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Abendroutine & Babyschlaf – warum Babys abends anders sind (und was wirklich hilft)

Abendroutine & Babyschlaf – warum Babys abends anders sind (und was wirklich hilft)

Wenn der Abend zur Herausforderung wird Für viele Eltern ist der Abend die herausforderndste Zeit des Tages. Die Stimmung kippt, das Baby wirkt unruhig, möchte ständig an die Brust oder das Fläschchen, schläft kurz ein und wacht direkt wieder auf. Clusterfeeding, häufiges Weinen oder scheinbare Unzufriedenheit gehören für viele Familien zum Alltag. Das fühlt sich oft chaotisch, emotional und kräftezehrend an. Wichtig ist dabei zu wissen: Dieses Verhalten ist kein Zeichen für falsche Gewohnheiten, eine „schlechte“ Abendroutine oder dafür, dass ihr etwas falsch macht. Es ist vollkommen normal. Manche Babys zeigen dieses Verhalten sehr ausgeprägt, andere weniger - beides ist okay. Warum Babys abends besonders unruhig sind Babys sind abends oft anders als tagsüber und dafür gibt es gute Gründe. Ihr Nervensystem ist noch unreif und entwickelt sich erst nach und nach. Eindrücke, Geräusche und Erlebnisse des Tages können sie noch nicht selbst regulieren. Nähe zu ihren Bezugspersonen hilft ihnen, Stress abzubauen und wieder in Balance zu kommen. Genau deshalb suchen viele Babys abends besonders intensiv Körperkontakt. Viel Tragen, zum Beispiel im Tuch oder in der Trage, kann dabei sehr unterstützend sein. Dein Baby bekommt Wärme, Sicherheit und Nähe  und du hast gleichzeitig die Hände frei und kannst selbst etwas zur Ruhe kommen. Evolution und Babyschlaf: Warum Aufwachen normal ist Auch aus evolutionärer Sicht ist dieses Verhalten sinnvoll. Nähe bedeutete für Babys schon immer Schutz, Wärme und Versorgung. Babyschlaf ist kein Training und kein erlernbares Verhalten, sondern ein Reifungsprozess. Häufiges Aufwachen ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Dein Baby wacht nicht auf, um dich zu ärgern oder herauszufordern. Dieses Verhalten passiert ganz intuitiv. Viele Eltern empfinden nächtliches Aufwachen als weniger belastend, wenn sie verstehen, dass dahinter ein biologischer Instinkt steckt. Wenn dich die Nächte erschöpfen, kann dieser Satz helfen, vielleicht aufgeschrieben und griffbereit am Bett: „Mein Baby wacht nicht auf, um mich zu ärgern - sondern weil es mich braucht.“ Fakten zum Babyschlaf Ein Blick auf die Fakten zum Babyschlaf kann zusätzlich entlasten. Babys schlafen in kurzen Zyklen von etwa 30 bis 60 Minuten. Häufiges Aufwachen ist besonders in den ersten Lebensmonaten völlig normal. Tiefschlafphasen sind kurz, der Leichtschlaf überwiegt. Stillen oder Trinken in der Nacht ist biologisch vorgesehen und notwendig. Es gibt keine feste Altersgrenze, ab wann Babys nachts „nicht mehr trinken sollten“. Manche Babys brauchen auch über das erste Lebensjahr hinaus nachts Nahrung oder Nähe, vor allem in Wachstums- und Entwicklungsphasen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern das individuelle Bedürfnis deines Babys und euer gemeinsames Wohlbefinden. Was eine gute Abendroutine wirklich bedeutet Wenn von Abendroutine gesprochen wird, entsteht oft der Druck, alles müsse nach Plan laufen. Dabei ist eine Routine kein festes Uhrzeitkonzept und keine perfekte Abfolge von Programmpunkten. Eine gute Abendroutine lebt von Wiederholung und Verlässlichkeit. Ähnliche Signale helfen deinem Baby, sich zu orientieren und langsam herunterzufahren. Das kann bedeuten, das Licht zu dimmen, Geräusche