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Clusterfeeding - warum dein Baby plötzlich ständig an die Brust will

Clusterfeeding - warum dein Baby plötzlich ständig an die Brust will

Gerade dachtest du, ihr hättet euren Rhythmus gefunden und plötzlich möchte dein Baby den ganzen Abend an die Brust. Kaum löst du es, sucht es wieder. Du fragst dich, ob du zu wenig Milch hast oder ob dein Baby nicht richtig satt wird. Gleichzeitig fühlst du dich unsicher, voller Fragen und auch einfach müde vom vielen Anlegen, besonders abends und nachts. Die gute Nachricht: Dieses Verhalten hat einen Namen - Clusterfeeding - und es ist vollkommen normal. Was bedeutet Clusterfeeding überhaupt? Beim Clusterfeeding möchte dein Baby in kurzen Abständen immer wieder gestillt werden. Es handelt sich dabei nicht um regelmäßige Mahlzeiten alle zwei bis drei Stunden, sondern um mehrere Stillsequenzen, die direkt hintereinander stattfinden. Häufig zeigt sich das am Nachmittag oder Abend, manchmal auch in intensiven Entwicklungs- oder Wachstumsphasen. Clusterfeeding ist keine Störung, kein „Fehlverhalten“ und schon gar kein Zeichen dafür, dass dein Baby nicht genug bekommt. Es ist ein ganz normales, biologisches Bedürfnis. Manche Babys zeigen es sehr ausgeprägt, andere nur leicht - alles liegt im Rahmen und alles ist richtig so, wie es ist. Warum Babys so oft an die Brust wollen In den ersten Lebenswochen stellt sich die Milchproduktion noch ein. Dein Körper arbeitet nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: Je häufiger dein Baby trinkt, desto mehr Milch wird gebildet. Wenn die Brust regelmäßig entleert wird, erhält dein Körper das Signal, dass eine größere Menge produziert werden soll. Häufiges Anlegen bedeutet also nicht, dass du zu wenig Milch hast, im Gegenteil: Dein Baby hilft dir, genau die richtige Menge für seinen wachsenden Bedarf zu produzieren. Besonders in Wachstumsphasen, oft um die 2., 6. und 12. Lebenswoche, aber individuell sehr unterschiedlich, benötigen Babys mehr Energie. Durch häufiges Stillen bekommen sie außerdem mehr der besonders fettreichen Hintermilch, die am Ende jeder Stillmahlzeit fließt und besonders gut sättigt. Und nicht zu vergessen: Babys stillen nicht nur, weil sie Hunger haben. Sie stillen auch ihre emotionalen Bedürfnisse: Nähe, Geborgenheit und Sicherheit. Brust und Körperkontakt sind für sie ein sicherer Hafen. Warum besonders die Abende so intensiv sind Viele Eltern kennen es: Gegen Abend wird das Stillen gefühlt zum Dauereinsatz. Das liegt daran, dass der Milchspendereflex zu dieser Tageszeit bei vielen Frauen etwas träger ist, sodass das Baby länger saugen muss, bis die Milch fließt. Gleichzeitig verarbeiten Babys abends all die Eindrücke des Tages - Stillen beruhigt, hilft beim Runterkommen und schenkt Nähe. Für Eltern ist diese Kombination oft herausfordernd. Gerade dann, wenn man selbst vom Tag erschöpft ist und die Akkus leer sind. Umso wichtiger ist es zu wissen: Diese Phasen sind vorübergehend. Sie kommen, gehen und sie bedeuten nicht, dass etwas nicht stimmt. Aber sie dürfen sich anstrengend anfühlen. Ich kenne das sehr gut, sowohl aus eigener Erfahrung mit meiner Tochter als auch aus der Begleitung vieler Familien im Wochenbett. Deshalb möchte ich dir ein paar praktische, tröstende Hebammen-Tipps mitgeben. Wie du Clusterfeeding entspannter überstehen kannst Mach es dir so gemütlich wie möglich. Bereite dir etwas zu trinken, Snacks, ein Kissenmeer oder eine kuschelige Decke vor und richte dir einen kleinen Wohlfühlplatz ein. Viele Frauen lesen, hören Podcasts oder lassen sich von einer Serie berieseln. Alles, was dich entspannt, ist willkommen, Hauptsache, du fühlst dich wohl und dein Baby spürt diese Ruhe. Auch Tragen kann in dieser Phase Wunder wirken. Ein Tragetuch oder eine Tragehilfe sorgt für Nähe, beruhigt dein Baby und gibt dir gleichzeitig die Hände frei. Wenn dein Baby unruhig wirkt, kann es helfen, die Brust zu wechseln. Und bitte: Vertraue deinem Körper. Häufiges Stillen bedeutet nicht automatisch „zu wenig Milch“. Du und dein Baby seid ein eingespieltes Team, auch wenn es sich zwischendurch holprig anfühlt. Hol dir Unterstützung. Lass den Haushalt liegen, bitte deinen Partner oder dein Umfeld um Hilfe und sprich mit deiner Hebamme, wenn du dir Sorgen machst. Gerade nachts ist Stillen im Liegen eine große Entlastung für Rücken und Körper - übe es, wenn du magst, auch tagsüber, bis es sich sicher anfühlt. Wenn du sehr oft anlegst, können die Brustwarzen empfindlich reagieren. Das ist nicht ungewöhnlich. Lass sie zwischendurch an der Luft trocknen, trage ein paar Tropfen Muttermilch auf, sie ist ein kleines Heilwunder, und gönn dir bei Bedarf sanfte Pflege. Unser baybies Nipple Balm eignet sich hier wunderbar: Er beruhigt, pflegt und unterstützt die Hautregeneration ganz ohne unnötige Zusätze. So können sich deine Brustwarzen erholen und das Stillen bleibt angenehm. Wann du genauer hinschauen solltest Clusterfeeding ist meistens völlig normal. Trotzdem solltest du deine Hebamme oder Kinderärztin kontaktieren, wenn dein Baby nicht zunimmt, weniger nasse Windeln hat oder dauerhaft sehr unruhig wirkt. In solchen Fällen lohnt es sich, gemeinsam genauer hinzuschauen. Ein kleiner Reminder für dein Herz Clusterfeeding kann anstrengend sein, manchmal sogar zermürbend - aber es ist ein Zeichen dafür, dass dein Baby und dein Körper wunderbar zusammenarbeiten. Diese intensiven Phasen gehen vorüber. Dein Baby wächst, gedeiht und holt sich genau das, was es braucht. Und du machst das großartig. Love, eure baybies Hebamme Ana 💛
Langzeitstillen: Normal und Natürlich

Langzeitstillen: Normal und Natürlich

Langzeitstillen: Normal und Natürlich Langzeitstillen – ein Begriff, der oft Diskussionen und kontroverse Meinungen auslöst. Doch was bedeutet Langzeitstillen eigentlich? Im Grunde gibt es keine festgelegte Zeit, ab wann das Stillen als Langzeitstillen bezeichnet wird. Für viele Menschen in unseren Breitengraden beginnt Langzeitstillen jedoch meist nach dem ersten Lebensjahr des Kindes. Dabei gibt es von offizieller Seite, wie der WHO (Weltgesundheitsorganisation), keine maximale Stilldauer. Die WHO empfiehlt sogar, Kinder bis zum zweiten Lebensjahr und darüber hinaus zu stillen – und das weltweit, nicht nur in Entwicklungsländern. Normalzeitstillen: Ein besserer Begriff In vielen Kulturen wird das Stillen weit über das erste Lebensjahr hinaus als normal angesehen. Biologisch betrachtet, gibt es keine zeitliche Obergrenze für das Stillen. Es ist solange gut, wie es sowohl Mutter als auch Kind gut tut. Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist daher individuell und kann sehr unterschiedlich sein. Aus diesem Grund plädiere ich dafür, den Begriff „Normalzeitstillen“ statt „Langzeitstillen“ zu verwenden, weil es das natürliche Verhalten beschreibt. Gesellschaftliche Vorurteile und Missverständnisse Leider ist Langzeitstillen in unserer Gesellschaft oft negativ behaftet. Bilder von älteren Kindern, die noch gestillt werden, wirken fremd und ungewohnt. Aussagen wie „Ein Kind, das schon laufen und sprechen kann, gehört nicht mehr an den Busen“ sind weit verbreitet. Diese Vorurteile und Tabus machen es Frauen schwer, die sich für das Langzeitstillen entscheiden. Häufig kommen die negativen Kommentare von Personen, die wenig Wissen über das Thema haben. Dabei gibt es zahlreiche Studien, die die Vorteile des Langzeitstillens belegen. Vorteile des Langzeitstillens Stillen über das erste Lebensjahr hinaus hat viele gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind. Muttermilch passt sich kontinuierlich den Bedürfnissen des Kindes an und bleibt eine wichtige Nährstoffquelle. Im zweiten Lebensjahr deckt die Muttermilch beispielsweise 43% des Proteinbedarfs und 60% des Vitamin-C-Bedarfs des Kindes. Zudem enthält sie weiterhin Hormone, Enzyme, lebende Zellen, Stammzellen und Immunstoffe, die die Gesundheit des Kindes unterstützen. Darüber hinaus bietet das Langzeitstillen Schutz vor Infektionen, reduziert das Risiko von Diabetes Typ 1 und 2 sowie Adipositas. Es stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind, bietet wertvolle Zeit mit Körperkontakt und unterstützt die gesunde Entwicklung des Kindes. Kulturelle Unterschiede Wie lange gestillt wird, hängt stark von kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren ab. In Deutschland stillen zwar viele Frauen direkt nach der Geburt, aber nur wenige über das erste Lebensjahr hinaus. Laut Studien stillen im zweiten Lebensjahr nur noch 2,4% der Frauen. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus: In Japan und in einigen Teilen Afrikas ist eine Stilldauer von 2-4 Jahren die Norm. In Bangladesch werden laut WHO noch 95% der Einjährigen und 91% der Zweijährigen gestillt. Langzeitstillen: Kein Grund zur Sorge Es gibt keine negativen Auswirkungen des Langzeitstillens, solange es Mutter und Kind wollen. Kritiker behaupten oft, dass sich das Langzeitstillen negativ auf die psychische Gesundheit des Kindes auswirken könnte, doch das Gegenteil ist der Fall. Studien zeigen, dass Kinder, die lange gestillt wurden, weniger Verhaltensstörungen haben, einen höheren IQ aufweisen und sich gut von den Eltern lösen können. Fazit: Die beste Entscheidung für Mutter und Kind Beim Thema Stillen kann man es der Gesellschaft selten recht machen. Die Entscheidung, wie lange gestillt wird, sollte daher ausschließlich von Mutter und Kind getroffen werden. Ob kurz oder lang – alles ist gut und normal, solange es für beide passt. Langzeitstillen ist eine individuelle Entscheidung und bietet viele gesundheitliche Vorteile. Lasst uns das Stillen wieder als das sehen, was es ist: Das natürlichste der Welt. Alles Liebe für Euch, Eure baybies-Hebamme Ana
Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch

Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch

Was ist das Besondere an Muttermilch? Fakten und Zusammensetzung Muttermilch In den 60er Jahren wurde Frauen stark davon abgeraten ihre Kinder zu stillen. Inzwischen weiß man: Muttermilch ist für unsere Kleinen eine wahre Wundernahrung. Und nicht nur das, Stillen geht über das reine Füttern hinaus und hat viele Vorteile – für Baby und Mama. In diesem Artikel erfährst du viele spannende Fakten über deine Muttermilch: WHO: Muttermilch ist die beste Ernährung für dein Baby Woraus besteht Muttermilch? Die Zusammensetzung von Muttermilch Warum ist Muttermilch so gut für ein Baby? Warum Stillen so wertvoll ist Muss man ein Baby stillen? WHO: Muttermilch ist die beste Ernährung für dein Baby Nicht jede Frau kann oder möchte stillen. Und auch das ist vollkommen in Ordnung und hat seine Gründe. Dennoch ist es belegt, dass Muttermilch die gesündeste Form der Ernährung für ein Neugeborenes ist. Ihre Zusammensetzung ist perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt und kann sich sogar anpassen und verändern, beispielsweise wenn dein Baby krank ist.  Die WHO (World Health Organisation) stuft die Wahl der Ernährung von Babys folgendermaßen ein: Wahl: Muttermilch gestillt durch die eigene Mutter Wahl: Muttermilch der eigenen Mutter abgepumpt Wahl: Frauenmilch einer anderen Frau (Amme) Wahl: Adäquate Ersatznahrung, beispielsweise PRE Milch Woraus besteht Muttermilch? Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich stetig und passt sich je nach Alter und Bedürfnissen an dein Baby an. Einfach erklärt besteht deine Muttermilch in erster Linie aus Wasser: Wasser ist der Hauptbestandteil der Muttermilch mit etwa 87,5%. Die restlichen 12,5% setzen sich aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zusammen. Außerdem ist Muttermilch voll mit Mikronährstoffen, wie Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.  Die Zusammensetzung von Muttermilch: Zu etwa 87,5% besteht Muttermilch aus Wasser, der Rest setzt sich zusammen aus: Kohlenhydrate Der Hauptteil der Kohlenhydrate besteht aus Laktose, also Milchzucker (ca. 5-7g pro 100ml). Laktose liefert Energie und ist wichtig für das Gehirn, Nervensystem und eine gesunde Darmflora. Neben der Laktose beinhaltet die Muttermilch auch unverdauliche Kohlenhydrate. Diese sind super für den Darm, denn sie wirken sich positiv auf das Wachstum gesundheitsfördernder Darmbakterien aus.  Fette Muttermilch enthält ca. 4g Fett pro 100ml. Auch Fette sind wichtige Energielieferanten und decken in etwa 40-50% des Energiebedarfs deines Babys. Ein hoher Anteil an ungesättigter Fettsäuren in der Milch ist wichtig für die Gehirnentwicklung.  Eiweiße / Proteine Ca. 1g pro 100ml Eiweiß befindet sich in der Muttermilch. Das ist ein relativ geringer Proteingehalt, der aber perfekt auf die Bedürfnisse unserer Babys abgestimmt ist. Proteine sorgen für den Aufbau neuer Zellen und somit für schnelles Wachstum. Einige Proteinbausteine haben eine besondere Schutzwirkung. Diese Antikörper (Immunglobuline) variieren bei jeder Mutter und sind individuell ausgebildet, je nachdem welche Infektionen die Mutter durchgemacht hat. Über die Muttermilch werden sie an das Baby weitergegeben. Warum ist Muttermilch so gut für ein Baby? Muttermilch könnte man eigentlich auch Wundermilch nennen. Denn ein Wunder ist sie wirklich. Warum? Das verrate ich dir jetzt anhand einiger Fakten über Muttermilch: Muttermilch stärkt das Immunsystem und ist ein natürlicher Infektionsschutz für dein Baby Muttermilch enthält Antikörper, die das Immunsystems deines Babys von Anfang an stärken. Wird dein Baby krank, passt sich die Muttermilch an und beinhaltet spezielle Antikörper, die für die Situation genau passend sind. So können Keime und Viren direkt abgetötet werden. Im Kolostrum, also der Muttermilch, die ganz zu Beginn kommt, befinden sich besonders viele Antikörper: „Keine andere Körperflüssigkeit enthält so hohe Mengen an Immunglobulin A, deinem der wichtigsten Abwehrstoffe.