sich nur eine Plazenta, die sich beide Embryos teilen. Jedes hat dennoch seine eigene Fruchthöhle. Dies ist mit ca. 65% die häufigste Form von eineiigen Zwillingen.
Da sich beide Embryos eine Plazenta teilen, kann es bei dieser Schwangerschaft zu Komplikationen, wie beispielsweise einer Unterversorgung der Zwillinge, kommen. Monochoriale Schwangerschaften werden besonders engmaschig kontrolliert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Dichorial diamniote Zwillingsschwangerschaft
2 Plazenten, 2 Fruchthöhlen
35% der eineiigen Zwillinge sind dichorial diamniot. Das bedeutet, dass beide Embryos eine eigene Plazenta haben und jeweils von einer eigenen Eihaut umgeben sind (Amnion und Chorion).
Monochorial monoamniote Zwillinge
1 Plazenta, 1 Fruchthöhle
Bei dieser Zwillingsschwangerschaft teilen sich beide Feten eine Fruchthöhle und eine Plazenta. Dies kommt selten vor und macht nur ein Prozent der eineiigen Zwillingsschwangerschaften aus. Eine solche Schwangerschaft birgt ein erhöhtes Risiko durch zum Beispiel Nabelschnurkomplikationen.
Siamesische Zwillinge
Siamesische Zwillinge sind ebenfalls monochorial monoamniote Zwillinge, die sich eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen. Hinzu kommt, dass diese Feten in unterschiedlichem Grad miteinander verwachsend sind. Siamesische Zwillinge machen etwa 0,1% aller Zwillinge aus. Insgesamt sind sie aber extrem selten und laut Fachliteratur werden bei einer von einer Million Geburten zusammengewachsene Zwillinge zur Welt gebracht.
Wie kommt es zu Zwillingen?
Die Häufigkeit von Mehrlingen durch Spontankonzeption liegt bei etwa 1,18%. Die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen, steigt ab einem Alter von 35 Jahren an. Ab diesem Alter der Frau kann es häufiger zu mehreren Eisprüngen pro Zyklus kommen. Außerdem nehmen mit steigendem Alter künstliche Befruchtungen oder Fertilitätsbehandlungen zu, wodurch oftmals mehrere Eizellen befruchtet werden.
Eineiige Zwillinge sind ein Zufallsprodukt der Natur, so sagt man. Zweieiige Zwillinge kommen in manchen Familien häufiger vor. Hierbei spielt also auch ein erblicher Faktor eine Rolle.
Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt?
Heutzutage sind Zwillingsschwangerschaften schon sehr früh durch Ultraschall erkennbar. Meist erfährst du hiervon direkt bei deiner ersten Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung.
Manche Eltern haben sich Zwillinge gewünscht und manche, nun ja, sind über diese Nachricht vielleicht erstmal erschrocken und geschockt. Und das ist vollkommen okay. Da du bereits so früh davon erfährst, hast du Zeit dich mit dem Gedanken anzufreunden. Und dich darauf vorzubereiten, dass nicht nur ein kleiner Mensch, sondern direkt zwei einen Teil deines Lebens einnehmen werden.
Schwanger mit Zwillingen!
Wenn du erfahren hast, dass du Zwillinge erwartest, kümmere dich am besten direkt um eine Hebamme. Sie kann dir zur Seite stehen, Sorgen mit dir besprechen und dir Antworten auf all die vielen Fragen geben.
Eine Zwillingsschwangerschaft wird von Ärzten immer als Risikoschwangerschaft eingestuft – darüber musst du dir keinen Kopf machen, es bedeutet erstmal nur, dass du engmaschiger bei deinem Gynäkologen untersucht wirst. Wie häufig und in welchen Abständen Schwangerschaftskontrollen stattfinden, ist abhängig davon, ob du eineiige oder zweieiige Zwillinge bekommst.
Der beste Tipp ist immer: bleib’ entspannt. Mach’ dir keine Sorgen. Viele Zwillingsschwangerschaften verlaufen völlig normal und ohne Komplikationen. Auch als werdende Mama von Zwillingen kannst du eine ganz normale Schwangerschaft und eine vaginale Geburt haben.
Schwangerschaft mit Zwillingen
Durch die Doppelbelastung wird dein Körper mehr beansprucht, als bei einer einfachen Schwangerschaft. Zwei Babys bedeuten doppeltes Gewicht, was besonders deinen Beckenboden und die Muskulatur in bestimmten Bereichen beansprucht. Da der Babybauch ebenfalls größer wird, als bei nur einem Baby, steht auch dein Bauch unter stärkerer Dehnung. Auch die Gewichtszunahme ist verständlicherweise höher, als bei einer Einlingsschwangerschaft.
Manche Frauen leiden bei einer Zwillingsschwangerschaft stärker an Übelkeit. Dies liegt an der erhöhten Hormonausschüttung, die aber mit Ende des dritten Monats in der Regel nachlässt.
Zwillingsschwangerschaft = Risikoschwangerschaft?
Als Risikoschwangerschaften werden Zwillingsschwangerschaften daher eingestuft, da bei der Mutter ein erhöhtes Risiko an schwangerschaftsinduzierter Hypertonie (Bluthochdruck) besteht, es zu Wassereinlagerungen oder Frühgeburten kommen kann.
Zum Anderen können auch für die Zwillinge spezifische Risiken bestehen. Mögliche Komplikationen kann ein fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS) oder eine Wachstumsverzögerung eines Zwillings sein.
Dein Frauenarzt und deine Hebamme werden die Entwicklung deiner Kinder und natürlich auch dein Wohlbefinden regelmäßig checken. Und dich bestmöglich betreuen, entsprechend deines Schwangerschaftsverlaufs.
Die Geburt von Zwillingen
Wie du dich am besten auf die Geburt vorbereiten kannst, besprichst du am besten mit deiner Hebamme. Es gibt extra Geburtsvorbereitungskurse für Zwillingseltern. Vielleicht finden in deiner Region auch Treffen statt, in denen du dich mit anderen Zwillingseltern austauschen kannst.
Bei Zwillingen empfiehlt es sich, alles etwas früher zu planen und vorzubereiten, da sie häufig etwas zeitiger zur Welt kommen. Überlegt euch rechtzeitig, welche Anschaffungen ihr braucht und habt die Krankenhaustasche griffbereit (Artikel Krankenhaustasche verlinken).
