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Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen?

Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen?

Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen? Die größte Freude gepackt in ein so kleines und zartes Bündel von gut 50 cm. Jedes Baby ist ein kleines Wunder und etwas ganz besonderes für seine Eltern. Die romantische Vorstellung vom ruhigen Familienglück mit dem friedlichen schlummernden Baby ist wunderschön. – Wird dann aber doch oft durch lautes Weinen ergänzt. Warum Babys Schreien und was ihr tun könnt, um euer Baby zu beruhigen, erfahrt ihr in diesem Artikel: Wie oft schreien Babys? Warum Babys schreien – gibt es immer einen Grund? Häufige Gründe, warum Babys schreien Wie beruhigt man ein Baby? Warum sollte man ein Baby nicht schreien lassen? „Mache ich was falsch?“ – Schuldgefühle, wenn das Baby weint Schreiendes Baby vs. Familienalltag Mythos Schreien lassen: „Verwöhne dein Baby nicht!“ Schreibabys: Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Wie oft schreien Babys? Ja, Babys schreien. Und das hat in erster Linie nichts mit euch als Eltern zu tun, aber dazu später mehr. Die meisten Eltern unterschätzen, wie viel und wie lange ein Baby am Anfang schreien kann – und was das für einen selbst bedeutet. Es gibt Zeittabellen, auf denen die Schreizeit eines Babys am Tag (24h) beschrieben ist: -6. Lebenswoche: ca. 1,5h in 24h ab der 6. Lebenswoche: ca. 2,5h in 24h ab der 16. Lebenswoche: ca. 1h in 24h Quelle: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/0-12-monate/schreien/infografik-schreien/ Diese Zeitangaben und Schreizeiten sind Durchschnittsangaben. Jedes Baby hat einen eigenen Charakter und ein individuelles Schreiverhalten, von daher kann es sein, dass euer Baby deutlich weniger oder auch mehr weint. Wichtig für euch zu wissen ist: es ist normal, wenn Babys mal weinen. Alle Babys tun das. Meist nimmt das Schreien ab, wenn euer Kind etwas älter ist. Die Schreiphase endet meist um den vierten Monat herum. Warum Babys schreien – gibt es immer einen Grund? Babys weinen niemals ohne Grund – und ganz besonders NICHT, um euch Eltern zu ärgern oder zu manipulieren, so etwas können Babys noch nicht. Durch ihr Schreien drücken sich Babys aus, es ist ihr Kommunikationsmittel. Sie zeigen an, dass etwas nicht stimmt oder sie sich nicht wohlfühlen. Schreien ist das wichtigste Ausdrucksmittel eines Neugeborenen. Wenn ein Baby weint oder schreit, möchte es euch etwas mitteilen – von daher ist es wichtig auf Babyschreien zu reagieren. Babys sind abhängig. Von uns als Eltern und ihren Bezugspersonen. Sie sind darauf angewiesen, dass sich jemand um sie kümmert – ansonsten könnten sie nicht überleben. „Das Babyschreien ist Teil einer universellen Weltsprache aller Säuglinge. Es sichert das Überleben des Kindes in seiner Umwelt. Über das Schreien der Babys erfahren Sie rechtzeitig, ob und wann wichtige Bedürfnisse Ihres Kindes aus dem Blick geraten sind und ob sie darauf warten, beantwortet zu werden.“  – aus dem Buch: Keine Angst vor Babytränen von Thomas Harms Das Schreien eines Babys löst bei Eltern etwas aus. Meistens Stress oder den Drang etwas zu tun, um das Schreien zu beenden, beziehungsweise um dem Baby zu helfen. Das ist von der Natur bewusst so eingerichtet: das Baby weint, die Bezugsperson wird aktiviert und reagiert. Manchmal wirkt es so, als würde das Baby ‚einfach so‘ Schreien – dem ist nicht so! Ein schreiendes Baby hat immer einen Grund, warum es sich bemerkbar macht. Häufige Gründe, warum Babys schreien Die häufigsten Gründe, warum euer Baby schreit, können sein: Hunger Müdigkeit eine volle Windel Verlangen nach Nähe Bauchschmerzen (besonders in den ersten drei Monaten) Überforderung und zu viele Reize Langeweile und zu wenig Anregung körperliches Unwohlsein (zu warm, zu kalt) sonstige Schmerzen oder Manchmal weinen Babys auch, um etwas zu verarbeiten. Die Geburt, beispielsweise, kann auch für ein Baby ein belastendes Erlebnis sein, das es verarbeiten muss. Oft ist uns Erwachsenen das nicht bewusst, aber eine sehr schnelle oder sehr langwierige Geburt kann auch für ein Baby überfordernd sein. Das Gefühl eines Bindungsverlusts und diese plötzliche Veränderung ist für Babys eine Extremsituation.  Schreien, das keinen „erkennbaren Grund“ hat oder durch keine frische Windel oder Füttern beruhigt werden kann, ist für Eltern oft schwieriger zu handhaben. Aber auch dieses Schreien ist wichtig für euer Baby – und sollte unbedingt von euch begleitet werden. Wenn wir das Schreien und den Kummer unseres Babys liebevoll begleiten, können wir ihm helfen seine Erfahrungen zu bewältigen. „Auch wenn es manchmal nicht so wirkt: Zwischen begleitetem Weinen und Alleine-Weinen liegen für ein Baby Welten!“ Quelle: https://www.nora-imlau.de/babys-bloss-nicht-schreien-lassen-was-heisst-das-eigentlich-genau/ Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es als Eltern sein kann diese Art von Schreiattacken zu begleiten. Versucht in diesen Momenten Ruhe und einen ‚verlässlichen Hafen‘ auszustrahlen. Euer Kind spürt eure innere Haltung. Je ruhiger ihr seid, desto schneller kann auch euer Kind zur Ruhe finden. Gebt eurem Baby den Raum zu schreien, versucht es nicht abzulenken, sondern seid liebevoll für es da. Euer Baby möchte gehört und verstanden werden. Wie beruhigt man ein Baby? Wie kann man Babyschreien begleiten? Es gibt keine Formel, die bei jedem Baby funktioniert – so viel direkt vorweg. Euer Baby ist eine individuelle Persönlichkeit mit seinen eigenen Bedürfnissen und braucht seine individuelle Unterstützung. Mit der Zeit lernt ihr euer Kind immer besser kennen und wisst am besten, wie ihr es beruhigen könnt und was ihm gut tut. Wichtig ist erstmal eine „Methode“ auszuprobieren und nicht zu oft zwischen unterschiedlichen Beruhigungsvarianten hin und her zu switchen. Entscheidend ist, dass du als Bezugsperson Ruhe und Sicherheit ausstrahlst. Zeige deinem Baby, dass du da bist und ihm helfen möchtest. Es gibt deinem Baby Halt, wenn du es fest in den Arm nimmst und es einfach hältst – anstelle dauernd die Position zu wechseln und selbst unruhig zu werden. Zu hektisches Ausprobieren von verschiedenen Beruhigungsmethoden kann bei eurem Baby zu Überreizung und Verwirrung führen.   Was beruhigt Babys? Tragen: zum Beispiel im Tragetuch oder in einer Babytrage Sanftes Schaukeln auf dem Arm Singen und ruhige Musik Ruhiges Streicheln oder Massieren Spazieren gehen, frische Luft auf dem Balkon oder Kinderwagen fahren Zu jedem Baby und in jeder Situation passt eine andere Methode. In der einen Woche klappt es mit sanftem Schaukeln, in einem anderen Moment beruhigt auch dies dein Baby möglicherweise nicht – das ist normal. Beobachte dein Baby, mit der Zeit wirst du immer mehr herausfinden, wie du ihm helfen kannst. Und auch, wenn das Tragen in einem Tuch dein Baby mal nicht beruhigt, bedeutet das nicht, dass dein Baby das Tragetuch nicht mag. Es bedeutet nur, dass es in diesem Moment nicht das richtige ist. Versuche es gerne ein anderes Mal wieder und lerne dein Baby und seine Bedürfnisse zu verstehen. Warum sollte man ein Baby nicht Schreien lassen? Wer bis hierin aufmerksam gelesen hat, dem sollte die Antwort bereits klar sein: Babys haben immer einen Grund für ihr Schreien und Weinen niemals einfach „nur so“. Wenn man intuitiv handelt, ist es auch vollkommen logisch einem weinenden Baby zu helfen und schnellstmöglich auf seine Signale zu reagieren. Es gibt Studien und Erkenntnisse aus der Hirnforschung, die zeigen, dass es gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann, wenn wir unser Baby weinen lassen und nicht reagieren. Umgekehrt bedeutet das: Wenn wir auf das Schreien reagieren, stärkt das den Körper und die Seele eines Babys. Wenn ein Baby weint, kommt es aus dieser Situation nur schwierig alleine wieder raus. Es fällt Babys schwer sich selbst zu beruhigen – die Kleinen brauchen unsere Hilfe und Begleitung. Sicherheit und Geborgenheit für dein Baby Nähe und Körperkontakt sind Grundbedürfnisse eines Babys. Wenn einem Baby Nähe fehlt, fehlt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Es weint, um dies anzuzeigen. Es weint, um Körperkontakt zu bekommen. Reagiert niemand darauf, erzeugt dies in deinem Baby Stress. Ein Baby weiß dann nicht, ob die Eltern überhaupt noch existieren oder ob es ganz alleine ist. Es schüttet Stresshormone aus und sein Stresslevel steigt – alleine kommen Babys aus dieser Situation nicht heraus. Das bedeutet nicht, dass du dein Baby bei jedem Weinen direkt auf den Arm nehmen sollst. Wichtig ist, dass du für es da bist. Wenn dein Baby beispielsweise im Bettchen liegt, kannst du es auch erstmal streicheln, mit ihm sprechen und Blickkontakt suchen. Versuche IMMER auf das Schreien deines Babys zu reagieren und herauszufinden, was es gerade braucht. Ein Baby „lernt nicht daraus“, wenn es Schreien gelassen wird. Schreien lassen wird nicht dazu führen, dass ein Baby weniger schreit - im Gegenteil. Mit „Schreien lassen“ ist hier die bewusste Entscheidung gemeint, dein Baby alleine zu lassen und nicht auf sein Weinen zu reagieren. Wenn ein Baby viel und lange alleine weint, kann sich hieraus sogar ein Trauma entwickeln. Dein Baby nimmt wahr „Ich schreie und keiner kommt, um mir zu helfen!“ – hieraus können sich im späteren Leben Bindungsprobleme ergeben. Ich möchte an dieser aber auch noch einmal betonen, dass du keine schlechte Mutter oder keine schlechte Bezugsperson für dein Baby bist, wenn dein Baby schreit. Dass Babys schreien ist normal, entscheidend ist, dass wir dann für sie da sind.  „Mache ich was falsch?“ – Schuldgefühle, wenn das Baby weint Liebe Mamas, liebe Papas, ich weiß, dass es oft passiert, wenn das Baby weint und besonders, wenn es viel weint: Selbstzweifel und Schuldgefühle. Wir fragen uns, was wir falsch machen und warum wir unser Kind nicht (direkt) beruhigen können. Du bist nicht Schuld daran, dass dein Baby weint! Du machst nichts falsch! Babys weinen – und du machst einen großartigen Job, wenn du es dabei nicht alleine lässt. Punkt. Kein Grund für Schuldgefühle oder Zweifel an deinen Elternqualitäten. Außerdem: Bedürfnisorientierte Erziehung umfasst nicht nur die Bedürfnisse deines Babys, sondern auch DEINE. Es ist wichtig, dass auch deine Bedürfnisse erfüllt werden. Du bist keine schlechte Mutter, weil dein Baby mal weint, während du auf Toilette gehst. Es geht immer um Balance und es schadet deinem Baby nicht, wenn es in Ausnahmesituationen auch mal (alleine) weint. Schreiendes Baby vs. Familienalltag Jeder der mehrere Kinder oder einen vollen Alltag hat, der weiß, wie herausfordernd es manchmal sein kann. Es gibt Situationen, besonders in größeren Familien, in denen du dein Baby nicht immer direkt beruhigen kannst. Mach’ dir hierüber keine Sorgen. Das Wichtigste ist, dass das Urvertrauen deines Babys gestärkt wird. Und das wird es, in dem es sich behütet und beschützt fühlt. In dem du auf es reagierst. Dabei macht es nichts, wenn ansonsten Chaos herrscht. Durch deine Reaktion und deine Fürsorge baust du ganz automatisch eine Bindung zu deinem Kind auf. Ein Kind, das eine einfühlsame Begleitung seines Schreiens spürt, entwickelt Urvertrauen und eine starke Bindung zu seinen Bezugspersonen. Mythos Schreien lassen: „Verwöhne dein Baby nicht!“ Vielleicht hast du es auch schon mal gehört: der Glaube, man können ein Baby zu sehr verwöhnen und es sei besser, es auch mal schreien zu lassen, damit es eine Lektion lernt. Heutzutage weiß man es zum Glück besser. Schnelles Reagieren auf Baby Schreien bedeutet nicht, dass du dein Baby zu sehr verwöhnst – es bedeutet, dass du seine Bedürfnisse wahrnimmst! Das dürfen wir uns alle merken, insbesondere wahrscheinlich die älteren Generationen. Wer einfühlsam auf das Schreien eines Babys reagiert, der verwöhnt es nicht, der hilft seinem Baby sich zu beruhigen. Dein Baby lernt dadurch seiner innere Erregung selbst zu regulieren und sich wohl in seinem Körper zu fühlen. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder später weniger weinen, wenn in den ersten Lebenswochen immer auf das Weinen reagiert wurde und sie sich schnell beruhigen konnten. Schreibabys – Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Ja, es gibt sie: die Schreibabys. Und das kann auch bei sehr einfühlsamen und bedürfnisorientierten Eltern vorkommen. Manche Babys schreien mehr als der Durchschnitt, auch hier trifft die Eltern keine Schuld. Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Baby viel mehr und häufiger schreit, als andere und sich oft gar nicht beruhigen lässt, dann holt euch Hilfe. Manchmal hilft ein Besuch bei einem Kinder Osteopathen, manchmal hilft eine Expertenberatung. Holt euch Unterstützung, wenn ihr euch erschöpft und hilflos fühlt und wendet euch an euren Kinderarzt oder eure Hebamme. Inzwischen gibt es auch sogenannte Schreiambulanzen und Schrei-Spechstunden, an die ihr euch wenden könnt und die Hilfsangebote haben.  Unter diesen Links findet ihr weitere Informationen:  https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/0-12-monate/schreien/schreiprobleme/ „Mein Baby hört einfach nicht auf!“ – Was tun im bei einem Schreianfall? Wenn dein Baby einen Schreianfall hat und du es nicht beruhigen kannst, versuche die Kontrolle zu bewahren. Atme durch. Versuche ruhig zu bleiben. Erinnere dich daran: Dein Baby schreit nicht, um dich zu ärgern. Es kann nichts für seinen Schreianfall. Und dennoch, auch wenn wir das wissen, kann es passieren, dass wir wütend werden. Dass aus der Überforderung plötzlich Wut wird. Bitte denk dran: Du darfst dein Baby niemals schütteln. Schütteln ist für Babys sehr gefährlich! Damit Eltern in einer solchen Situation nicht die Beherrschung verlieren, empfehlen Experten: Legt das Baby an einen sicheren Ort, beispielsweise ins Bettchen oder auf den Boden. Verlasse kurz den Raum und atme tief durch. Trink einen Schluck Wasser, box in ein Kissen oder mache eine körperliche Bewegung, die sich richtig anfühlt. Schau’ alle paar Minuten nach deinem Kind. Hol’ dir Unterstützung, wenn es nötig ist. Ob es eine Nachbarin, Freunde oder jemand aus deiner Familie ist – wenn du merkst, du kannst nicht mehr: Frag’ nach Hilfe! Manchmal helfen 10 Minuten schon und die Welt sieht wieder ganz anders aus. (Quelle: https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel/) Jedes Baby Schreien endet, Ruhe wird einkehren Ich weiß, wie anstrengend Baby Schreien sein kann, aber glaubt mir: Es geht vorbei. Seid für euer Kind da, seht es und reagiert auf seine Schrei-Kommunikation – es wird sich beruhigen. Es wird lernen, dass es behütet und beschützt ist. Und es wird mit der Zeit immer weniger Schreien. Jedes Baby, jedes Kind, jeder Mensch ist ein Wunder. Und auch, wenn wir alle in unseren ersten Lebensmonaten nur das Schreien als Ausdrucksmittel haben, konnten wir dadurch lernen uns auszudrücken und geborgen zu fühlen. Die Momente, in denen euer Kind euch aus vollstem Herzen anlächelt und lacht, werden all die herausfordernden Schreisituationen ausgleichen. Genießt die magische Babyzeit – mit mal mehr und mal weniger Geräuschpegel, Alles Liebe, Eure baybies Hebamme Ana
Sonnenschutz und Sonnencreme für Babys und Kleinkinder – praktische Tipps!

Sonnenschutz und Sonnencreme für Babys und Kleinkinder – praktische Tipps!

Zarte Babyhaut und Sonnenstrahlen – ein kritisches Thema. Unsere baybies Bloggerin Romy hat euch zum Thema Sonne, Sommer und Sonnencreme in diesem Artikel schon viele wichtige Informationen zusammengefasst. Heute möchte ich diesen mit einigen praktischen Tipps ergänzen: Wie schütze ich mein Baby vor der Sonne? Wann darf ein Baby in die Sonne? Sonnencreme für Babys – die richtige Dosierung. Das Eincremen von Babys und Kleinkindern – Tipps, wie es besser funktioniert! Wie schütze ich mein Baby vor der Sonne? Von Sonnenschutz bis Sonnencreme Zarte Babyhaut und starke Sonnenstrahlung – das verträgt sich nicht so gut. Besonders in seinem ersten Lebensjahr solltest du dein Baby ganz besonders vor der Sonne schützen und es am besten keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. Wenn ihr in der Sonne unterwegs seid, dann könnt ihr die zarte Haut durch UV-Kleidung schützen und euer Baby an den freien Körperstellen mit einer geeigneten Sonnencreme eincremen. Es gibt Stimmen, die die Meinung vertreten, dass Babys unter einem Jahr grundsätzlich noch nicht mit Sonnencreme eingecremt werden sollten. Das sehe ich und viele weitere Experten anders, denn geeignete und hochwertige Sonnencreme ist besser als ein Sonnenbrand. Wichtig ist, dass ihr bei der Sonnencreme für die Kleinen auf gute Qualität achtet. Sie sollte hochwertig sein, einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) und mineralische Sonnenfilter haben. Außerdem sollte Baby Sonnencremen nicht mit Duftstoffen ergänzt sein. Hier verlinke ich euch die baybies Sonnencreme, die auch für die Kleinsten geeignet ist. Wann darf ein Baby in die Sonne? Der Sommer ist zum Greifen nah und wir freuen uns alle über einen entspannten Sommerurlaub und Zeit im Warmen. Damit die Sonnenstunden auch für dein Baby und seine Haut entspannt sind, achte darauf, dass dein Kind am besten immer im Schatten ist. Direkte starke Sonne ist für Babys tabu. Besonders die Mittagssonne solltet ihr meiden und euch während dieser Zeit lieber drinnen aufhalten. Schatten ist übrigens nicht gleich Schatten! Schatten durch einen Sonnenschirm schütz weniger, als Schatten durch eine Mauer oder eine Wand. Das liegt daran, dass durch bestimmte Stoffe UV Strahlung hindurch kommt. Sonnencreme für Babys – wieviel Creme ist richtig und was muss man beachten? Die richtige Dosierung der Sonnencreme bei Babys Punkt eins beim Eincremen mit Sonnencreme: Es ist super wichtig, dass ihr genügend Sonnencreme für euer Baby benutzt. Meistens ist es genau dann richtig, wenn man das Gefühl hat etwas zu viel Sonnencreme verwendet zu haben. Ein großer Vorteil von mineralischen Sonnencremes ist der Weißeleffekt – den habt ihr ganz leicht auch in der baybies Sonnencreme. Die weißlich-schimmernde Schicht auf der Haut zeigt euch Eltern, wo ihr euer Kind bereits eingecremt habt und welche Partien noch fehlen. Für die Dosierung von Sonnencreme bei Babys gilt also: Lieber zu viel, als zu wenig. Eine grobe Orientierung kann euch auch die Finger-Regel geben: zwei Finger Sonnencreme bedeutet, so viel Sonnencreme verwenden, wie der Länge nach auf zwei Zeige- bzw. Mittelfinger von euch passt. Für das Eincremen eures Babys bedeutet das: Zwei Finger voll Sonnencreme für Kopf, Gesicht und Hals Zwei Finger voll Sonnencreme für Brust und Bauch Zwei Finger voll Sonnencreme für Rücken und Po Zwei Finger voll Sonnencreme für das rechte Bein Zwei Finger voll Sonnencreme für das linke Bein Zwei Finger voll Sonnencreme für die Arme Sonnencreme von Kopf bis Fuß! Achtet beim Eincremen besonders darauf empfindliche Stellen, wie beispielsweise die Kniekehlen oder die Ohren nicht zu vergessen. Auch die Stellen unter den Augen und der kleine Nasenrücken kommen oft zu kurz. Der Kopf und der Nacken eures Babys sollte immer zusätzlich mit einem Sonnenhut geschützt werden – auch wenn ihr den Kopf, das Gesicht, Hals und Nacken trotzdem immer eincremen solltet. Bei Kleinkindern, die sich gerne mal den Sonnenhut vom Kopf ziehen, empfehle ich euch auch die Kopfhaut beziehungsweise den Scheitel miteinzucremen. Und: Denkt daran auch die Füße – Fußrücken und Fußsohlen – einzucremen. Diese werden gerne mal vergessen, gucken bei den Kleinen aber oft aus Tragetuch oder Kinderwagen heraus und sind der Sonne ausgesetzt. Übrigens: wenn ihr euer Baby an heißen Tagen im Kinderwagen habt, legt bitte kein Tuch als Sonnenschutz darüber! Hier besteht Überhitzungsgefahr, denn ohne Luftzufuhr kann es in einem Kinderwagen unglaublich warm werden. Es gibt extra Sonnensegel für Kinderwagen. Diese haben sogar einen UV-Schutz und ermöglichen eine gute Luftzirkulation. Nachcremen mit Sonnencreme Punkt zwei für gutes Eincremen eures Babys ist das Nachcremen. Denkt daran, dass Sonnencreme regelmäßig neu aufgetragen werden muss, damit ausreichend Sonnenschutz für euer Baby besteht. Dies gilt ebenso für wasserfeste Sonnencreme. Das Eincremen von Babys und Kleinkindern  Bei Babys ist das Eincremen meist relativ leicht. Manche Minis genießen diesen Körperkontakt und die Berührungen sogar. Bei Kleinkindern sieht das meist etwas anders aus und wird schwieriger. Viele Kleinkindern sind nicht gerade Fans der Sonnencreme und des Eincreme-Prozesses – aber auch hier findet ihr mit Sicherheit einen guten Weg. Erklärt eurem Kind, warum Sonnencreme und gutes Eincremen so wichtig ist und bezieht es gerne in den Prozess mit ein. Kinder lieben es Dinge selbst zu entscheiden und mit einbezogen zu werden. Tipps, wie das Eincremen bei Kleinkindern leichter wird: Frag’ dein Kind mit welchem Körperteil ihr anfangen sollt und lasst es die Reihenfolge bestimmen. „Malt“ zuerst mit der Sonnencreme etwas auf die Haut und verteilt sie anschließend. Beklebt die Sonnencreme mit lustigen Stickern. Vielleicht kauft ihr sogar zwei Tuben und lasst euer Kind entscheiden, welche ihr nehmt. Lasst euer Kind sich auch selbst eincremen und mit der Sonnencreme ‚spielen‘. Gestaltet das Eincremen spielerisch, zum Beispiel mit einem lustigen Kinderlied oder einer Geschichte. Seid Vorbilder und cremt euch vor der Augen eures Kindes auch selbst ein. Sommer, Sonne, Sonnencreme und Babyhaut Ja, Babyhaut und starke Sonnenstrahlen sollten erstmal nicht zusammenkommen. Mit der richtigen Sonnencreme und einem guten Sonnenschutz für euren kleinen Schatz steht dem Sommerurlaub aber nichts im Weg! Ich wünsche euch zauberhafte sommerliche Monate und entspannte Stunden. Alles Liebe,Eure baybies Hebamme Ana
Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