“* Aus diesem Grund wird das Kolostrum auch als flüssiges Gold für Neugeborene bezeichnet. (*Quelle: https://www.netdoktor.de/baby-kleinkind/muttermilch/) Deine Muttermilch passt sich an die Bedürfnisse deines Babys an – sie ist maßgeschneidert für deinen Säugling Wie genial und einzigartig ist das bitte?! Ja, dein Körper weiß genau, was dein Baby braucht und so passt sich deine Muttermilch zu jedem Zeitpunkt immer perfekt an die Bedürfnisse deines Babys an. Ihre Zusammensetzung ändert sich, wenn dein Baby krank wird. Und ihre Zusammensetzung verändert sich an heißen Tagen im Sommer. Außerdem passt sie sich immer an den jeweiligen Entwicklungsschritt deines Kindes an. Funfact: Wenn du zwei Kinder in unterschiedlichem Alter gleichzeitig stillst, passt sich die Muttermilch trotzdem an die Bedürfnisse deines Neugeborenen an – i love it! Muttermilch reduziert das Risiko für einige Erkrankungen Muttermilch ist nicht nur super gesund, sondern kann gleichzeitig helfen Krankheiten zu verhindern – und das bei Baby und der Mama. Beim Baby kann Stillen das Risiko für chronische Erkrankungen, wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck minimieren. Muttermilch senkt das Risiko für Allergien und sorgt dafür, dass Durchfallerkrankungen seltener auftreten. Stillen verringert außerdem das Auftreten von Ohr- und Atemwegsinfektionen. Wenn Kinder über den sechsten Monat hinaus Muttermilch trinken, kann dies sogar vor bestimmten Krebsarten schützen. Und auch der Mutter kann das Stillen zugute kommen: „Frauen, die ihre Babys über einen längeren Zeitraum stillen, haben gegenüber vergleichbaren Frauen, die nicht stillen, ein geringeres Risiko im späteren Leben an Brustkrebs zu erkranken.“ (Quelle: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/praevention/stillen) Muttermilch ist wie eine innere Uhr für dein Baby Weiter oben hast du schon erfahren, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch verändert. Und das tut sie nicht nur in Bezug auf Entwicklungsstadien deines Babys oder bei Krankheiten, sondern auch im Laufe des Tages. Und das ist super smart von der Natur! Denn daran können sich Babys orientieren, auch wenn sie noch keinen Tages- und Nachtrhythmus haben. Morgens enthält Muttermilch mehr Cortisol, was wachmachend wirkt. Und Abends befindet sich ein höherer Spiegel an Melatonin in ihr – das hilft beim Einschlafen. Muttermilch enthält lebende Zellen Über die Muttermilch werden lebende Zellen aus deinem Organismus an dein Baby weitergegeben. Unteranderem auch Muttermilch-Stammzellen, die die Immunabwehr stärken. Diese Tatsache wurde erst 2007 von Forschern entdeckt, seit dem wird fleißig weiter geforscht. Wer weiß, was da noch alles geniales herausgefunden wird?! Muttermilch kann auch äußerlich angewendet werden und als Medizin wirken Muttermilch ist nicht nur super zum Trinken, du kannst sie auch als Körperpflege für dein Baby oder dich nutzen. Beispielsweise kann sie wunderbar die Wundheilung im Windelbereich oder in entzündeten Halsfalten unterstützen. Und auch bei entzündeten Brustwarzen ist das Auftupfen von Muttermilch eine einfache und hilfreiche Methode. Muttermilch ist hygienisch, hat die perfekte Temperatur und ist immer verfügbar Diese Punkte sind ein weiterer großer Vorteil von Muttermilch. Während man bei der Zubereitung von PRE Milch stets sauberes Wasser benötigt und es zur Fütterung in optimale Temperatur bringen muss, ist das bei der Muttermilch sowieso gegeben. Muttermilch ist die artgerechte Ernährung für unsere Babys Muttermilch ist die erste Wahl der Ernährung für dein Baby und optimalerweise die Hauptnahrungsquelle im seinem ersten Lebensjahr. Die WHO empfiehlt darüberhinaus bis zum zweiten Lebensjahr weiter zu Stillen. Muttermilch = Wundermilch: Warum Stillen so wertvoll ist Zusammengefasst kann man sagen: die Muttermilch, die wir Mamas produzieren, ist wirklich ein Wunder. Sie ist nicht nur gesund, schützend und genau passend für dein Baby, sie nährt es auf so vielen Ebenen. Zu Stillen bedeutet Nähe zu schenken und nicht nur den Körper zu versorgen, sondern auch die Seele und Verbindung zu deinem Baby zu stärken.  Deine persönliche Stillbeziehung Die Stillbeziehung zwischen Mama und Baby kann sehr unterschiedlich sein. Bei der Einen klappt es von Anfang an super unkompliziert. Und bei der Anderen ist es herausfordernd. Oft ist gerade der Stillbeginn schwer und mit Tränen verbunden. Der Milcheinschuss kann sich unangenehm anfühlen und auch die Brustwarzen müssen sich an ihre neue Aufgabe erst gewöhnen. Es ist normal, dass du dich in das Stillen erst einmal einfinden musst. Dass zu Beginn nicht alles so läuft, wie du dir das vorstellst. Manchmal dauert es ein paar Tage oder Wochen bis eine gute Stillbeziehung aufgebaut ist. Hier findest du unseren Artikel zum Thema Stillen. Ich empfehle allen Frauen sich von Anfang an Unterstützung durch eine Hebamme oder Stillberaterin an die Seite zu holen. Es ist super wichtig, dass du direkt zu Beginn lernst dein Baby richtig anzulegen. Und Beratung hast, wenn etwas noch nicht so läuft, wie es soll. Muss man ein Baby stillen? Ich glaube es ist in diesem Artikel sehr herausgestochen, wie wertvoll Stillen und Muttermilch für dein Baby sind. Und dennoch: auch wenn Experten sich klar für das Stillen aussprechen, ist es deine Entscheidung! Manchmal gibt es Gründe, warum Stillen für dich nicht in Frage kommt. Und das ist okay. Du brauchst keine Schuldgefühle zu haben, wenn du nicht Stillen kannst oder möchtest. Moderne Milchnahrungspulver für Babys sind ebenfalls auf die Ernährungsbedürfnisse der Kleinen abgestimmt und stehen unter strengen Kontrollen, so dass du auch diese mit gutem Gefühl an dein Baby füttern kannst. Deine Brüste, deine Muttermilch, deine Entscheidung Ja, ich bin ein Fan vom Stillen und ich habe meine Kinder selbst eine ganze Weile gestillt. Genauso bin ich aber auch ein Fan davon, dass wir alle genau das machen sollten, was für uns persönlich richtig ist. Wenn du Stillen kannst und möchtest – wunderbar! Und wenn nicht, dann kannst du dein Kind genauso mit Liebe nähren und gut für es sorgen.   Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deinem kleinen Schatz!   Alles Liebe, deine baybies Hebamme Ana
Abstillen: Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie hört man mit dem Stillen auf?

Abstillen: Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie hört man mit dem Stillen auf?

Wie lang sollte man Stillen und wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abstillen? Ja, es ist ein heiß diskutiertes Thema. Die Einen rümpfen die Nase, wenn eine Mama „nur“ vier Monate stillt, die Anderen ziehen die Augenbrauen hoch, wenn ein fünfjähriges Kind „noch“ an der Brust trinkt. Was ist also richtig? Zum Stillen und Abstillen kursieren viele Meinungen und Empfehlungen. Vom Freundeskreis, der Familie oder Fachpersonal hörst du zu diesen Themen wahrscheinlich zahlreiche Ratschläge. Aber weißt du was die tatsächlich entscheidende Komponente für dein Stillen bzw. Abstillen ist? DU und dein KIND. Darum und um folgende Aspekte geht es in diesem baybies Blogartikel: Wie lange sollte man ein Baby stillen? Wann sollte man Abstillen? Gibt es Anzeichen, bei denen man Abstillen sollte? Wie stillt man ab? Kann man einfach so Aufhören mit dem Stillen? Abstillen durch´s Kind Abstillen durch die Mama Gründe zum Abstillen, die gar keine sind! Hebammen Tipps zum Abstillen Wie lange sollte man ein Baby stillen? Wann sollte man Abstillen? Die World Health Organisation (WHO) empfiehlt ein Baby bis zum sechsten Lebensmonat ausschließlich zu stillen. Anschließend, so wird geraten, soll dem Kind nach Bedarf und zusätzlich zur Beikost, bis zum zweiten Lebensjahr oder darüber hinaus, weiter die Brust angeboten werden.  Dies ist eine generelle Empfehlung – die aber nicht die einzelne Situation beachtet. Denn: Den richtigen Zeitpunkt zum Abstillen gibt es nicht! Jede Mutter, jedes Kind ist anders und die Entscheidung, wie lange gestillt und wann abgestillt wird eine sehr individuelle. Eine Entscheidung, die die Mutter, das Kind oder beide zusammen treffen und die dann richtig ist, wenn sie für euch richtig ist. Euer richtiger Zeitpunkt zum Abstillen kann vor dem sechsten Monat oder auch nach dem dritten Geburtstag sein. Wichtig ist, dass du und dein Kind damit zufrieden seid.  