Die meisten Zwillinge kommen häufig vor dem errechnetem Geburtstermin zur Welt, oft um die 37. Schwangerschaftswoche. Vereinbare also am besten frühzeitig ein Geburtsplanungsgespräch in der Klinik, in der du entbinden möchtest. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit Gynäkologen und Hebammen Vorort alle Möglichkeiten deiner bevorstehenden Geburt zu besprechen und Wünsche und Fragen zu klären.
Ist eine vaginale Geburt bei Zwillingen möglich?
Grundsätzlich: ja. Auch bei Zwillingen ist eine vaginale Geburt möglich. Erwartest du Drillinge oder mehr Babys wird dir in den meisten Fällen zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. Bei Zwillingen kommt es auf deine Situation und Zustand an.
Voraussetzungen für eine vaginale Geburt bei Zwillingen:
Unkomplizierte diaminale Zwillingsschwangerschaft, bei der jedes Baby seine eigene Fruchthöhle hat.
Du als Mama solltest gesund und mindesten in der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) sein.
Das führende Baby muss in Schädellage, also mit Kopf nach unten, liegen.
Die Zwillinge haben keinen relevanten Wachstumsunterschied im Ultraschall.
Sind diese Voraussetzungen gegeben spricht nichts gegen den Versuch einer vaginalen Geburt, wenn du dich gut damit fühlst.
Werden Zwillinge früher geholt?
Je nach Schwangerschaftsverlauf kann es sein, dass die Geburt vor dem errechneten Termin (ET) eingeleitet wird. Besonders dann, wenn sich die Zwillinge eine Plazenta teilen, es sich also um eine monochoriale Zwillingsschwangerschaft handelt. Dann wird eine Geburt in der Regel zwischen der 34. und der 37. SSW angestrebt. Hierdurch wird das Risiko einer Unterversorgung für einen Zwilling vermieden, welches insbesondere in den letzten Wochen einer Schwangerschaft steigt.
Bei einer mochochorial monoamnioten Zwillingsschwangerschaft, bei der sich deine Babys eine Fruchthöhle und eine Plazenta teilen, wird ein geplanter Kaiserschnitt meist um die 32. bis 34. SSW durchgeführt. Da sich beide Kinder in einer Fruchtblase befinden, wird sonst die Gefahr einer Nabelschnurverknotung zu hoch.
Kann man Zwillinge stillen?
Eine häufige Sorge von werdenden Zwillingsmamas ist das Stillen. Kann man bei zwei Babys voll stillen? Ist das möglich? Und wird die Milch reichen?
Stillen von Zwillingen ist möglich! Sogar bei Drillingen kann das funktionieren. Dein Körper kann ausreichend Muttermilch produzieren und funktioniert nach dem Angebot-Nachfrage-Prinzip.
Die wichtigste Frage ist meiner Meinung nach aber: MÖCHTEST du deine Zwillinge stillen? Passt es zu deiner Situation? Sind es dir der Zeitaufwand und die „Belastung“ wert? Wenn ja, dann wunderbar – probiere es aus und schau’, wie ihr euch eingroovt. Und wenn nein, ist das auch vollkommen in Ordnung. Nimm dir selbst den Druck und erlaube dir Dinge so zu handhaben, wie sie sich für dich richtig anfühlen. Zu hohe Erwartungen und gedachte Zwänge haben noch keinem geholfen. ;)
Wenn du stillen möchtest, hol’ dir unbedingt Hilfe und Beratung von deiner Hebamme oder einer Stillberaterin. Ein gutes Stillmanagement ist bei Zwillingen super wichtig – und kann ganz unterschiedlich und individuell aussehen.
Manche Frauen befürworten beispielsweise das synchrone Stillen der Babys, andere raten davon ab. Beides kann Vor- und Nachteile haben:
Zwillinge stillen: Babys nacheinander die Brust geben
Wenn du deine Zwillinge nacheinander und nicht (immer) parallel stillst, bekommen deine Babys Milch nach ihrem individuellen Hunger und Bedarf. Gerade als Stillanfänger ist abwechselndes Stillen leichter. Hierbei kannst du dich auf ein Baby konzentrieren und leichter auf die optimale Anlegetechnik achten.
Der Nachteil beim einzelnen Stillen ist der doppelte Zeitaufwand. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass beide Babys gleichzeitig Hunger haben und schnellstmöglich an die Brust wollen.
Zwillinge gleichzeitig stillen
Du kannst versuchen deine Babys zu synchronisieren und möglichst oft gleichzeitig zu stillen. Es gibt verschiedene Stillpositionen, in denen du Zwillinge gleichzeitig anlegen kannst. Lass’ dir hierbei unbedingt von deiner Hebamme helfen. Es braucht etwas Übung zwei Babys gleichzeitig zu stillen und korrekt an die Brust anzulegen. Hilfreich ist dabei ein gutes Stillkissen.
Der großer Vorteil beim synchronen Stillen ist der geringere Zeitaufwand. Außerdem profitiert ein eher saugschwaches Baby von dem parallelen Stillen, da das kräftigere Baby durch sein starkes Saugen den Milchspendereflex auslöst. Der Nachteil ist, dass es häufig gar nicht so einfach ist, einen guten Stillrhythmus zu finden, der zu beiden Babys passt und allen gerecht wird.
Fazit: Wie stillt man Zwillinge am besten?
Letztlich musst du dich gar nicht für eine Variante entscheiden, sondern kannst alles ausprobieren, was für dich und euch passt. Teste gerne unterschiedliche Varianten und Rhythmen.
Der Austausch mit anderen Zwillingsmüttern tut meistens auch sehr gut – vernetze dich und lass dich inspirieren. Und: achte unbedingt auch auf deine Bedürfnisse: Was brauchst du? Was tut dir gut? Lass dein Vertrauen wachsen, dass ihr, du und deine Babys gemeinsam immer mehr herausfinden werdet, was und wie für euch am besten funktioniert.
Wissenswertes für Zwillinge und Zwillingsschwangerschaften
Mutterschutz bei Zwillingsschwangerschaften
In Deutschland beginnt der Mutterschurz sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, genau wie bei Einlingsschwangerschaften auch. Er verlängert sich nach der Geburt aber auf zwölf, anstelle von acht, Wochen. Kommt dein Baby vor dem errechneten Termin zur Welt, was bei Zwillingen häufig der Fall ist, verlierst du diese Zeit nicht, sondern sie wird hinten dran gehängt.