zu reduzieren, die Windel zu wechseln, zu stillen oder das Fläschchen zu geben. Ruhige Stimmen, langsame Bewegungen, Singen, Kuscheln, Tragen oder auch ein Bad können dazugehören. Nicht alles muss jeden Abend gleich sein,  entscheidend ist das Gefühl von Ruhe und Nähe, nicht das Programm. Warum Abende oft besonders intensiv sind Abende sind oft besonders intensiv, weil mehrere Faktoren zusammenkommen. Der Milchspendereflex kann abends träger sein, Babys verarbeiten viele Reize des Tages und sind gleichzeitig müde. Müdigkeit trifft auf ein starkes Nähebedürfnis, was sich häufig in vermehrtem Trinken oder Weinen zeigt. Dazu kommt, dass Eltern selbst am Ende des Tages erschöpft sind. Diese Anspannung überträgt sich schnell, ganz unbewusst, auf das Baby. Hebammensicht: Erwartungen an den Abend senken Aus Hebammensicht hilft es, die Erwartungen an den Abend bewusst zu senken. Abende dürfen anders sein als der Rest des Tages. Nähe ist kein Rückschritt, sondern Regulation. Clusterfeeding am Abend ist normal und kein Zeichen von zu wenig Milch. Tragen kann helfen, ohne das Baby immer wieder ablegen zu müssen. Der Haushalt darf warten. Druck rausnehmen, nicht vergleichen und schauen, was für die eigene Familie wirklich passt, ist oft der wichtigste Schritt. Kleine Entlastungen für die Nacht Auch für die Nacht gibt es kleine Dinge, die entlasten können. Stillen im Liegen schont die Kräfte. Gedämpftes Licht und möglichst wenige Reize helfen, dass alle schneller wieder in den Schlaf finden. Wenn möglich, muss das Baby beim Wickeln nicht vollständig aufgeweckt werden. Kurze Wege oder gemeinsames Schlafen können die Nächte deutlich erleichtern. Was langfristig wirklich hilft Was Eltern langfristig hilft, ist vor allem Wissen. Es nimmt Druck und Unsicherheit. Jedes Baby schläft anders, Vergleiche helfen selten. Eigene Bedürfnisse dürfen ernst genommen werden, Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Schlaf ist Entwicklung, kein Erziehungsziel. Ein letzter wichtiger Reminder Gut zu wissen: Häufiges Aufwachen ist normal. Nähe verwöhnt kein Baby, du darfst dein Baby so viel tragen und auf dir schlafen lassen, wie es sich für euch richtig anfühlt. Routinen dürfen sich verändern. Weder dein Baby noch du machen etwas falsch. Babyschlaf ist Beziehung, nicht Leistung. Vertrauen statt Kontrolle. Und vor allem: Ihr macht das gut - auch an sehr müden Abenden. 🤍 Love,eure baybies Hebamme Ana
Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Wenn es ein Thema gibt, das im ersten Babyjahr wirklich jede Familie irgendwann beschäftigt, dann ist es der Stuhlgang.Wie oft ist normal? Warum ist das plötzlich grün? Ist das schon Verstopfung? Und wieso hat das Baby dabei so einen roten Kopf? Ganz ehrlich: Kaum etwas sorgt so häufig für Unsicherheit wie die Windel. Und das liegt nicht daran, dass Eltern überempfindlich wären - sondern daran, dass die Verdauung eines Babys in den ersten Monaten unglaublich wandelbar ist. Sie entwickelt sich, passt sich an, reagiert auf Wachstumsschübe, Ernährung, Krankheit, Medikamente, Beikost und manchmal einfach… ohne erkennbaren Grund. Und genau deshalb ist es wichtig, direkt am Anfang zu sagen:Es gibt nicht den einen normalen Baby-Stuhlgang. Warum dieses Thema so viele Eltern verunsichert In meiner Arbeit im Wochenbett erlebe ich täglich, wie sehr Eltern sich über den Stuhlgang Gedanken machen - oft mehr als über alles andere. Die Unterschiede von Baby zu Baby sind riesig: Manche Babys füllen gefühlt