Gibt es Anzeichen, bei denen man Abstillen sollte? Manchmal geben Kinder Signale, dass es ein guter Zeitpunkt zum Abstillen ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn… …dein Kind immer weniger, das bedeutet: seltener und kürzer, an deiner Brust trinken möchte. Wenn es sozusagen mehr und mehr das Interesse am Stillen verliert. …dein Kind großes Interesse an fester Nahrung oder Brei zeigt, schon gut und gerne isst und zu den Mahlzeiten ausreichend Wasser trinkt. Gründe, um mit dem Abstillen zu beginnen, können aber auch bei der Mutter liegen: Wenn du als stillende Mutter Medikamente einnehmen musst, die sich mit dem Stillen nicht vereinbaren lassen. Wenn du wieder mehr Freiheit und deine Brüste endlich wieder für dich haben möchtest. Oder wenn du starke Schmerzen beim Stillen hast und dir weiteres Stillen unangenehm ist. Dies sind Anzeichen dafür, dass für dich der richtige Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist. Wichtig ist, dass du weißt, dass egal aus welchem Grund du dich für das Abstillen entscheidest – es gibt weder gut noch schlecht. Wie kurz oder lange man stillt, sollte niemand bewerten oder beurteilen! Wie stillt man ab? Kann man einfach so Aufhören mit dem Stillen? Abstillen ist ein Prozess und findet (meistens) nicht von heute auf morgen statt. Durchschnittlich dauert der Abstillprozess um die drei Monate – wobei dies je nach Situation mal länger und mal kürzer sein kann. Wenn du mit dem Abstillen beginnen möchtest, ersetzt du das Stillen Stück für Stück durch beispielsweise Breinahrung, Fläschchenmilch oder feste Beikost. Meist beginnt man damit die Mittagsmahlzeit zu ersetzen und dann nach und nach weitere. Wenn dein Kind weniger an der Brust trinkt, wird dein Körper mit der Zeit weniger Milch produzieren. So spielen dein Kind und du euch aufeinander ein. Dieser Prozess des Abstillens verläuft aber nicht immer in eine Richtung. Du kannst schon fast am Ende des Abstillprozesses sein, also nur noch ein- bis zweimal am Tag stillen, und dann – durch eine besondere Gegebenheit – möchte dein Kind doch wieder mehr gestillt werden. Beispielsweise, wenn es krank ist. Oder Zähnchen bekommt. In diesen sensiblen Phasen ist es normal, dass Kinder wieder vermehrt die Brust verlangen.  Nicht nur der Zeitpunkt wann du Abstillst, sondern auch der Abstillprozess an sich, verläuft bei jedem Kind und bei jeder Mutter anders. Er hängt von so vielen Facetten ab. Abstillen mit sechs Monaten verläuft anders, als mit zwei Jahren. Als Mutter hast du bei diesem Prozess dein individuelles Tempo, genau wie dein Baby seine Umgewöhnungszeit hat. Es gibt also auch hier keine universelle Abstill-Anleitung. Finde für dich und für euch heraus, wann und in welchem Tempo dieser Prozess passend ist.  Stillen Kinder sich selbst ab? Abstillen durch`s Kind Es gibt Kinder, die sich von selbst Abstillen und nach und nach weniger Interesse am Stillen zeigen. Das bemerkst du daran, dass sie immer kürzer und seltener an der Brust trinken möchten. Dieser selbstgewählte Zeitraum ist bei Kindern sehr unterschiedlich. Bei dem einen Kind kann das mit zwölf Monaten sein, bei dem anderen früher oder deutlich später. Wenn man sein Kind entscheiden lässt, wie lange es gestillt wird, liegt die Stilldauer häufig zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr. Viele Kinder signalisieren erst dann weniger Interesse am Trinken an der Brust.  Es gibt aber natürlich auch Kinder, die bereits früher mehr Appetit haben, nach Brei und Beikost verlangen und weniger saugen möchten. Beides ist normal und der individuelle Prozess deines Kindes. Du kannst dein Kind ganz natürlich Abstillen, in dem du ihm nur die Brust anbietest, wenn es aktiv danach fragt. Kann ich das Stillen einfach beenden? Abstillen durch die Mama Wenn du dich dafür entscheidest Abzustillen, empfehle ich dir, dir dafür ausreichend Zeit zu nehmen. Und damit zu rechnen, dass der Abstillprozess nicht immer ganz einfach ist. Sowohl für dein Kind, als auch für dich, bedeutet das Abstillen eine Veränderung. Eine Veränderung, die das Ende einer Phase bedeutet. Es macht daher Sinn einen Zeitpunkt zu wählen, an dem ansonsten nicht zu viel Neues oder Ungewohntes passiert. Und es deinem Kind insgesamt gut geht. Ein nicht optimal geeigneter Zeitpunkt zum Abstillen ist, während der Kita Eingewöhnung, kurz nach einem Umzug, wenn ein neues Geschwisterchen dazugekommen ist oder wenn sonstige große Veränderungen anstehen. Dann kann es sein, dass dein Kind einen besonderen Bindungsdrang hat und ihm das Abstillen schwerer fällt. Wähle also am Besten einen Zeitpunkt aus, der für euch beide passt! (Ganz unabhängig davon, was deine Großmutter, die Nachbarin oder sonst wer sagt ;) ) Gründe zum Abstillen, die gar keine sind! Wie bei vielen Themen, kursieren auch beim Thema Abstillen so einige Mythen. So zum Beispiel die Annahmen, dass es bestimme äußere Gründe gibt, bei denen man als Mama unbedingt abstillen sollte. Hier habe ich einige dieser Gründe zusammengefasst – bei denen du NICHT ABSTILLEN musst – sondern ganz entspannt weiter stillen kannst: Du bist erneut schwanger. Du hast deine Periode wieder. Du bist krank – keine Sorge, dein Körper weiß, was er tut und du musst dir keine Sorgen machen, dein Baby über deine Muttermilch anzustecken. Du nimmst Medikamente (die Medikamente müssen mit dem Stillen verträglich sein, besprich das mit deinem Arzt). Du produzierst weniger Milch. Auch dies ist nicht zwangsläufig ein Signal, dass du abstillen musst – hole dir Hebammen Beratung/ Stillberatung. Du hast einen Milchstau, eine Brustentzündung, entzündete Brustwarzen oder eine Pilzinfektion. Auch hiermit kannst du weiterhin stillen, hol’ dir in diesen Fällen professionelle Beratung an deine Seite. Dein Kind bekommt Zähne. Dein Kind kommt in die Kita – auch, wenn es dann vielleicht nicht mehr so häufig, wie vorher an der Brust trinken kann, bedeutet das nicht, dass du komplett abstillen musst. Dein Kind trinkt unruhiger und lässt sich schnell ablenken, es nimmt die Brust oft aus dem Mund, dreht sich weg und beobachtet das drumherum. Auch das ist normal und passiert meistens um den fünften Monat herum, wenn dein Kind mehr und mehr entdecken will. Unterstützung beim Abstillen Egal, wann du dich für das Abstillen entscheidest, hol’ dir am besten immer Beratung durch eine Hebamme oder Stillberaterin an deine Seite. In den meisten Fällen übernehmen die Krankenkasse diese Beratungen. Da es kein Standardprogramm zum Abstillen gibt, ist es wichtig, dass du individuell Unterstützung bekommst, die zu dir, euch und eurer Situation passt. Manche Mamas erstellen sich einen Abstillplan und bei manchen verläuft dieser Prozess eher natürlich und im Flow. Abstilltabletten – sinnvoll oder nicht? Abstilltabletten können helfen, wenn du direkt nach der Geburt entscheidest, dass du nicht stillen möchtest. Durch die Einnahme soll verhindert werden, dass die Milchproduktion in Gang kommt. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Abstilltabletten eher selten nötig und lassen sich meistens vermeiden.  