Nachsorge durch die Hebamme
Die Nachsorgebetreuung durch die Hebamme kann bei Zwillingen verlängert werden und wird von den meisten Krankenkassen vollständig übernommen. Erkundige dich hierzu vorab bei deiner Versicherung.
Du hast bei Zwillingen außerdem die Möglichkeit eine Haushaltshilfe über deine Krankenkasse zu beantragen. Auch hierüber informiert ihr euch am besten vor der Geburt.
Elternzeit bei Zwillingen
Da die Elternzeit pro Kind gerechnet wird, habt ihr als Eltern von Zwillingen das Anrecht auf bis zu sechs Jahren Elternzeit ingesamt. Voraussetzung dafür ist, dass pro Kind mindestens zwölf Monate Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre genommen werden. Das bedeutet für euch als Zwillingseltern: Bis zum dritten Geburtstag der Zwillinge müssen mindestens 24 Monate Elternzeit genommen werden.
Elterngeld bei Zwillingen
Es gibt zwar die doppelte Elternzeit, allerdings kein doppeltes Elterngeld. Bei Zwillingen erhaltet ihr aber einen Mehrlingszuschlag:
Gemäß § 2a Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gilt: „Bei Zwillingen besteht nur Anspruch auf den einfachen Elterngeldsatz plus 300 Euro Mehrlingszuschlag im Monat (bei Elterngeld Plus: 150 Euro im Monat). So sollen zusätzliche Ausgaben gedeckt werden, die für Babynahrung, Windeln und Co. bei zwei Kindern anfallen.“
Kindergeld bei Zwillingen
Kindergeld wird pro Kind ausgezahlt. Aktuell erhaltet ihr für jedes anspruchsberechtigte Kind 250 Euro im Monat, unabhängig von eurem Einkommen. Kindergeld kann nur von einem Elternteil beantragt werden.
Deine Zwillinge und du
Vielleicht hattest du das anders geplant. Vielleicht fühlst du dich mit der Nachricht über Zwillinge erst einmal überfordert. Und vielleicht war es das, was du dir immer gewünscht hast. Sicher ist eines: diese zwei kleinen Menschlein haben sich dich als Elternteil ausgesucht. Und sie werden dein Leben bereichern.
Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für diese spannende Zeit! Und denk’ immer daran: locker bleiben. Perfekt gibt es nicht und du, du wirst das wunderbar meistern!
Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana
Quelle: https://www.amboss.com/de/wissen/Mehrlingsschwangerschaft#Zc2fa51b05e06fe06722de103941a3e1e
Baby Erstaustattung – Tipps und Checkliste
Baby Erstaustattung – Tipps und Checkliste
Der Nestbautrieb lässt grüßen und es dauert nicht mehr lang. Ja, ihr seid voller Vorfreude, Aufregung und am Überlegen, was ihr alles braucht. Was da sein sollte, wenn euer Baby das Licht der Welt erblickt. Es gibt zahlreiche Listen und Empfehlungen, wie eine Baby Erstausstattung aussehen sollte. Was ihr tatsächlich benötigt, ist immer individuell, hängt davon ab, wie ihr Alltag und Nachtschlaf gestalten wollt und ob ihr ein Sommer- oder Winterbaby erwartet.
In diesem Artikel findet ihr eine Orientierung und Tipps, wie eine Erstausstattung für euer Baby aussehen kann:
Baby Erstausstattung zum Schlafen
Erstausstattung zum Stillen und Fläschchen geben
Erstausstattung für Unterwegs
Erstausstattung fürs Wickeln und Babypflege
Kleidung für eine Baby Erstausstattung
Baby Erstausstattung Schlafen
2 Schlafsäcke: Je nach Jahreszeit gibt es Winter- und Sommerschlafsäcke. Ein Schalfsack ist die sicherste Option zum Schlafen für dein Baby Dieser kann, im Gegensatz zu einer Decke und Kissen, nicht über das Gesicht rutschen. In unserem baybies Blog findest du einen Artikel zum Thema Sicherer Babyschlaf, wo du mehr dazu erfährst.
Babybett/Beistellbett: Wenn ihr nicht plant, dass euer Baby mit im Familienbett schläft, braucht ihr ein Bett für euer Baby. Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten. Das Beistellbett kommt direkt an euer Bett ran und ist zu euch hin geö Ein typisches Babybett ist ein eigenständiges und freistehendes Bettchen.
Ins Babybett gehören außerdem: eine Babymatratze, Matratzenschoner und Spannbettlaken.
Optional und wenn du dein Baby tagsüber ablegen willst, empfehle ich: eine Babywiege oder Federwiege.
Babynest: Mein Hebammentipp! Ein Babynest kann vielseitig verwendet und überall hingelegt werden. Viele Babys schlafen gerne in einem Nest und fühlen sich geborgen durch die seitlichen Begrenzungen.
Pucktuch: Ebenfalls ein Allrounder, den man zum Pucken, Kuscheln, Einwickeln, als Spuckschutz und zum Zudecken verwenden kann.
Ein Babyfon, damit ihr hört, wenn euer Kind weint.
Erstausstattung Stillen oder Füttern
Erstausstattung Stillen
2-3 bequeme Still-BH´s für die stillende Mama: Am besten ein bis zwei Nummern größer als sonst. Tolle gibt's u.a. ooia
Stilleinlagen: Es gibt Einmal-Stilleinlagen oder waschbare, wiederverwendbare Stilleinlagen
Brustwarzensalbe
Stillkissen: Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten und Größen. Mein Tipp: Kauf' dir ein langes Stillkissen, eine sogenannte „Stillwurst“, schon in der Schwangerschaft. Dieses kannst du super zum Schlafen auf der Seite und zum Stützen vom Babybauch nutzen.
Milchpumpe: Für mich gehört eine Milchpumpe nicht zur unbedingt notwendigen Baby Erstausstattung. Wenn du nach der Geburt merkst, dass eine Milchpumpe eine Erleichterung für dich wäre, kannst du dir eine besorgen oder ausleihen. Oft geht das im Krankenhaus, in einer Apotheke oder in deinem Freundeskreis.
Erstausstattung Füttern & Flaschennahrung
6 Fläschchen
6 Sauger Größe 1
Sauger-und Flaschenbürste zum Reinigen
Thermoskanne: zum Zubereiten der Flaschennahrung für unterwegs.
Falschennahrung / Milchpulver / Pre Nahrung: Hier gibt es viele verschiedene. Lass dich am besten von deinem Kinderarzt oder einer erfahrenen Hebamme beraten, welches Milchpulver für Euch am besten geeignet ist.