SOMMER, SONNE, SONNENSCHUTZ Sonnenschutz – ein Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Es ist vermutlich auch eines der am meisten diskutierten Themen überhaupt und das aus gutem Grund! Vor allem jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht, rückt die Bedeutung von Sonnenschutzprodukten wieder in den Fokus. Besonders in der Hautpflege gibt es kaum ein Produkt, das so wichtig ist wie der richtige Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen.   Ich möchte dir hier alle wichtigen Fakten für dich zusammenfassen und dir einen Einblick in die aktuelle Forschungslage geben, denn vor allem im Internet kursieren leider viel zu viele Halbwahrheiten, die nicht bzw. zu wenig hinterfragt werden.   Babys & Sonne   Wenn das Baby auf die Welt kommt, ist die Zeit vorbei, in der die Kleinen im warmen, keimarmen Fruchtwasser sind - umgeben von schützender Käseschmiere.   Auf den ersten Blick sieht die Haut der Babys zwar gesund, weich und zart aus, allerdings gibt es einige Besonderheiten in der Zusammensetzung, Struktur und Funktion, wodurch sie besonders geschützt werden muss.   Die Babyhaut hat ganz andere Eigenschaften als unsere Haut und daher auch ganz andere Bedürfnisse.   Die Haut der kleinen Entdecker ist ungefähr drei- bis fünfmal dünner als die Erwachsenenhaut. Die natürliche Barriere der Haut, das Unterhautgewebe und auch die Schutzfunktionen sind noch nicht vollständig entwickelt, wodurch die Haut viel schneller austrocknen kann und Schadstoffe aller Art die natürliche Barriere überwinden und schneller in die Haut eindringen können. Auch die Bildung von Melanin ist kaum vorhanden, wodurch sich die Haut nicht selbst vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen kann. Die Haut von Babys und Kleinkindern ist daher besonders anfällig für akute und langfristige Sonnenschäden und muss vor allem im ersten Lebensjahr ganz besonders gut geschützt werden.   Hierbei ist es vor allem wichtig, sich im Schatten aufzuhalten und die direkte Sonneneinstrahlung sowie die Mittagshitze zwischen 12 und 16 Uhr zu meiden. Textiler Sonnenschutz kann auch sehr hilfreich sein, da er die Haut vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Hierzu gehören leichte Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen oder spezielle Kleidung mit UV-Schutz. Ein Sonnenhut mit Nackenschutz, eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, ein Kinderwagen mit einem UV-Sonnensegel, eine Strandmuschel oder ein Sonnenschirm sind ebenfalls nützlich. Es ist jedoch zu beachten, dass auch mit textilem Sonnenschutz oder im Kinderwagen die pralle Sonne vermieden werden sollte.   Im Auto kann ein abnehmbarer UV-Schutz für die Fensterscheibe weiteren Schutz bieten, da die die Glasscheibe nur die aggressive UVB-Strahlung filtert, während die UVA-Strahlung durch das Fenster gelangen kann und genauso schädlich für die Haut ist.   Im Falle, dass direkte Sonneneinstrahlung nicht vermeidbar ist oder die Haut nicht bedeckt werden kann, empfiehlt es sich bei Babys und Kleinkindern auf mineralische Sonnenschutzcremes zurückzugreifen. Es ist ratsam, bei Kindern generell Sonnenschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) zu verwenden. Zudem sollten Sonnencremes möglichst frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen, Nanopartikeln, Parabenen und bedenklichen Substanzen sein. Wenn Kinder an Hauterkrankungen oder Allergien leiden oder bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sollte man sich bei der Auswahl einer geeigneten Sonnenschutzcreme vom Haut- oder Kinderarzt beraten lassen.   Babyhaut vergisst nichts – auch keine UV-Strahlen   Es ist unbestreitbar, dass die UV-Strahlung der größte Feind für die Gesundheit unserer Haut ist – besonders gefährlich ist sie unter anderem für Babys und Kleinkinder. Sie beschleunigt unter anderem die Alterung der Haut, zerstört wichtige Bindegewebsstrukturen und kann dafür verantwortlich sein, dass aus gesunden Zellen Krebszellen entstehen.   Die Auswirkungen der UV-Strahlen auf die Haut können sofort sichtbar sein, z.B. in Form von einem Sonnenbrand oder einer Sonnenallergie oder auch langfristig, z.B. in Form von Hautkrebs.   Auch wenn die Schäden der Sonnenstrahlen nicht unmittelbar sichtbar sind, können sie sich im Laufe der Zeit in der Haut ansammeln und das Risiko für Hautkrebs und andere Hautschäden erhöhen. Es ist daher besonders wichtig, Babys und Kleinkinder vor der Sonne zu schützen und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.     Sonnenschutz = Krebsprävention     UV-FILTER - ORGANISCH UND ANORGANISCH   Die Qualität von Sonnenschutzmitteln hängt von den eingesetzten UV-Filtern ab. Leider sind nicht alle gleich gut verträglich und unbedenklich – einige UV-Filter können Allergien auslösen oder in die Blutbahn gelangen und gegebenenfalls die Stoffwechselprozesse des Körpers stören. Manche UV-Filter sind nicht photostabil, also zerfallen unter der UV-Strahlung, wodurch die Schutzwirkung schnell nachlässt und die Gefahr besteht, dass die Zerfallsprodukte die Haut reizen.  Es ist also wichtig, genau hinzusehen. Organische („chemische“) Filter     Organisch wirkende UV-Filter dringen in die obere Hautschicht ein und wandeln dort die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Einige Vertreter dieser Gruppe können jedoch negative Auswirkungen auf unseren Körper und auch auf die Umwelt haben, da sie im Verdacht stehen, Korallenriffe auszubleichen und Algen zu dezimieren, die einen großen Anteil an dem Sauerstoff produzieren, den wir atmen. Hawaii hat aufgrund dieser Bedenken im Januar 2021 beschlossen, die Verwendung solcher Sonnenschutzfilter zu verbieten.     Anorganische („mineralische“) Filter   Zinkoxid (INCI Zinc Oxide) und Titandioxid (INCI Titanium Dioxide) sind mineralische Filter, die in der Regel gut verträglich sind. Der Vorteil dieser Filter besteht darin, dass sie nicht abgebaut werden und keine allergischen Reaktionen hervorrufen.   Diese Filter sind weißliche Pulver, die sich nur schwer in Wasser lösen und verteilen lassen. Aus diesem Grund verursachen Sonnencremes mit diesen Filtern oft den unerwünschten "Weißel-Effekt". Früher wurde angenommen, dass mineralische Filter das Sonnenlicht eher reflektieren und streuen, im Gegensatz zu organischen Filtern, die es absorbieren. Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat jedoch gezeigt, dass mineralische Filter auch den größten Teil der UV-Strahlen absorbieren. Darüber hinaus lösen Zinkoxid- und Titandioxid-Moleküle weniger allergische Reaktionen aus und sind allgemein besser verträglich, da sie nicht zerfallen.   Baybies hat sich aufgrund der allgemeinen Belege für ihre Verträglichkeit auf Menschen, Tiere und Umwelt für mineralische Filter entschieden. Übrigens sind in der Naturkosmetik nur mineralische Filter zugelassen.   Des Weiteren sollte der Sonnenschutz sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen, da UVB-Strahlen Sonnenbrand verursachen, während UVA-Strahlen zur Hautalterung beitragen, ohne dass es bemerkt wird. Der ausgewiesene Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf die UVB-Strahlung - aus diesem Grund ist es wichtig, dass das UVA-Siegel auf der Verpackung abgebildet ist, um sicherzustellen, dass das Produkt vor beiden Strahlungen schützt.   Ab wann ist ein Sonnenschutz nötig?   Unser Bedarf an einem speziellen Sonnenschutz hängt davon ab, wie viel schädliche UV-Strahlung unsere Haut tatsächlich erreicht. Eine nützliche Information bietet uns der UV-Index (UVI), welcher von der Jahreszeit, dem Wetter und der Höhe abhängig ist und uns Auskunft darüber gibt, wie hoch das Risiko eines Sonnenbrands an einem bestimmten Tag ist.   Im Winter erreicht der UV-Index auch an sonnigen Tagen normalerweise nicht den schädlichen Wert von 3. Im Sommer hingegen kann der UV-Index selbst an sehr bewölkten Tagen hoch sein. Um sicherzugehen, lohnt es sich, zunächst den UV-Index am Aufenthaltsort zu überprüfen. Der aktuelle UVI ist in den meisten Wetter-Apps zu finden oder auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz.   Wie viel Sonnencreme braucht die Kinderhaut? Damit ein vollständiger Schutz gewährleistet ist, muss ausreichend Creme verwendet werden – das ist wahrscheinlich der häufigste Fehler bei der Verwendung eines Sonnenschutzes.  Es gibt eine einfache „2-Finger-Regel“.  Eine Hand ausstrecken und jeweils auf den Zeige- und auch auf den Mittelfinger einen Streifen der Sonnencreme auftragen und den Vorgang für verschiedene Körperpartien wiederholen: 2 Finger für Gesicht / Hals 2 Finger für die Brust  2 Finger für den Bauch  2 Finger für den oberen Rücken 2 Finger für den unteren Rücken 2 Finger für jeweils einen Arm  2 Finger für jeweils einen Oberschenkel  2 Finger für jeweils einen Unterschenkel und die Füße Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein? Die Höhe des Lichtschutzfaktors hängt vom Hauttyp und dem Aufenthaltsort ab. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) benötigen Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, Erwachsene mindestens 20. Hellere Haut, Aufenthalte im Süden und am Wasser und auf den Bergen benötigen generell einen höheren Sonnenschutz.    Reinigung und Pflege Sonnenschutzmittel sind keine Pflegeprodukte und sollten daher immer abends mit seifenfreie, milden und rückfettenden Badezusätze abgewaschen werden. Wichtig ist, dass die Produkte milde Tenside enthalten und frei von unnötigen Inhaltsstoffen sind.   Wenn es zu einem Sonnenbrand, überhitzter Haut oder stark sonnenstrapazierter Haut gekommen ist, können After Sun Produkte hilfreich sein.   Auch wenn wir tagsüber alles richtig machen und uns ausreichend und häufig mit der richtigen Sonnencreme eincremen, uns öfter im Schatten aufhalten und UV-abweisende Kleidung tragen, kann die Haut dennoch nicht alle UV-Strahlen abwehren und wird durch die Wärme gestresst. Aus diesem Grund fühlt sich die Haut nach einem sonnigen Tag ausgetrocknet, gestresst und geschwächt an. Wenn man jedoch keinen Sonnenbrand oder andere Probleme mit der Haut hat, reicht eine einfache Feuchtigkeitspflege meist aus.     Vitamin D Produktion und Sonnenschutz   Die UV-Strahlung hat aber auch positive Effekte auf unseren Körper, da sie dazu beiträgt, dass unsere Haut das wichtige Vitamin D produziert. Dieses Vitamin hat eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Calcium- und Phosphathaushalts im Körper und beeinflusst somit auch die Knochenmineralisierung, die Muskelfunktion und unser Immunsystem.   In unserer Haut befindet sich eine Vorstufe von Vitamin D, auch bekannt als Provitamin D3 oder 7-Dehydrocholesterin, das von unserer Leber produziert wird. Durch die Energie der UV-B-Strahlen wird dieses Molekül gespalten und es entsteht Cholecalciferol, das wir als Vitamin D3 kennen.       Es ist verständlich, dass du dich jetzt fragst, ob Sonnenschutz den Vitamin D-Spiegel beeinflusst. Frühere Studien haben gezeigt, dass Sonnenschutz die Bildung von Vitamin D beeinflussen kann, aber die Bedingungen waren oft nicht realistisch und daher wenig aussagekräftig.   In anderen Studien und Beobachtungen konnte kein Zusammenhang zwischen Sonnencreme und einem sinkenden Vitamin D-Spiegel festgestellt werden und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Haut auch unter Verwendung von Sonnenschutzprodukten Vitamin D produzieren kann. Dies liegt daran, dass sie zwar die UV-B-Strahlen filtern, die für die Vitamin-D-Produktion notwendig sind, aber in der Regel immer noch genug UV-Strahlen durchlassen, um den Körper bei der Produktion von Vitamin D zu unterstützen. Die Angst vor einem Vitamin D Mangel sollte uns daher auf gar keinen Fall davon abhalten, Sonnencreme zu verwenden, denn sie schützt uns vor Hautkrebs. Die Prävention sollte immer Vorrang vor der Sorge um einen Vitamin-D-Mangel haben. Wenn man sich jedoch gänzlich der Sonne entzieht oder aus anderen Gründen selten das Haus verlässt, kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Es ist ratsam, den Vitamin D-Spiegel im Auge zu behalten und bei Verdacht auf einen Mangel das Blut untersuchen zu lassen. Nahrungsergänzungsmittel können verwendet werden, um den Körper mit Vitamin D zu versorgen.   Viel Spaß in der Sonne, Eure Romy   Romy bloggt für Euch unter @lou.und.leolu auf Instagram
Das Immunsystem unserer Kinder - Dr. Nikola Klün klärt auf

Das Immunsystem unserer Kinder - Dr. Nikola Klün klärt auf

Das Immunsystem unserer Kinder gibt uns Eltern viele Rätsel auf. Subtil merken wir, dass es irgendwie anders funktioniert. Leicht erliegen wir aufgrund der zahlreichen Erkrankungen in den ersten Lebensjahren dem Irrglauben, es würde schlechter funktionieren. Dabei stimmt das so nicht unbedingt. Aber das kindliche Immunsystem unterscheidet sich in seiner Funktionsweise von dem der Erwachsenen. Um das besser zu verstehen, müssen wir einmal in die Theorie eintauchen. Das Immunsystem wirkt auf eine komplexe Art und Weise zusammen. Ganz grob gesagt, unterscheiden wir das angeborene und das erworbene Immunsystem. Mit dem angeborenen Immunsystem meint man verschiedene Schutzbarrieren in Form von Schleimhaut, Darm, Hautschutzbarriere, Magensäure, etc., die das erste Eindringen eines Keims verhindern soll. Kleine chemische Waffnen des angeborenen Immunsystems verhindern das Eindringen und weitere Schäden. Das erworbene Immunsystem von Kindern ist noch naiv. Das heißt, dass es die große Erregerbreite unserer Welt noch nicht kennengelernt hat. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, kann man sich die Situation ungefähr so vorstellen: Dein Baby hat ein Grundgerüst an Immunzellen bekommen, die normalerweise super funktionieren. Wir nennen dieses Grundgerüst in unserem Beispiel mal die Software. Die Software ist also perfekt aufgebaut. Allerdings benötigt sie jeden Menge Updates. Diese Updates erfolgen zum Leidwesen der Kinder und Eltern durch zahlreiche vielfache Erkrankungen in den ersten Lebensjahren und dann langsam weniger werdenden Erkrankungen in den folgenden Lebensjahren. Die Updates ergänzen die Software auf wunderbare Art und Weise, sodass dein Kind im Lauf des Lebens so viele Updates erhalten hat, dass es mit den meisten Herausforderungen gut umgehen kann. Damit das Baby in den ersten Lebensmonaten nicht ganz ohne Erfahrung dasteht, leiht es sich etwas der mütterlichen Updates, also der mütterlichen Antikörper aus. Dieses Phänomen wird von der Medizin als Leihimmunität beschrieben. Wenn wir dieses Beispiel nun nochmal auf das Immunsystem münzen: die Immunzellen des erworbenen Immunsystems merken sich jeden Erregerkontakt. Sehen sie ihn ein zweites Mal können sie gewissermaßen auf die Erfahrung des ersten Kontakts zurückgreifen und lösen das Problem in der Regel kompetenter. Ergänzt werden sie außerdem von Impfungen, die das Immunsystem durch weitere Kontakte stärken. Unterstützen kannst du das Immunsystem deines Kindes trotzdem: das Immunsystem profitiert von einem gesunden Lebensstil. Frische Luft, Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend Flüssigkeit sollten täglich Bestandteil der Alltagsroutine sein. Ernährung ist dabei der wichtigste Faktor für ein gut funktionierendes Immunsystem. Damit meint man durch vielseitige Ernährung ein Zusammenwirken der Vitamine und Nährstoffe zu gewährleisten. Die Vitamine und Nährstoffe ergänzen sich in ihren Effekten, deswegen ist die Vielseitigkeit der Ernährung entscheidend. Umgekehrt macht es deswegen wenig Sinn, einzelne Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, Zink oder Vitamin D in Übermaß durch Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Immunsystems einzunehmen. Gesunde Ernährung ist bei kleinen autonomen Kleinkindern natürlich kein Selbstläufer. Sie bedeutet in vielen Fällen für die Eltern, am Ball zu bleiben, gesunde Lebensmittel wieder und wieder anzubieten und selbst eine gesunde Ernährung vorzuleben. Trotzdem ist eine gesunde Ernährung kein Hexenwerk: Fleischprodukte in Maßen, wenig Süßes und eine Betonung auf Obst und Gemüse sollten Grundsätze sein. Die ersten Lebensjahre sind für die Eltern und die Kinder oft nicht leicht. Viele Infekte machen Sorgen und erschweren den ohnehin schon anstrengenden Alltag mit den kleinen Kindern. Trotzdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass jeder Infekt ein wertvolles Update für das Immunsystem darstellt und es stärker und stärker werden lässt. Alles Liebe, Deine Kinderärztin Nikola   Dr. Nikola Klün informiert unter @kinderleibundseele auf Instagram
Zwillinge – Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum Stillen