Hebammen Tipps zum Abstillen Zum Abschluss möchte ich dir noch ein paar Tipps mitgeben, die dir und deinem Kind den Prozess des Abstillens erleichtern können: Brüste kühlen: Viele Frauen empfinden es als sehr angenehm ihre Brüste regelmäßig zu kühlen. Am einfachsten geht das mit Kühlpacks (bitte nur aus dem Kühlschrank nehmen, nicht aus dem Gefrierfach). Es gibt auch speziell geformte Brust-Kühlpacks. Alternativ kannst du auch Quarkwickel oder Wickel aus Retterspitz verwenden. Brustmassage und Brüste ausstreichen: Auch eine sanfte Brustmassage kann dir während des Abstillprozesses helfen. Lass’ dir von deiner Hebamme Griffe und Bewegungen zeigen. Wenn deine Brüste sehr spannen, kannst du sie leicht ausstreichen, so dass Milch abfließen kann. Das klappt am besten unter einer warmen Dusche, da die feuchte Wärme die Milchgänge öffnet. Tee: Viele Hebammen empfehlen Pfefferminz- oder Salbeitee als unterstützende Maßnahme, um die Milchbildung zu reduzieren. Ich kenne einige Frauen, die berichten, dass ihnen dies geholfen hat. Es gibt allerdings keine Studien, die die Wirkung bestätigen. Kommunikation mit dem Baby: Wenn du entschieden hast, dass dein richtiger Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist, dann ist es sinnvoll mit deinem Kind zu kommunizieren. Je nach Alter des Kindes kannst du mit ihm über das Abstillen sprechen. Das hilft Kindern mit einer neuen Situation besser umgehen zu können. Und auch Babys verstehen oft mehr, als wir denken. Up and down’s sind normal: Abstillen ist eine Veränderung und Veränderungen haben immer leichte und auch mal herausfordernde Phasen. Manche Kinder ärgern sich, wenn das geliebte Stillen reduziert wird. Andere brauchen während des Prozesses besonders viel Körperkontakt. Wichtig ist es, sein Kind zu begleiten und ernst zu nehmen, wenn es wütend oder traurig ist. Findet alternative Beruhigungsmethoden und euer eigenes Tempo. Übrigens: Oftmals kann der Partner, der nicht gestillt hat, euer Kind in dieser Zeit besser beruhigen.  Dein Abstillprozess – dein Bauchgefühl Liebe stillende oder abstillende Mama, ich freue mich, wenn du aus diesem Artikel den ein oder anderen Tipp für dich mitnehmen kannst. Das Wichtigste ist: dass du dir selbst vertraust. Dir, deinem Bauchgefühl und deinem Baby. Niemand von Außen kann einen richtigen Zeitpunkt zum Abstillen bestimmen – intuitiv wirst du alles wunderbar machen! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer leicht ist. Dass man manchmal komisch angeguckt und bewertet wird. Und dass man dadurch manchmal unsicher wird. Aber weißt du was? Egal, wie wir Dinge handhaben – es wird immer Menschen geben, die es anders besser oder richtiger fänden. Und da man es allen Anderen sowieso niemals recht machen kann, kann man auch gleich auf sich selbst und das eigene Bauchgefühl hören. ;) Meine Tochter habe ich lange gestillt und ich wurde oft gefragt, wiiiie lange ich das denn so noch machen will. Meistens hab ich dann gelacht und gesagt: „Ich stille mindestens bis sie fünf Jahre alt ist!“ Ich wünsche mir, dass wir uns alle mehr bestärken eigene Entscheidungen treffen zu können – und das wünsche ich dir: finde deinen Weg und vertraue auf dein Gefühl! Alles Liebe, deine baybies Hebamme Ana
Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Nicht jede Mutter kann oder möchte Stillen. Und zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wunderbare Alternativen deinen Säugling trotzdem gut und mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. In Drogeriemärkten findest du eine große Auswahl an Baby- und Pre-Nahrung. Und ja, auch wenn du deinem Säugling das Fläschchen und nicht die Brust gibst, kannst du eine enge und besondere Verbindung aufbauen. Füttern bedeutet nicht nur Nahrungsaufnahme, es bedeutet Nähe, Körperkontakt, Bonding und das Stillen der Bedürfnisse deines Babys – ob mit oder ohne Brustwarze! Worauf du beim Flasche geben achten solltest und was wichtig ist, habe ich dir in diesem Artikel zusammen gefasst: Welche ist die beste Milch für mein Baby? Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Was ist besser für die Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Hygiene beim Fläschchen füttern   Welche ist die beste Milch für mein Baby? Baby Milchpulver ist das am meisten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Das heißt es unterliegt strengen Kontrollen und du kannst davon ausgehen, dass jegliche Pre-Nahrung und Fläschchen-Nahrung in guter Qualität ist. Grundsätzlich kannst du alle Sorten bedenkenlos verwenden. Wichtig ist, dass du zu Beginn, also in den ersten Wochen nach der Geburt sogenannte Pre-Nahrung verwendest. Diese hat eine Zusammensetzung speziell für Neugeborene und kann meist bis zur Einführung von Beikost gefüttert werden. Wenn du eine für dein Baby passende Marke gefunden hast, die es gut verträgt, rate ich dir bei dieser zu bleiben und die Marke, wenn möglich, nicht mehr zu wechseln. Die Pulvermilch Nahrung sollte immer frisch und genau nach Anleitung zubereitet werden – dazu weiter unten mehr. Übrigens, bei diesem, wie bei anderen Themen gilt: Wende dich mit Fragen an eine Hebamme, eine Ärztin oder einen Kinderarzt. Nach der Geburt bis zum Ende des neunten Monats ist die Hebamme für Fragen zum Stillen und Füttern des Babys zuständig. Die Kosten für die Beratung werden von den meisten Krankenkassen übernommen. Du achtest besonders darauf, dass deine Lebensmittel und die Nahrung für dein Baby aus Deutschland kommen? Dann schau doch mal bei unseren Freunden von Milupa vorbei! Ihre Milupa Babymilch wird mit viel Liebe im Herzen Deutschlands gemacht. Die Milupa Babynahrung enthält genau das, was kleine Bäuchlein brauchen, und es bleibt draußen, was nicht reingehört. Damit du auf dein Bauchgefühl vertrauen kannst.   Abgepumpte Muttermilch füttern Du kannst natürlich auch abgepumpte Muttermilch mit dem Fläschchen geben. Informiere dich über die Aufbewahrung der Muttermilch und beachte die Angaben, wie lang sich Muttermilch frisch hält und wie du sie erwärmen kannst.   Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Sowohl Pre-Nahrung, als auch abgepumpte Muttermilch sollten immer nach Bedarf des Kindes gefüttert werden. Das heißt: dein Kind gibt den Trinkrhythmus vor! Hierbei kann die Trinkmenge von Tag zu Tag variieren. Häufigkeit und Menge entscheidet dein Baby, so wie es dies beim Stillen auch tun würde. Wunder dich also nicht, wenn die vorgegebene Menge in der Flasche nicht ausgetrunken wird – und zwinge dein Kind nicht dazu mehr zu trinken, als es möchte. Babys haben ein sehr gutes natürliches Sättigungsgefühl, auf das Verlass ist. Andersherum möchte dein Baby manchmal vielleicht mehr haben, als du zubereitet hast. Achte auf die Signale, die dein Baby dir gibt. Nicht getrunkene Milch muss aus Hygienegründen weggeworfen werden.   Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Bereite das Fläschchen immer genau nach Angaben auf der Packung zu. Das ist wichtig, denn zu niedrig dosierte Milch, enthält zu viel Wasser und zu wenig Nährstoffe für die gesunde Entwicklung deines Babys. Zu wenig Wasser und zu viel Pulver hingegen, können dazu führen, dass dein Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt. Für die Zubereitung der Säuglingsmilch koche zuerst Wasser auf und lasse es abkühlen. Gib dann die gewünschte Menge Wasser in das Fläschchen. Die ideale Temperatur zum Fläschchen anrühren ist ca. 50 Grad Celsius. Es sollte nicht mehr kochend sein, da durch die Hitze Vitamine und Mineralstoffe zerstört werden könnten und das Milchpulver leichter verklumpt. Nachdem das Wasser in der Flasche ist, kannst du das Pulver hinzugeben und mithilfe des Dosierungslöffels portionieren. Verschließe anschließend die Flasche und schüttele sie so lange, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat und alles vermischt ist.   Was ist besser für Baby Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? In Deutschland wird das Leitungswasser streng kontrolliert, so dass du es in der Regel ohne Bedenken für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden kannst. Wenn du dich absichern möchtest, kannst du dich über eure Wasserqualität beim örtlichen Wasserwerk oder beim Gesundheitsamt informieren und das Wasser kostenlos testen lassen. Du solltest immer nur kaltes Wasser aus der Leitung benutzen und zu Beginn kurz laufen lassen, damit abgestandenes Wasser abfließen kann. Verwende kein gefiltertes Leitungswasser, denn in Wasserfiltern finden sich häufig eine Menge Keime. Wenn du stilles Mineralwasser nutzen willst, achte darauf, dass es für Säuglingsnahrung zugelassen ist. Diese Information ist immer auf dem Etikett der Flasche vermerkt.   Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Die Haltung Wichtig ist, dass du bequem sitzt, denn nur so kannst du dich auch selbst entspannen und dich ganz deinem Baby zuwenden. In dem ihr beide gemütlich und einander nah seid, kann die Fläschchenmahlzeit ein inniger Moment für dich und dein Baby sein. Füttern mit der Flasche ist viel mehr, als reine Nahrungsaufnahme. Es werden mehrere Bedürfnisse deines Babys, wie Nähe, Wärme und Geborgenheit gleichzeitig gestillt. Gib deinem Baby beim Füttern gerne auch deine emotionale Zuwendung. Halte es nah und bequem in deinem Arm. Wechsle mal die Seiten und leg es in deinen anderen Arm, das fördert die Koordinationsfähigkeit deines Kindes. Ich rate davon ab, Babys körperfern, wie in einer Autoschale oder einer Babywippe zu füttern, denn Körperkontakt ist besonders für Säuglinge wichtig, hilft beim Bonding und auch beim Regulieren seiner Körpertemperatur.   Das Fläschchen geben Wichtig: Kontrolliere immer die Temperatur der Milch bevor du anfängst deinem Baby die Flasche zu geben! Die ideale Trinktemperatur beträgt 37 Grad Celsius. Um dies zu testen, kannst du ein paar Tropfen auf dein Handgelenk geben. Dort solltest du die Milch als angenehm empfinden – dann hat die Milch in der Regel die richtige Temperatur. Ist die Milch noch zu heiß, kannst du die Flasche unter laufendem kalten Wasser abkühlen bis die richtige Temperatur erreicht ist. Um mit dem Fläschchen geben zu beginnen, berühre mit dem Sauger sanft die Unterlippe deines Babys – so wird der Saugreflex ausgelöst. Am besten lässt du dann dein Baby den Sauger der Babyflasche selber in den Mund ziehen. Der Sauger sollte tief im Mund deines Babys sein, hierfür muss der Mund weit geöffnet werden und die Lippen, wie bei einem Fischmund nach außen gestülpt sein. Achte darauf, dass der Sauger beim Trinken immer vollständig mit Milch gefüllt ist, damit dein Baby beim Trinken nicht zu viel Luft einsaugt und später Blähung bekommt.   Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Halte Blickkontakt zu deinem Baby und achte auf seine Signale. So bemerkst du, ob dein Baby eine Pause braucht oder Aufstoßen möchte. Manche Babys brauchen Pausen beim Trinken und machen zwischendurch gerne mal ein Bäuerchen. Andere trinken erst alles aus, bis sie satt sind und machen möglicherweise dann ein Bäuerchen. Gib deinem Kind nach dem Trinken unbedingt die Möglichkeit Aufzustoßen und ein Bäuerchen zu machen und leg es nicht direkt hin. Halte es eine Weile aufrecht im Arm, wenn du magst klopfte sanft auf seinen Rücken, dann kann sich ein Bäuerchen leichter lösen. Natürlich kommt aber nicht immer eins.   Hygiene beim Fläschchen füttern Alle Teile, die du beim Flasche geben verwendest – also Flaschen, Sauger und Verschlussringe – sollten nach jeder Mahlzeit gründlich ausgewaschen werden. Warte nicht zu lange, damit die Milchreste in der Flasche nicht antrocknen. Du kannst die Fläschchen entweder von Hand spülen oder bei etwa 65 Grad in die Spülmaschine packen. Wenn du mit der Hand spülst, verwende geeignetes Spülmittel und eine Flaschenbürste zum sauber machen. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob es nötig ist die Flaschen und Sauger nach jedem Benutzen zu sterilisieren oder auszukochen. Neue Studien haben gezeigt, dass dies nicht zwingend notwendig ist und bei einem gesunden Baby keine Vorteile bringt. Es reicht also aus, wenn du die Flaschen und Sauger gut spülst. Nach dem Reinigen sollte alles gut trocknen und trocken aufbewahrt werden. Dennoch würde ich dir empfehlen, zumindest in den ersten sechs Monaten, das Zubehör immer mal wieder zu sterilisieren. Du brauchst dafür keinen Vaporisator, sondern kannst alles auch im Topf mit Wasser für mindestens drei Minuten auskochen. Bitte wechsle außerdem die Sauger regelmäßig aus! Anders ist es bei Frühgeburten oder kranken Kindern, die beispielsweise im Krankenhaus versorgt werden, da sollte alles nach jeder Mahlzeit sterilisiert werden.   Liebe Eltern, ich wünsche euch wundervolle Stunden beim Fläschchen geben und Füttern. Und: es wurde früher oft gemacht, aber bitte achtet darauf, den Sauger eures Babys nicht selbst in den Mund zu nehmen! Denn so können Kariesbakterien übertragen werden. Von Herzen alles Liebe für dich, für euch und euer kleines Wunder, eure baybies-Hebamme Ana
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Stillproblem – Wunde Brustwarzen

Stillproblem: Wunde Brustwarzen – wie es dazu kommt und was du tun kannst   Herzlich Willkommen zum dritten Teil meiner Reihe zum Thema Stillen. Heute geht es um ein Stillproblem. Genau genommen, um wunde Brustwarzen. "Autsch!" denkst du dir gerade wahrscheinlich – und ja, jede Mutter, die es erlebt hat, weiß: Wunde Brustwarzen und Schmerzen beim Stillen sind echt ätzend. Sie sind der häufigste Grund, warum Frauen vorzeitig und ungewollt Abstillen. Es gibt (noch) kein Wundermittel, das dich vor wunden Brustwarzen sicher bewahren kann – ich habe allerdings einige Tipps für dich, die dir helfen können.   Die Ursachen – Wie entstehen wunde Brustwarzen? Wunde Brustwarzen durch falsches Anlegen Wir beginnen mit den Ursachen. Wodurch kommt es überhaupt zu gereizten und wunden Brustwarzen beim Stillen? Einer der häufigsten Ursachen ist falsches Anlegen und eine ungünstige Stillposition deines Babys. Wenn dein Baby an deiner Brust nicht gut angedockt ist, sprich deine Brustwarze nicht ausreichend im Mund hat, wird deine Brustwarze stark strapaziert. Es ist also wichtig auf eine gute Anlegetechnik beim Stillen zu achten. Leg' dein Baby hierfür ganz dicht an dich ran, so, dass sein Kinn deine Brust beim Saugen berührt. Der Mund des Kindes sollte weit geöffnet sein, so dass es viel Brustgewebe umfasst. Die Lippen sollten beim Trinken fischmundartig nach außen gestülpt sein. Wenn dein Baby gut angelegt ist werden deine Brustwarzen nicht wund. Also ist die beste Prophylaxe eine gute Stilltechnik. Zu häufiges oder zu langes Stillen sind also kein Grund für wunde Brustwarzen. Deswegen empfiehlt es sich das Neugeborene gerade auch am Anfang immer nach Bedarf zu stillen. Wenn du während des Stillens merkst, dass dein Baby die Brustwarze nicht richtig im Mund hat, solltest du neu anlegen. Gehe hierfür vorsichtig mit dem kleinen Finger in den Mundwinkel deines Babys, um das Vakuum zu lösen. So kannst du deine Brustwarze schmerzfrei aus dem Mund des Babys ziehen und erneut anlegen.   