Baby Erstausstattung für Unterwegs
Babytrage oder Tragetuch: Für mich als Hebamme ein Must-Have! Alle Babys lieben es getragen zu werden, außerdem erleichtert es dir den Alltag. Wir haben auf unserem Blog einen Blogartikel mit allen wichtigen Infos und Tipps zum Thema Babytragen, in dem du alles dazu nochmal nachlesen kannst.
Kinderwagen: Je nach Jahreszeit mit einem passenden Fußsack, evtl. Lammfell oder eine vegane Alternative und einem Kinderwagen Sonnenschutz.
Weiche Babydecke aus hochwertigen Materialien.
Optional:
Babyschale für’s Auto: In größeren Städten kann man sich häufig Babyschalen ausleihen.
Wickeltasche: Für alle die viel unterwegs sind, ist das eine sinnvolle Anschaffung. Es muss aber natürlich nicht unbedingt eine tatsächliche Wickeltasche sein, eine große und geräumige Tasche tut es auch.
Baby Erstausstattung Wickeln und Pflege
Die Haut eures Babys ist dünner, als die Haut eines Erwachsenen. Sie braucht daher eine andere Pflege. Bei Babys ist die hauteigene Schutzfunktion noch nicht fertig ausgebildet, so können Schadstoffe leichter in die Haut eindringen und die Babyhaut kann leichter austrocknen.
Du brauchst in den ersten Wochen und den ersten Monaten nicht viele Pflegeprodukte. Wichtig ist, dass du auf die Qualität und Inhaltsstoffe der Produkte achtest. Es sollten unbedingt hochwertige Pflegeprodukte ohne Duftstoffe sein. Am besten aus natürlichen Inhaltsstoffen und frei von unnötigen Zusätzen, die die Haut reizen oder sogar Allergien auslösen können.
Auf unserem Blog findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema Neugeborenen Pflege, wo du alles detailliert nachlesen kannst.
Was ich außerdem empfehle: Einen Wickeltisch mit passender Wickelauflage. Ein Wickeltisch ist natürlich kein Muss, du kannst auch auf dem Boden oder dem Bett wickeln. Ich als Hebamme und Mama erlebe einen Wickeltisch im Alltag aber als sehr praktisch und rückenfreundlich.
Windeln
Schale für Wasser: Zum Wickeln und Waschen.
Waschlappen oder dünne waschbare Stofftücher und/oder Baby Reinigungs-Wattepads: ebenfalls zum Wickeln und Waschen des Baby Popos.
Hochwertiges Babyöl: Ein Babyöl ist ein Allrounder und mein Must-Have auf dem Wickeltisch. Es ist super praktisch am Anfang zum Reinigen des Windelbereichs, zur Faltenpflege, zur Babymassage und auch als Badezusatz. Ich verlinke dir hier das baybies Babyöl.
Pflegecreme/ Pflegelotion
Wundschutzcreme
Mildes Babybad
Weiche Handtücher zum Unterlegen und Abtrocknen
Mulltücher: Davon kannst du am Anfang nie genug haben. Die Tücher kannst du zum Abtrocknen nehmen, als Spucktuch, zum Stillen, als kleine Decke für unterwegs und je nach Größe auch als Spucktuch.
Babynagelschere: Diese unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Nagelschere, denn sie ist vorne abgerundet und ich finde sie deutlich praktischer und sicherer als einen Nagelknipser. Du findest Babynagelscheren beispielsweise im Drogeriemarkt.
Babywanne oder Badeeimer und evtl. ein Badethermometer.
Optional:
Windeleimer
Milde Feuchttücher für unterwegs: Achte darauf, dass diese keine Duftstoffe und so wenig wie möglich Zusätze haben.
Babyhaarbürste
Wärmelampe für den Wickeltisch oder die Wickelkommode.
Kleidung für deine Baby Erstausstattung
Man braucht am Anfang gar nicht so viele Klamotten, wie man vielleicht denkt. Wichtiger als die Masse, ist die Qualität: besser ein paar gute, hochwertige Teile aus einem Wolle-Seide Gemisch, als ein Schrank voll mit synthetischen billig Bodys.
Wie schon weiter oben erwähnt ist die Haut eures Babys dünn und empfindlich und kann dadurch leichter Schadstoffe aufnehmen. Aus diesem Grund ist es wichtig auf natürliche, schadstofffreie Materialien zu achten. Am besten kauft ihr für euer Neugeborenes schlichte Klamotten. Bunte Aufdrucke, Glitzer und Applikationen enthalten in der Regel viele Schadstoffe.
Bitte neue Kleidung für euer Baby immer vorher waschen! Gerne zwei bis drei Waschdurchgänge und ohne Weichspüler, um vorhandene Schadstoffe vollständig zu entfernen.
Wer auf Nummer Sicher gehen will kauft Secondhand Klamotten – da sind die Schadstoffe schon rausgewaschen. ☺ Secondhand ist natürlich nicht nur wegen der Schadstoffe eine gute Idee – es ist außerdem nachhaltiger, als alles neu zu kaufen und spart Ressourcen.
Wie kommt man an Secondhand Kleidung für Babys?
Oft haben Freunde oder Familienmitglieder mit Kindern einige Kleidungsstücke abzugeben – fragt doch mal rum! Es gibt auch tolle Babyflohmärkte – sowohl online, als auch offline –, wo es Secondhand Kleider in guter Qualität gibt. In größeren Städten kann man sich auch hochwertige Babyklamotten mieten und tauscht diese dann, wenn das Baby rausgewachsen ist, immer mit der passenden Größe aus.
Am wichtigsten ist das Material der Baby Bodys, denn diese liegen direkt auf der Babyhaut. Optimal sind hier natürliche, schadstofffreie Materialien, wie Wolle oder im Sommer Wolle-Seide-Bodys. Diese eignen sich nicht nur aus oben genannten Gründen super, sondern helfen eurem Baby auch seine Körpertemperatur zu regulieren und zu halten.
Die richtige Größe für Babykleidung
Babykleidung sollte immer gut passen, weich und bequem sein. Die Standard Durchschnittsgröße ist nach der Geburt oft eine 50/56 bei einem Baby, das ca. 3.200-3.600g Geburtsgewicht hat. Wenn ihr wisst, dass euer Baby eher zart ist (so ca. 2.500-3.000g Geburtsgewicht) dann braucht ihr eine kleinere Größe (44/50).