Zwillinge – Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum Stillen

Zwillinge – Von der Schwangerschaft, über die Geburt bis zum Stillen Manchmal schenkt uns das Leben nicht ein Baby, sondern gleich zwei. Zwei Herzschläge, die wir direkt mit dem ersten Ultraschall sehen können und wissen: es werden Zwillinge! Aktuell werden weltweit jedes Jahr 1,6 Millionen Zwillingspaare geboren. Zwillinge sind aber nicht gleich Zwillinge. Es gibt Unterschiede. Der größte und bedeutendste ist die Unterscheidung zwischen eineiigen Zwillingen und zweieiigen Zwillingen. In diesem Artikel findet ihr Informationen rund um Zwillinge: Zweieiige Zwillinge und eineiige Zwillinge Wie kommt es zu Zwillingen? Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Schwangerschaft mit Zwillingen Die Geburt von Zwillingen Kann man Zwillinge stillen? Wissenswertes: Von Elternzeit bis Kindergeld Zweieiige Zwillinge Etwa 75% der Zwillinge sind zweieiig und sogenannte dizygote Zwillinge. Sie entstehen aus zwei Eizellen und werden von zwei unterschiedlichen Spermien befruchtet, was bedeutet, dass sie unterschiedliches Erbmaterial haben. Die Befruchtung findet mehr oder weniger gleichzeitig und in einem Zyklus statt. Beide Embryonen haben ihre eigene Fruchthöhle und eine eigene Plazenta. Im Fachjargon bezeichnet man dies als dichorial diamniot. Eineiige Zwillinge Eineiige sind in etwa 25% Prozent aller Zwillinge, hier spricht man von monozygoten Zwillingen. Sie entstehen aus einer Eizelle, die von einem Spermium befruchtet wird und sich nach der Befruchtung in zwei Zellkerne teilt. Beide Zellkerne wandern in die Gebärmutter, in der sich dann beide Embryonen einnisten. Das Erbmaterial ist bei Beiden identisch. Es gibt drei, genau genommen sogar vier, verschiedene Formen von monozygoten Zwillingen: Monochorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 1 Plazenta, 2 Fruchthöhlen Es handelt sich um monochoriale Zwillinge, wenn sich die befruchtete Eizelle erst nach der Einnistung in der Gebärmutter teilt. Hierdurch entwickelt sich nur eine Plazenta, die sich beide Embryos teilen. Jedes hat dennoch seine eigene Fruchthöhle. Dies ist mit ca. 65% die häufigste Form von eineiigen Zwillingen. Da sich beide Embryos eine Plazenta teilen, kann es bei dieser Schwangerschaft zu Komplikationen, wie beispielsweise einer Unterversorgung der Zwillinge, kommen. Monochoriale Schwangerschaften werden besonders engmaschig kontrolliert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dichorial diamniote Zwillingsschwangerschaft 2 Plazenten, 2 Fruchthöhlen 35% der eineiigen Zwillinge sind dichorial diamniot. Das bedeutet, dass beide Embryos eine eigene Plazenta haben und jeweils von einer eigenen Eihaut umgeben sind (Amnion und Chorion). Monochorial monoamniote Zwillinge 1 Plazenta, 1 Fruchthöhle Bei dieser Zwillingsschwangerschaft teilen sich beide Feten eine Fruchthöhle und eine Plazenta. Dies kommt selten vor und macht nur ein Prozent der eineiigen Zwillingsschwangerschaften aus. Eine solche Schwangerschaft birgt ein erhöhtes Risiko durch zum Beispiel Nabelschnurkomplikationen. Siamesische Zwillinge Siamesische Zwillinge sind ebenfalls monochorial monoamniote Zwillinge, die sich eine Plazenta und eine Fruchthöhle teilen. Hinzu kommt, dass diese Feten in unterschiedlichem Grad miteinander verwachsend sind. Siamesische Zwillinge machen etwa 0,1% aller Zwillinge aus. Insgesamt sind sie aber extrem selten und laut Fachliteratur werden bei einer von einer Million Geburten zusammengewachsene Zwillinge zur Welt gebracht. Wie kommt es zu Zwillingen? Die Häufigkeit von Mehrlingen durch Spontankonzeption liegt bei etwa 1,18%. Die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen, steigt ab einem Alter von 35 Jahren an. Ab diesem Alter der Frau kann es häufiger zu mehreren Eisprüngen pro Zyklus kommen. Außerdem nehmen mit steigendem Alter künstliche Befruchtungen oder Fertilitätsbehandlungen zu, wodurch oftmals mehrere Eizellen befruchtet werden. Eineiige Zwillinge sind ein Zufallsprodukt der Natur, so sagt man. Zweieiige Zwillinge kommen in manchen Familien häufiger vor. Hierbei spielt also auch ein erblicher Faktor eine Rolle. Woher weiß man, dass man Zwillinge bekommt? Heutzutage sind Zwillingsschwangerschaften schon sehr früh durch Ultraschall erkennbar. Meist erfährst du hiervon direkt bei deiner ersten Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung. Manche Eltern haben sich Zwillinge gewünscht und manche, nun ja, sind über diese Nachricht vielleicht erstmal erschrocken und geschockt. Und das ist vollkommen okay. Da du bereits so früh davon erfährst, hast du Zeit dich mit dem Gedanken anzufreunden. Und dich darauf vorzubereiten, dass nicht nur ein kleiner Mensch, sondern direkt zwei einen Teil deines Lebens einnehmen werden. Schwanger mit Zwillingen! Wenn du erfahren hast, dass du Zwillinge erwartest, kümmere dich am besten direkt um eine Hebamme. Sie kann dir zur Seite stehen, Sorgen mit dir besprechen und dir Antworten auf all die vielen Fragen geben. Eine Zwillingsschwangerschaft wird von Ärzten immer als Risikoschwangerschaft eingestuft – darüber musst du dir keinen Kopf machen, es bedeutet erstmal nur, dass du engmaschiger bei deinem Gynäkologen untersucht wirst. Wie häufig und in welchen Abständen Schwangerschaftskontrollen stattfinden, ist abhängig davon, ob du eineiige oder zweieiige Zwillinge bekommst. Der beste Tipp ist immer: bleib’ entspannt. Mach’ dir keine Sorgen. Viele Zwillingsschwangerschaften verlaufen völlig normal und ohne Komplikationen. Auch als werdende Mama von Zwillingen kannst du eine ganz normale Schwangerschaft und eine vaginale Geburt haben. Schwangerschaft mit Zwillingen Durch die Doppelbelastung wird dein Körper mehr beansprucht, als bei einer einfachen Schwangerschaft. Zwei Babys bedeuten doppeltes Gewicht, was besonders deinen Beckenboden und die Muskulatur in bestimmten Bereichen beansprucht. Da der Babybauch ebenfalls größer wird, als bei nur einem Baby, steht auch dein Bauch unter stärkerer Dehnung. Auch die Gewichtszunahme ist verständlicherweise höher, als bei einer Einlingsschwangerschaft. Manche Frauen leiden bei einer Zwillingsschwangerschaft stärker an Übelkeit. Dies liegt an der erhöhten Hormonausschüttung, die aber mit Ende des dritten Monats in der Regel nachlässt. Zwillingsschwangerschaft = Risikoschwangerschaft? Als Risikoschwangerschaften werden Zwillingsschwangerschaften daher eingestuft, da bei der Mutter ein erhöhtes Risiko an schwangerschaftsinduzierter Hypertonie (Bluthochdruck) besteht, es zu Wassereinlagerungen oder Frühgeburten kommen kann. Zum Anderen können auch für die Zwillinge spezifische Risiken bestehen. Mögliche Komplikationen kann ein fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS) oder eine Wachstumsverzögerung eines Zwillings sein. Dein Frauenarzt und deine Hebamme werden die Entwicklung deiner Kinder und natürlich auch dein Wohlbefinden regelmäßig checken. Und dich bestmöglich betreuen, entsprechend deines Schwangerschaftsverlaufs. Die Geburt von Zwillingen Wie du dich am besten auf die Geburt vorbereiten kannst, besprichst du am besten mit deiner Hebamme. Es gibt extra Geburtsvorbereitungskurse für Zwillingseltern. Vielleicht finden in deiner Region auch Treffen statt, in denen du dich mit anderen Zwillingseltern austauschen kannst. Bei Zwillingen empfiehlt es sich, alles etwas früher zu planen und vorzubereiten, da sie häufig etwas zeitiger zur Welt kommen. Überlegt euch rechtzeitig, welche Anschaffungen ihr braucht und habt die Krankenhaustasche griffbereit (Artikel Krankenhaustasche verlinken). Die meisten Zwillinge kommen häufig vor dem errechnetem Geburtstermin zur Welt, oft um die 37. Schwangerschaftswoche. Vereinbare also am besten frühzeitig ein Geburtsplanungsgespräch in der Klinik, in der du entbinden möchtest. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit Gynäkologen und Hebammen Vorort alle Möglichkeiten deiner bevorstehenden Geburt zu besprechen und Wünsche und Fragen zu klären. Ist eine vaginale Geburt bei Zwillingen möglich? Grundsätzlich: ja. Auch bei Zwillingen ist eine vaginale Geburt möglich. Erwartest du Drillinge oder mehr Babys wird dir in den meisten Fällen zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. Bei Zwillingen kommt es auf deine Situation und Zustand an. Voraussetzungen für eine vaginale Geburt bei Zwillingen: Unkomplizierte diaminale Zwillingsschwangerschaft, bei der jedes Baby seine eigene Fruchthöhle hat. Du als Mama solltest gesund und mindesten in der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) sein. Das führende Baby muss in Schädellage, also mit Kopf nach unten, liegen. Die Zwillinge haben keinen relevanten Wachstumsunterschied im Ultraschall.  Sind diese Voraussetzungen gegeben spricht nichts gegen den Versuch einer vaginalen Geburt, wenn du dich gut damit fühlst. Werden Zwillinge früher geholt? Je nach Schwangerschaftsverlauf kann es sein, dass die Geburt vor dem errechneten Termin (ET) eingeleitet wird. Besonders dann, wenn sich die Zwillinge eine Plazenta teilen, es sich also um eine monochoriale Zwillingsschwangerschaft handelt. Dann wird eine Geburt in der Regel zwischen der 34. und der 37. SSW angestrebt. Hierdurch wird das Risiko einer Unterversorgung für einen Zwilling vermieden, welches insbesondere in den letzten Wochen einer Schwangerschaft steigt. Bei einer mochochorial monoamnioten Zwillingsschwangerschaft, bei der sich deine Babys eine Fruchthöhle und eine Plazenta teilen, wird ein geplanter Kaiserschnitt meist um die 32. bis 34. SSW durchgeführt. Da sich beide Kinder in einer Fruchtblase befinden, wird sonst die Gefahr einer Nabelschnurverknotung zu hoch. Kann man Zwillinge stillen? Eine häufige Sorge von werdenden Zwillingsmamas ist das Stillen. Kann man bei zwei Babys voll stillen? Ist das möglich? Und wird die Milch reichen? Stillen von Zwillingen ist möglich! Sogar bei Drillingen kann das funktionieren. Dein Körper kann ausreichend Muttermilch produzieren und funktioniert nach dem Angebot-Nachfrage-Prinzip.  Die wichtigste Frage ist meiner Meinung nach aber: MÖCHTEST du deine Zwillinge stillen? Passt es zu deiner Situation? Sind es dir der Zeitaufwand und die „Belastung“ wert? Wenn ja, dann wunderbar – probiere es aus und schau’, wie ihr euch eingroovt. Und wenn nein, ist das auch vollkommen in Ordnung. Nimm dir selbst den Druck und erlaube dir Dinge so zu handhaben, wie sie sich für dich richtig anfühlen. Zu hohe Erwartungen und gedachte Zwänge haben noch keinem geholfen. ;) Wenn du stillen möchtest, hol’ dir unbedingt Hilfe und Beratung von deiner Hebamme oder einer Stillberaterin. Ein gutes Stillmanagement ist bei Zwillingen super wichtig – und kann ganz unterschiedlich und individuell aussehen. Manche Frauen befürworten beispielsweise das synchrone Stillen der Babys, andere raten davon ab. Beides kann Vor- und Nachteile haben: Zwillinge stillen: Babys nacheinander die Brust geben Wenn du deine Zwillinge nacheinander und nicht (immer) parallel stillst, bekommen deine Babys Milch nach ihrem individuellen Hunger und Bedarf. Gerade als Stillanfänger ist abwechselndes Stillen leichter. Hierbei kannst du dich auf ein Baby konzentrieren und leichter auf die optimale Anlegetechnik achten. Der Nachteil beim einzelnen Stillen ist der doppelte Zeitaufwand. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass beide Babys gleichzeitig Hunger haben und schnellstmöglich an die Brust wollen. Zwillinge gleichzeitig stillen Du kannst versuchen deine Babys zu synchronisieren und möglichst oft gleichzeitig zu stillen. Es gibt verschiedene Stillpositionen, in denen du Zwillinge gleichzeitig anlegen kannst. Lass’ dir hierbei unbedingt von deiner Hebamme helfen. Es braucht etwas Übung zwei Babys gleichzeitig zu stillen und korrekt an die Brust anzulegen. Hilfreich ist dabei ein gutes Stillkissen. Der großer Vorteil beim synchronen Stillen ist der geringere Zeitaufwand. Außerdem profitiert ein eher saugschwaches Baby von dem parallelen Stillen, da das kräftigere Baby durch sein starkes Saugen den Milchspendereflex auslöst. Der Nachteil ist, dass es häufig gar nicht so einfach ist, einen guten Stillrhythmus zu finden, der zu beiden Babys passt und allen gerecht wird. Fazit: Wie stillt man Zwillinge am besten? Letztlich musst du dich gar nicht für eine Variante entscheiden, sondern kannst alles ausprobieren, was für dich und euch passt. Teste gerne unterschiedliche Varianten und Rhythmen. Der Austausch mit anderen Zwillingsmüttern tut meistens auch sehr gut – vernetze dich und lass dich inspirieren. Und: achte unbedingt auch auf deine Bedürfnisse: Was brauchst du? Was tut dir gut? Lass dein Vertrauen wachsen, dass ihr, du und deine Babys gemeinsam immer mehr herausfinden werdet, was und wie für euch am besten funktioniert.  Wissenswertes für Zwillinge und Zwillingsschwangerschaften Mutterschutz bei Zwillingsschwangerschaften In Deutschland beginnt der Mutterschurz sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, genau wie bei Einlingsschwangerschaften auch. Er verlängert sich nach der Geburt aber auf zwölf, anstelle von acht, Wochen. Kommt dein Baby vor dem errechneten Termin zur Welt, was bei Zwillingen häufig der Fall ist, verlierst du diese Zeit nicht, sondern sie wird hinten dran gehängt. Nachsorge durch die Hebamme Die Nachsorgebetreuung durch die Hebamme kann bei Zwillingen verlängert werden und wird von den meisten Krankenkassen vollständig übernommen. Erkundige dich hierzu vorab bei deiner Versicherung. Du hast bei Zwillingen außerdem die Möglichkeit eine Haushaltshilfe über deine Krankenkasse zu beantragen. Auch hierüber informiert ihr euch am besten vor der Geburt. Elternzeit bei Zwillingen Da die Elternzeit pro Kind gerechnet wird, habt ihr als Eltern von Zwillingen das Anrecht auf bis zu sechs Jahren Elternzeit ingesamt. Voraussetzung dafür ist, dass pro Kind mindestens zwölf Monate Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre genommen werden. Das bedeutet für euch als Zwillingseltern: Bis zum dritten Geburtstag der Zwillinge müssen mindestens 24 Monate Elternzeit genommen werden. Elterngeld bei Zwillingen Es gibt zwar die doppelte Elternzeit, allerdings kein doppeltes Elterngeld. Bei Zwillingen erhaltet ihr aber einen Mehrlingszuschlag: Gemäß § 2a Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gilt: „Bei Zwillingen besteht nur Anspruch auf den einfachen Elterngeldsatz plus 300 Euro Mehrlingszuschlag im Monat (bei Elterngeld Plus: 150 Euro im Monat). So sollen zusätzliche Ausgaben gedeckt werden, die für Babynahrung, Windeln und Co. bei zwei Kindern anfallen.“ Kindergeld bei Zwillingen Kindergeld wird pro Kind ausgezahlt. Aktuell erhaltet ihr für jedes anspruchsberechtigte Kind 250 Euro im Monat, unabhängig von eurem Einkommen. Kindergeld kann nur von einem Elternteil beantragt werden. Deine Zwillinge und du Vielleicht hattest du das anders geplant. Vielleicht fühlst du dich mit der Nachricht über Zwillinge erst einmal überfordert. Und vielleicht war es das, was du dir immer gewünscht hast. Sicher ist eines: diese zwei kleinen Menschlein haben sich dich als Elternteil ausgesucht. Und sie werden dein Leben bereichern. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für diese spannende Zeit! Und denk’ immer daran: locker bleiben. Perfekt gibt es nicht und du, du wirst das wunderbar meistern! Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana Quelle: https://www.amboss.com/de/wissen/Mehrlingsschwangerschaft#Zc2fa51b05e06fe06722de103941a3e1e
Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl Pipi, Kacka und Luft im Bauch werden mit der Geburt eures Minis plötzlich ein großes Thema. Denn ja, zum Einen wickelt man zu Beginn wirklich oft und zum Anderen können euch die Ausscheidungen eures Babys, das Urin und Verfärbungen von Babystuhl, Auskunft über seinen Gesundheitszustand geben. Ihr seht also: das Ganze ist ein Thema mit dem man sich mal etwas näher beschäftigen sollte. :) In diesem Blogartikel erfährst du: Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Welche Farbe hat Urin bei Babys? Der Stuhlgang bei Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium. Muttermilchstuhlgang bei Babys Kunstmilchstuhlgang bei Babys Babystuhl Verfärbungen – grün, rot, schwarz, hellgrau Die Ausscheidungen eines Neugeborenen – von Urin bis Babystuhl Von Anfang an könnt ihr an den Ausscheidungen eures Babys etwas über seinen Gesundheitszustand erkennen. Farbe, Geruch und Konsistenz von Urin und Babystuhl sagen etwas darüber aus, wie es eurem Baby geht, beziehungsweise ob alles gut und normal ist oder ob ein Grund für besondere Beobachtung besteht. Im Wochenbett wird euch eure Hebamme regelmäßig zu den Ausscheidungen und dem Stuhlgang eures Babys befragen. Wichtig sind die Regelmäßigkeit, in der euer Baby ausscheidet, die Farbe und die Konsistenz von seinem Stuhlgang und Urin. Wenn ihr euch unsicher seid: Hebt die volle Windel auf, um sie eurer Hebamme zeigen zu können. Hierbei keine Scham – wir Hebammen haben bereits unzählige Windeln gesehen und sind daran gewöhnt.  Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Die Urin Ausscheidung, also das Pipi-machen von Babys, ist genauso wichtig und aussagekräftig, wie der Stuhlgang. Dein Baby sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt das erste Mal Wasser lassen. Häufig passiert dies bereits im Kreissaal, so dass du es möglicherweise nicht mitbekommst. Frag gerne die begleitende Hebamme oder einen Geburtshelfer, ob dein Kind bereits gemacht hat. Der Urin deines Babys gibt Auskunft über seine Nieren- und Blasenfunktion. Später wirst du daran auch die Trinkmenge deines Kindes erkennen können. Viele Windeln für Neugeborene haben einen Urin-Indikator. Da es für junge Eltern oft schwierig ist, das Pipi genau zu erkennen, zeigt ein Streifen dies außen an der Windel an. Er verfärbt sich von grün bis bläulich, je nachdem welche Urinmenge in der Windel ist. Zur Orientierung: Ein Neugeborenes sollte in etwa sechs volle Windeln am Tag (24h) haben. In den ersten Tagen nach der Geburt kann das noch etwas anders ein. Bei Neugeborenen, die gestillt werden, ist es normal, wenn vor dem Milcheinschuss in den ersten drei Tagen weniger Urin ausgeschieden wird. Wenn der Milcheinschuss und damit genügend Muttermilch da ist, ändert sich das und ihr werdet in jeder Windel Pipi finden.  Welche Farbe hat Urin bei Babys? Baby Urin sollte hellgelb und geruchsneutral sein. Wenn euch eine Verfärbung oder ein prägnanter Geruch auffällt oder ihr bemerkt, dass euer Baby sehr wenig Urin lässt, klärt dies am besten mit eurer Hebamme oder Kinderärzten ab. In den ersten Tagen nach der Geburt kann es zu rötlichen Verfärbungen im Urin kommen. Hier besteht kein Grund zur Sorge, wenn die Verfärbungen nach kurzer Zeit nachlassen. Rötliche Verfärbung im Urin bei Babys Wie bereits gesagt: In den ersten Tagen nach der Geburt kann es durchaus sein, dass im Baby Urin eine hellrot, orangefarbene Verfärbung zu sehen ist. Diese sieht aus wie Blut – tatsächlich handelt es sich hierbei aber meist um das sogenannte Ziegelmehlsediment. Ziegelmehlurin ähnelt farblich einem roten Ziegelstein. Es entsteht dadurch, dass Harnsäure Kristalle mit dem Urin aus der Niere ausgeschieden werden. Dies ist in der Regel eine Sachen von wenigen Tagen und sowohl harmlos, als auch schmerzfrei für euer Baby. Bei Mädchen kann es nach der Geburt auch zu rötlichen Verfärbung in der Windel kommen, aufgrund von genitalen Blutungen. Diese werden durch den Abfall der weiblichen Hormone aus der Schwangerschaft ausgelöst und sind kein Grund zur Sorge. Der Stuhlgang von Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium  Farbe: dunkelgrün bis schwarz Konsistenz: zäh, klebrig Der erste Stuhlgang eures Babys wird Mekonium oder umgangssprachlich Kindspech genannt. Seine Farbe sollte dunkelgrün bis schwarz und seine Konsistenz zäh bis klebrig sein. Er sollte innerhalb der ersten 24h nach Geburt ausgeschieden werden, manchmal passiert dies bereits im Mutterleib oder während der Geburt. Mekonium scheidet euer Baby in etwa ein bis drei Mal aus, beziehungsweise in den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt. Dieser erste Stuhlgang wird vom kindlichen Darm bereits im Mutterleib produziert und besteht aus Fruchtwasser, Hautzellen, Lanugohaaren und allem, was dein Baby im Fruchtwasser zu sich genommen hat. Diese Beschreibung klingt für dich möglicherweise eklig, tatsächlich ist Mekonium aber geruchsneutral und steril. Durch regelmäßiges Stillen und Trinken wird die Darmperistaltik deines Babys angeregt. Das hilft ihm dabei das Mekonium vollständig auszuscheiden. Hebammentipp: Wie wäscht man Mekonium ab? Da Mekonium eine zähe Konsistenz hat, kann es beim hartnäckig sein und fest am Babypo kleben. Mein Hebammentipp: Festes oder angetrocknetes Mekonium am besten mit Öl vom Popöchen entfernen. Einfach ein paar Tropfen eines hochwertigen Öls auf ein feuchtes Wattepad oder dünnes Tuch geben und hiermit den Windelbereich reinigen. Achtet unbedingt auf alle Falten und bei Jungs auch auf den Bereich rund um den Hodensack. Wenn alles sauber und trocken ist, könnt ihr etwas Öl auf den Windelbereich tupfen. Hierdurch wird das nächste Wickeln einfacher und ihr könnt verhindern, dass das Kinderspech beim nächsten Mal wieder an der zarten Babyhaut festtrocknet. Der Übergangsstuhl von Babys Farbe: hellgrün, gelblich, braun Konsistenz: flüssiger, cremig, weich Wenn das Mekonium weitestgehend ausgeschieden ist, kommt der Übergangsstuhl. Seine Farbe ist in der Regel hellgrün, gelblich bis braun. Seine Konsistenz ist deutlich flüssiger, cremig und weich. Übergangsstuhl entsteht, wenn sich die verdaute Milch mit den Mekoniumresten vermischt und ausgeschieden wird. Der Muttermilchstuhlgang von Babys  Farbe: goldgelb, ocker, grünlich Konsistenz: dünn, flüssig Nach einiger Zeit kommt es bei gestillten Kindern dann zum Muttermilchstuhlgang. Farbe und Konsistenz können hier sehr variieren und hängen auch mit der Ernährungsweise der Mutter zusammen. Tendenziell ist die Farbe goldgelb, ocker bis grünlich gelb und die Konsistenz eher dünn bis flüssig. Hebammen sagen oft, dass der Muttermilchstuhlgang aussieht wie Senf, da sich häufig kleine Körner darin befinden, die aussehen, wie eine Art Senf-Hüttenkäse-Gemisch. Muttermilchstuhlgang riecht meist mild und leicht süßlich. Die Häufigkeit des Kacka-machens variiert ebenfalls. Hier gibt es alles: Von mehrfach täglich (oft direkt während oder nach dem Stillen) bis nur einmal pro Woche. Bei vollgestillten Kindern kann es durchaus sein, dass die Verdauung nur sehr selten oder extrem rege ist. Jedes Kind ist anders und hat seinen eigenen Rhythmus - von zehn mal am Tag bis einmal in 14 Tagen kann alles normal sein. Der Kunstmilchstuhlgang von Babys Farbe: gelb, lehmbraun Konsistenz: breiig, fester und geformter Wenn euer Baby Pre-Milch bekommt, sieht sein Stuhlgang anders aus, als bei vollgestillten Kindern. Kunstmilchstuhlgang ist gelb bis lehmbraun, seine Konsistenz ist breiig bis fester beziehungsweise geformter. Der Geruch ist intensiver, als bei Muttermilchstuhlgang, da andere Bakterien (Kolibakterien) im Darm des Babys gebildet werden. Die Verdauung, beziehungsweise die Häufigkeit des Ausscheidens ist meist seltener, dafür dann aber meist in größeren Mengen. Babys reagieren unterschiedlich auf Pre-Milch und vertragen unterschiedliche Sorten besser oder schlechter. Eine Sorte kann eher zu Verstopfung führen, während eine andere Pulvermilch stuhlauflockernd ist. Ihr müsst herausfinden, welche Sorte euer Baby gut verträgt und mit welcher Pre-Milch es am besten zurecht kommt. Wenn ihr eure Pulvermilch gefunden habt, solltet ihr am besten bei dieser Marke bleiben und nicht mehr wechseln.  Wie verändert sich der Stuhlgang bei Beikoststart? Ab dem Beikoststart verändert sich die Verdauung deutlich. Die Konsistenz des Babystuhl wird fester und die Farbe variiert entsprechend der Nahrung, die euer Babys isst. Auch der Geruch wird strenger und intensiver – besonders, wenn euer Kind Fleisch zu sich nimmt. Mit dem Beginn der Beikost kommt es häufiger zu Verstopfungen oder sehr hartem Stuhlgang. Das liegt daran, dass sich der Darm deines Babys erst an die Umstellung und an die Verdauung von fester Nahrung gewöhnen muss. Achtet unbedingt weiterhin auf genügend Flüssigkeitszufuhr (Muttermilch oder Pre-Milch). Außerdem gibt es Obstsorten, die stuhlauflockernd wirken können, hierzu zählen zum Beispiel Äpfel und Birnen. Wenn ihr mit Beikost starten möchtet, könnte ihr auch noch einmal einen Beratungstermin mit eurer Hebamme vereinbaren. Dieser wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Eure Hebamme kann auch weitere Tipps geben, wie ihr eurem Kind mit seiner Verdauung helfen könnt und auf was ihr achten solltet. Babystuhl – Welche Verfärbungen sind normal? Baby Stuhlgang – Grüne Verfärbung: Nicht selten kommt es zu einer grünlichen Verfärbung von Babystuhl. Grüner Babystuhl muss kein Grund zur Sorge sein und kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Wenn du dir unsicher bist oder dein Baby weitere Symptome, wie Fieber, Schmerzen und Appetitlosigkeit hat, dann kläre dies bitte mit Kinderärzten ab. Ursachen, die zu einer grünen Verfärbung von Baby Stuhlgang führen können: Mekonium hat eine grünliche Färbung. Daher kann es durchaus sein, dass der Übergangsstuhl ebenfalls noch grünlich gefärbt ist. Bei Stillkindern kann ein weiterer Grund das Stillverhalten Wenn dein Baby oft nur kurz an der Brust trinkt oder schnell die Seiten wechselt, trinkt es möglicherweise nur die Vordermilch. Diese ist wässriger und hat einen geringeren Fettgehalt, was zu einer grünlichen Färbung des Stuhlgangs führen kann. Wenn dies über mehrere Tage anhält oder du ein ungutes Gefühl hast, besprich dich am besten mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Isst dein Baby bereits Beikost und feste Nahrung, wie beispielsweise grünes Gemüse, können auch diese die Ursache für eine grünliche Färbung sein. Außerdem können Antibiotika oder andere Medikamente den Stuhlgang deines Babys grün färben. Dies gilt auch, wenn du als stillende Mama Medikamente einnimmst. Grüner Stuhlgang KANN ein Hinweis auf eine Infektion zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt sein. Oder er kann Durchfall anzeigen. In beiden Fällen rate ich dazu einen Kinderarzt oder eine Ärztin zu kontaktieren. Ungewöhnliche Veränderungen und Verfärbungen im Baby Stuhlgang Rote Verfärbung im Baby Stuhlgang Bei einer rötlichen Verfärbung des Stuhlgangs könnte es sich um frische oder ältere Blutbeimengungen handeln – dies solltet ihr abklären lassen. Bei Stillkindern kann eine rötliche Verfärbung des Stuhlgangs hin und wieder vorkommen. Dies geschieht dann, wenn deine Brustwarzen kleine Risse oder offene Wunden haben, so dass dein Baby beim Trinken Blut mitschluckt. Dieses Blut gelangt entweder mit in den Babystuhl oder die Kleinen kotzen es wieder aus, da ihr Magen-Darm-Trakt Blut nicht verdauen kann. Wenn dein Baby Blut auskotzt ist das definitiv ein Schreckmoment – solltest du bei dir Brustwarzenwunden feststellen, kann dies aber eine harmlose Erklärung sein. Isst dein Baby bereits Beikost, können auch rote Lebensmittel, wie beispielsweise rote Beete oder rote Drachenfrucht zu der rötlichen Verfärbung führen. Schwarzer Stuhlgang bei Babys Schwarzer Stuhlgang sollte immer abgeklärt werden – außer es handelt sich um den Anfangsstuhlgang Mekonium, der durchaus schwarz sein kann. Zu einer schwarzen Verfärbung können Lebensmittel, Medikamente oder auch innere Blutungen führen – der Ursache solltet ihr in jedem Falle auf den Grund gehen. Sehr heller Stuhlgang bei Babys Hellgrauer bis weißlicher Stuhlgang sollte schnellst möglich untersucht werden, da dieser auf eine Leberentzündung hinweisen kann. Stuhlgang bei Babys mit stechendem Geruch oder schaumiger Stuhlgang Auch diese Veränderung solltet ihr in jedem Fall mit einem Arzt oder einer Expertin abklären. Fazit: Baby Ausscheidungen und Verfärbungen von Babystuhl Der Stuhlgang eines Babys kann sich schnell mal verändern – und das aus völlig harmlosen Gründen. Als Eltern wisst ihr meist intuitiv genau, wann es notwendig ist zum Arzt zu gehen und wann es unbedenkliche Ursachen gibt. Ihr kennt euer Baby am besten und werdet ihm anmerken, wenn etwas nicht stimmt, wenn es weniger trinkt oder unruhig wirkt. Ich freue mich, wenn ihr ein paar Informationen aus diesem Artikel mitnehmen konntet. Besonders in der ersten Zeit mit eurem kleinen Mini steht euch natürlich auch eure Hebamme mit Rat und Tat zur Seite. Stellt alle Fragen, die ihr habt und glaubt mir: Es gibt keine Frage, die euch unangenehm oder peinlich sein müsste! :) Ich wünsche euch und eurem Mini von Herzen alles Gute – und eine gesunder Verdauung! Eure baybies-Hebamme Ana
Ab wann können Babys sitzen? – Motorische Entwicklung und Meilensteine im ersten Lebensjahr

Ab wann können Babys sitzen? – Motorische Entwicklung und Meilensteine im ersten Lebensjahr