Wunde Brustwarzen durch ein verkürztes Zungenbändchen Ein weitere Ursache von wunden Brustwarzen kann ein verkürztes Zungen- oder Lippenbändchen sein. Es kann sein, dass dein  dein Baby dadurch die nötige Melkbewegung mit der Zunge nicht richtig ausführen kann und die Brustwarze dadurch gereizt wird. Solltest du den Verdacht haben, kläre dies am besten mit deiner Hebamme, einem Kinderarzt oder einer Ärztin ab.   Wunde Brustwarzen bei vollen Brüsten Auch eine zu pralle oder harte Brust kann zu schmerzenden Brustwarzen führen. Der initiale Milcheinschuss am Anfang kann dazu führen, dass deine Brüste hart und prall werden und deswegen dein Kind Schwierigkeiten bekommt, genug Brustgewebe in den Mund zu nehmen. Dies reguliert sich nach ein paar Tagen von alleine, wenn der Körper weiß wieviel Milch produziert werden muss bzw wieviel für das Baby benötigt wird (Angebot/Nachfrage ;)). Abpumpen würde ich weder bei Milchstau noch bei verstärktem Milcheinschuss empfehlen. Das kann den Körper „verwirren“ und signalisieren hier wird mehr Milch gebraucht. Besser ist hier mit der Hand die Milch auszustreichen. Um einem Milchstau, der zu kleinen verhärteten Stellen in der Brust führen kann, vorzubeugen, kannst du außerdem zwischen unterschiedlichen Stillpositionen wechseln, dazu habe ich dir hier einen ausführlichen Artikel geschrieben. Wenn du unsicher bist, lass dich von deiner Hebamme oder Stillberaterin beraten.   Wie kann ich wunden Brustwarzen vorbeugen? Das Beste für deine Brustwarzen ist, wenn du einen guten Milchfluss und eine gute Stilltechnik hast. Der Milchfluss wird durch das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin beeinflusst. Um den Milchspendereflex deines Körpers zu fördern und mehr Oxytocin zu produzieren, hilft es, wenn du entspannt bist. Wenn du während des Stillens bequem sitzt oder liegst und dich wohlfühlst. Hautkontakt und viel Kuscheln hilft ebenfalls, um die Milchproduktion anzukurbeln. Wenn es dir gut tut, kannst du vor dem Stillen einen warm angefeuchteten Waschlappen auf deine Brust legen, auch das fördert den Milchfluss. Ein Neugeborenes wird oft zum Mittelpunkt. Als junge Mama lenkt man schnell seinen ganzen Fokus auf das frischgeborene kleine Wunder. Als Hebamme beobachte ich dies immer wieder und rate dir von Herzen: Damit es deinem Baby gut geht, muss es dir gutgehen. Achte auf deine Bedürfnisse. Was brauchst du? Stress hemmt die Bildung von Oxytocin. Je entspannter du bist, je besser es dir geht, desto besser klappt das Stillen und desto üppiger ist dein Milchfluss. Was hilft bei wunden Brustwarzen? Unsere Brustwarzen sind plötzlich gefordert, wie nie zuvor. Es ist also völlig normal, wenn sich deine Brustwarzen in den ersten Tagen nach der Geburt erstmal an die Beanspruchung, an das Saugen und Anlegen gewöhnen müssen. Um sie zu pflegen, trocknest du sie nach dem Stillen am besten nicht ab, sondern lässt deine Muttermilch, mit ihren wundervoll pflegenden Eigenschaften, einziehen. Lass Luft an deine Brustwarzen kommen und achte insgesamt auf eine gute Hygiene: Stilleinlagen solltest du nicht zu lange verwenden, deinen Still-BH regelmäßig wechseln und deine Hände vor jedem Stillen waschen. Muttermilch pflegt die Brustwarzen Nicht abtrocknen, sondern Luft ranlassen Gute Hygiene: Stilleinlagen und -BHs regelmäßig wechseln, Hände waschen Feuchte Wundheilung Manche Frauen möchten ihre Brustwarzen gerne eincremen. Hier rate ich dir sanfte und natürliche Produkte zu verwenden, die explizit für Brustwarzen zugelassen und extra dafür gemacht sind, da das Baby mit deinen Brustwarzen beim Stillen in Berührung kommt. Die meisten Brustwarzensalben sind deshalb aus reinem Lanolin, um nicht vor dem Stillen wieder abgewaschen werden zu müssen. Dies unterstützt die Wundheilung und pflegt beanspruchte Haut. Wenn Du das baybies Körperliebe Öl für eine Brustmassage verwenden willst, solltest Du die Brustwarze in jedem Falle aussparen. Es gibt außerdem feucht kühlenden Kompressen, die du auf deine Brustwarzen legen kannst und die den Heilungsprozess fördern. Bewährt hat sich auch Quark – er hilft bei einem verstärkten Milcheinschuss, Milchstau, Brustentzündung, warme volle Brust etc. aber nicht bei wunden Brustwarzen. Bei Quarkwickeln an der Brust sollte die Brustwarze immer ausgespart werden. Den kalten Quark kannst du auf deine Brust streichen und etwa 30 Minuten einwirken lassen, anschließend abspülen und deine Haut an der Luft trocknen lassen. Brustwarzensalbe mit Lanolin Kühlende Kompressen Speisequark (nur auf die Brust, nicht auf die wunden Brustwarzen)   Trockene Wundheilung Wem eher eine trockene Wundheilung hilft, der kann es mit Silberhütchen probieren. Diese wirken antibakteriell und sind kühlend. Du kannst diese nach Verwendung auswaschen und immer wieder benutzen. Auch das Auflegen von Heilwolle kann helfen. Rotlicht oder Laserbestrahlung ist ein weiteres tolles Mittel gegen wunde Brustwarzen. Selbstgemachte „Still- oder Brustdonuts“ (die Anleitung findest du Online) schützen vor Reibung und können gerade bei wunden Brustwarzen sehr angenehmen sein. Kühlende Silberhütchen Heilwolle Rotlicht und Laser Brustdonuts   Anhaltend wunde Brustwarzen und Schmerzen beim Stillen Wenn alles nichts hilft, du starke Schmerzen beim Stillen hast oder Verletzungen an deinen Brustwarzen sichtbar sind, solltest du zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen. Hin und wieder können Pilzerkrankungen oder ein Vasospasmus der Brustwarze auftreten und die Ursache für Schmerzen und wunde Brustwarzen sein. In diesen Fällen solltest du dir professionelle Hilfe holen. Stillen – ohne Schmerzen Stillen ist nicht immer einfach. Stillen ist etwas völlig Neues für dich und dein Baby. Gib dir und euch Zeit. Wenn deine Brustwarzen am Anfang der Stillzeit schmerzen, achte ganz bewusst auf deine Bedürfnisse. Nimm dir viel Zeit beim Stillen und beim Anlegen, gestalte euch eine Wohlfühl-Atmosphäre, in der du dich entspannen kannst. Schmerzen beim Stillen müssen und sollten nicht sein. Probier' aus, welche Mittel und Tipps dir helfen und welche Stillpositionen für dich am angenehmsten sind. Gib nicht auf, übe das Anlegen und lass dir gesagt sein: Die allermeisten Frauen haben zu Beginn Schwierigkeit und Probleme beim Stillen. Mit ein wenig Übung und den richtigen Handgriffen wird dieses Stillproblem aber allermeistens schnell gelöst und Stillen wird zu einem schönen Erlebnis für dich und dein Baby. Ich wünsche dir alles Gute und eine fantastische Stillzeit!   Alles Liebe, und bis zum nächsten Mal, eure baybies-Hebamme Ana
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Stillpositionen – Was ist die richtige Haltung

Welche unterschiedlichen Stillpositionen gibt es? Wie kannst du einem Milchstau vorbeugen oder diesen durch unterschiedliche Stillpositionen lösen? Erfahre mehr über die bekanntesten Stillpositionen.