Ob ihr lieber Wickelbodys oder normale Bodys, Strampler oder Hosen benutzt ist Geschmacksache – aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten frisch gebackenen Eltern Wickelbodys in den ersten Wochen praktischer und einfacher in der Handhabung empfinden.
Checkliste Babykleidung Erstausstattung:
4-8 Langarmbodys: am besten Wickelbodys und wenn möglich mind. zwei bis drei aus Wolle und Seide.
4-6 Strampler oder Hosen und Pullis/Jäckchen/Hemdchen.
1-2 Strumpfhosen und/oder Socken.
2-3 Schlafanzüge
1-2 Babymützen: am besten eine dünne, leichte Mütze für direkt nach der Geburt, denn Babys verlieren viel Wärme über ihr Kö
Im Winter für draußen einen Winteranzug: am besten ein Wollwalk-Overall und eine warme Mütze.
Natürlich könnt ihr diese Empfehlungen mit weiteren Babysachen ergänzen und so gestalten, wie es für euch als Eltern, eure Routinen und euer Familienleben passt. Ich wünsche euch von Herzen eine fröhliche Baby-Vorbereitung und einen guten Start in das Leben gemeinsam mit eurem kleinen Schatz.
Alles Liebe,
eure baybies-Hebamme Ana
Ernährung in der Schwangerschaft
Ernährung in der Schwangerschaft - was ist gut für Mutter und Kind?
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig – das wissen wir alle. Gesund kann dabei allerdings sehr individuell sein. Was du bei deiner Ernährung in der Schwangerschaft beachten solltest und warum der Satz "Du isst jetzt für zwei!" nicht so ganz stimmt, verraten wir dir in diesem Artikel.
In diesem Blogbeitrag geht es um die Themen:
Sollten Schwangere wirklich für zwei essen?
Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette und Vitamine – was gilt es zu beachten?
Lebensmittel, auf die Schwangere verzichten sollten.
Wie oft sollten werdende Mütter am Tag essen?
Heißhunger in der Schwangerschaft – Was will der Körper damit sagen?
Ernährung in der Schwangerschaft – Worauf kommt es an?
Die Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt die eigene Ernährung einmal unter die Lupe zu nehmen. Als werdende Mutter heißt es ab jetzt: Teilen. Denn auch, wenn dein Kind noch kaum sichtbar ist, bekommt es von jeder deiner Mahlzeiten etwas ab.
Eine gesunde Ernährung bedeutet für jeden etwas anderes. Jede von uns hat eigene Vorlieben und Abneigungen, einen individuellen Geschmack und möglicherweise Unverträglichkeiten oder Allergien. Wie eine gute und gesunde Ernährung aussieht, ist also individuell. Ein paar grundsätzliche Dinge können wir trotzdem festhalten, wie beispielsweise: Ausgewogenheit. Eine zu einseitige Ernährung ist nie gut, schau, dass du Abwechslung auf deinen Teller und in deinen Ernährungsplan bekommst. Vielfältiges Gemüse, Salat und Obst sind großartig und das am besten saisonal und regional.
Sollten Schwangere für zwei essen?
Bestimmt hast du es schon mehr als einmal gehört: "Du isst ja jetzt für zwei!". Diese Regel wird allerdings häufig falsch verstanden. Studien belegen, dass der Kalorienbedarf in der Schwangerschaft nur gering steigt. Das heißt: Du musst nicht auf einmal die doppelte Menge essen. Vielmehr geht es um deinen Nährstoffbedarf. Du solltest darauf achten, dass du genügend Mineralien, Vitamine und Spurenelemente zu dir nimmst. Insbesondere Kalzium, Eisen, Folsäure und Jod solltest du während deiner Schwangerschaft ausreichend essen.
Wer Zahlen mag: der Kalorienbedarf steigt ab dem zweiten Trimester auf etwa 250 Kalorien mehr pro Tag und ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel auf etwa 500 Kalorien mehr pro Tag. Um das mal zu verdeutlichen bzw. anschaulicher zu machen: das wäre eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse ODER ein Becher Naturjoghurt mit ein bisschen Müsli und Obst am Tag mehr.
Qualität statt Quantität – als Schwangere geht es nicht darum MEHR zu essen, sondern darauf zu achten die RICHTIGEN NÄHRSTOFFE zu sich zu nehmen.
Wie sollte sich der Ernährungsplan während der Schwangerschaft zusammensetzen?
Kohlenhydrate
Häufig essen wir heutzutage zu viele Kohlenhydrate. Du solltest als Schwangere darauf achten „gute Kohlenhydrate“, also vollwertige und komplexe Kohlenhydrate zu essen, die deinen Zuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Hierzu zählen Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Obst und Gemüse.
Eiweiß
Wichtig in der Schwangerschaft ist eine höhere Eiweißzufuhr. Studien belegen, dass der Eiweiß- bzw. Proteinbedarf während der Schwangerschaft deutlich steigt und zwar um etwa 30% – das ist gar nicht so wenig. Am besten kann dein Körper tierisches Eiweiß aufnehmen, in Form von hochwertigem, fettarmen Fleisch in Bio Qualität. Aber auch pflanzliches Eiweiß zum Beispiel aus Hülsenfrüchten eignet sich sehr gut für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft.
Damit dein Körper das Eiweiß bestmöglich aufnehmen kann, ist es gut, auf eine hohe biologische Wertigkeit zu achten. Das ist ein Faktor, um die Qualität des Proteins zu beschreiben. Es gibt bestimmte Lebensmittel-Kombinationen, die eine hohe biologische Wertigkeit haben, so dass der Körper das Eiweiß optimal aufnehmen kann. Solche Kombinationen sind beispielsweise Eier mit Kartoffeln. Ausführliche Listen von guten Kombinationen findest du online.
Fette
Auch die Aufnahme von gesunden Fetten, wie in beispielsweise Nüssen, Avocado oder fettreichem Fisch, ist während der Schwangerschaft wichtig. Hierbei gilt: Fett ist nicht gleich Fett. Gesunde Fett sind ungesättigte Fettsäuren.