Ab wann können Babys sitzen? – Motorische Entwicklung und Meilensteine im ersten Lebensjahr  Das erste Mal alleine Sitzen, Krabbeln und Aufrichten: Im ersten Lebensjahr eines Babys gibt es viele erste Male und motorische Meilensteine. Wie kann ich die motorische Entwicklung meines Babys unterstützen? Und ab wann können Babys sitzen? Es gibt bestimmte Richtwerte, auf die du einen Blick werfen kannst, das Wichtigste ist aber: jedes Baby, jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Die motorische Entwicklung ist kein Wettbewerb, bei dem es darum geht Schnellster oder Erster zu sein. Es geht vielmehr darum, dass dein Kind seinen eigenen Körper entdeckt, Muskulatur aufbaut und nach und nach weitere Fähigkeiten für sich entwickelt. In diesem Blogartikel erfährst du: Was sollte mein Baby wann können? Wie kann ich die motorische Entwicklung meines Babys unterstützen? Wann können Babys sitzen? Ab wann kann ein Baby im Hochstuhl sitzen? Was sollte mein Baby wann können? Im ersten Lebensjahr eines Babys gibt es unzählige Meilensteine. Angefangen mit dem allerersten Lächeln, bis hin zu den ersten Gehversuchen und Schritten. Das, was Eltern dabei immer wieder ans Herz gelegt wird, ist: „Vergleicht euch nicht mit Anderen“. Aber sind wir mal ehrlich: einfach ist das nicht – besonders, wenn das eigene Kind bestimmte Dinge noch nicht kann. Lasst euch gesagt sein: Jedes Kind ist anders. Es geht nicht darum, dass dein Kind eine Checkliste erfüllt und exakt in eine Norm passen muss. Wichtig ist, dass sich dein Kind in seinem eigenen Rhythmus entwickeln kann. Die motorische Entwicklung ist kein Wettbewerb. Sie ist die Reise deines Babys hin zu mehr und mehr Selbstständigkeit. Hierfür musst du dein Baby nicht trainieren oder in irgendeiner Form eingreifen. Man weiß inzwischen, dass Babys nicht schneller lernen, wenn die Eltern in den Entwicklungsprozess eingreifen. Im Gegenteil: lass’ dein Baby ausprobieren, sich selbst, die Umgebung, den eigenen Körper und alle kleinen und größeren Fortschritte. Jedem neuen Meilenstein gehen viele Zwischenschritte voraus – und diese wird dein Baby ganz automatisch bewältigen. Wenn man Babys einfach mal „machen lässt“ üben sie automatisch worauf es ankommt. Sie wissen instinktiv was zu tun ist und was es braucht, um einen neuen Bewegungsablauf zu beherrschen. Das einzige, worin sich die Eltern dabei üben dürfen, ist Geduld! ;) Gib deinem Baby Zeit und biete ihm viel freien Bewegungsraum an. So kann es seine Muskeln am besten trainieren und sich ausprobieren. Wie kann ich die motorische Entwicklung meines Babys unterstützen? Das A und O ist: Freiraum für Bewegung. Alles Weitere trainiert dein Baby von alleine! Leg’ es gerne regelmäßig auf festen Untergrund. Gerne auch mal in Bauchlage, denn diese ist besonders wichtig, damit dein Mini eine gute Muskulatur entwickelt und anfängt sein Köpfchen zu heben. Von sogenannten Babyhopsern oder Laufgestellen und Lernhilfen rate ich ab. Abgesehen von der Unfallgefahr, haben diese ‚Geräte’ auch keinen Vorteil für die Entwicklung deines Kindes. Im Gegenteil, sie sind oft eher von Nachteil, da sie entgegen der natürlichen motorischen Entwicklung eines Babys funktionieren. Lasst also lieber die Finger davon. Wann können Babys sitzen? Bevor dein Baby selbstständig sitzen kann, muss es andere Dinge können. Zuerst muss es sich selbstständig drehen können, lernen seinen Kopf in Bauchlage zu heben und zu halten. Für freies Sitzen müssen unterschiedliche Muskelgruppen ausreichend trainiert und entwickelt sein. Außerdem braucht dein Baby die notwendig Gehirnleistung. Beides kommt nicht einfach so, sondern entwickelt sich durch einzelne Steps. Auch die Entwicklung der Wirbelsäule spielt bei der motorischen Entwicklung und beim Lernprozess des Sitzens eine wichtige Rolle. Nach der Geburt ist die Wirbelsäule deines Babys noch rund geformt. Im Laufe des ersten Lebensjahres, durch die Entwicklung stärkerer Rückenmuskulatur, streckt und begradigt sich die Wirbelsäule mehr und mehr. Wie schnell dies geschieht, ist bei keinem Baby gleich, sondern immer individuell.  Babys Meilenstein: Wann darf man ein Baby hinsetzen? Ab dem achten Lebensmonat zeigen die meisten Babys Interesse am Sitzen und wollen gerne bei den Eltern auf dem Schoß Platz nehmen. Sie genießen es in diesem Alter die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu beobachten. Solange dein Baby noch gestützt werden muss, also nicht selbstständig frei Sitzen kann, solltest du es nicht zu lange in dieser Position lassen. Da noch nicht ausreichend Muskulatur vorhanden ist, kann längeres aufrechtes Halten schädlich für seinen Rücken sein.  Viele Kinder können um den zehnten Monat herum frei sitzen. Das bedeutet, dass sie sich selber in die sitzende Position bewegen, mit geradem Rücken frei sitzen und das Gleichgewicht halten können. Wie schon gesagt: No worries, wenn das bei deinem Kind erst später geschieht! Lass’ ihm sein eigenes Tempo, das ist immer das richtige. Frei Sitzen zu können ist ein großer Schritt, ein wahrer Meilenstein, in der motorischen Entwicklung deines Kindes und eine ganz neue Erfahrung für den kleinen Menschen. Dein Baby hat nun ein großes Stück mehr Selbstständigkeit ergattert, kann selbst unterschiedliche Blickwinkel einnehmen und sein Umfeld auf neue Art erkunden. Es kann im Sitzen mit den Händchen frei um sich greifen und neue Gegenstände erreichen. Ab wann kann ein Baby im Hochstuhl sitzen? Sobald dein Baby sitzen kann, ist der richtige Zeitpunkt für den Hochstuhl gekommen. Jetzt kann dein Baby im Stühlchen gemeinsam mit euch am Tisch sitzen und essen. Du hast die Hände frei und musst es nicht mehr auf deinem Schoß halten.  Achte bei einem Hochstuhl bitte immer auf Sicherheit: Der Hochstuhl muss immer stabil und sicher stehen. Lasse dein Baby nie alleine oder unbeobachtet im Hochstuhl sitzen. Dein Baby sollte nicht zu lange im Hochstuhl sitzen. Es sollte sich zwischendurch immer mal wieder frei bewegen können. Der Hochstuhl sollte für dein Baby die richtige Größe haben, so dass es bequem darin sitzen kann. Wichtig ist außerdem eine Plattform für die Füße: Die Knie sollten ca. im 90 Grad Winkel gebeugt sein, wenn die Füße aufliegen. Dies ist besonders wichtig bei Essanfängern, denn die Plattform erleichtert das Würgen, da sich die Kleinen darauf abdrücken können. Mit diesen Tipps kann es auch mit der Beikost gut klappen ;) Jede motorische Entwicklung hat ihren eigenen Rhythmus Ab wann ein Baby was können und wie weit es motorisch sein sollte, sind immer grobe Richtlinien. Nicht mehr und nicht weniger. Irgendwann wird dein Kind krabbeln, sitzen und laufen können – ob es das nun früher oder vielleicht doch etwas später lernt, spielt im Endeffekt keine Rolle. Begleite dein Kind in dieser aufregenden Phase. Gib ihm Freiraum zum Erkunden und Spielen, alles Andere kommt ganz automatisch. Ich wünsche euch viel Spaß in diesem aufregenden ersten Lebensjahr, in dem es nur so von Meilensteinen wimmelt ;) Alles Liebe, eure baybies Hebamme Ana
Babypflege im Winter

Babypflege im Winter

Babypflege im Winter  November, Dezember, Januar, Februar… Die herbstlichen Temperaturen neigen sich jetzt wirklich dem Ende zu und die kalten Wintermonate lassen nicht mehr lange auf sich warten. Spaziergänge an der frischen Luft tun Eltern und Kindern gut und stärken das Immunsystem – auch bei Schnee, Wind und kaltem Wetter. Die kalte Jahreszeit ist aber auch eine ganz besonders große Herausforderung für die zarte Babyhaut. Den Wechsel von kaltem Wind und der trockenen Heizungsluft in der Wohnung kennt die Erwachsenenhaut, doch die Kleinen haben mit den Temperaturunterschieden meist sehr zu kämpfen. Warum das so ist und wie du die Haut deines Babys bei kalten Temperaturen schützen kannst, erfährst du in dem Beitrag.  Warum brauchen Babys spezielle Pflege im Winter? Was gibt es bei der Pflege zu beachten? Tipps für den Winter 1. Warum brauchen Babys spezielle Pflege im Winter?  Nach der Geburt ist die Zeit vorbei, in der die Kleinen im warmen, keimarmen Fruchtwasser sind - umgeben von schützender Käseschmiere. Von nun an muss die Haut selbst dafür sorgen, nicht auszukühlen, nicht zu überhitzen, nicht auszutrocknen und sich vor Erregern zu schützen. Grundsätzlich ist sie dafür auch gewappnet, allerdings sind die Hautschichten von Neugeborenen und Kindern bis zum zehnten Lebensjahr deutlich dünner als von Erwachsenen. Das Unterhautgewebe und die Schutzfunktionen sind noch nicht vollständig ausgereift, die Talgproduktion ist noch dabei, sich zu entwickeln und auch die Thermoregulation ist noch nicht ausgereift. Die Haut ist durchlässiger für Erreger, Allergene und Schadstoffe aus der Umgebung oder aus ungeeigneten Pflegeprodukten. Sie verliert leicht Feuchtigkeit & Wärme und neigt zur Trockenheit. Die Haut produziert im gesunden zustand täglich ungefähr 1-2 g Fett. Zusammen mit Schweiß und Wasser ist das unser Schutzmantel, der sogenannte Hydrolipidfilm, der die Haut vor äußeren Einflüssen schützt und auch dafür sorgt, dass die Haut nicht austrocknet. Niedrigere Temperaturen schwächen diesen Schutzmantel, da die Produktion von Fett bei Kälte immer mehr verringert bzw. sogar eingestellt wird. Wenn diese Barriere gestört wird, verliert die Haut also Fette & Feuchtigkeit und juckt, spannt, schuppt sich und wird trocken. Die Heizungsluft entzieht zusätzlich Feuchtigkeit und auch der Wechsel zwischen warmen Innenräumen und der Kälte draußen können diesen Prozess zusätzlich unterstützen. Hier ist also unsere Unterstützung gefragt. Wir Eltern müssen im Herbst und noch mehr im Winter darauf achten, den natürlichen Fett- und Feuchtigkeitshaushalt aufrecht zu halten.  2. Was gibt es bei der Pflege zu beachten? Vor allem wenn es draußen kalt ist, ist es wichtig die Haut zu pflegen - und zwar richtig. Das heißt frei von Parfum, Duftstoffen, Farbstoffen, reizenden Konservierungsmitteln, austrocknenden Alkoholen und aggressiven Tensiden. Lotionen und Cremes mit den richtigen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel natürlichen Lipidquellen, also natürliche Pflanzenölen tragen dazu bei, die Hautbarriere im Winter zu schützen und zu stärken.  Ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, ob Kinder überhaupt eingecremt werden müssen. Meine Antwort lautet: Ja. Früher sollten Kinder nur eingecremt werden, die zu trockener Haut oder atopischer Dermatitis neigten, aber mittlerweile weiß man, dass das Eincremen des Babys vor allem nach dem Baden, aber mindestens zweimal pro Woche sehr sinnvoll sein kann. Baden kannst du dein Kleines auch im Winter zwei- bis dreimal pro Woche für fünf bis zehn Minuten. Du musst keine Angst haben, dass das Bad die Haut deines Kindes austrocknet. Mit dem richtigen Badezusatz ist Baden sogar schonender als das Waschen mit einem Waschlappen. Nach dem Bad kannst du dein Baby direkt in ein warmes Handtuch einwickeln, damit es nicht friert. Dann kannst du dein Baby und vor allem die Hautfalten vorsichtig trocken tupfen – nicht rubbeln.  Nach einem schönen Tag im Schnee an der frischen Luft tut so ein warmes Bad besonders gut - mit einer schönen Babymassage danach. Am liebsten mische ich dafür die Lotion mit ein paar Tropfen Babyöl und habe so eine reichhaltige Pflege mit guten Inhaltsstoffen. Achtet aber immer darauf, die Pflege dünn und sorgfältig zu verteilen - vor allem in den Hautfalten. 3. Tipps Um ein übermäßiges Austrocknen der Babyhaut an der frischen Luft im Winter zu verhindern, empfehle ich bei nasskaltem oder windigem Wetter um den Gefrierpunkt eine wasserfreie Pflege mit hohem Fettgehalt. Cremes, die auf Wasser basieren, kühlen die Haut runter, entziehen Feuchtigkeit und können sogar auf der Haut gefrieren.  Die richtige Pflege allein schützt unsere Haut natürlich nicht vor den kalten Temperaturen. Womit wir die Kleinen von außen warmhalten, spielt hier eine große Rolle, denn auch hier kann man einiges falsch machen. Naturmaterialien wie Wolle, Alpaka oder Kaschmir halten die Babys warm und helfen durch die temperaturausgleichenden Eigenschaften, die Körpertemperatur zu regulieren. Für die Kleinen ist es total unangenehm, Materialien am Körper zu tragen, in denen sie schwitzen oder frieren und daher kann ich nur von Kleidungsstücken abraten, die Polyester oder ähnliche Stoffe enthalten.   Eine wunderschöne Winterzeit, wünscht Euch Eure baybies-Apothekerin Romy - schaut auch bei mir auf Instagram oder in meinem Blog vorbei: http://louundleolu.de/
Urlaub mit Baby – Wann ist ein guter Zeitpunkt und was das beste Reiseziel?

Urlaub mit Baby – Wann ist ein guter Zeitpunkt und was das beste Reiseziel?

Urlaub mit Baby – kann man das machen oder sollte man lieber warten? Ist es okay mit Babys zu fliegen oder bleibt man lieber in Deutschland? Viele Fragen, die junge Eltern beschäftigen. Und über die manche Paare auch schon vor dem Kinderkriegen nachdenken. Hierzu direkt: Urlaub mit Baby und Kindern kann großartig sein – und nur weil ihr Kinder habt, heißt das nicht, dass ihr nun nicht mehr die Welt bereisen könnt. Ich habe euch in diesem Artikel wichtige Punkte für die Planung eines Familienurlaub zusammengestellt: Der richtige Zeitpunkt für den ersten Urlaub mit Baby Die besten Reiseziele mit Baby Vor- und Nachteile unterschiedlicher Reiseunterkünfte Entspannte Anreise mit Baby – Flugzeug, Auto oder Zug? Sicheres Reisen mit Babys – daran solltet ihr denken! Must haves – das solltet ihr dabei haben im Urlaub mit Baby   Der richtige Zeitpunkt für die erste Reise und Urlaub mit Baby Direkt vorweg: DEN ultimativen, perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Kein Baby ist wie das Andere, keine Familie ist wie eine Andere. Wann der richtige Zeitpunkt für eure erste Reise mit Baby ist, entscheidet ihr. Findet für euch heraus, wann für euch die Zeit gekommen ist wegzufahren und Urlaub zu machen. Als Empfehlung wird oft von der drei Monatsgrenze gesprochen. Das ist insofern sinnvoll, dass das Baby nach der Geburt erst einmal Zeit braucht um anzukommen. Auch das Stillen braucht zu Beginn Zeit und Ruhe, ihr müsst euch aufeinander einspielen und aneinander gewöhnen. Hierfür kann es hilfreich sein, in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt erstmal "nur" Zuhause zu sein. In dieser Anfangszeit ist es außerdem gut in der Nähe eurer Hebamme und eures Kinderarztes zu bleiben. So habt ihr eure vertrauten Ansprechpartner, falls ihr Fragen habt und könnt bei Ihnen die ersten wichtigen Untersuchungen durchführen lassen. Ich empfehle mit dem Reisen solange zu warten, bis ihr den Tagesrhythmus eures Babys kennt. Bis ihr wisst, wann es müde ist und Schlaf braucht und welche Rituale ihm guttun. Das sind alles Orientierungspunkte, letztlich entscheidet ihr selbst, wann der richtige Zeitpunkt für eure erste Reise ist. Vertraut eurem Bauchgefühl. Übrigens: Ich finde Urlaub mit Neugeborenen oft sogar einfacher als mit Kleinkindern. Babys schlafen noch viel und vor allem überall! Sie brauchen noch keine extra Beschäftigung oder Ferienprogramm und lassen sich überall hin mitnehmen. ;) Ein weiterer Vorteil von Urlaub mit Baby ist, dass Kinder bis zu zwei Jahren Kinder fast überall kostenlos reisen!   Gute Reiseziele für Urlaub mit Baby Nach dem "Wann?" denken viele Eltern über das "Wohin?" nach. Und auch hier gibt es weder richtige, noch falsche Ziele. Denn diese Entscheidung ist sehr individuell. Das beste Reiseziel ist das, was sich für euch gut und richtig anfühlt. Es hängt davon ab, was ihr gerne machen möchtet und was euch gefällt. Könnt ihr gut beim Blick aufs Meer und Füßen im Sand entspannen? Liebt ihr es in den Bergen? Oder zieht es euch weiter weg in die Ferne? Auch, wenn ihr nun mit Baby reist, dürft ihr weiterhin Orte auswählen, die ihr sehen wollt und die euch als Eltern gefallen. Von Abenteuer-Camping, bis hin zum Luxus Hotel mit Vollverpflegung, ist auch mit Baby alles möglich! Entscheidend ist, dass ihr ein gutes Gefühl habt. Unterschiedliche Reiseziele haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Checkt im Vorfeld ab, wie die Gesundheitsversorgung Vorort ist. Ob bestimmte Impfungen notwendig sind und wie eure Reiseapotheke ausgestattet sein sollte. Achtet bei der Wahl eurer Reiseziele nur darauf, dass extreme Temperaturen für Babys nicht geeignet sind. Zu heiß oder zu kalt ist noch nichts für Neugeborene, denn gerade die ganz Kleinen können ihre Körpertemperatur noch nicht gut selber regulieren.   Vor- und Nachteile unterschiedlicher Reiseunterkünfte Ein Hotel hat möglicherweise den Vorteil, dass ihr euch um weniger kümmern müsst und euch bedienen lassen könnt. Ein Nachteil könnte dagegen sein, dass ihr euch an vorgegebene Essenszeiten halten müsst, beispielsweise beim Frühstücksbuffet. Mittlerweile gibt es extra Babyhotels und Kinderhotels, die eine super Babyausstattung und von Babybrei bis Wickeltisch alles haben. Schaut doch mal an euren favorisierten Reisezielen, vielleicht gibt es dort etwas passendes für euch. Manche Unterkünfte bieten auch eine Babybetreuung an oder haben ein Babyphone System, das kann schön sein, wenn ihr als Eltern mal abends länger draußen sitzen oder entspannt zu zweit Essen möchtet.   Mit einer Ferienwohnung seid ihr flexibel, könnt eurem eigenen Rhythmus folgen und habt meistens mehr Platz, als in einem Hotelzimmer. Auf der anderen Seite müsst ihr euch um Essen, Wäsche und Aufräumen selber kümmern. Manche Unterkünfte bieten auch eine Mischung aus Hotel und Apartment an.   Auch ein Campingurlaub oder ein Urlaub im Wohnmobil können ein schönes Abenteuer für eure Familie sein. Ihr könnt flexibel weiterreisen, seid automatisch viel in der Natur und könnt einen Campingplatz nach euren Vorstellungen wählen.   Egal für welche Option ihr euch entscheidet, klärt vorher ab, welche Ausstattung ihr Vorort anfindet und was ihr selbst mitbringen müsst, beispielsweise ein Babyreisebett oder einen Wasserkocher.   Entspannte Anreise mit Baby Ein entscheidender Faktor bei der Wahl eurer Urlaubsziele ist natürlich auch die Anreise. Kann es eine Fernreise nach Südafrika mit Kind sein? Oder sollte ein Urlaub mit Baby lieber doch in Deutschland stattfinden, damit ihr nicht fliegen müsst? Worauf solltet ihr bei einer Autofahrt achten und kommt Zugfahren in Frage? Hier findet ihr meine Antworten:   Fliegen – Urlaub mit Baby in der Ferne Es spricht nichts gegen eine Flugreise mit Baby oder Kleinkind! Besonders Nachtflüge eignen sich, da die Kleinen meist auch im Flugzeug gut schlafen können. Bei den allermeisten Airlines dürfen Babys ab zwei Wochen mit an Bord und bis zwei Jahren sogar kostenlos mitreisen. Manche Airlines haben extra Babyreihen, an denen eine Babyschale befestigt werden kann, so dass euer Mini ein richtiges Bettchen hat. Es gibt ein paar Dinge, die ihr bei einer Flugreise beachten solltet: Euer Baby sollte gesund Wenn es einen leichten Husten oder Schnupfen hat oder ihr unsicher seid, nehmt am besten Rücksprache mit einem Kinderarzt oder einer Ärztin. Ihr könnt eurem Baby bei Start und Landung mit dem Druckausgleich helfen, indem ihr ihm die Flasche gebt oder es stillt. Durch die Schluck- und Saugbewegungen kann das Baby den Druckausgleich besser meistern. Wenn euer Baby nicht trinken will oder schon zwei Jahre alt ist und angeschnallt neben euch sitzt, kann auch das Saugen am Schnuller gut helfen. Denkt an warme Kleidung, denn im Flugzeug ist es oft kalt und zugig. Am besten packt ihr außerdem ausreichend Wechselkleidung ein, damit ihr euer Kleines umziehen könnt, falls es schwitz oder nass ist. Ein Baby sollte außerdem im Flugzeug eine dünne Mütze tragen, da Babys gerade über den Kopf viel Wärme verlieren. Eine dünne Decke oder ein großes Mulltuch sollten auf jeden Fall mit im Handgepäck sein. Das ist super zum einkuscheln, abdunkeln und als Schlafbegleitung. Wickelt am besten noch einmal frisch oder lasst euer Kind zur Toilette gehen, bevor ihr das Flugzeug besteigt. Die Flugzeugkabinen und besonders der Wickeltisch dort, sind meist eng und klein. Wichtig ist auch, dass euer Baby während des Flugs genug Flüssigkeit bekommt und viel trinkt. Damit die empfindliche Babyhaut nicht austrocknet empfehle ich dir außerdem die Haut deines Babys ( und vielleicht auch deine ;-) ) mit einer pflegenden Lotion hier findest du meine Empfehlung.   Anreise mit dem Auto Eine Reise mit dem Auto kann praktisch sein, denn so seid ihr auch Vorort mobil und flexibel. Außerdem könnt ihr euer ganzes Gepäck im Kofferraum verstauen und habt alles immer bei euch. Je nachdem, wie lang eure Autofahrt ist, solltet ihr regelmäßige Pausen einplanen. Ein Baby sollte nicht länger als zwei Stunden am Stück in einer Autoschale sitzen, da dies keine optimale Position für die noch empfindliche Wirbelsäule ist. In den Pausen sollte euer Baby flach auf einer Decke liegen können und Zeit zum Strampeln haben. Ältere Kinder freuen sich bestimmt über einen tollen Spielplatz oder eine große Wiese zum Toben. Damit die Zeit während der Fahrt nicht zu langweilig wird, packt ihr am besten eine Reihe an unterschiedlichem Spielzeug und Beschäftigungen ein. Manche Kinder hören gerne Hörspiele oder lustige Kindermusik.   Anreise mit dem Zug Auch mit dem Zug in den Urlaub zu fahren, kann eine tolle Variante sein. Nach dem das Gepäck im Zug verstaut ist und ihr euren Sitzplatz gefunden habt, kann eine Zugfahrt sehr angenehm sein mit Kindern. Ihr könnt euch bewegen und herumlaufen, kuscheln, euer Baby sowohl auf den Arm nehmen, als auch auf die Sitze legen. Mein Tipp: Reserviert euch Plätze im Familienabteil. Dort habt ihr mehr Platz, seid nah an den Toiletten und dürft sorgenfrei laut sein. Ein großer Vorteil der Deutschen Bahn: Kinder bis zu fünf Jahren reisen kostenlos. Außerdem ist der Zug ein sehr umweltfreundliches Verkehrsmittel.   Unterschiedliche Anreise-Varianten – ihr habt die Wahl Ihr seht: alle Anreise-Varianten sind auch mit Baby und Kind möglich. Wählt, was für euch am besten passt! Und dann: nehmt den Druck aus und versucht entspannt zu bleiben. Ja, das ist einfach zu sagen, aber es muss alles nicht perfekt sein. Es ist okay, wenn eure Kinder auch mal weinen, wenn Andere gucken oder etwas anders läuft, als ihr gehofft hab. Alles halb so schlimm! So lange ihr entspannt bleibt, kann auch euer Baby entspannt sein. Noch zwei wichtige Regeln: Habt immer genügend Snacks und Getränke dabei. Und, wie bereits kurz angesprochen, natürlich immer ausreichend Spielbeschäftigungen. Hierzu gehören Malsachen, Hörbücher, Bücher, kleine Spielzeuge und alles, womit eure Kinder Spaß haben. Und: Ja! Die meisten Kleinkinder schauen auf langen Reisen auch Videos auf dem Handy oder dem Tablet – das ist okay! Alles in Maßen ist vollkommen legitim und kein Grund für ein schlechtes Gewissen.   Sicheres Reisen mit Babys und Kindern – daran solltet ihr denken Mückenschutz – schützt euer Baby vor Stechmücken. Das ist wichtig, denn leider mögen Stechmücken die dünne Babyhaut besonders gern. In Drogeriemärkten oder Apotheken findet ihr extra Mückenschutz für Babys und Kleinkinder. Alternativ kann bei den ganz Kleinen auch Bio-Kokosöl auf der Haut helfen, um Insekten abzuwehren. Ein Moskitonetz für das Babybett und den Kinderwagen sind super und ohne Chemie! Auch lange Kleidung ist natürlich ein guter Schutz. Besprecht je nach Reiseziel mit eurem Kinderarzt, welche Methode gut und ob ein Insektenspray auf der Haut sinnvoll, beziehungsweise notwendig, ist. Impfungen – klärt mit eurer Kinderärztin ab, ob und welche Impfungen für euer Reiseziel empfohlen werden. Sonnenschutz – ist super wichtig! Die dünne Haut von Babys ist sehr empfindlich und sollte ausreichend vor der Sonne geschützt werden. Babys unter einem Jahr sollten gar keiner direkten Sonne ausgesetzt werden. Und denkt daran, dass UV-Sonnenstrahlung auch im Schatten da ist. Da die Babyhaut noch sehr dünn ist, werden Inhaltsstoffe leichter aufgenommen. Daher wird allgemein empfohlen bei Babys unter einem Jahr noch keine Sonnencreme zu verwenden und lieber auf den Schutz durch Kleidung zu setzen. Dennoch: Sonnencreme ist immer besser, als Sonnenbrand. Verwendet aber bitte Kindersonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Cremt eure Kinder großzügig ein und denkt daran nach spätestens jedem Bad oder Wasser planschen nachzucremen. Ganz wichtig: die Sonnencreme muss abends gut abgewaschen werden! Sonnencreme ist KEINE Pflegecreme und sollte vor dem Schlafengehen von der Haut entfernt werden. Dafür eignet sich ein mildes, aber reinigendes Duschgel oder Badezusatz. Super geeignet ist das baybies Baby Bad mit seinen milden Waschtensiden. Das wäscht die Sonnencreme ab und ihr pflegt die Haut direkt mit einer rückfettenden Wirkung. (z.B. mit dem baybies Baby Bad) Auch die Augen eures Baby solltet ihr schützen. Das gilt besonders am Wasser oder im Gebirge. Hierfür eignet sich am besten eine UV-undurchlässige Babysonnenbrille mit verstellbarem Kopfband. Achtet immer auf eine gute Kopfbedeckung, beispielsweise ein Sonnenhut mit Licht- und Nackenschutz. Auch Badekleidung und sonstige Kleidung sollte am besten mit Lichtschutz ausgestattet sein. Bei Textilien heißt der Lichtschutzfaktor „Ultraviolet Protection Factor“, kurz UPF. Babykleidung sollte die Kennzeichnung „UV-Standart 801“ haben. Das bedeutet, dass die Textilen hinsichtlich ihres Sonnenschutz geprüft sind. Flüssigkeit – Babys können die Körpertemperatur noch nicht gut selber regulieren und schneller überhitzen. Meidet die Mittagshitze und achtet darauf, dass euer Mini genügend Tee oder Wasser trinkt. Stillkinder trinken bei warmen Temperaturen häufig in kürzeren Abständen – sie brauchen KEIN extra Wasser! Häufig und regelmäßig die Brust zum Stillen anzubieten, reicht aus, denn die Muttermilch passt sich an und wird wässriger.   Urlaub mit Baby – das solltet ihr dabei haben: Was ihr in euren Urlaub mit Baby mitnehmt und einpackt, ist natürlich individuell und euch überlassen. Hier ein paar Dinge, an die ihr unbedingt denken solltet: Wenn euer Baby mit der Flasche gefüttert wird, denkt daran ausreichend Milchpulver Nahrung mitzunehmen. Dann habt ihr im Ausland keinen Stress die richtige Nahrung zu finden und euer Baby muss sich an keine neue Marke gewöhnen und im Urlaub umstellen. Denkt auch an alle wichtigen Reiseunterlagen: Kinderreise Pass, Impfpass und das gelbe U-Heft eures Babys. Eine passende und individuell zusammengestellte Reiseapotheke: Je nach Alter des Kindes und eures Reiseziels sieht diese anders aus. Wenn ihr unsicher seid, fragt eure Kinderärzte oder sprecht mit einer Apothekerin. Mein Must Have auf jeder Reise: ein Babytragetuch oder ein anderes Tragesystem. Besonders wenn ihr viel unternehmen wollt, kann das super praktisch sein. Hier findet ihr einen Blogartikel zum Thema Baby tragen. Eure Familie, eure gemeinsamen Reisen Reisen und Urlaub mit Babys und Kindern ist großartig. Ja, ihr müsst an ein paar Sachen denken und den ein oder anderen Punkt beachten, aber dann steht eurem Reisedrang nichts im Weg. Im Gegenteil: ein Kleinkind nimmt die Welt so anders wahr, als wir Erwachsene es tun. In dem man mit seinen Kindern neue Orte entdeckt und reist, bekommt man auch als Erwachsener einen neuen Blick. Urlaubszeit bedeutet Familienzeit. Und das ist etwas, das euer Baby und eure Kinder ganz besonders lieben werden. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und eine gute Reise an Ziele in nah und fern! Alles Liebe und Happy Holidays!Eure baybies-Hebamme Ana
Baby abhalten – Was ist das? Wie funktioniert's und wie erkennt man Abhalte-Signale eines Babys?