jede Windel, andere lassen sich Tage Zeit. Und natürlich beginnt dann schnell der Vergleich mit anderen Kindern, der im Kopf die Alarmglocken läuten lässt. Aber Verdauung ist kein Wettbewerb. Und wenn es um Baby-Stuhlgang geht, bedeutet „anders“ nicht automatisch „nicht normal“. Wie oft ist normal? In den ersten Lebenstagen ist Stuhlgang meistens sehr häufig. Das Baby scheidet zunächst das sogenannte Mekonium aus - das ist das erste, dunkle „Kindspech“. Danach wird daraus der Übergangsstuhl, bis sich schließlich der typische Muttermilchstuhl oder der Stuhl bei Flaschenkindern entwickelt. Und ab diesem Zeitpunkt wird es… sehr individuell. Einige Babys haben mehrmals täglich Stuhlgang. Andere nur alle paar Tage. Und bei voll gestillten Babys kann es sogar völlig normal sein, bis zu sieben bis zehn Tage keinen Stuhlgang zu haben. Das klingt erstmal überraschend, ist aber oft schlicht ein Zeichen dafür, dass die Muttermilch fast vollständig verwertet wird – es bleibt also einfach wenig „Rest“ übrig. Ganz wichtig: Selten bedeutet nicht automatisch Verstopfung.Entscheidend ist immer das Wohlbefinden des Babys. Trinkt es gut? Wirkt es zufrieden? Ist der Bauch weich? Dann ist eine Windelpause oft einfach eine normale Variante. Konsistenz: von flüssig bis breiig Auch hier gilt: Baby-Stuhlgang ist nicht mit Erwachsenen-Stuhl vergleichbar. Gestillte Babys haben meistens einen Stuhl, der weich, breiig bis flüssig ist. Häufig sieht er senfartig aus, manchmal ein bisschen körnig oder „sämig“. Das ist wirklich typisch und kein Grund zur Sorge. Bei Flaschenbabys ist der Stuhl oft etwas fester, aber sollte trotzdem weich bleiben. Mit Beikost verändert sich die Verdauung meist deutlich: Konsistenz, Geruch und Struktur werden „erwachsener“. Plötzlich riecht es anders, die Farbe wird intensiver, und manchmal sieht man sogar einzelne Nahrungsbestandteile wieder. Aufmerksam sollte man werden, wenn der Stuhl sehr hart und kugelig ist oder das Baby stark presst und dabei sichtbar leidet. Denn dann kann es tatsächlich in Richtung Verstopfung gehen. Stuhlfarbe: was ist normal? Das Überraschende: Sehr viele Farben sind normal. Wirklich. Gelb oder senfgelb ist typisch bei Stillkindern. Braun sieht man häufiger bei Flaschennahrung oder Beikost. Orange ist oft einfach ein Karotten- oder Kürbis-Klassiker. Schwarz ist nur in den ersten Tagen normal (Mekonium). Später sollte schwarzer Stuhl immer abgeklärt werden. Weiß oder grau sollte grundsätzlich immer ärztlich abgeklärt werden, ebenso Blut im Stuhl. Und jetzt zum Klassiker, den ich besonders oft in meiner Hebammenarbeit höre: Grüner Stuhlgang bei gestillten Babys - warum das oft völlig normal ist Grüner Stuhlgang wirkt auf viele Eltern sofort „krank“. Dabei ist grün in der Stillzeit wirklich häufig und in sehr vielen Fällen vollkommen unbedenklich. Grün kann zum Beispiel mit der Ernährung der stillenden Mutter zusammenhängen. Sehr viel grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl, größere Mengen Smoothies oder chlorophyllreiche Kost können die Zusammensetzung der Muttermilch leicht verändern und sich in der Windel zeigen. Auch stark zucker- oder fruktosehaltige Ernährung oder plötzliche Umstellungen können eine Rolle spielen. Auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel können den Stuhl verfärben. Eisenpräparate sind hier ein besonders häufiger Auslöser. Antibiotika können die Darmflora beeinflussen - bei Mutter und Baby. Magnesium oder bestimmte Vitamine ebenfalls. Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt“, sondern oft einfach nur: Der Körper reagiert. Und dann gibt es noch stillbezogene Gründe: Sehr häufiges Stillen oder viele kurze Stillmahlzeiten können dazu führen, dass das Baby mehr Vormilch bekommt. Vormilch ist laktosereicher und dünner und kann bei manchen Babys zu grünlicherem, flüssigerem Stuhl führen. Auch Wachstumsschübe oder besonders aktive Stillphasen spielen mit rein. Das Wichtigste ist immer das Gesamtbild:Trinkt dein Baby gut? Wirkt es zufrieden? Hat es keine Schmerzen? Nimmt es zu?Wenn ja, ist ein grüner Stuhl meistens einfach eine völlig normale Variante. Abklären sollte man grünen Stuhl, wenn zusätzlich Blut dabei ist, das Baby starke Schmerzen hat, insgesamt krank wirkt oder nicht gut zunimmt. Mein Hebammenfazit dazu ist ganz klar: Die Farbe der Windel sagt weniger aus als das Baby selbst. Grün ist oft einfach normal, besonders in der Stillzeit. Warum Babys beim Stuhlgang oft „arbeiten“ Viele Eltern denken: „Es wirkt so anstrengend, das muss doch Verstopfung sein.“Aber Babys müssen erst die Koordination zwischen Pressen und Loslassen lernen. Bauchmuskulatur und Beckenboden sind noch unreif, und der Darm braucht Zeit, um sich einzuspielen. Deshalb grunzen Babys, werden rot im Gesicht und wirken manchmal sehr konzentriert - auch wenn der Stuhl am Ende weich ist. Wichtig ist: Wenn der Stuhl weich ist, ist es keine Verstopfung, auch wenn es anstrengend aussieht. Wann sollte man genauer hinschauen? Es gibt ein paar Zeichen, bei denen du lieber Rücksprache mit Hebamme oder Kinderärzt:in halten solltest: wenn der Stuhl dauerhaft hart und schmerzhaft ist, wenn dein Baby beim Stuhlgang deutlich leidet, wenn Blut im Stuhl ist oder der Stuhl weiß, grau oder später schwarz wird. Auch ein stark aufgeblähter harter Bauch, schlechtes Trinkverhalten, fehlende Gewichtszunahme oder ein insgesamt schlechter Allgemeinzustand gehören immer dazu. Was Eltern lieber nicht tun sollten Ich verstehe total, dass man helfen möchte. Aber bitte nicht „auf Verdacht“ Zäpfchen oder Abführmittel geben. Auch tägliches Nachhelfen mit Thermometer oder ähnlichem kann den Körper daran gewöhnen und die natürliche Regulation stören. Und das ständige Vergleichen mit anderen Babys führt meistens nur zu unnötigem Stress, weil es einfach keine Einheitsnorm gibt. Meine Hebammen-Tipps für den Alltag Versuch, das Baby mehr zu beobachten als die Windel. Oft zeigt dir dein Baby viel deutlicher, ob wirklich etwas nicht stimmt. Nähe, Tragen, Wärme, sanfte Bauchmassage oder Fahrradbewegungen können helfen, wenn die Verdauung träge wirkt. Und manchmal hilft vor allem eins: Vertrauen. Verdauung ist Entwicklung, und Veränderungen gehören dazu. Babys sind individuell - und ihre Verdauung auch.Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen hilft oft am meisten. Love,eure baybies Hebamme Ana 🤍
Die ersten Wochen als Familie - Was frischgebackene Väter brauchen

Die ersten Wochen als Familie - Was frischgebackene Väter brauchen