Omega 3 Fette sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie DHA und EPA. Diese haben besonders in der Schwangerschaft eine positive Auswirkung auf den Organismus und sind wichtig für die kindliche Gehirnentwicklung. Besprich mit deiner Ärztin, ob du genug Omega 3 Fettsäuren durch deine Nahrung aufnimmst. Dies könntest du zum Beispiel erreichen, in dem du zweimal in der Woche Seefisch isst. Tust du das nicht, könnte es für dich als schwangere Frau Sinn machen Omega 3 Fettsäure durch Nahrungsergänzungsmittel zu dir zu nehmen.
Vitamine
Abwechslungsreiches Gemüse und Obst liefern dir und deinem Kind viele Vitamine. Ich empfehle dir hierbei auf Bio Qualität zu achten, da hier weniger Pestizide enthalten sind. Trotzdem bitte alles vor dem Verzehr gut waschen und trocken reiben.
Vitamine für die Schwangerschaft und Stillzeit: Tabletten oder in flüssiger Form?
Viele Frauen haben eine ausgeprägte Morgenübelkeit und dementsprechend kann es schwerfallen, die teils sehr großen Kapseln als Nahrungsergänzung zu schlucken.
Dabei gibt es eine viel angenehmere Alternative, Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen, nämlich in flüssiger Form.
Welche Vorteile haben Vitamine in flüssiger Form?
Der Körper nimmt flüssige Vitamine besser auf als in Form von Kapseln oder Tabletten. Diese müssen sich zunächst auflösen, bevor die enthaltenen Inhaltsstoffe für den Körper verfügbar werden. Aus verschiedensten Gründen, wie etwa das Alter, Medikamenteneinnahme, pHWert und funktionelle Veränderungen (Operation), kann das Verdauungssystem des Körpers Vitamintabletten oder -kapseln möglicherweise nicht vollständig (oder in einigen Fällen überhaupt nicht) in brauchbares Material zerlegen. Umgekehrt erfordern Vitamine in flüssiger Form oder als Pulver diesen Schritt nicht und können daher zu einer schnelleren Aufnahme im Körper führen1 . Medizinische Studien haben gezeigt, dass Vitamine, die in flüssiger Form eingenommen werden, sehr viel schneller in den Blutkreislauf gelangen als Tabletten und Kapseln. Dies geschieht, weil flüssige Nahrungsergänzungsmittel den Verdauungsprozess vollständig überspringen. Sie benötigen ca. 1 - 4 Minuten, um vollständig vom Körper aufgenommen zu werden, Tabletten und Kapseln brauchen hingegen 20 - 30 Minuten, um überhaupt erst aufgespalten und anschließend verwertet zu werden. Eine tolle Alternative also für alle, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben oder unter starker Schwangerschaftsübelkeit leiden.
Hinzu kommt, dass der Körper laut einer Untersuchung der Physicians Desk Reference 98% der in flüssiger Form enthaltenen Vitamine und Mineralien verwerten, jedoch nur 10 -20 % der Vitamine in einer Vitaminkapsel aufnehmen kann. Man müsste demnach fünfmal so viel Tabletten schlucken um den gleichen Effekt zu haben wie bei der Aufnahme flüssiger Vitamine in gleicher Konzentration. Wenn man schwanger ist oder sein Baby stillt möchte man jedoch, dass es so viel wie möglich von den eingenommenen Nährstoffen durch die Mutter profitiert.
Nährstoffe in flüssiger Form sind daher eine viel angenehmere und wirkungsvollere Form, Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen und dies insbesondere bei Schwangerschaftsübelkeit und Darmproblemen. Dr. Vanessa van den Boom, Gründerin von MamiGut, hat mit ihrem ersten Vitamin- und Protein-Shakes für die Schwangerschaft und Stillzeit auf https://www.mamigut.de eine besondere Nahrungsergänzung für werdende und stillende Mütter geschaffen.
Sonstiges für deine Ernährung in der Schwangerschaft:
Wenig Zucker: Super wäre es, wenn du so wenig wie möglich verarbeitete Lebensmittel und Zucker zu dir nimmst. Du brauchst natürlich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du mal ein Stück Kuchen isst ... wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, Abwechslung und natürlich auch der Genuss! ☺
Viel trinken: Zu einer gesunden Ernährung gehört auch eine gute Flüssigkeitszufuhr. Ausreichend zu trinken ist extrem wichtig für deinen Körper, ca. 2 Liter am Tag sollten es sein. Am besten eignet sich Mineralwasser oder andere kalorienarme nichtalkoholische Getränke, Kräutertees oder verdünnte Säfte.
Kaffee und Tee kannst du während der Schwangerschaft in Maßen weiterhin trinken.
Auf diese Lebensmittel solltest du während der Schwangerschaft verzichten:
Alkohol
Rohes und nicht durchgegartes Fleisch und Wurstwaren, zB Salami
Roher und geräucherter Fisch und Meeresfrüchte, zB Sushi
Produkte mit rohen Eiern wie zB. Tiramisu
Produkte aus Rohmilch, zB Rohmilch Käse (aus dem Feinkostladen/ Käseladen)
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft besteht also unter anderem aus viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und möglichst wenig industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Du kannst in der Regel mit dieser ausgewogenen Ernährung den Bedarf von allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen abdecken.
Nahrungsergänzungsmittel & Folsäure
Dein Folsäure Bedarf ist in der Schwangerschaft, besonders in der Frühschwangerschaft, erhöht und kann meistens über die Nahrung nicht ausreichend aufgenommen werden. Besprich bitte mit deiner Gynäkologin – am besten VOR deiner Schwangerschaft –, welches Folsäure Präparat du einnehmen solltest.
Ob und welche anderen Nahrungsergänzungsmittel während einer Schwangerschaft eingenommen werden sollten, ist sehr individuell und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ich rate werdenden Müttern dazu dies mit einer Ärztin oder anderen Fachleuten individuell zu besprechen.
Vegetarische oder vegane Ernährung während der Schwangerschaft
Auch eine vegetarische oder vegane Ernährung ist während der Schwangerschaft möglich. Bei einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung kannst du grundsätzlich den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken. Aber auch hier empfiehlt sich eine gezielte individuelle Beratung. Viele Vegetarier supplementieren beispielsweise Vitamin B12.
Bei einer veganen, also rein pflanzlichen, Ernährung sollte die Versorgung mit kritischen Nährstoffen ärztlich überprüft werden und eine Ernährungsberatung erfolgen. Das ist wichtig, da ein möglicher Nährstoffmangel die kindlichen Entwicklung schädigen kann. Um diesem Vorzubeugen müssen häufig bestimmte Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Wie oft sollten Schwangere am Tag essen?