Baby abhalten – Was ist das? Wie funktioniert's und wie erkennt man Abhalte-Signale eines Babys?

Die Einen beschäftigen sich schon länger mit dem Thema, Andere haben noch nie etwas davon gehört: ein Baby abhalten. Ein Baby abhalten ist eine Windelfrei Methode, die man direkt von Geburt an praktizieren kann. Euer Neugeborenes zeigt von Natur aus an, wann es machen muss – ihr könnt lernen das zu erkennen und so eine tolle Alternative zu 24/7 Windelpo haben. In diesem Artikel erkläre ich: Was ist Abhalten? Kann Abhalten mit einem Neugeborenen funktionieren? Was können Signale eines Babys sein? Ab wann kann man mit dem Abhalten beginnen? Vorteile und Nachteile des Abhaltens Abhaltepostionen   Was ist Abhalten? Ganz einfach erklärt: Wenn dein Baby machen muss, lässt du es das nicht in die Windel erledigen – sondern hältst es ab. Beispielsweise über ein Töpfchen, eine Schüssel, das Waschbecken oder eine Toilette. So kann dein Baby dort machen und liegt oder sitzt nicht in seinen Ausscheidungen. Abhalten ist ein Teil der Windelfrei Methode – aber Achtung: Windelfrei ist hier ein verwirrender Begriff. Es bedeutet nicht, dass dein Baby gar keine Windeln benutzt. Babys, die abgehalten werden, tragen in den meisten Fällen parallel auch Windeln, beispielsweise nachts oder unterwegs. „Abhalten“ ist übrigens kein neuer Hipster Trend. Es ist eine Säuglingspflege, die schon vor tausenden Jahren praktiziert wurde und auch heute noch angewendet wird. Besonders in Entwicklungsländern werden Millionen von Babys von ihren Eltern zum Ausscheiden abgehalten. Was in unserer westlichen Welt aktuell regelmäßig zu Verwunderung führt, ist dort etwas „ganz normales“. Bei uns war diese Methode vor einiger Zeit auch mal verbreitet, ist allerdings mit der Einführung der Waschmaschine und der Wegwerfwindel verloren gegangen. Abhalten – kann das mit einem Neugeborenen überhaupt funktionieren? Babys haben von Natur aus die Fähigkeit anzuzeigen, wenn sie Ausscheiden müssen! Unser menschlicher Körper ist dazu veranlagt und jedes Neugeborene kann eindeutige Zeichen geben, wenn es machen muss. Durch den Einsatz der Windel von Geburt an, geht diese Fähigkeit oft verloren und muss im Kleinkindalter wieder neu trainiert werden. Beim Abhalten geht es also nicht um ein Dressieren deines Kindes – im Gegenteil: Es geht darum seine natürlichen Signale wahrzunehmen, mit deinem Baby zu kommunizieren und es zu verstehen.   Was sind Signale eines Babys, wenn es abgehalten werden muss? Jedes Kind ist anders und gibt andere Signale, wenn es machen muss. Es geht darum, dass du DEIN Baby und seine Signale kennenlernst und verstehst. Beobachte es. Manche Kinder verändern ihren Gesichtsausdruck, ihre Blicke oder die Gestik. Andere Kinder fangen an wilder zu strampeln oder werden unruhig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Eltern sehr schnell lernen die Signale ihres Babys zu erkennen. Einige Kinder zeigen deutliche Signale, andere wiederum nur sehr „kleine“, was es für die Eltern etwas schwieriger macht. Gebt euch gerade am Anfang Zeit Signale zu erkennen und macht euch keinen Druck, auch wenn es öfter mal daneben geht. Viele Eltern beginnen damit ihr Baby in bestimmten Standardsituationen abzuhalten. Zum Beispiel immer nach dem Stillen oder Füttern. Da müssen Babys oft Ausscheiden und das schafft Routine. Folgt eurer Intuition und findet euren individuellen Weg.   Ab wann kann man mit dem Abhalten beginnen? Einen richtigen oder falschen Zeitpunkt gibt es für das Abhalten nicht. Experten raten dazu so früh, wie möglich nach der Geburt anzufangen, da Babys sonst lernen, dass ihre Signale zum Ausscheiden nicht gesehen werden. Sie gewöhnen sich dann daran in die Windel zu machen. Dennoch entscheidest du selbst, wann du mit dem Abhalten beginnen möchtest. Ich finde es ist nie zu spät dafür! Gerne kannst du direkt nach der Geburt starten. Denn ja, dein Baby kann das. Dein Neugeborenes spürt, wann seine Blase voll ist und wann es seinen Darm entleeren möchte! Es gibt dir von Anfang an Signale dafür. Manche Eltern beginnen aber auch ein paar Wochen später, denn gerade direkt nach der Geburt, ist alles manchmal etwas viel. Du als Mama darfst dich erholen und nachfühlen, was und wann für dich richtig ist. Also mach dir keinen Druck – anfangen könnt ihr jederzeit, auch mit drei Monaten oder zwei Jahren!   Vorteile des Abhaltens Ein Vorteil ist sicherlich die intensive Eltern-Kind-Bindung, die durch das Abhalten entsteht. Wenn ihr euer Baby abhaltet, müsst ihr es sehr genau beobachten. Ihr lernt so seine Signale zu lesen und seine Bedürfnisse zu erkennen. Und das gilt natürlich nicht nur für die Ausscheidungssignale, sondern auch für andere Bedürfnisse, die euer Neugeborenes hat. Hierdurch entsteht eine intensive Beziehung, die aber natürlich auch dann entstehen kann, wenn ihr nicht abhaltet – also don't worry! Eine anderer schöner Vorteil ist die körperliche Selbstbestimmung des Babys. Es muss nie in seinen Hinterlassenschaften liegen. Auch super ist, dass Babys durch das Abhalten seltener einen Windelausschlag oder eine Windeldermatitis haben, da sie weniger in einer vollen Windel liegen. Bei Verdauungsbeschwerden, wie Bauchschmerzen und Blähungen, kann Abhalten super helfen. Durch das Abhalten und die dabei günstige Position, die die Babys zum Ausscheiden einnehmen, können sie Stuhlgang und Luft im Bauch leichter ausscheiden. Bei Babys, die an Bauchschmerzen leiden, empfehle ich immer diese Methode auszuprobieren. Außerdem hat Abhalten natürlich auch einen ökologischen und finanziellen Vorteil – denn ihr spart Windeln!   Nachteile des Abhaltens Vorurteile der Außenwelt. Die sind leider gar nicht so selten, denn Abhalten ist in unserer westlichen Welt aktuell nur wenig verbreitet und weitgehend unbekannt. Was Andere sagen, könnt ihr aber ja ignorieren! Abhalten ist mit Geduld und Zeitaufwand verbunden, gerade zu Beginn, wenn ihr noch lernt euer Baby wirklich zu verstehen. Es wird nicht immer klappen und auch mal zu "Unfällen" kommen. Das könnte die ein oder andere Waschmaschine und voll gemachten Klamotten mehr bedeuten.   Abhalten oder nicht? Der Mittelweg! Viele junge Eltern entscheiden sich für einen Mittelweg. Hierbei wird das Baby zu typischen Zeiten und in Standardsituationen, wie nach dem Trinken und Schlafen, abgehalten und trägt zu anderen Zeiten eine Windel. Ihr könnte euer Baby stundenweise Zuhause windelfrei lassen und bewusst auf seine Signale achten. Um nachts und unterwegs entspannt sein zu können, könnt ihr ihm dann eine Windel anziehen. Wählt EUREN Weg. Das Ganze soll keinen zusätzlichen Stress bedeuten, sondern eine Methode sein, die euer aller Leben bereichert! ;-)   Wie halte ich mein Baby richtig ab? Die richtige Position hängt erstens vom Alter und Größe des Kindes ab. Und zweitens worüber, also über welchem Gefäß oder Behälter, ihr euer Kind abhaltet. Wichtig ist, das euer Baby immer gut gestützt ist – vor allem bei Neugeborenen muss der Kopf und der Rücken komplett gestützt werden. Euer Baby sollte nah bei euch am Körper gehalten werden. Das gibt eurem Kind ein Sicherheitsgefühl, durch das es sich entspannen und "loslassen" kann. Die Beine sind in jeder Position leicht angewinkelt. Es gibt zwei klassische Abhaltepositionen. In beiden sollten sowohl dein Baby, als auch du ein paar Minuten entspannt und bequem verharren können: Die klassische Abhalteposition: Das Kind wird in den Kniekehlen sanft gehalten. Der Rücken ist gestützt und ist so nah an euch dran, dass es euren Bauch berührt. Euer Kind kann so über die Toilette, das Waschbecken, ein Töpfchen oder eine Schüssel gehalten werden. Die liegende Position für Neugeborene: Neugeborene sollten waagerecht liegend abgehalten werden. Lege dein Baby hierfür in deinem Arm ab, wobei der Kopf gut gestützt in deiner Armbeuge liegt. Dein Baby wird von einer Seite durch deinen Arm gestützt und von der andern Seite durch deinen Kö Mit der anderen Hand umfasst du die Beine, die leicht angewinkelt sind. Auch diese Position kannst du über dem Waschbecken oder einer Schüssel anweden. Ein Schlüsselsignal für dein Baby Um den ganzen Prozess zu vereinfachen, kannst auch du deinem Baby ein Signal geben. Ein sogenanntes Schlüsselsignal, bei dem dein Baby versteht, dass es jetzt machen kann. Wenn du dein Baby ausgezogen hast und es in der richtigen Abhalteposition über einem Behälter ist, gibst du ihm ein bestimmtes Zeichen. Viele Eltern nutzen hierfür bestimmte Geräusche oder Töne, wie beispielsweise ein "pfffffffff" oder "ssssssssssccchhhhhhhhhhh". Es sollte immer das gleiche Geräusch sein, damit dein Baby es mit seinem Ausscheiden koppelt.   Was braucht man zum Abhalten eines Babys? Es gibt extra Gefäße und Schüsseln zum Abhalten, aber besonders am Anfang und zum Ausprobieren kannst du dein Baby über dem Waschbecken oder einer alten Schüssel halten. Es gibt auch extra Windelfrei-Klamotten, damit ihr euer Kind nicht jedesmal komplett ausziehen müsst. Aber das sind alle keine Must-haves. Im Prinzip braucht ihr zum Abhalten gar nichts und könnt einfach loslegen! Euer Baby, eure Methoden, euer Abhalten Ob und wie Abhalten für euch in Frage kommt, bestimmt ihr. Macht euch keinen Druck, wenn es zu Beginn nicht direkt klappt. Wie mit allem anderen auch, dürft ihr euch Zeit nehmen einander kennenzulernen und euch aufeinander abzustimmen. Stück für Stück werdet ihr die Signale eures Babys immer besser verstehen und erkennen. Wichtig ist, dass ihr euer Baby nicht in eine Abhalteposition zwingt. Wenn euer Baby anfängt zu weinen, nehmt es aus der Situation raus und probiert es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal. Seid nicht sauer oder enttäuscht, wenn euer Baby nicht in der Abhalteposition ausscheidet oder wenn mal was daneben geht. Das ist alles normal und gehört zum Prozess dazu.   Ich wünsche euch wundervolle Routinen, die zu euch passen. Genießt die Zeit und erlaubt euch Dinge so zu handhaben, wie es sich für euch gut und richtig anfühlt. Alles Liebe und Gute,Eure baybies Hebamme Ana  
Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Babys Fläschchen geben – Was ist wichtig? Worauf kommt es an bei Pulvermilch?

Nicht jede Mutter kann oder möchte Stillen. Und zum Glück gibt es in der heutigen Zeit wunderbare Alternativen deinen Säugling trotzdem gut und mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. In Drogeriemärkten findest du eine große Auswahl an Baby- und Pre-Nahrung. Und ja, auch wenn du deinem Säugling das Fläschchen und nicht die Brust gibst, kannst du eine enge und besondere Verbindung aufbauen. Füttern bedeutet nicht nur Nahrungsaufnahme, es bedeutet Nähe, Körperkontakt, Bonding und das Stillen der Bedürfnisse deines Babys – ob mit oder ohne Brustwarze! Worauf du beim Flasche geben achten solltest und was wichtig ist, habe ich dir in diesem Artikel zusammen gefasst: Welche ist die beste Milch für mein Baby? Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Was ist besser für die Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Hygiene beim Fläschchen füttern   Welche ist die beste Milch für mein Baby? Baby Milchpulver ist das am meisten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Das heißt es unterliegt strengen Kontrollen und du kannst davon ausgehen, dass jegliche Pre-Nahrung und Fläschchen-Nahrung in guter Qualität ist. Grundsätzlich kannst du alle Sorten bedenkenlos verwenden. Wichtig ist, dass du zu Beginn, also in den ersten Wochen nach der Geburt sogenannte Pre-Nahrung verwendest. Diese hat eine Zusammensetzung speziell für Neugeborene und kann meist bis zur Einführung von Beikost gefüttert werden. Wenn du eine für dein Baby passende Marke gefunden hast, die es gut verträgt, rate ich dir bei dieser zu bleiben und die Marke, wenn möglich, nicht mehr zu wechseln. Die Pulvermilch Nahrung sollte immer frisch und genau nach Anleitung zubereitet werden – dazu weiter unten mehr. Übrigens, bei diesem, wie bei anderen Themen gilt: Wende dich mit Fragen an eine Hebamme, eine Ärztin oder einen Kinderarzt. Nach der Geburt bis zum Ende des neunten Monats ist die Hebamme für Fragen zum Stillen und Füttern des Babys zuständig. Die Kosten für die Beratung werden von den meisten Krankenkassen übernommen. Du achtest besonders darauf, dass deine Lebensmittel und die Nahrung für dein Baby aus Deutschland kommen? Dann schau doch mal bei unseren Freunden von Milupa vorbei! Ihre Milupa Babymilch wird mit viel Liebe im Herzen Deutschlands gemacht. Die Milupa Babynahrung enthält genau das, was kleine Bäuchlein brauchen, und es bleibt draußen, was nicht reingehört. Damit du auf dein Bauchgefühl vertrauen kannst.   Abgepumpte Muttermilch füttern Du kannst natürlich auch abgepumpte Muttermilch mit dem Fläschchen geben. Informiere dich über die Aufbewahrung der Muttermilch und beachte die Angaben, wie lang sich Muttermilch frisch hält und wie du sie erwärmen kannst.   Wie viel Säuglingsmilchnahrung sollte ein Baby bekommen? Sowohl Pre-Nahrung, als auch abgepumpte Muttermilch sollten immer nach Bedarf des Kindes gefüttert werden. Das heißt: dein Kind gibt den Trinkrhythmus vor! Hierbei kann die Trinkmenge von Tag zu Tag variieren. Häufigkeit und Menge entscheidet dein Baby, so wie es dies beim Stillen auch tun würde. Wunder dich also nicht, wenn die vorgegebene Menge in der Flasche nicht ausgetrunken wird – und zwinge dein Kind nicht dazu mehr zu trinken, als es möchte. Babys haben ein sehr gutes natürliches Sättigungsgefühl, auf das Verlass ist. Andersherum möchte dein Baby manchmal vielleicht mehr haben, als du zubereitet hast. Achte auf die Signale, die dein Baby dir gibt. Nicht getrunkene Milch muss aus Hygienegründen weggeworfen werden.   Fläschchen mit Pulvernahrung zubereiten Bereite das Fläschchen immer genau nach Angaben auf der Packung zu. Das ist wichtig, denn zu niedrig dosierte Milch, enthält zu viel Wasser und zu wenig Nährstoffe für die gesunde Entwicklung deines Babys. Zu wenig Wasser und zu viel Pulver hingegen, können dazu führen, dass dein Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt. Für die Zubereitung der Säuglingsmilch koche zuerst Wasser auf und lasse es abkühlen. Gib dann die gewünschte Menge Wasser in das Fläschchen. Die ideale Temperatur zum Fläschchen anrühren ist ca. 50 Grad Celsius. Es sollte nicht mehr kochend sein, da durch die Hitze Vitamine und Mineralstoffe zerstört werden könnten und das Milchpulver leichter verklumpt. Nachdem das Wasser in der Flasche ist, kannst du das Pulver hinzugeben und mithilfe des Dosierungslöffels portionieren. Verschließe anschließend die Flasche und schüttele sie so lange, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat und alles vermischt ist.   Was ist besser für Baby Fläschchen Nahrung: Leitungswasser oder stilles Mineralwasser? In Deutschland wird das Leitungswasser streng kontrolliert, so dass du es in der Regel ohne Bedenken für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden kannst. Wenn du dich absichern möchtest, kannst du dich über eure Wasserqualität beim örtlichen Wasserwerk oder beim Gesundheitsamt informieren und das Wasser kostenlos testen lassen. Du solltest immer nur kaltes Wasser aus der Leitung benutzen und zu Beginn kurz laufen lassen, damit abgestandenes Wasser abfließen kann. Verwende kein gefiltertes Leitungswasser, denn in Wasserfiltern finden sich häufig eine Menge Keime. Wenn du stilles Mineralwasser nutzen willst, achte darauf, dass es für Säuglingsnahrung zugelassen ist. Diese Information ist immer auf dem Etikett der Flasche vermerkt.   Fläschchen geben – Wie füttere ich mein Baby am besten? Die Haltung Wichtig ist, dass du bequem sitzt, denn nur so kannst du dich auch selbst entspannen und dich ganz deinem Baby zuwenden. In dem ihr beide gemütlich und einander nah seid, kann die Fläschchenmahlzeit ein inniger Moment für dich und dein Baby sein. Füttern mit der Flasche ist viel mehr, als reine Nahrungsaufnahme. Es werden mehrere Bedürfnisse deines Babys, wie Nähe, Wärme und Geborgenheit gleichzeitig gestillt. Gib deinem Baby beim Füttern gerne auch deine emotionale Zuwendung. Halte es nah und bequem in deinem Arm. Wechsle mal die Seiten und leg es in deinen anderen Arm, das fördert die Koordinationsfähigkeit deines Kindes. Ich rate davon ab, Babys körperfern, wie in einer Autoschale oder einer Babywippe zu füttern, denn Körperkontakt ist besonders für Säuglinge wichtig, hilft beim Bonding und auch beim Regulieren seiner Körpertemperatur.   Das Fläschchen geben Wichtig: Kontrolliere immer die Temperatur der Milch bevor du anfängst deinem Baby die Flasche zu geben! Die ideale Trinktemperatur beträgt 37 Grad Celsius. Um dies zu testen, kannst du ein paar Tropfen auf dein Handgelenk geben. Dort solltest du die Milch als angenehm empfinden – dann hat die Milch in der Regel die richtige Temperatur. Ist die Milch noch zu heiß, kannst du die Flasche unter laufendem kalten Wasser abkühlen bis die richtige Temperatur erreicht ist. Um mit dem Fläschchen geben zu beginnen, berühre mit dem Sauger sanft die Unterlippe deines Babys – so wird der Saugreflex ausgelöst. Am besten lässt du dann dein Baby den Sauger der Babyflasche selber in den Mund ziehen. Der Sauger sollte tief im Mund deines Babys sein, hierfür muss der Mund weit geöffnet werden und die Lippen, wie bei einem Fischmund nach außen gestülpt sein. Achte darauf, dass der Sauger beim Trinken immer vollständig mit Milch gefüllt ist, damit dein Baby beim Trinken nicht zu viel Luft einsaugt und später Blähung bekommt.   Wann ist mein Baby satt? Wann muss es ein Bäuerchen machen? Halte Blickkontakt zu deinem Baby und achte auf seine Signale. So bemerkst du, ob dein Baby eine Pause braucht oder Aufstoßen möchte. Manche Babys brauchen Pausen beim Trinken und machen zwischendurch gerne mal ein Bäuerchen. Andere trinken erst alles aus, bis sie satt sind und machen möglicherweise dann ein Bäuerchen. Gib deinem Kind nach dem Trinken unbedingt die Möglichkeit Aufzustoßen und ein Bäuerchen zu machen und leg es nicht direkt hin. Halte es eine Weile aufrecht im Arm, wenn du magst klopfte sanft auf seinen Rücken, dann kann sich ein Bäuerchen leichter lösen. Natürlich kommt aber nicht immer eins.   Hygiene beim Fläschchen füttern Alle Teile, die du beim Flasche geben verwendest – also Flaschen, Sauger und Verschlussringe – sollten nach jeder Mahlzeit gründlich ausgewaschen werden. Warte nicht zu lange, damit die Milchreste in der Flasche nicht antrocknen. Du kannst die Fläschchen entweder von Hand spülen oder bei etwa 65 Grad in die Spülmaschine packen. Wenn du mit der Hand spülst, verwende geeignetes Spülmittel und eine Flaschenbürste zum sauber machen. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob es nötig ist die Flaschen und Sauger nach jedem Benutzen zu sterilisieren oder auszukochen. Neue Studien haben gezeigt, dass dies nicht zwingend notwendig ist und bei einem gesunden Baby keine Vorteile bringt. Es reicht also aus, wenn du die Flaschen und Sauger gut spülst. Nach dem Reinigen sollte alles gut trocknen und trocken aufbewahrt werden. Dennoch würde ich dir empfehlen, zumindest in den ersten sechs Monaten, das Zubehör immer mal wieder zu sterilisieren. Du brauchst dafür keinen Vaporisator, sondern kannst alles auch im Topf mit Wasser für mindestens drei Minuten auskochen. Bitte wechsle außerdem die Sauger regelmäßig aus! Anders ist es bei Frühgeburten oder kranken Kindern, die beispielsweise im Krankenhaus versorgt werden, da sollte alles nach jeder Mahlzeit sterilisiert werden.   Liebe Eltern, ich wünsche euch wundervolle Stunden beim Fläschchen geben und Füttern. Und: es wurde früher oft gemacht, aber bitte achtet darauf, den Sauger eures Babys nicht selbst in den Mund zu nehmen! Denn so können Kariesbakterien übertragen werden. Von Herzen alles Liebe für dich, für euch und euer kleines Wunder, eure baybies-Hebamme Ana
Naturkosmetik für Babys: die Wundschutzcreme- DER Allrounder auf dem Wickeltisch?!