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Stillen – Tipps für die Anfangszeit von Mutter und Kind

Stillen – Tipps für die Anfangszeit von Mutter und Kind Eine Schwangerschaft ist voller Wunder. Und so geht es nach der Geburt weiter. Mit der Muttermilch produziert dein Körper die optimale Nahrung für dein Baby – vollgepackt mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Die Entscheidung, ob du Stillen möchtest oder zu Neugeborenen-Anfangsmilch greifst, liegt bei dir. Es gibt kein besser oder schlechter, richtig ist, was sich (für Dich) richtig anfühlt. Niemand von uns Erwachsenen erinnert sich daran gestillt oder mit dem Fläschchen versorgt worden zu sein. Das, was bleibt, ist ein tiefes Gefühl. Ein Gefühl von Urvertrauen und Liebe, das uns unsere Eltern geschenkt haben. Und das, ja, das können wir durch Stillen und Fläschchen füttern auch an unsere Kinder weitergeben. Stillen oder nicht stillen? Wir leben im 21. Jahrhundert, das bedeutet: wir Frauen haben die Wahl. Du hast die Wahl und kannst dich frei entscheiden, ob du dein Baby stillen möchtest oder nicht. Stillen ist eine wunderbare Möglichkeit für eine enge Mutter und Kind Bindung. Aber nicht die Einzige. In dem du Fläschchen-Nahrung fütterst, kannst du deinem Baby ebenfalls Liebe und Nähe schenken und eine enge Beziehung aufbauen. Stillen ist ein natürlicher Prozess. Gleichzeitig neu, aufregend und manchmal herausfordernd. Da kommt tatsächlich Milch aus unseren Brüsten? Wie kann mein Baby optimal trinken? Und bekommt es ausreichend Milch? Fragen, die mir als Hebamme immer wieder gestellt werden. Die Antworten habe ich dir in diesem Artikel für den baybies Blog zusammengefasst. Wie funktioniert Stillen? Das erste Mal das Baby an die Brust anlegen, eine Stillroutine entwickeln, ist nicht einfach und braucht Zeit. Studien belegen, dass es gut ist, das Baby direkt in den ersten Stunden nach der Geburt an die Brust zu legen, um die Milchproduktion anzuregen. Der Rest passiert meistens fast von alleine – dein Baby weiß, dass es saugen muss und dein Körper produziert Milch angepasst an die Bedürfnisse deines Kindes. Das richtige Anlegen Das Wichtigste beim Stillen ist das korrekte an die Brust anlegen. Hiermit kannst du wunden Brustwarzen vorbeugen. Lass dir von deiner Hebamme zeigen, wie du dein Baby halten kannst und worauf du achten solltest. Es ist wichtig, dass dein Baby den Mund weit öffnet, die gesamte Brustwarze und den Warzenvorhof in den Mund nimmt. Es gibt unterschiedliche Stillpositionen. Mit der Zeit wirst du herausfinden, welche für dich und dein Baby am besten passt. In welcher Haltung du dich entspannen und dein Neugeborenes ruhig trinken kann. Mutter und Kind im Wochenbett Die erste Zeit nach der Geburt ist eine ganz besondere. Du findest auf dem baybies-Blog einen ausführlichen Artikel über die Zeit des Wochenbetts, ich möchte es an dieser Stelle aber auch noch einmal betonen: Die ersten Wochen nach der Geburt sind heilig ( - kein anderes Wort erscheint mir hier passender). Nimm dir diese Zeit, um in Ruhe in der Rolle als Mama anzukommen. All die Wunder zu verarbeiten und mitzubekommen. Das Wochenbett ist zum Ausruhen da. Zum Kuscheln, für eure Mutter Kind Bindung und zum Reinkommen in eure Still- und Trinkroutinen. Damit du dich auf dich und dein Baby konzentrieren kannst, überlege dir im Vorhinein, ob du dir Hilfe organisieren möchtest. Wer aus deiner Familie kann dir Aufgaben abnehmen und dich unterstützen? Scheue nicht davor zurück eine Haushaltshilfe zu engagieren oder Freunde um Hilfe zu bitten. Ist Stillen schmerzhaft? Manche Frauen legen ihr Neugeborenes an und stillen los, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Andere Mütter brauchen eine Weile bis alles klappt. Bis sich Brüste und Brustwarzen an die neuen Anforderungen gewöhnt haben. Ob Stillen bei dir zu Beginn schmerzhaft sein wird, kann ich dir nicht sagen. Du kannst deine Brustwarzen während der Schwangerschaft allerdings vorbereiten: Streiche regelmäßig mit einem leicht kratzigen Handtuch über deine Brustwarzen, das härtet ab. Verwende keine Duschlotion an deinen Brüsten und lasse die natürliche Fettschicht, die sich bildet, bestehen. Solltest du anhaltende Schmerzen beim Stillen haben, sprich mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt. Manchmal können Schmerzen entstehen, wenn dein Baby nicht gut anliegt und du dich verkrampfst. Wie lange sollte man stillen? Wie lange du dein Baby stillen möchtest, liegt an dir, deinem Milchfluss und deiner Alltagsgestaltung. Manche Mütter stillen drei Wochen, andere zwei Jahre oder länger. Die WHO empfiehlt Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Anschließend mit Beikost zu starten und das Kind bis zu einem Alter von zwei Jahren oder länger parallel weiter zu stillen. Jedes Kind ist unterschiedlich. Manche gestillten Kinder verlangen nach den ersten Lebensmonaten nach mehr Nahrung als "nur" Muttermilch. Andere wollen auch mit über einem Jahr vor dem Schlafen noch an der Brust trinken. Die meisten Mütter spüren, was ihr Kind braucht und wann die richtige Zeit zum Abstillen gekommen ist. Verlass dich auf deine Intuition – ein falsch gibt es nicht. Woraus besteht Muttermilch? Muttermilch besteht zu ca. 90% aus Wasser. Der größte Teil der Muttermilch setzt sich aus Nährstoffen, wie Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten in Form von Laktose zusammen. Daneben enthält sie Natrium, Kalium, Chlorid, Magnesium, Calcium, Phosphate, Sulfate, Citrate, Eisen, Zink, Fluor, Vitamine und lebendige Zellen. Dazu kommen Enzyme, Hormone und Wachstumsfaktoren. Was mich immer wieder fasziniert ist, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch ändert. Sie passt sich an die Bedürfnisse deines Säuglings an. Unmittelbar nach der Geburt braucht dein Baby andere Nährstoffe, als mit einem Jahr. Die Milch der ersten Tage nennt sich Kolostrum und ist eine spezielle Neugeborenenmilch. Sie wappnet dein Baby für die neue Welt voller unbekannter Keime. Sie unterstützt die gesunde Darmflora, hilft das Mekonium auszuscheiden und den Blutzucker deines Babys zu stabilisieren. Wenn dein Kind krank ist, passt dein Körper die Zusammensetzung der Muttermilch an und versorgt es mit extra Abwehrstoffen. Einfach großartig, oder? Bekommt mein Baby genügend Milch? Keine Sorge, die Antwort ist Ja. Der Magen deines Neugeborenen ist winzig klein, so klein wie eine Kirsche (5-7ml). Am dritten Tag hat er ca. die Größe einer Walnuss (22-27ml). Das bedeutet, dass dein Baby in den ersten Tagen und Wochen nur kleine Mengen benötigt, um satt zu sein. Mit wachsender Größe, nimmt dann auch der Hunger der Säuglinge zu – dementsprechend wird es mehr und auch öfter trinken. Muttermilch ist so ausgestattet, dass sie dein Baby ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Wie häufig muss mein Baby gestillt werden? Mein Rat für stillende Mütter: Achte auf die Hungerzeichen deines Babys. Lege es lieber zu früh, als zu spät an die Brust. Ich empfehle nicht nach Uhr, sondern nach Bedarf des Kindes zu stillen. Hungerzeichen von Neugeborenen sind: Lecken an den Lippen, Saugbewegungen, Herausstrecken der Zunge, Hand in den Mund nehmen. Wenn dein Kind weint, ist das meist ein spätes Hungerzeichen. Dann ist der Hunger schon so groß, dass das Andocken und ruhige Trinken an der Brust schwieriger wird. Gerade am Anfang wollen Babys sehr häufig an der Brust saugen – das ist normal. Hast du ein gesundes Neugeborenes, das gut zunimmt und regelmäßig ausscheidet, musst du nicht nach Plan stillen. Passe euren Stillrhythmus an dein Kind und dich an. Bei Frühgeborenen, Babys mit Gelbsucht, Blutzuckerproblemen und mit anderen medizinischen Problemen, kann ein planmäßiges Stillen wichtig sein. Hierüber klärt dich deine Hebamme, die Stillberaterin oder eine Kinderärztin auf. Milch abpumpen Handpumpe oder elektrisch – das Abpumpen von Milch kann stillenden Müttern das Leben erleichtern. Abgepumpte Milch kann der Papa füttern und schenkt dir einen Moment Flexibilität und Freiraum. Wenn dein Säugling mal länger schläft oder eine geringere Milchmenge trinkt, kannst du außerdem einem Milchstau entgegenwirken. Stelle abgepumpte Milch am besten kalt und erwärme sie, bevor du sie deinem Säugling gibst. Du, dein Säugling und die Stillzeit Dein Baby und du, ihr seid ein großartiges Team. Ganz automatisch. Dein Körper weiß, was dein Baby braucht. Deine Intuition sagt dir, was richtig ist. Und trotzdem: Beim ersten Kind bist du Neuling. Fragen, Unsicherheiten und Überforderung gehören dazu. Sei geduldig mit dir, deinem Partner und eurem Kind. Sprich mit deiner Hebamme oder stell einer Stillberaterin alle Fragen, die du hast. Stillen bietet viele Vorteile, ist aber nicht für jede Mutter das richtige. Ob an der Brust oder mit der Flasche, die Stillzeit ist eure Zeit. Die Zeit von Mini und dir. Eine Zeit, die Urvertrauen schenkt und die Grundlage für die Entwicklung deines Kindes ist. Ich freue mich, wenn ich dir Tipps und Antworten zum Thema Stillen in den ersten Lebensmonaten geben konnte! Ich wünsche dir und euch alles Gute und Liebe – bis zum nächsten Mal, deine baybies-Hebamme Ana