Für viele Schwangere ist es angenehmer, statt den üblichen drei Mahlzeiten, mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen. Das hilft den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und kann auch bei Schwangerschaftsübelkeit helfen. Wenn du unter Sodbrennen leidest, werden kleinere Mahlzeiten ebenfalls für dich angenehmer sein. Ein weiterer Tipp: leg' dich nach dem Essen nicht direkt hin, sondern bleib einen Moment aufrecht sitzen.
Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon sehr groß ist und das Kind mehr Platz einnimmt, sind kleine Mengen besser zu verdauen und für werdende Mütter meist angenehmer. Wie du siehst, gibt es keine Regel, wie oft Schwangere essen sollten – höre auf deinen Körper und achte darauf, was dir gut tut. Probiere aus, was dir bei Übelkeit oder Sodbrennen hilft und wie du dich am besten fühlst.
Heißhunger während der Schwangerschaft
Appetit auf ungewöhnliche Lebensmittel-Kombinationen und Heißhunger Attacken kommen während der Schwangerschaft häufig vor und sind ganz normal. Der Grund dafür ist wahrscheinlich der erhöhte Nährstoffbedarf – dein Köper weiß was er braucht und verlangt danach. Heißhunger auf süßes oder besonders salzig und fettiges Essen kann auf einen Nährstoffmangel von beispielsweise Eisen, Magnesium oder Fettsäuren hindeutet.
Auch die Hormonschwankungen während der Schwangerschaft können für die Heißhungerattacken verantwortlich sein. Diese Schwangerschaftshormone können außerdem Auswirkungen auf deinen Geruchs- oder Geschmacksinn haben. Viele Schwangere berichten, dass sie Essensgerüche sehr stark wahrnehmen und sich der Geschmack während der Schwangerschaft verändert hat.
Als Schwangere sinkt dein Blutzuckerspiegel manchmal schnell ab, auch das kann zu Heißhungerattacken auf Süßes führen. Du kannst dich hierauf Vorbereiten und gesunde Snacks im Haus haben, auf die du dann schnell zugreifen kannst. Bei Heißhunger auf Süßigkeiten könnten das zum Beispiel Nüsse, getrocknetes Obst, Nussmuß, dunkle Schokolade, gesunde Riegel oder Energieballs sein. Wer Lust zu kochen oder zu backen hat, findet online eine Vielzahl an gesunden, süßen Rezepten, die sogar ohne Zucker auskommen.
Deine Schwangerschaft, deine Ernährung
Das Thema Ernährung ist ein individuelles. Es funktioniert für jede Schwangere, für jede werdende Mutter anders. Es gibt eine große Reihe an Handlungsempfehlungen, im Endeffekt ist aber das Wichtigste, dass es dir gut geht. Dass du dich mit deiner Ernährung wohlfühlst und dich und dein Baby mit den wichtigsten Nährstoffen versorgst.
Die für dich richtige Ernährung probierst du am besten Stück für Stück aus. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg damit, ganz viel Genuss und vor allem Vorfreude für diese aufregende und einzigartige Zeit der Schwangerschaft.
Alles Liebe,
deine baybies-Hebamme Ana
Tipps: Wochenbett vorbereiten
Bei einer Geburt kommt nicht nur ein neuer Mensch auf die Welt, sondern gleich mehrere, da sich auch für die frisch gebackenen Eltern viel verändert. Ein Baby macht aus dir plötzlich einen Elternteil, mit der Geburt bist du nicht mehr "nur" Frau, sondern auch Mutter. Ob es dein erstes ist oder du bereits mehrere Kinder hast - ein Baby bedeutet eine neue Lebensphase.
Und der Schritt in eine neue Lebensphase braucht Zeit. Zeit, damit wir uns einfinden und uns an die neue Situation gewöhnen können. Eine Zeit, die so wichtig ist, so dass Sie einen eigenen Namen bekommen hat: Das Wochenbett. Das Wochenbett startet nach der Geburt und ist sozusagen eine Flitterwochen-Zeit mit deinem Baby. In diesen Wochen könnt ihr euch kennenlernen, Euch als Familie zusammen finden, Euch ausruhen und einander nah sein.
Das Wochenbett - wofür ist es gut?
Das Wochenbett ist dafür da, dass du dich erholen kannst. Von der Schwangerschaft, von der Geburt und allen Herausforderungen, die diese aufregende Zeit mit sich bringt. Es ist die erste Zeit, die du mit deinem Baby verbringst, in der ihr euch kennenlernt und in der euer 'Bonding' stattfindet. Hebammen empfehlen für das Wochenbett eine Zeit von sechs Wochen bis acht Wochen. Natürlich musst du in dieser Zeit nicht durchgängig im Bett liegen, aber schalte einen Gang runter. Lass deine neue Lebensphase entspannt beginnen. Achte darauf, was dir gut tut, was dir zu viel ist und gönne dir und deinem Baby Ruhe.
Zusammengefasst ist das Wochenbett eine Zeit für Heilung und Erholung. Körperlich und psychisch. Die Rückbildung startet in deinem Körper, die Hormone stellen sich um und der Wochenfluss ist häufig besonders in den ersten Tagen stark. Je ruhiger du die erste Zeit angehst, desto mehr Kraft hat dein Körper sich zu erholen.
Wochenbett Tipps – die Vorbereitung
Damit dein Wochenbett entspannt und gemütlich wird, kannst du in den Wochen vor der Geburt Vorbereitungen treffen. Wir von baybies haben hier eine Liste für dich, mit Erledigungen, die du schon vor der Geburt abhaken kannst.
Wochenbett Einkäufe: Hygieneartikel
(Waschbare) Binden oder Menstruations-Unterwäsche: Nach der Geburt startet der Wochenfluss. Da du keine Tampons oder Menstruationstassen verwenden solltest, besorge dir vorher ausreichend Damenbinden, Vlieswindeln und Menstruationsartikel.
(Waschbare) Stilleinlagen: Bei Müttern, die stillen, fließt die Milch auch gerne dann, wenn das Baby gerade nicht trinkt. Besorge dir wiederverwendbare Stilleinlagen, damit Shirt und Bett milchfrei bleiben.
Brustwarzensalbe: Deine Brustwarzen werden so gefordert sein, wie selten zuvor. Um sie zu pflegen, empfehlen wir dir eine Brustwarzensalbe anzuschaffen.