Naturkosmetik für Babys: die Wundschutzcreme- DER Allrounder auf dem Wickeltisch?!

Ein geröteter Babypopo kann vielerlei Ursachen haben: eine Begleiterscheinung des Zahnens, die Umstellung von Mutter-/Pulver- Milch auf Brei und/oder feste Nahrung, generelles Unwohlsein, Kränkeln, Fiebern und hinzukommend eine ohnehin zarte Babyhaut als Status Quo, die bedacht gepflegt sein will. Wichtig zu erwähnen sei, dass Dein Baby eventuell auch eine bestimmte Windelsorte nicht gut verträgt und darauf reagiert. Eine mögliche Windeldermatitis oder der sogenannte Windelsoor sollten besser von deiner Kinderärztin/deinem Kinderarzt behandelt werden, um deinem kleinen Schatz fachmännisch Abhilfe schaffen zu können. Lass dich gern beraten, wenn du dir unsicher bist. Generell gilt aber: so wenig Pflege wie nötig, so viel wie möglich. Als Mama von drei kleinen Kindern und Naturkosmetikerin befürworte ich klar den minimalistischen Wickeltisch, bedeutet: eine bedachte Auswahl an Pflege hat es in das kleine Körbchen geschafft und wird täglich genutzt, weil es genau jene Pflege ist, die die sensible Baby-Haut meiner Zwillinge (und ebenso die der großen Schwester) schützt und versorgt. Neben der leichten baybies Baby Lotion und dem baybies Baby-Öl stellt die baybies Wundschutzcreme den wichtigsten Begleiter unserer Wickelroutine dar. Meine ganz klaren GO´s für die Wundschutzcreme von Baybies aus fachfraulicher und privater Instanz anbei: ohne Duftstoffe & Alkohol Dreifache Wirkstoffkombination zur Beruhigung und Wundheilung: nicht ausschließlich Zink (wie oftmals der Fall), sondern ebenso Ringelblume und Zaubernuss in Bio-Qualität, Bisabolol (Hauptwirkstoff der Kamille) Ebenso vorbeugend und nicht ausschließlich die Symptome „bekämpfend“ durch Bio-Shea- und Bio- Kakaobutter sowie Sonnenblumenöl Nässeschutz, Feuchtigkeitsbarriere schützend Vegan, nachhaltig, zertifiziert (NATRUE) Ein gemeinsamer Blick auf die Inhaltsstoffe en Detail zeigt, wie zielgerichtet diese Wirkstoffkomposition den empfindlichen Windelbereich deines Babys schützt und beruhigt. Insbesondere die Virginische Zaubernuss (Hammamelis virginiana) lindert Entzündungen und Juckreiz: Wenn der gerötete Popo also besonders angeschlagen ist, ist die Zaubernuss Gold wert. Der entzündungshemmende Teil des Kamillenöls, nämlich Bisabolol beruhigt intensiv und wirkt heilend. Ein solch altbewährter Wirkstoff, der die baybies Wundschutzcreme so wunderbar abrundet! Definitiv noch erwähnenswert: die Ringelblume, du findest sie auf der INCI-Liste auf der Rückseite der baybies-Tube unter „Calendula officinalis“ und bekannt ist dieser Wirkstoff als DIE Heilpflanze unter den Korbblütlern. Wusstest du, dass die reine Ringelblumensalbe früher nach Operationen zur Wundheilung und gegen Schwellungen eingesetzt wurde? Genau: Jeder wunde Popo stellt eine Wunde dar, die es zu heilen gilt. Nicht selten auch leicht geschwollen neben der offensichtlichen Rötung. Calendula ist wirksam und natürlicher denn je. Zusammengefasst: Ein unschlagbares Pflege-Trio für Dein und mein Baby. Mein Tipp: Auch prima für kleine Wunden bei den Geschwisterkindern nach einem kleinen Roller-Unfall nebst aufgeschürftem Knie. Hier eine super SOS-Hilfe für uns und vielleicht auch für Dich! Und was ist mit Hausmitteln? Oh, ein guter Punkt, denn natürlich braucht es nicht immer ein Produkt, eine Creme oder eine Tinktur, aber: früher (und nicht selten auch heute) wurde/wird oftmals schwarzer Tee bei wundem Po empfohlen: der erkaltete Aufguss in konzentrierter Form sollte durch seine Gerbstoffe entzündungshemmend und beruhigend wirken. ABER: Viel zu schnell entwickeln sich hierbei Bakterien und Keime, die den geplagten Baby-Po umso mehr zusetzen können. Tipps und Tricks aus dem Haushalts-Repartoire sehr gern, aber nicht immer DER Helfer, so meine persönliche Einstellung mit dem Hintergrund aktueller Studien und Entwicklungen im Naturkosmetik-Segment. Meine Tipps für eine unterstützende Linderung bei wundem Babypopo: Regelmäßiger denn je dein Baby wickeln und „lüften“, ggf. ohne Windel auf die Krabbelmatte legen und strampeln lassen Feuchttücher möglichst vermeiden und auf einen weichen Mull-Waschlappen mit klarem Wasser zurückgreifen, Windelbereich im Anschluss gründlich abtrocknen Windelhersteller wechseln, sofern die Hautveränderung klar darauf zurückzuführen ist; ansonsten lieber mit einem Wechsel warten, um der Babyhaut nicht zu viel zuzumuten Wundschutzcreme immer dünn auftragen und nach Anbruch binnen ca. 6 Monate aufbrauchen oder entsorgen, da Wirkstoffe „umkippen“, d.h. Wirkformula kontraproduktive Veränderungen aufweisen können;  Und ein ganz persönliches Anliegen noch zuletzt: Duftstoffe solltest du möglichst immer bei der Babypflege vermeiden und stattdessen den natürlichen Duft deines Babys genießen und aufsaugen. Besonders aber bei der Pflege im Windelbereich machen Duftstoffe so gar keinen Sinn und sollten eher ein Ausschlusskriterium für den Kauf des Produkts sein. Schau auch gern auf Konservierungsstoffe und Mineralöle, die die Creme zwar haltbar und geschmeidig machen, aber nichts auf sensibler Babyhaut zutun haben. Ba(y)bies first 😊. Nimm dir Zeit für Dich und Dein Baby beim Wickeln, kuschelt, spielt, seid beisammen und steht den ersten wunden Popo gemeinsam durch, sodass ihr alle wieder zu Kräften kommt! Ihr macht das super zusammen! DU und DEIN Baby!   Alles Liebe, Deine Gastautorin Lisbeth (Lisa A. Bednarek), selbst 3-fach Mama und Naturkosmetikerin, vom Kreativ-Duo wirplus3   Quellen: Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2016.
Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an

Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an

Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an Das Thema Kinderschlaf führt früher oder später in vielen Familien zu großen Herausforderungen. Guter Schlaf ist aber eine wichtige Voraussetzung für Deine Gesundheit und eine hohe Lebensqualität. Babys und Kleinkinder, die lange brauchen, um einzuschlafen oder nachts mehrmals erwachen, verhindern oftmals die ungestörte Nachtruhe ihrer Eltern. Sie sind oft über Monate bis Jahre auf deren nächtliche Unterstützung angewiesen. Babys und Kleinkinder brauchen – auch nachts - Körperkontakt und Nähe. Die Schlafentwicklung eines Babys ist ein Reifeprozess, der gut 3 Jahre umfassen kann. Die folgenden Tipps sollen Euch helfen, das Thema möglichst entspannt aber ausreichend informiert angehen zu können. Wir haben dazu mit Schlafexpertin Stephanie Klausmann gesprochen und uns ihre Profi-Ratschläge und Tipps geholt: Informiert euch über das kindliche Schlafverhalten Der kindliche Schlaf ist anders aufgebaut als der der Erwachsenen. Neugeborene haben noch keinen festen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt; sie schlafen in kurzen und unregelmäßigen Abständen; rund um die Uhr. Erst im Verlauf des ersten Lebensjahres verlegt ein Kind seinen Schlaf zunehmend in die Nacht. Lasst euer Baby von Anfang in eurer Nähe Schlafen ist wie Essen, Sprechen und Laufen: ein Entwicklungsprozess. Schlafen ist lebensnotwendig und muss nicht erlernt werden. Ein Kind muss jedoch lernen, das Vertrauen aufzubauen, auch nachts nicht alleine gelassen zu werden und entspannt einschlafen zu dürfen. Am besten kann euer Kind diese sensible Entwicklung durchlaufen, indem es von Anfang an in bei euch schlafen darf, so dass sein Bedürfnis nach Sicher- und Geborgenheit voll und ganz gestillt wird. Mit dem Älterwerden lernt ein emotional gefestigtes und sicher gebundenes Kind automatisch, auf eure Anwesenheit zu vertrauen, auch wenn ihr nicht unmittelbar bei ihm seid. Beachtet beim gemeinsamen Schlafen die Sicherheitsmaßnahmen  Genug Platz für Alle Wiegen, Gitter- und Kinderbetten nur kurze Zeit zum Einsatz bringen. Sie entsprechen oft nicht den kindlichen Bedürfnissen. Die meisten Kinder sind in den ersten Monaten bis Jahre ihres Lebens zumindest zeitweise auf Körperkontakt mit den Eltern angewiesen, um entspannt schlafen zu können. Eine Investition, die sich für alle Familien über Jahre hinweg auszahlt, ist der Kauf oder Bau eines großen Bettes, in dem ihr auch dann gut und bequem schlafen könnt, wenn die Kinder bei euch schlafen. Auch ältere Kinder kommen hin und wieder nachts gerne zu den Eltern, gerade wenn der erste Schultag bevorsteht, ein Geschwisterchen geboren wird oder sie etwas anderes belastet. Nehmt es gelassen, wenn euer Kind noch nicht durchschläft Für viele Eltern scheint das „Durchschlafen“ des Kindes das große Endziel zu sein. Jedoch wird diese Erwartung, gerade in Europa viel zu früh angestrebt. „Durchschlafen“ bedeutet nicht, dass ein Kind die ganze Nacht ununterbrochen schläft. Zum Beispiel Ängste, Zahnen, Krankheit, Entwicklungsschritte oder Tageseindrücke, die verarbeitet werden müssen, beeinflussen den Schlaf. Frühes Durchschlafen ist nicht im Interesse der kindlichen Entwicklung. Oder umgekehrt ausgedrückt: Die REM-Phasen sind wichtig für die intensive Gehirnentwicklung und das häufige Aufwachen schützt das Kind vor dem Plötzlichen Kindstod. Ein Steinzeitbaby hätte keine einzige Nacht überlebt, wenn es irgendwo alleine abgelegt worden wäre. Sinn des biologisch angelegten Bindungsverhaltens eines schutzbedürftigen Babys ist es, jegliche Trennung von seiner Bindungsperson zu verhindern, insbesondere nachts. Rasch Nähe signalisieren, wenn euer Baby weint Babys und Kleinkinder, die bei den Eltern schlafen dürfen, schreien meist weniger, da ihre Bindungspersonen bereits in unmittelbarer sind. Stillkinder können idealerweise ohne Aufwand an die Brust genommen werden und schlafen schnell wieder ein. Die Nacht und das Alleinsein sind auch für ein Kleinkind beängstigend. Es braucht immer wieder die Versicherung, dass es in Sicherheit ist. Je zuverlässiger ihr verfügbar seid, desto besser kann es beruhigt werden und wieder einschlafen. Passt eure Erwartungen der Reife eures Kindes an Untersuchungen in anderen Kulturen haben gezeigt, dass diese deshalb keine kindlichen Schlafstörungen kennen, weil sie ganz andere Erwartungen an das Verhalten ihrer Kinder haben. Während in Europa oder Nordamerika bereits Eltern von Säuglingen besorgt den Kinderarzt aufsuchen, wird in Südamerika, Afrika oder Indien erst mit 3 bis 5 Jahren von einem Kind erwartet, dass es alleine und die ganze Nacht durchschläft. Schlafen ist ein biologischer und emotionaler Reifeprozess. Weitere Faktoren, die auf natürliche Art helfen können eine gute Schlafqualität zu erreichen: Licht & Dunkelheit Licht und Dunkelheit haben einen enormen Einfluss auf unser Wach- und Schlafverhalten. Der menschliche Organismus richtet sich weitgehend nach einem zirkadianen, d.h. ungefähr 24 Stunden dauernden Rhythmus; die „innere Uhr“. Rhythmus & Siesta Ein regelmäßiger Rhythmus, das heißt Aufstehen und Zubettgehen immer etwa zur selben Zeit erfolgen zu lassen kann die Schlafqualität verbessern. Regelmäßig eine Siesta zu machen, hat laut Forschern eine langfristig positive Auswirkung auf unsere Gesundheit. Wann immer Eltern es sich einrichten können, sollten sie es ihrem Kind gleichtun und tagsüber schlafen oder sich zumindest eine Weile hinlegen und entspannen. Bewegung Die meisten Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass sie nach einer Wanderung oder Sport abends wesentlich besser einschlafen. Sich tagsüber viel, am besten draußen zu bewegen, führt nachts zu Entspannung. Das gilt auch für Kinder. Genug Schlaffläche Eltern, die ihr Kind bei sich schlafen lassen, haben oft zu enge Platzverhältnisse. Co-Sleeping bedeutet nicht, dass man wie eine Sardine in der Büchse liegen muss. Es lohnt sich, langfristig zu denken und die Schlaffläche so groß wie möglich zu gestalten; also ein ganzer Schlafplatz pro Person. Elektrosmog Immer mehr Menschen beklagen, dass die zunehmende Strahlung aus unserer technisierten Umwelt ihre Gesundheit und ihren Schlaf beeinträchtigt. Die meisten Felder, die durch Elektrosmog entstehen, sind selbstverursacht. So gibt es z.B. den Fernseher im Schlafzimmer, den Radiowecker auf dem Nachttisch oder das schnurlose Telefon oder Handy direkt am Bett. Luftqualität & Raumtemperatur Gegen Abend sinkt bei allen Menschen - bei Frauen etwas früher - die Körpertemperatur und gleichzeitig nimmt die Müdigkeit zu. Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise zwischen 16 - 18 Grad liegen. Tagsüber lüften und vor dem Zubettgehen ist sinnvoll, im Winter kann bei trockener Luft ein Luftbefeuchter hilfreich sein. Ernährung Auch die Verdauung und der Stoffwechsel orientieren sich an zirkadianen Rhythmen. Optimal und dem menschlichen Organismus angepasst ist es, morgens und mittags energiereich, abends nur noch wenig zu essen. Dies gilt nicht für Säuglinge, die hauptsächlich aufgrund des enormes Gehirnwachstums im ersten Lebensjahr noch rund um die Uhr auf Nahrungszufuhr angewiesen sind! Eine möglichst gesunde, biologische und naturbelassene Ernährung mit wenig Alkohol, Kaffee und künstlichen Zusatzstoffen wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Schlafqualität aus. Entspannung Bei allen Tipps rund um eine gute Schlafqualität gibt es ein Element ohne das Schlaf nur schwer möglich ist: Entspannung. Wer unter Schlafproblemen leidet, weiß, wie schwierig es ist, angespannt einschlafen zu wollen. Kreisende Gedanken, negative Gefühle wie Angst und Sorgen, ein hoher Stresspegel aufgrund eines fordernden Alltags verhindern ein inneres Zur-Ruhe-Kommen. Was immer der Entspannung dient, fördert auch einen erholsamen Schlaf. Hilfreich sind neben den bereits erwähnten Faktoren: Die Natur: Insbesondere der Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Cortisolspiegel und ist somit beruhigend. Berührung: Liebevolle zwischenmenschliche Berührung und Körperkontakt versetzen uns in einen ähnlichen Zustand, in dem wir uns auch im Schlaf befinden; sie reduzieren nachweislich Schmerzen, fördern das Wohlbefinden und somit auch das Einschlafen.  Gerade während heißer Sommertage ist eine Mittagsruhe, sowie keine direkte Sonneneinstrahlung um diese Zeit zu beachten. Ein abgedunkeltes & kühles Zimmer, sowie Schlafen nach Bedarf und zusätzliche Trinkeinheiten helfen Dir & deinem Baby gut durch den Sommer!   Wir wünschen Euch entspannte Nächte und allzeit einen guten Schlaf, Euer baybies-Team
Babys baden – Tipps von unserer Hebamme

Babys baden – Tipps von unserer Hebamme

Babys baden – Tipps von unserer Hebamme Die allermeisten Babys lieben es: Baden. Das wohlig warme Wasser dient dabei nicht nur dem Waschen, sondern kann ein schöner und entspannter Moment für Baby und Eltern sein. Babys baden kann beim Bonding helfen und bietet euch die Möglichkeit für Berührungen, Nähe und Streicheleinheiten mit eurem Baby. So schön das alles klingt, so ungeübt sind oft die Handgriffe am Anfang. Denn ja, das Baby ist glitschig und kann sich natürlich nicht alleine über Wasser halten. Aber keine Sorge: den richtigen Griff werdet ihr schnell raushaben und dann ist das alles – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Kinderspiel. In diesem ‚Babys baden‘ Blogartikel erfährst du: Worauf sollte man beim ersten Babybad achten? Wann sollte ein Neugeborenes das erste Mal gebadet werden? Zu welcher Tageszeit badet man ein Baby am besten? Wie oft sollte ein Baby gebadet werden? Worin badet man Babys am besten? Tipps für einen entspannten Badeablauf.  Das erste Mal baden – Worauf sollten Eltern zu Beginn achten? Das allererste Babybad – oh ja! – das ist aufregend und meist eine feucht-fröhliche Angelegenheit. Ich empfehle euch das erste Bad gemeinsam mit eurer Hebamme zu machen. Sie kann euch Tipps und Tricks geben und euch die passenden Handgriffe zeigen. Die ersten Bäder macht ihr dann am besten zu zweit. Es ist schön eine helfende Hand zur Seite zu haben, außerdem könnt ihr euch so an die Griffe gewöhnen und gemeinsam Routinen schaffen. Baden kann ein wunderbares Abendritual sein. Durch das warme Wasser wird das Baby entspannt und schläfrig und kann anschließend oft gut einschlafen. Feste Routinen helfen eurem Kind außerdem dabei einen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden. Baden kann zu einer SPA Routine werden, in dem du dein Baby nach dem Baden mit einer sanften Babymassage verwöhnst. Ich finde es wichtig das Baden und besonders die Babypflege verbal zu begleiten. Sprich mit deinem Baby und erkläre ihm was du vorhast bzw. was du gerade machst.   Wann sollte das Baby das erste Mal gebadet werden? Früher wurden Babys direkt nach der Geburt mit viel Schaum und Seife gebadet und gewaschen. Heute weiß man, dass dies keine gute Idee ist und macht das nicht mehr. Die Haut eines Neugeborenen ist dünn und empfindlich. Der Säureschutzmantel ist nicht fertig ausgebildet, der ph-Wert noch neutral und bietet damit wenig Schutz. Erst eine Weile nach der Geburt pendelt sich der ph-Wert durch die Besiedlung mit physiologischen Hautkeimen nach und nach ein. Deswegen sollte auch noch vorhandene Käseschmiere (Vernix) nicht von der Haut abgewaschen werden. Sie dient der Haut zum Schutz und zieht mit der Zeit in die Haut ein. Wenn sich die Käseschmiere in Hautfalten festsetzt und nicht einzieht, könnt ihr diese vorsichtig mit Wasser und einem sanften Öl entfernen. Das ist sinnvoll, damit sich dort keine Bakterien ansammeln und es nicht anfängt zu „müffeln“. Der Bindungsaufbau zu deinem Baby geschieht auch über die Nase. Das bedeutet: Dein Baby sollte nach Baby riechen und nicht nach Seife. Deswegen rate ich dir dein Baby in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Geburt nicht zu baden, damit sein natürlicher Geruch erhalten bleibt. Viele Hebammen empfehlen mit dem ersten Bad zu warten bis der Nabelschnurrest abgefallen ist – dies geschieht meist nach fünf bis neun Tagen. Wichtig für den richtigen Zeitpunkt ist auch das Befinden der Mutter. Wenn du dich noch nicht fit genug fühlst und Beschwerden hast, warte ruhig ein paar Tage bis du bereit bist für euer erstes Babybad. Also du siehst auch hier: den passenden Zeitpunkt fürs erste Bad könnt ihr als Familie selber wählen. Es gibt hierbei kein falsch oder richtig.   Morgens, Mittags oder Abends? Zu welcher Tageszeit badet man ein Baby am besten? Jedes Baby hat andere Vorlieben. Für jede Familie ist eine andere Zeit passend. Allgemein gesagt: Es ist total egal, ob euer Babybad Abends oder Morgens stattfindet. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du dein Baby badest: Dein Baby sollte wach und satt sein – müde und hungrige Babys baden nicht gerne und werden quengelig. Übrigens: Auch wenn du dein Baby vor dem Baden gefüttert oder gestillt hast, kann es gut sein, dass es anschließend wieder Hunger hat. Viele Babys wollen direkt wieder gestillt werden oder einfach nur zur Beruhigung saugen. Grundsätzlich gilt: Das Hungerbedürfnis deines Babys geht immer vor. Sollte dein Baby während des Badens unruhig und hungrig werden, nimm es aus der Wanne, wickele es in ein warmes Handtuch und stille oder füttere es. Anschließend kannst du es in Ruhe richtig abtrocknen, eincremen und anziehen. Für das Baden solltest du ausreichend Zeit Auch wenn die eigentliche Badedauer nur kurz ist, braucht die ganze Prozedur ihre Zeit. Damit es ein schönes und entspanntes Ritual wird, solltest du keinen Zeitdruck haben. Suche dir einen Zeitpunkt, an dem du Zeitpuffer hast und keine Störungen erwartest. Du solltest dein Baby nicht zum Baden zwingen. Jeder Tag ist anders und es gibt Tage, an denen dein Baby schlecht drauf ist, einen Wachstumsschub hat oder insgesamt am Quengeln ist. Wenn dein Baby schreit und nicht bereit ist für ein Bad oder es dir selbst gerade zu viel ist, verschieb das Baderitual lieber. Du kannst an diesen Tagen dein Baby einfach mit einem Waschlappen sauber machen. Wie oft sollte ich mein Baby baden? Gerade am Anfang, in den ersten Lebenswochen, reicht es aus dein Baby ein bis zweimal pro Woche zu baden. Richtig schmutzig ist dein Baby sowieso noch nicht (außer vielleicht im Windelbereich ;) ) und schwitzen tun Neugeborene auch noch nicht stark. Später, und wenn deinem Baby das Baden gefällt, kannst du es natürlich häufiger baden. Gesicht, Hände und besonders die Hautfalten solltest du einmal am Tag mit einem nassen Waschlappen reinigen. Für die Hautfalten eignet sich eine Öl-Wasser Mischung sehr gut. Bitte achte darauf die Hautfalten anschließend wieder gut abzutrocknen bzw. mit einem Tuch trocken zu tupfen.   Worin bade ich mein Baby am besten? Für Babys gibt es sowohl Babybadewannen, als auch Badeeimer. Was euch besser gefällt, müsst ihr selbst entscheiden. Eine Babybadewanne könnt ihr länger verwenden, weil sie größer ist, als der Eimer. Der Badeeimer hingegen ist in der Regel zu Beginn leichter in der Handhabung, da ihr euer Baby hier mit einem einfachen Nackengriff leicht mit einer Hand halten k Viele Babys fühlen sich durch die engere Begrenzung und die embryonale Haltung besonders wohl im Badeeimer. Außerdem ist er platz- und wassersparend. Je nach dem, wie groß eure Waschbecken sind, könnt ihr euer Baby auch dort baden. Aber Achtung: achtet darauf den Wasserhahn nicht versehentlich aufzudrehen, wenn euer Kind darunter liegt. Egal für welche Variante ihr euch entscheidet: Euer Baby darf nie alleine im Wasser gelassen werden – auch nicht bei nur wenig Wasser in der Wanne! Wenn eine Unterbrechung unvermeidbar ist, müsst ihr das Baby immer aus dem Wasser nehmen, in ein warmes Handtuch wickeln und auf dem Arm mitnehmen. Achtet beim Baden auch darauf, dass ihr selbst in einer bequemen Haltung seid. Auch ihr solltet bequem sitzen oder stehen und euch entspannen können.   Badedauer – Wie lange sollten Babys baden? Die Badedauer sollte nicht zu lange sein, damit dein Baby nicht auskühlt. Am Anfang reichen fünf bis sieben Minuten schon aus, denn Neugeborene kühlen zügig aus, werden schnell müde und hungrig. Später, wenn dein Baby älter ist und das Baden genießt, kann die Dauer natürlich länger sein.   Badetemperatur – Wie warm soll ein Babybad sein? Die Wassertemperatur sollte 37 Grad Celsius betragen. Das fühlt sich für euch vielleicht kühl an, ist aber perfekt fürs Baby. Die Temperatur könnt ihr mit einem Badethermometer überprüfen. Sobald das Wasser zu kalt wird, solltet ihr das Baby aus der Wanne holen. Achtet auch darauf, dass der Raum nicht zu kalt ist, damit es euer Kind nach dem Baden schön warm hat.   Babys baden – Tipps für einen entspannten Ablauf: Die Vorbereitung: Neugeborenen können die Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren und kühlen schnell aus, deswegen ist es wichtig das Bade-Zimmer vorzuwärmen. Der Raum in dem ihr badet, sollte angenehm warm sein (nicht unter 22 Grad) und keine Zugluft haben. Temperaturunterschiede sind eine Herausforderung für Neugeborene. Am besten wärmt ihr auch die Handtücher schon vor. Das geht super auf einer Heizung oder unter dem Heizstrahler am Wickeltisch. Legt alle Utensilien griffbereit, die ihr während des Badens braucht, damit ihr den Raum nicht mehr verlassen müsst. Hierzu gehören: Waschlappen, Badethermometer, evtl. Badezusatz oder Baby Badeöl, evtl. ein Mulltuch und 1 warmes Handtuch. Auch den Wickeltisch könnt ihr vorab einrichten: Legt eine Windel bereit, frische Anziehsachen und – wenn ihr einen habt – knipst den Heizstrahler an, dann ist es auch hier schön warm. Wenn alles bereit liegt, könnt ihr das Wasser einlassen. Die Wanne oder der Eimer sollten relativ voll sein, so dass die Schultern deines Babys mit Wasser bedeckt sind. Überprüft die Wassertemperatur bevor ihr das Baby ins Wasser hebt.   Badezusätze: ja oder nein? In den ersten Wochen kannst du einfach klares Wasser zum Baden verwenden oder ein paar Tropfen von einem hochwertiges Öl mit ins Wasser geben. Ich empfehle das baybies Baby Öl. Das eignet sich super, da es duftstofffrei ist und die zarte Babyhaut pflegt. Später könnt ihr denn gerne einen milden und hochwertigen Badezusatz für Neugeborene verwenden: Das baybies Babybad hat eine wunderbar rückfettende Wirkung, so dass Babyhaut durch das Wasser nicht ausgetrocknet wird.   Der Badeablauf: Am besten lässt du dir vor dem ersten Bad von deiner Hebamme zeigen, wie du dein Baby am besten hältst. Baden in der Babybadewanne: Der Babykopf und die Schultern liegen auf deinem linken Unterarm. Mit den Fingern und Daumen umfasst du das Ärmchen in der Achselhöhle, mit der rechten Hand kannst du unter den Po fassen und dein Baby langsam, mit den Füßen zuerst, ins Wasser gleiten lassen. Im Wasser kannst du dann die rechte Hand vom Po lösen. Dein Baby liegt auf deinem linken Unterarm, während du die rechte Hand frei hast, um dein Baby zu waschen. Wenn du dein Baby mit einem Waschlappen waschen möchtest, starte oben bei den Schultern, säubere alle Hautfalten und wandere runter bis zu den Füßen. Die Haare solltest du zuletzt waschen, da Babys besonders über den Kopf und nasse Haare schnell auskühlen.   Baby Baden im Badeeimer: Beim Baden im Eimer hältst du lediglich den Kopf von deinem Baby sanft fest. Dies kannst du mit einer oder mit zwei Händen am Kiefer und Nacken machen. Lass dir gerne von deiner Hebamme den genauen Griff zeigen. Nur der Kopf deines Babys ist beim Baden im Eimer über Wasser. Die nasse Haut, insbesondere, wenn du Öl oder ein Badezusatz verwendest, kann ganz schön glitschig sein – halte dein Baby gut fest, wenn du es aus dem Wasser hebst.   Nach dem Baden – Babys richtig abtrocknen: Wickele dein Baby nach dem Baden direkt in ein warmes Handtuch, damit es nicht friert. Dann kannst du dein Baby vorsichtig abtrocknen und überprüfen, ob alle Hautfalten sauber und vor allem trocken sind. Die Haut bitte nicht trocken rubbeln, sondern tupfen und sanft trocknen. Wenn du dem Badewasser Öl hinzugefügt hast, kannst du die Reste in die Haut einmassieren. Je nach Haut kannst du dein Baby auch mit einer milden Babylotion eincremen (baybies Babylotion verlinken) oder es mit Öl sanft massieren.   Babypflege und Wasserspaß Ja, die meisten Babys lieben ein warmes Bad und haben viel Spaß in der Wanne. Es kann zu Beginn aber auch sein, dass dein Baby beim Baden überfordert ist. Achte auf seine Bedürfnisse. Wenn dein Baby im Wasser schreit, kann es daran liegen, dass ihm eine Begrenzung fehlt. Hierfür kannst du ein Mulltuch oder einen großen Waschlappen zu Hilfe nehmen: Lege ihn auf den Bauch deines Babys. Das Tuch saugt sich mir dem warmen Wasser voll und gibt deinem Kind eine Begrenzung. Noch ein Tipp: Zieht euch selbst beim Baden Kleidung an, die nass werden darf ;) ...denn wenn euer Baby erstmal entdeckt, wie toll Wasser ist, gehören Planschen und Wassertrampeln zum Programm! Ich wünsche euch viel Freude bei gemeinsamen Wasserspielen, eure baybies Hebamme Ana
Baby Erstaustattung – Tipps und Checkliste

Baby Erstaustattung – Tipps und Checkliste

Baby Erstaustattung – Tipps und Checkliste Der Nestbautrieb lässt grüßen und es dauert nicht mehr lang. Ja, ihr seid voller Vorfreude, Aufregung und am Überlegen, was ihr alles braucht. Was da sein sollte, wenn euer Baby das Licht der Welt erblickt. Es gibt zahlreiche Listen und Empfehlungen, wie eine Baby Erstausstattung aussehen sollte. Was ihr tatsächlich benötigt, ist immer individuell, hängt davon ab, wie ihr Alltag und Nachtschlaf gestalten wollt und ob ihr ein Sommer- oder Winterbaby erwartet. In diesem Artikel findet ihr eine Orientierung und Tipps, wie eine Erstausstattung für euer Baby aussehen kann: Baby Erstausstattung zum Schlafen Erstausstattung zum Stillen und Fläschchen geben Erstausstattung für Unterwegs Erstausstattung fürs Wickeln und Babypflege Kleidung für eine Baby Erstausstattung Baby Erstausstattung Schlafen 2 Schlafsäcke: Je nach Jahreszeit gibt es Winter- und Sommerschlafsäcke. Ein Schalfsack ist die sicherste Option zum Schlafen für dein Baby Dieser kann, im Gegensatz zu einer Decke und Kissen, nicht über das Gesicht rutschen. In unserem baybies Blog findest du einen Artikel zum Thema Sicherer Babyschlaf, wo du mehr dazu erfährst. Babybett/Beistellbett: Wenn ihr nicht plant, dass euer Baby mit im Familienbett schläft, braucht ihr ein Bett für euer Baby. Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten. Das Beistellbett kommt direkt an euer Bett ran und ist zu euch hin geö Ein typisches Babybett ist ein eigenständiges und freistehendes Bettchen. Ins Babybett gehören außerdem: eine Babymatratze, Matratzenschoner und Spannbettlaken. Optional und wenn du dein Baby tagsüber ablegen willst, empfehle ich: eine Babywiege oder Federwiege. Babynest: Mein Hebammentipp! Ein Babynest kann vielseitig verwendet und überall hingelegt werden. Viele Babys schlafen gerne in einem Nest und fühlen sich geborgen durch die seitlichen Begrenzungen. Pucktuch: Ebenfalls ein Allrounder, den man zum Pucken, Kuscheln, Einwickeln, als Spuckschutz und zum Zudecken verwenden kann. Ein Babyfon, damit ihr hört, wenn euer Kind weint. Erstausstattung Stillen oder Füttern Erstausstattung Stillen 2-3 bequeme Still-BH´s für die stillende Mama: Am besten ein bis zwei Nummern größer als sonst. Tolle gibt's u.a. ooia  Stilleinlagen: Es gibt Einmal-Stilleinlagen oder waschbare, wiederverwendbare Stilleinlagen Brustwarzensalbe Stillkissen: Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten und Größen. Mein Tipp: Kauf' dir ein langes Stillkissen, eine sogenannte „Stillwurst“, schon in der Schwangerschaft. Dieses kannst du super zum Schlafen auf der Seite und zum Stützen vom Babybauch nutzen. Milchpumpe: Für mich gehört eine Milchpumpe nicht zur unbedingt notwendigen Baby Erstausstattung. Wenn du nach der Geburt merkst, dass eine Milchpumpe eine Erleichterung für dich wäre, kannst du dir eine besorgen oder ausleihen. Oft geht das im Krankenhaus, in einer Apotheke oder in deinem Freundeskreis.   Erstausstattung Füttern & Flaschennahrung 6 Fläschchen 6 Sauger Größe 1 Sauger-und Flaschenbürste zum Reinigen Thermoskanne: zum Zubereiten der Flaschennahrung für unterwegs. Falschennahrung / Milchpulver / Pre Nahrung: Hier gibt es viele verschiedene. Lass dich am besten von deinem Kinderarzt oder einer erfahrenen Hebamme beraten, welches Milchpulver für Euch am besten geeignet ist.   Baby Erstausstattung für Unterwegs Babytrage oder Tragetuch: Für mich als Hebamme ein Must-Have! Alle Babys lieben es getragen zu werden, außerdem erleichtert es dir den Alltag. Wir haben auf unserem Blog einen Blogartikel mit allen wichtigen Infos und Tipps zum Thema Babytragen, in dem du alles dazu nochmal nachlesen kannst. Kinderwagen: Je nach Jahreszeit mit einem passenden Fußsack, evtl. Lammfell oder eine vegane Alternative und einem Kinderwagen Sonnenschutz. Weiche Babydecke aus hochwertigen Materialien. Optional: Babyschale für’s Auto: In größeren Städten kann man sich häufig Babyschalen ausleihen. Wickeltasche: Für alle die viel unterwegs sind, ist das eine sinnvolle Anschaffung. Es muss aber natürlich nicht unbedingt eine tatsächliche Wickeltasche sein, eine große und geräumige Tasche tut es auch.   Baby Erstausstattung Wickeln und Pflege Die Haut eures Babys ist dünner, als die Haut eines Erwachsenen. Sie braucht daher eine andere Pflege. Bei Babys ist die hauteigene Schutzfunktion noch nicht fertig ausgebildet, so können Schadstoffe leichter in die Haut eindringen und die Babyhaut kann leichter austrocknen. Du brauchst in den ersten Wochen und den ersten Monaten nicht viele Pflegeprodukte. Wichtig ist, dass du auf die Qualität und Inhaltsstoffe der Produkte achtest. Es sollten unbedingt hochwertige Pflegeprodukte ohne Duftstoffe sein. Am besten aus natürlichen Inhaltsstoffen und frei von unnötigen Zusätzen, die die Haut reizen oder sogar Allergien auslösen können. Auf unserem Blog findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema Neugeborenen Pflege, wo du alles detailliert nachlesen kannst. Was ich außerdem empfehle: Einen Wickeltisch mit passender Wickelauflage. Ein Wickeltisch ist natürlich kein Muss, du kannst auch auf dem Boden oder dem Bett wickeln. Ich als Hebamme und Mama erlebe einen Wickeltisch im Alltag aber als sehr praktisch und rückenfreundlich. Windeln Schale für Wasser: Zum Wickeln und Waschen. Waschlappen oder dünne waschbare Stofftücher und/oder Baby Reinigungs-Wattepads: ebenfalls zum Wickeln und Waschen des Baby Popos. Hochwertiges Babyöl: Ein Babyöl ist ein Allrounder und mein Must-Have auf dem Wickeltisch. Es ist super praktisch am Anfang zum Reinigen des Windelbereichs, zur Faltenpflege, zur Babymassage und auch als Badezusatz. Ich verlinke dir hier das baybies Babyöl. Pflegecreme/ Pflegelotion Wundschutzcreme Mildes Babybad Weiche Handtücher zum Unterlegen und Abtrocknen Mulltücher: Davon kannst du am Anfang nie genug haben. Die Tücher kannst du zum Abtrocknen nehmen, als Spucktuch, zum Stillen, als kleine Decke für unterwegs und je nach Größe auch als Spucktuch. Babynagelschere: Diese unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Nagelschere, denn sie ist vorne abgerundet und ich finde sie deutlich praktischer und sicherer als einen Nagelknipser. Du findest Babynagelscheren beispielsweise im Drogeriemarkt. Babywanne oder Badeeimer und evtl. ein Badethermometer. Optional: Windeleimer Milde Feuchttücher für unterwegs: Achte darauf, dass diese keine Duftstoffe und so wenig wie möglich Zusätze haben. Babyhaarbürste Wärmelampe für den Wickeltisch oder die Wickelkommode.   Kleidung für deine Baby Erstausstattung Man braucht am Anfang gar nicht so viele Klamotten, wie man vielleicht denkt. Wichtiger als die Masse, ist die Qualität: besser ein paar gute, hochwertige Teile aus einem Wolle-Seide Gemisch, als ein Schrank voll mit synthetischen billig Bodys. Wie schon weiter oben erwähnt ist die Haut eures Babys dünn und empfindlich und kann dadurch leichter Schadstoffe aufnehmen. Aus diesem Grund ist es wichtig auf natürliche, schadstofffreie Materialien zu achten. Am besten kauft ihr für euer Neugeborenes schlichte Klamotten. Bunte Aufdrucke, Glitzer und Applikationen enthalten in der Regel viele Schadstoffe. Bitte neue Kleidung für euer Baby immer vorher waschen! Gerne zwei bis drei Waschdurchgänge und ohne Weichspüler, um vorhandene Schadstoffe vollständig zu entfernen. Wer auf Nummer Sicher gehen will kauft Secondhand Klamotten – da sind die Schadstoffe schon rausgewaschen. ☺ Secondhand ist natürlich nicht nur wegen der Schadstoffe eine gute Idee – es ist außerdem nachhaltiger, als alles neu zu kaufen und spart Ressourcen.   Wie kommt man an Secondhand Kleidung für Babys? Oft haben Freunde oder Familienmitglieder mit Kindern einige Kleidungsstücke abzugeben – fragt doch mal rum! Es gibt auch tolle Babyflohmärkte – sowohl online, als auch offline –, wo es Secondhand Kleider in guter Qualität gibt. In größeren Städten kann man sich auch hochwertige Babyklamotten mieten und tauscht diese dann, wenn das Baby rausgewachsen ist, immer mit der passenden Größe aus. Am wichtigsten ist das Material der Baby Bodys, denn diese liegen direkt auf der Babyhaut. Optimal sind hier natürliche, schadstofffreie Materialien, wie Wolle oder im Sommer Wolle-Seide-Bodys. Diese eignen sich nicht nur aus oben genannten Gründen super, sondern helfen eurem Baby auch seine Körpertemperatur zu regulieren und zu halten.   Die richtige Größe für Babykleidung Babykleidung sollte immer gut passen, weich und bequem sein. Die Standard Durchschnittsgröße ist nach der Geburt oft eine 50/56 bei einem Baby, das ca. 3.200-3.600g Geburtsgewicht hat. Wenn ihr wisst, dass euer Baby eher zart ist (so ca. 2.500-3.000g Geburtsgewicht) dann braucht ihr eine kleinere Größe (44/50).   Ob ihr lieber Wickelbodys oder normale Bodys, Strampler oder Hosen benutzt ist Geschmacksache – aus Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten frisch gebackenen Eltern Wickelbodys in den ersten Wochen praktischer und einfacher in der Handhabung empfinden.   Checkliste Babykleidung Erstausstattung: 4-8 Langarmbodys: am besten Wickelbodys und wenn möglich mind. zwei bis drei aus Wolle und Seide. 4-6 Strampler oder Hosen und Pullis/Jäckchen/Hemdchen. 1-2 Strumpfhosen und/oder Socken. 2-3 Schlafanzüge 1-2 Babymützen: am besten eine dünne, leichte Mütze für direkt nach der Geburt, denn Babys verlieren viel Wärme über ihr Kö Im Winter für draußen einen Winteranzug: am besten ein Wollwalk-Overall und eine warme Mütze.   Natürlich könnt ihr diese Empfehlungen mit weiteren Babysachen ergänzen und so gestalten, wie es für euch als Eltern, eure Routinen und euer Familienleben passt. Ich wünsche euch von Herzen eine fröhliche Baby-Vorbereitung und einen guten Start in das Leben gemeinsam mit eurem kleinen Schatz. Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana
baybies Wochenbett und Zeit nach der Geburt

Ankommen und Kennenlernen: Das Wochenbett

Ankommen und Kennenlernen: Das Wochenbett und die Zeit nach der Geburt Die Zeit nach der Geburt ist eine magische, sie ist einzigartig. Diese Zeit, das sogenannte Wochenbett, ist eine Zeit des Neubeginns, des Kennenlernens und Ankommens. Des Ausruhens, Kuschelns und Zeit verbringen im Bett. In Ruhe. Und für Erholung. In diesem Artikel erfährst du: Wie lange Mama und Kind im Wochenbett bleiben sollten Warum das Wochenbett so wichtig ist Wie ihr euch auf das Wochenbett vorbereiten könnt Tipps, wie ihr Besuch während des Wochenbetts organisieren könnt Wochenbett: Wie lange solltet ihr Ruhe halten? Mit der Geburt lassen wir los. Wir bringen unser Kind auf die Welt. Es verlässt unseren Körper und geht den ersten Schritt in sein eigenes Leben. Ein Leben, bei dem es erst einmal voller Vertrauen in unseren Händen liegt. Ein Leben, das unser eigenes Leben für immer verändert. Das uns berührt, das uns neue Welten zeigt. Das Wochenbett ist eine besondere Zeit, weil es der Beginn dieser neuen Leben ist. Des neuen Lebens unseres Babys und uns als Mütter und Väter. Als Hebamme habe ich bereits viele Geburten begleitet. Jede einzelne ist ein Wunder und eine Höchstleistung, ist eine lebensverändernde Erfahrung. Und danach dürfen wir uns Zeit geben. Nehmt euch die Zeit des Wochenbetts für euch und für euer Baby. Gebt euch Zeit behutsam in dieses neue Leben zu starten. Euch als Familie kennenzulernen. Es heißt übrigens nicht umsonst WochenBETT – denn Mutter und Baby sollten tatsächlich im Bett ruhen. Nicht auf dem Sofa, einem Sessel oder bei Freunden. Das Wochenbett dauert in etwa sechs bis acht Wochen. Die ersten zehn Tage nach der Geburt werden als das Frühwochenbett bezeichnet. Dies sind die wichtigsten Tage, in denen ihr euch als Familie ausschließlich Ruhe gönnen solltet. Ich empfehle gerade in den ersten Tagen nach der Geburt wirklich Zuhause zu bleiben und es ruhig angehen zu lassen. Schritt für Schritt könnt ihr dann gucken, wie es euch geht. Wie eure Kräfte und Bedürfnisse sind und wie ihr euren Tag gestalten möchtet.   Die Wöchnerin – Ruhe auch für die Mütter Die Mama und ihr Körper haben während der Schwangerschaft und der Geburt Höchstleistung vollbracht. Auch sie sollten während des Wochenbetts verwöhnt und `bemuttert` werden, so dass sich Körper und Seele regenerieren können. Achte als frischgebackenen Mama auf deine Bedürfnisse. Kommuniziere, was du brauchst. Es ist ganz normal, dass die ersten Wochen nach der Geburt eine sehr sensible Zeit sind. Während der Nachgeburtsphase verändert sich vieles in deinem Körper: deine Hormone wandeln sich, Wunden heilen – nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst und erlaube dir und deinem Organismus sich zu erholen. Für viele Frauen ist es eine Herausforderung Ruhe einzuhalten und andere Dinge, wie beispielsweise den Haushalt, liegen zu lassen. Ich sage euch: Das alles ist nebensächlich. Ihr dürft in dieser Zeit abgeben und euch helfen lassen. Schlafe, wenn dein Baby schläft, trinke ausreichend Wasser und Tee und lass' dich mit gesunder und ausgewogener Ernährung verwöhnen.   Vorbereitung für das Wochenbett Um das Wochenbett entspannt genießen zu können, empfehle ich vorab einige Dinge zu organisieren. Macht euch eine Übersicht, welche Erledigungen und Aufgaben anfallen werden und wer, beziehungsweise wie, diese gelöst werden können, so dass die Mama sich nur auf sich und das Baby konzentrieren kann. Ihr könnt euch von Freunden beim Einkaufen unterstützen lassen oder vorkochen. Lernt in dieser Zeit "Ja" zu Hilfsangeboten zu sagen und traut euch aktiv um Unterstützung zu bitten. Zum Thema "Wochenbett vorbereiten" haben wir hier einen ausführlichen Artikel für euch.   Gründe, warum das Wochenbett so wichtig ist: Dein Körper braucht die Zeit für die Regeneration Während der Schwangerschaft und der Geburt hat der weibliche Körper viel geleistet. Die Strukturen im Körper sind verändert, überdehnt und belastet. Organe müssen wieder an ihren Platz finden und der Beckenboden muss sich zurückbilden und wieder aufbauen. Durch die Geburt der Plazenta entsteht eine große Wunde im Inneren der Gebärmutter. Diese Wunde muss heilen, genauso, wie eventuelle weitere Geburtsverletzungen. Das gilt für eine Spontangeburt, genauso wie für eine Bauchgeburt beziehungsweise Kaiserschnitt. Außerdem findet in den ersten Tagen nach der Geburt eine hormonelle Umstellung statt. Damit muss man auch erst mal klar kommen – deswegen ist das Gefühlschaos, der sogenannte Baby Blues oder in stark ausgeprägter Form die Wochenbettdepression, am Anfang normal und verständlich! Der Beckenboden muss sich regenerieren Schwangerschaft und Geburt sind eine große Belastung für den Beckenboden der Mutter. Durch die Hormone wird das Gewebe weich und ausgedehnt. Die Regeneration und Rückbildung des Beckenbodens braucht Zeit. Durch Liegen und wenig körperliche Anstrengung kannst du in der ersten Zeit deinen Beckenboden entlasten. Lasst euch von eurer Hebamme Tipps für einen Beckenbodenfreundlichen Alltag geben: zum Beispiel, wie ihr aus dem Bett aufsteht, wie ihr euer Baby am besten tragt oder welche Positionen für Stehen am Wickeltisch besonders gut sind. Nach dem Frühwochbett, also etwa nach 14 Tagen, können Frauen langsam mit Beckenbodenwarnehmungs-Übungen und leichten Kräftigungsübungen beginnen. Dies solltet ihr immer individuell abstimmen und wahrnehmen, ob ihr euch schon bereit dafür fühlt. Bei Beschwerden wie Inkontinenz, Senkung oder Schmerzen, solltet ihr immer einen Gynäkologen oder eine Ärztin zu Rate ziehen.   Stillen – sanfter Start in eure Stillbeziehung Eine gute Stillbeziehung baut ihr am besten auf, wenn ihr entspannt seid. Stillen lernen braucht Zeit und Ruhe. Bei den meisten Frauen klappt dies nicht sofort, sondern ist ein Prozess. Stillprobleme sind in den ersten Tagen normal – lass dir Zeit, vertraue dir und deinem Baby und frage nach Hilfe, wenn du sie brauchst. Einen ausführlichen Artikel zum Thema Stillen findest du hier.   Dein Baby ankommen lassen Für dein Baby ist alles neu. Ihm tut sachtes und ruhiges Ankommen in dieser neuen Welt gut. Das Wichtigste für ein Neugeborenes ist eure Nähe, Wärme und Nahrung. Stillen und Verdauen sind neu für Babys und in der ersten Zeit Schwerstarbeit für den kleinen Körper. Zeit und Ruhe sind hierbei das wertvollste, was ihr eurem Kind schenken könnt. Mit Körperkontakt, auch mal nackt Haut auf Haut, und Geborgenheit stärkt ihr das Urvertrauen eures Babys in den ersten Tagen. Ihr gebt ihm Halt und Zeit sich an alles Neue zu gewöhnen. Schützt euer Baby in der ersten Zeit vor zu vielen neuen Reizen. Zu viel Besuch oder lange Ausflüge solltet ihr in der ersten Zeit nach der Geburt vermeiden. Oft erzählen mir Eltern, dass ihr Baby einen Ausflug ins Einkaufszentrum super mitgemacht und die ganze Zeit geschlafen hat. Achtung: auch schlafende Babys sind den Reizen ausgesetzt und schnell reizüberflutet. Oftmals verarbeiten Babys diese Eindrücke später, am Abend oder in der Nacht, und schreien dann besonders viel.   Die Hebamme: Beste Freundin während der Wochenbett-Zeit Eure Hebamme begleitet euch im Prozess der Geburt und danach. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Fragen, sie unterstützt euch und kümmert sich um Mutter und Kind. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in den ersten zehn Tagen den täglichen Besuch und dann zusätzlich noch weitere 16 Besuche in den ersten acht Wochen nach der Geburt Zusätzlich können die ganze Stillzeit über oder bei Problemen noch weiter Besuche hinzukommen , bis du abgestillt hast, kannst du deine Hebamme bei Problemen oder Fragen kontaktieren.   Besuch nach der Geburt Alle wollen es kennenlernen: euer kleines Wunder. Oma, Opa und Freunde stehen in den Startlöchern und würden euch am liebsten direkt nach der Geburt sehen. Als Hebamme und Mutter weiß ich, dass das zwar schön sein kann – aber gleichzeitig ein Stressfaktor ist. Die ersten Wochen nach der Geburt sind besonders und ihr dürft bestimmen, wie ihr diese gestalten möchtet. Ob und wieviel Besuch ihr empfangen möchtet und wie lange ihr erstmal nur für euch sein wollt. In dieser Zeit ist alles sehr sensibel und Stress kann sowohl bei eurem Baby, als auch bei dir als Mama zu körperlichen Symptomen führen. Die stillende Brust ist sehr sensibel und kann auf Stress reagieren, zum Beispiel mit einem Milchstau. Auch dein Neugeborenes ist sehr empfindsam und muss erstmal lernen äußere Reize zu verarbeiten. Am besten überlegt ihr euch als Paar schon vor der Geburt "Besuchsregeln". Kommuniziert eurem Umfeld, dass ihr keinen unangekündigten Besuch möchtet, und dass ihr euch meldet, sobald ihr soweit seid.   Tipps zum Thema Besuch im Wochenbett für euch zusammengefasst: Kommuniziert offen was ihr möchtet, legt Besuchsregeln fest (wann, wie lang, etc...) Besuch sollte nie Unangemeldet kommen Besuch sollte sich immer zuerst die Hände waschen Besuch ist nicht erkältet oder anderweitig krank Besuchsdauer sollte nicht zu lang sein Besuch kommt nicht mit leeren Händen. Hiermit meine ich nicht Kuscheltier Geschenke, sondern praktische und hilfreiche Dinge, wie vorgekochtes Essen, frisches Obst, gesunde Snacks oder Stilltee. Bringt eurem Besuch bei, euch vorab zu fragen, was ihr gerade gebrauchen könnt  Zauberhaftes Wochenbett für euch Eltern und euer Baby Das Wochenbett ist eine magische Zeit. Eine Zeit, die ihr zelebrieren dürft. Die ihr euch so gestalten dürft, wie es richtig für euch ist. Es ist eure Zeit. Eure Zeit in einen neuen Lebensabschnitt. Von Herzen wünsche ich euch ein gutes Ankommen und Kennenlernen. Lasst es euch gut gehen, eure baybies-Hebamme Ana
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Wunder Po: Was hilft gegen Windeldermatitis?