Spucktücher: Eigentlich gehören Spucktücher eher in die Baby Erstausstattung. Wir führen sie hier trotzdem noch mal auf, da man einfach nicht genug haben kann.
baybies Körperöl: Dein Körper wird während der starken Dehnung der Schwangerschaft beansprucht. Um Dehnungsstreifen und deine Haut zu pflegen, haben wir für werdende Mamis unser baybies Körperliebe Öl entwickelt. Es spendet Feuchtigkeit und beruhigt Hautreizungen und ist auch insbesondere für die Rückbildung zu empfehlen.
Kleidung & Zubehör für ein gemütliches Wochenbett
Still BHs: Damit dein Stillstart unkompliziert ist, solltest du dir mindestens drei gut sitzende Still BHs oder Still Tops zulegen.
Bequeme Kleidung: Wochenbett heißt Kuschelzeit. Stelle sicher, dass du bequeme und stilltaugliche Kleidung hast. Hierfür eignen sich weit ausgeschnittene Oberteile, Leggings, gemütliche Pullover und vielleicht auch noch das ein oder andere Umstandsmodeteil. Am besten alles aus Materialien, die gut waschbar sind.
Stillkissen: Ein Stillkissen ist eine geniale Erfindung. Es entlastet dich während des Stillens, es ist bequem für dein Baby und vielfältig einsetzbar.
Lebensmittel fürs Wochenbett
Wer stillt, muss ausreichend essen. Damit du und dein Partner nicht während des Wochenbetts kochen müsst, könnt ihr in der Schwangerschaft vorkochen. Vorkochen und einfrieren und tadaa schon habt ihr in eurem Gefrierschrank einen wundervollen Bestand an gesunden und umweltfreundlichen Essenslieferungen.
Organisation & Bürokratie vor dem Wochenbett
Haushalt und Einkäufe: Auch wenn du Vieles vorbereiten kannst, manche Dinge müssen trotzdem während des Wochenbetts erledigt werden. Überlege dir, wie du Aufgaben verteilen kannst. Wer kann, wie und wann, welche Arbeiten übernehmen? Wer kann sich um den Haushalt kümmern und Wäsche waschen? Wer übernimmt Einkäufe? Wer kümmert sich möglicherweise um die Betreuung von älteren Geschwisterkindern? Trau dich Hilfe von deinem Umfeld anzunehmen. Erkundige dich bei deiner Krankenkasse, ob dir eine Haushaltshilfe zusteht.
Papierkram: Anträge für Kindergeld und Elterngeld kannst du weitestgehend schon während der Schwangerschaft ausfüllen. Bereite alle Unterlagen vor, so dass du nach der Geburt nur noch Namen und Geburtstdatum eintragen musst.
Kinderarzt: Am besten suchst du dir bereits vor der Geburt eine Kinderarztpraxis raus. Das macht es einfacher, wenn die ersten Babyuntersuchungen anstehen.
Rückbildung: Mit der Rückbildung beginnt man zwar nicht direkt nach der Geburt - aber mit Baby an deiner Seite rast die Zeit. Informiere dich, wo du einen Rückbildungskurs machen kannst, wann neue Kurse starten und buche dir ggf. schon einen Platz.
Weitere Wochenbett Tipps
Übung mit Babybedarf: Kinderwagen, Autositz und Tragetuch – es sieht immer wunderbar leicht aus. So einfach ist die Handhabung mit diesem neuen Equipment dann aber doch nicht und es braucht Übung. Schaue dir vor der Geburt an, wie du den Babysitz in deinem Auto befestigst, wie der Kinderwagen funktioniert und wie du das Tragetuch binden kannst.
Unterhaltung: Auch wenn es das Schönste ist mit deinem kleinen Mini zu kuscheln, tut etwas Unterhaltung im Wochenbett gut. Lege dir Bücher zu, Hörgeschichten oder einen Lieblingsfilm zurecht.
Lieblings-Trinkglas: Neben Kuscheln und relaxen gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt im Wochenbett: genügend trinken! Und das geht am besten aus einem schönen großen Glas oder einer Lieblingsflasche. Lege dir einen Trinkbehälter zu, so dass du im Wochenbett eine Übersicht hast, wie viel du trinkst.
Hebamme – die beste Freundin im Wochenbett
Eine Hebamme ist, wie eine beste Freundin in der ersten Zeit nach der Geburt. Sie ist Ansprechpartnerin, schaut nach der körperlichen Entwicklung deines Neugeborenen und nach deinem Wohlbefinden. Sie hilft dir mögliche Geburtswunden zu versorgen und eventuelle Stillprobleme zu lösen. Kümmere dich am besten rechtzeitig um eine Hebamme, die zum Zeitpunkt deines errechneten Termins freie Kapazitäten hat.
Dein Wochenbett – deine Regeln
Es gibt keine allgemein gültigen Regeln, wie das perfekte Wochenbett aussieht. Gestalte diese Zeit so, wie sie dir gut tut. Kuscheln, Körperkontakt, Schlafen – schenke dir und deinem Baby diese wertvollen Momente. Schenke dir so viel Ruhe und Rückzug, wie du brauchst.
In den Wochen nach der Geburt möchten Familie und Freunde dein Baby kennenlernen. Plane Besuche in deinem Tempo. Wenn du in den ersten Wochen nur für Euch sein möchtest, ist das genauso in Ordnung, wie wenn du direkt deine ganze Familie um dich haben möchtest. Es ist dein Wochenbett – und deine Regeln.
Die ersten Tage als Eltern
Ja, mit einer Geburt werdet ihr zu Eltern. Mit der Geburt tritt nicht nur ein neuer Mensch in euer Leben, sondern auch eine neue lebenslange Liebe. Wir wünschen Euch eine wundervolle Anfangszeit, Kuschelstunden voller Zufriedenheit und Wochen, an die ihr euch gerne zurück erinnert. Jedes Wochenbett ist einzigartig. Hört auf eure Bedürfnisse, erledigt möglichst viel im Vorfeld und genießt die magische Zeit.
Wir wünschen Euch und eurem kleinen Wunder von Herzen alles Gute,
euer baybies Team
Baby Erstausstattung – deine Checkliste
baybies' Checkliste für eine nachhaltige Baby Erstausstattung. Erfahre mehr über alles, was man in den ersten Monaten nach dem Elternwerden braucht - für Mutter und Baby.
Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft
Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft. Ein Artikel über Veränderung, Körperliebe, über die Entstehung von Dehnungsstreifen und was du tun kannst, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.