Wunder Po: Was hilft gegen Windeldermatitis am Babypopo? Ein wunder Babypopo, ein geröteter Windelbereich: Die allermeisten Babys und Kleinkinder bekommen hin und wieder einen wunden Po oder anders gesagt: Windeldermatitis. Besonders häufig betroffen sind davon Neugeborenen, da ihre Haut noch sehr dünn und empfindlich ist. In diesem Artikel erfährst du: Den Unterschied zwischen einem wunden Po und der Pilzinfektion Windelsoor. Verschiedene Ursachen für Hautreizungen, die zu Windeldermatitis führen kö Wie du einem wunden Babypo vorbeugen kannst. Was du tun kannst, um die wunde Haut deines Babys zu pflegen. Wunder Po, Hautausschlag und Windeldermatitis Ein wunder Po zeigt sich durch Rötungen am Popo und in den Leisten, oft in Kombination mit kleinen leichten Rissen und rötlichen Wunden. Manchmal kommt es sogar zu nässenden Stellen. Diese Hautreizungen nennt man Windeldermatitis oder Windelausschlag. Windelsoor ist eine bestimmte Form der Windeldermatitis – dieser kann entstehen, wenn sich an den entzündeten Stellen ein Hefepilz (Candida albicans) ansiedelt. Besonders anfällig für Windelsoor sind Kinder die Antibiotika einnehmen mussten. Windelsoor muss anders behandelt werden, als ein "nur" wunder Po. Wenn du den Verdacht einer Pilzinfektion hast, kläre dies unbedingt mit einer Hebamme oder einem Kinderarzt ab und lass dich für mögliche Therapien, Medikamente und Pflegemaßnahmen beraten. Wichtig: Wenn dein Baby ein Windelsoor hat, muss auch der Mund des Kindes und wenn du stillst deine Brustwarzen immer mitbehandelt werden! Woran liegt´s? Ursachen für einen wunden Po! Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem wunden Babypopo führen können: Es kommen neue Zähnchen. Eine häufig genannte Ursache für einen wunden Po ist das Zahnen. Dies wird oft von Eltern beobachtet, es gibt allerdings noch keine medizinischen Studien, die diesen Zusammenhang belegen. Während ein Baby zahnt, ist sein Urin aggressiver und riecht intensiver. Man vermutet, dass dies zu einem wunden Po führt. Auch der Speichel verändert sich, wenn neue Zähnchen kommen, er wird oft dickflüssiger und kann schlechter verdaut werden. Dadurch kommt es häufiger zu Durchfall und die empfindliche Babyhaut wird gereizt. Außerdem geht man davon aus, dass das gesamte Immunsystem bei einem Kind während des Zahnens anfälliger ist, so dass Rötungen und Entzündungen in der Windelregion häufiger auftreten. Änderung der Ernährung. Auch die Ernährung eines Babys hat natürlich Einfluss auf dessen Gesundheit. Ein Wechsel von Stillen auf Beikost kann eine weitere Ursache für einen gereizten Windelbereich sein. Manchmal legt sich dies nach wenigen Tagen, manchmal kann es auch an einzelnen Nahrungsmitteln liegen. Falsche oder zu intensive Pflege – auch das kann Grund für einen wunden oder geröteten Po eines Babys sein. Gerade in den ersten Lebensmonaten ist die Haut von Säuglingen sehr sensibel. Ihr natürlicher Säureschutzmantel muss sich erst ausbilden, daher können zu starke Reinigungsmittel oder aggressive Feuchttücher zu einer Rötung oder Entzündung führen. Die falsche Manche Babys vertragen gewisse Windelarten oder Pflegemittel nicht und reagieren mit Rötungen und Allergien im Windelbereich. Ob Stoffwindel oder Einwegwindel besser sind, lässt sich pauschal nicht sagen – das ist Geschmackssache. Stoffwindeln sind nachhaltiger. Dafür können Einmalwindeln Flüssigkeit besser absorbieren. Luftdurchlässig sind inzwischen beide Windelarten fast gleichermaßen. Wenn ihr euer Baby mit Stoffwindeln wickelt und es regelmäßig einen wunden Po bekommt, dann kann dies an der Reinigung der Windel liegen. Manchmal reagiert die zarte Babyhaut am Po auf das Waschmittel. Wechselt zu einem besonders sanften Waschmittel und verwendet auf keinen Fall Weichspüler. Weichspüler reizt die Haut sehr und kann außerdem die Saugkraft der Windel vermindern. Wascht Stoffwindeln immer heiß, damit sich keine Bakterien oder Keime bilden können. Zu seltenes Wickeln. Feuchtigkeit, Wärme, der Kontakt mit Urin und Stuhl bilden einen optimalen Nährboden für die Entstehung von Bakterien, Pilzen und Hauterkrankungen. Wenn die Windel deines Babys voll ist, solltest du es am besten direkt Wickeln und es nicht zu lange in der Nässe lassen.   Wie kann man einem wunden Babypopo und Windeldermatitis vorbeugen? Damit es erst gar nicht zu einem Windelausschlag kommt, habe ich hier einige Tipps zur Vorbeugung für euch: Regelmäßiges Wickeln: Die Voraussetzung für einen gut gepflegten Baby Po ist das regelmäßige Wechseln der Windel - und das mindestens sechs mal am Tag. Bei den ganz Kleinen sogar noch häufiger. Wenn du Stuhlgang feststellst, solltest du die Windel immer direkt frisch machen. Abtrocknen der Haut: Die Haut in der Windelregion sollte ganz trocken und sauber sein, bevor die frische Windel drauf kommt. Achte hier besonders auf die Hautfalten in den Leisten und im Schambereich. Frische Luft tut der Baby Haut gut! Lasst euer Baby regelmäßig nackig ohne Windel auf einer Decke oder einem Handtuch strampeln. Babys mögen es warm, achtet dabei also auf eine angenehme Raumtemperatur. Sanfte Reinigung: Für eine sanfte und hautfreundliche Reinigung eignet sich am besten lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen von einem natürlichen duftstofffreien Öl, wie beispielsweise das baybies Babyöl. Hiermit lässt sich die Haut am Babypo sanft und gut reinigen. Wenn der Stuhlgang hartnäckig ist, kannst du auch reines Öl ohne Wasser verwenden. Bitte verzichte auf jeden Fall auf Seife und aggressive Feuchttücher. Wenn du unterwegs bist oder Feuchttücher verwenden möchtest, achte darauf, dass diese hautfreundlich, für sensible Haut geeignet und ohne Duftstoffe sind. Hier gilt: Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser. ;)   Mein Hebammen Tipp: Wasche den Baby Popo am besten einmal täglich direkt unter fließendem, lauwarmen Wasser. Hierbei wird die Haut schonend, aber effektiv gereinigt. Du kannst hierfür einfach den nackten Po deines Babys über das Waschbecken oder die Badewanne halten und unter fließendem Wasser abbrausen.   Was tun? Die richtige Pflege bei einem wundem Po! Der Po ist rot und ihr seht, dass sich Windeldermatitis entwickelt? Dann habe ich folgende Tipps für euch, mit denen ihr dem Thema sanft begegnen könnt: Häufiges Wickeln! Das ist die Voraussetzung für eine schnelle Heilung. Euer Kind sollte nie lange in der vollgemachten Windel liegen. Gründliche Reinigung. Es ist super wichtig, dass Eltern den Po des Babys sehr gründlich reinigen. Super funktioniert dies mit einem Wasser-Öl Gemisch und einem weichen, dünnen Stofflappen oder Wattepad. Bei Entzündungen, offenen Stellen oder dem Verdacht auf eine Pilzinfektion solltet ihr entweder Einmalwaschlappen oder Wattepads benutzen. Alternativ könnt ihr auch Waschlappen nehmen, die ihr anschließend richtig heiß wascht. Seid bei Stuhlgang sehr penibel und genau! Achtet bei Mädchen darauf auch zwischen den Schamlippen gut sauber zu machen und bei Jungs unter dem Hodensack. Es ist wichtig, dass bis in die kleinste Falte alles sauber ist. Sorgfältiges Abtrocknen: Nach der Reinigung muss die Haut ganz trocken sein, bevor die frische Windel drauf kommt. Lasst euer Baby entweder ein paar Minuten an der Luft trocknen oder tupft den Windelbereich und die Hautfalten mit einem sauberen, frischen Tuch ab. Wundschutzsalbe: Zusätzlich sollte bei jedem Wickeln eine zinkhaltige, beruhigende Wundschutzsalbe auf die betroffenen Stellen dünn aufgetragen werden. Hierfür empfehle ich euch die baybies Wundschutzcreme. Diese wirkt wundheilungsfördernd und schützt die zarte Babyhaut vor Nä Schwarzer Tee: Schwarzer Tee wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Kocht hierfür einen Tasse schwarzen Tee auf und lasst diese abkühlen. Tränkt ein Papiertuch darin und legt dieses für einige Minuten auf die wunden Stellen. Wichtig: anschließend abtrocknen. Gute Hygiene: bitte achtet bei einem wunden Po noch mehr auf die Hygiene als sonst. Vor dem Windelwechseln solltet ihr gründlich eure Hände waschen, die Wundschutzcreme muss mit sauberen Händen aufgetragen werden. Bei Entzündungen und offenen Stellen empfehle ich sogar ein Wattestäbchen zum Auftragen der Creme zu benutzen.   Wichtig: Ist die Haut nach ein paar Tagen weiterhin gerötet oder wund, ohne dass sich der Hautzustand verbessert, kontaktiert eure Hebamme oder euren Kinderarzt. Sollten zu einem wunden Po Symptome wie Fieber, Stuhlveränderung, ein weiterer Ausschlag oder Pusteln hinzukommen, bitte auch dann immer einen medizinischen Experten kontaktieren.   Babys zarte Haut und ihr Heilungsprozess Ich habe es anfangs schon geschrieben: Die allermeisten Babys bekommen hin und wieder einen wunden Po und Windeldermatitis. Macht euch deswegen nicht verrückt. Meistens braucht man keine Arzneimittel und der Po heilt mit sorgfältiger Pflege schnell von selbst. Im Sommer könnt ihr auch gut mal für ein paar Stunden die Windel weglassen, besonders wenn ihr viel draußen seid ist dies eine tolle luftige Zeit für den zarten Babypo. Herzliche Grüße und alles Liebe wünscht euch, eure baybies-Hebamme Ana
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Sicherer Babyschlaf: Tipps zur Abendroutine

Es ist eines der größten, meist durchdacht und diskutierten Themen überhaupt: Die Schlafphasen und der Schlafrhythmus eines Babys. Manche Eltern erzählen stolz, dass ihr Neugeborenes bereits nach den ersten drei Monaten durchgeschlafen hat. Andere berichten davon, auch nach einem Jahr noch mehrfach in der Nacht aufzustehen.
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Baby Beikost: Was dürfen Babys essen?

Baby Beikost: Was dürfen Babys essen? Was ist Baby-led-weaning? Heute habe ich den zweiten Teil meiner Beikost Reihe für euch. Nachdem es in Teil 1 darum ging, wie du am besten mit der Beikost Ernährung startest und woran du merkst, dass dein Baby Beikost-reif ist, geht es in diesem Artikel um konkrete Lebensmittel für die Beikosteinführung und Baby-led-weaning.   In diesem Artikel erfährst du: Was darf dein Baby essen? Und was sind ungeeignete Lebensmittel für den Beikoststart? Was ist Baby-led-weaning? Ich verrate dir die Vorteile und Nachteile. Was darf mein Baby essen und was sind ungeeignete Lebensmittel? Dein Baby darf die allermeisten Lebensmittel essen, die du auch isst. Es ist großartig, wenn du deinem Baby direkt von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel zeigst. Am gesündesten sind regionale und saisonale Lebensmittel. Es gibt ein paar Lebensmittel, die ungeeignet für die Einführung von Beikost im ersten Lebensjahr sind. Diese habe ich dir hier zusammengefasst:   Ungeeignete Lebensmittel für Kinder unter 1 Jahr: Alkohol: Dein Baby darf keinen Alkohol trinken und auch keine Lebensmittel essen, in denen Alkohol enthalten ist. Achte besonders bei gekochten Saucen auf die Inhaltsstoffe. Alkohol ist nie zu hundert Prozent verkocht und kann schon in kleinen Mengen schädlich für dein Baby sein. Honig: Honig ist ein Naturprodukt und kann in seltenen Fällen Bakterien (Clostridium botulinum) enthalten. Diese Erreger können im Babykörper schwerwiegende Lebensmittelvergiftungen, wie Botulismus, verursachen. Roher Fisch, rohes Fleisch und rohe Eier: Hierbei besteht die Gefahr von Salmonellen oder anderen Bakterien, mit denen dein Baby noch nicht umgehen kann.  Ganze Nüsse und Samen: Ganze Nüsse und Samen solltest du deinem Baby nicht geben. Aufgrund ihrer Form und Härte besteht Erstickungsgefahr. Gemahlene Nüsse oder Nussmus sind als Beikost Einführung erlaubt.  Runde kleine Lebensmittel mit prallelastischer Form, wie Trauben, Cherrytomaten und Heidelbeeren sind ebenfalls ungeeignet. Auch sie bieten aufgrund ihrer Form und Oberfläche ein Erstickungsrisiko. Verarbeitet, zerdrückt oder längst halbiert, kannst du sie deinem Kind gerne geben. Rohmilch und Rohmilchprodukte (z.B. Rohmilchkäse): Auch hier besteht Gefahr einer Infektion durch Bakterien. Rohe Karotten- und Apfelstücke können im rohen Zustand gefährlich sein, da sich dein Kind an ihnen leicht verschlucken kann. Verarbeitet, gekocht, oder gerieben ist Apfel oder Karotten kein Problem. Stark gesalzene Lebensmittel: Babys sollten nicht zu viel Salz zu sich nehmen. Die meisten Fertiggerichte oder auch Fastfood eignen sich damit nicht als Beikost. Koffein: Koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel sind ebenfalls nicht gut für dein Kind. Zucker und Süßstoffe: Babys sollten so wenig Zucker, wie möglich, zu sich nehmen. Für gesunde Süße kannst du am besten auf zermanschte Bananen oder anderes von Natur aus süßes Obst zurückgreifen.   Welche Lebensmittel sind als Beikost am besten geeignet? Während man früher davon ausging, dass man im ersten Lebensjahr nur sehr langsam unterschiedliche Lebensmittel einführen sollte, weiß man heute, dass Vielseitigkeit gut ist. Eine Woche nur Kartoffeln, in der nächsten nur Kartoffel und Möhre – so sollte die Einführung der Beikost nicht aussehen. Im Gegenteil. Um keinen wählerischen "picky eater" heranzuziehen, ist es hilfreich deinem Baby von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel und eine abwechslungsreiche Ernährung anzubieten. Je nach Kultur gelten unterschiedliche Lebensmittel als ideale Beikost Nahrung. Kartoffel, Pastinake und Karotte zählen zu den Beikost Klassikern in Deutschland. Du darfst aber gerne experimentierfreudiger sein. Vielleicht isst dein Baby ja auch grünes Gemüse gern? Oder Hühnerleber? Das meine Lieben, ist übrigens ein richtiges Superfood für Babys!   Abwechslungsreiche und vielfältig Beikost Bei der Auswahl der Beikost Lebensmittel gibt es kein richtig oder falsch. Am gesündesten sind regionale und saisonale Lebensmittel, wie auch Obst und Gemüse. Wichtig ist, dass du deinem Baby ein abwechslungsreiches und vielfältiges Nahrungsangebot gibst. Babys können von Anfang an unterschiedliche Lebensmittel am Tag bekommen. Hierbei musst du keinem bestimmten Speiseplan folgen. Beobachte dein Kind. Was isst es gerne? Was verträgt es gut? Es ist optimal, wenn dein Baby direkt viele verschiedene Farben von Lebensmitteln kennenlernt. Achte darauf, dass du nicht nur weiße Lebensmittel, wie Kartoffeln, Reis und Getreidebrei anbietest. Auch farbenfrohe Lebensmittel, wie grünes und rotes Gemüse, sollten auf dem Speiseplan deines Babys stehen. Wichtig, lasse dein Baby auch bei Brei selber das Essen lernen und erkunden. Dein Baby kann den Löffel auch mal selber halten und daran lutschen. Etwas erfahrene Esser können den von dir vorbeladen Löffel dann selbstständig zum Mund führen und so den Brei selber essen.   Wenn du auf bist auf der Suche nach gesunden und abwechslungsreichen Breien bist, können wir dir das Start Up Little Leaf empfehlen. Hier gibt es Breimahlzeiten in Bio Qualität, die du nach Hause bestellen kannst.   Babys und Allergene Studien belegen, dass das Risiko für Allergien sinkt, wenn Lebensmittel mit einem hohen Allergierisiko vor dem ersten Geburtstag angeboten werden. Mit dem Vermeiden von gewissen Lebensmitteln, so wie es früher gemacht wurde, steigt also das Allergie Risiko. Experten raten dazu, Allergene einzeln nach und nach anzubieten. So kannst du herausfinden, wie dein Kind auf diese reagiert. Hast du ein Baby mit hohem Allergie Risiko, rate ich dir vor dem Beikost Einführen mit einem Kinderarzt oder einer spezialisierten Ärztin zu sprechen. Babys mit hohem Allergierisiko leiden häufig leiden häufig unter Dermatitis ( Neurodermitis ), Asthma oder Heuschnupfen. Auch bekannte Allergien in der Familie bzw. bei den Eltern können darauf hin weißen, dass dein Baby ein erhöhtes Allergie Risiko hat. Übrigens: Wenn du Breie oder feste Nahrung einführst, biete deinem Baby gerne dazu Wasser in einem Becher an. Deine Muttermilch oder Flaschenmilch ist nach wie vor die Hauptquelle für Flüssigkeit, es ist aber gut, wenn sich dein Kind nebenbei an Wasser-trinken gewöhnen kann.   Baby-led-weaning: Die Alternative zu Brei Baby-led-weaning ist eine breifreie Beikost, auch unter Baby Fingerfood bekannt. Baby-led-weaning (BLW) bedeutet übersetzt soviel wie: „vom Baby geführtes Abstillen" oder "die selbstbestimmte Einführung von Beikost." Die britische Hebamme und Krankenschwester Dr. Gill Rapley brachte 2010 das Buch „Baby led weaning“ heraus und hat damit dazu beigetragen, dass BLW in immer mehr Ländern eingeführt wurde. Dabei ist BLW kein neuer Trend, sondern eigentlich etwas sehr natürlich und artgerechtes, was schon immer gemacht wurde. In einigen Kulturen unserer Welt gibt es den für uns typischen Babybrei gar nicht. Babys bekamen hier als Beikost schon immer weich gekochtes Gemüse in die Hand.   Vorteile von Baby-led-weaning Dein Baby kann sich selbstständig die Lebensmittel vom Teller nehmen. Es kann entscheiden was, wie viel und wie schnell oder langsam es essen mö Dadurch wird die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen deines Babys gefördert – anders als beim Füttern von Brei mit dem Löffel, bei dem die Eltern das Tempo vorgeben. Durch Fingerfood lernt dein Baby verschiedene Konsistenzen und Strukturen der Lebensmittel kennen und kann diese mit allen Sinnen erkunden. Das reduziert "picky eating". Ihr beugt hierdurch also vor, dass euer Baby Abneigungen gegen bestimmte Konsistenzen hat und gewisse Lebensmittel nicht anfassen möchte oder eklig findet.  Babys haben einen natürlichen Forschungs- und Experimentierdrang und lieben es Dinge neu zu erkunden. Bei BWL hat das Baby Spaß beim Essen, weil es alles selber erkunden kann. Lasst es zu, dass euer Baby am Anfang mit dem Essen „spielt“. Das ist ganz normal und gut für die Entwicklung. Viele Eltern sorgen sich, dass sich ihr Kind durch Fingerfood leichter verschluckt, als durch Brei. Ich kann euch beruhigen: Babys, die von Anfang an Fingerfood bekommen würgen zwar am Anfang häufiger, das Erstickungsrisiko sinkt allerdings. Das liegt daran, dass das Baby sich und die Nahrungsmittel einschätzen lernt und langsam ausprobieren kann. (Verlinkung Beikost Teil 1) Also im Gegenteil: dein Baby isst sogar sicherer! Eine Studie aus Neuseeland hat gezeigt, dass Babys die schon früh feste Nahrung bekommen, sich deutlich seltener verschlucken als Babys, die nur mit dem Löffel gefüttert werden. Durch das selbstbestimmte Essen bei BWL verlernt dein Baby nicht auf sein eigenes Sättigungsgefühl zu hö Vertraut eurem Kind, es hat von Anfang an seine eigene Appetitkontrolle und weiß, wann es satt ist. BLW ist einfacher und günstiger, weil dein Baby direkt (fast) alles vom Familientisch mitessen kann. Ihr müsst nicht extra Brei kochen oder Babyprodukte dazu kaufen.   Nachteile von Baby-led-weaning Dadurch, dass dein Baby selbständig mit den Finger isst, matscht und erkundet, gibt es oft eine große Sauerei. Wahrscheinlich wird es bei dieser Ernährungsvariante einige Skeptiker um euch herum geben. Großeltern, eine Freundin oder auch ein unerfahrener Kinderarzt: die große Angst ist häufig, dass das Baby zu wenig isst und dadurch zu wenig Nährstoffe Wenn du eine ausgewogene Auswahl an Lebensmittel zur Verfügung stellst, musst du dir keine Sorgen machen. Ich kann mich nur wiederholen: Vertraue deinem Baby. Vertraue seinen Instinkten und bestärke es darin. Viele Studien zeigen, dass Babys oft am besten wissen, was sie gerade brauchen.   Du, dein Baby, euer Beikost Start Natürlich kannst du auch eine Mischform wählen und deinem Baby sowohl Breimahlzeiten, als auch Fingerfood anbieten. Beobachte, was deinem Baby gefällt. Setz’ dein Baby hierfür am besten mit zu euren Mahlzeiten an den Familientisch. Es hilft deinem Kind, wenn es zur gleichen Zeit isst, wie ihr anderen. Manchmal braucht eine Beikost Einführung mehrere Anläufe. Macht euch keinen Druck – das ganze soll Spaß machen und darf entspannt ablaufen. Dann, wenn dein Baby bereit und reif dafür ist.   Ich wünsche euch wundervolle Mahlzeiten! Alles Liebe, eure baybies-Hebamme Ana 
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Baby Beikost – Wie fange ich am besten an?

Milchmahlzeiten, Stillen und Fläschchengeben sind wundervoll und bedeuten Innigkeit und Nähe. Irgendwann möchte dein Säugling mehr. Erfahre hier, wie der Beikost-Übergang klappen kann.

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