Wenn ein Baby geboren wird, ändert sich alles – nicht nur für die Mutter. Auch der Vater tritt in eine völlig neue Rolle, die gleichzeitig überwältigend, wundervoll und herausfordernd sein kann. Doch während das Wochenbett oft ganz selbstverständlich mit der Regeneration der Mutter verbunden wird, bleiben die Gefühle, Gedanken und Unsicherheiten vieler Väter häufig im Hintergrund. Dabei sind sie in dieser ersten Zeit genauso mittendrin. Und doch fühlen sie sich oft außen vor. Zwischen Hilflosigkeit und dem Wunsch, alles richtig zu machen Viele frischgebackene Väter möchten von Anfang an Verantwortung übernehmen. Sie wollen helfen, da sein, unterstützen und haben dennoch das Gefühl, nicht zu wissen, wie. Besonders in den ersten Tagen nach der Geburt erleben viele Männer ein Wechselbad der Gefühle: Sie fühlen sich überfordert, unsicher im Umgang mit dem Baby, haben Angst, etwas falsch zu machen - vielleicht sogar, das Baby falsch hochzuheben oder es beim Anziehen zu verletzen. Gleichzeitig spüren sie einen enormen Druck: Sie möchten für ihre Partnerin da sein, das Baby versorgen, den Haushalt stemmen, beruflich weiterhin funktionieren und auch noch den Erwartungen gerecht werden, die an einen „modernen Vater“ gestellt werden. Dieser Spagat kann emotional anstrengend und auf Dauer zermürbend sein - vor allem, wenn über diese Gefühle nicht gesprochen wird. Denn genau das passiert häufig: Viele Väter behalten ihre Überforderung für sich. Nicht aus Desinteresse, sondern aus Unsicherheit oder weil sie glauben, dass für ihre Sorgen gerade kein Platz ist. Von 0 auf 100: Der plötzliche Rollenwechsel Während Schwangere die Veränderung körperlich erleben, mit jeder Bewegung, jedem Tritt, jeder Untersuchung, bleibt die Schwangerschaft für viele Männer abstrakt. Sie sehen den wachsenden Bauch, sie begleiten vielleicht sogar zu Vorsorgeterminen, aber sie spüren das Baby nicht in sich. Und dann, von einem Tag auf den anderen, ist das Baby da. Das Leben steht Kopf, alles ist neu. Viele Väter berichten, dass sie das Gefühl haben, noch gar nicht wirklich „angekommen“ zu sein. Die neue Rolle fühlt sich fremd an, obwohl sie so dringend gebraucht werden. Diese Diskrepanz zwischen äußerer Erwartung und innerem Erleben ist keine Schwäche. Sie ist menschlich. Und sie darf Raum bekommen. Als Hebamme ermutige ich deshalb alle Väter: Seid von Anfang an Teil dieser Reise. Nehmt Kontakt zum Baby auf, schon während der Schwangerschaft. Legt eure Hand auf den Bauch, sprecht mit dem Baby, auch wenn es sich zunächst ungewohnt anfühlt. Fragt bei Vorsorgeterminen, ob ihr die Herztöne hören dürft. Nehmt am Geburtsvorbereitungskurs teil. All diese kleinen Momente schaffen Nähe und stärken die Verbindung – lange bevor das Baby auf der Welt ist. Der „moderne Vater“ und der innere Druck Die Rolle des Vaters hat sich gewandelt. Heute soll er emotional präsent sein, gleichberechtigt im Haushalt mithelfen, beruflich engagiert bleiben und sich liebevoll um das Baby kümmern. Das ist ein großer Fortschritt, aber auch eine große Aufgabe. Viele Männer haben keine Vorbilder für diese neue Vaterrolle. Was bedeutet es, präsent zu sein? Wie geht das: feinfühlig sein, ohne sich selbst zu verlieren? Diese Fragen dürfen gestellt werden, ohne Scham und ohne den Anspruch, alles sofort richtig machen zu müssen. Denn niemand wird als perfekter Vater geboren. Vatersein ist ein Lernprozess. Und es ist völlig in Ordnung, dabei Fehler zu machen, Fragen zu stellen und eigene Wege zu finden. Bindung entsteht durch Nähe, nicht durch Brust Eine der größten Sorgen vieler Väter ist: „Wie kann ich eine Bindung zum Baby aufbauen, wenn ich nicht stille?“ Die Antwort ist einfach: durch Nähe. Babys brauchen vor allem das Gefühl, gehalten und wahrgenommen zu werden. Väter können das genauso gut wie Mütter, auf ihre eigene Art. Haut-an-Haut-Kontakt, gemeinsames Kuscheln, Tragen in der Tragehilfe, Baden, Wickeln, Singen, beruhigen, anschauen - all das sind Möglichkeiten, Nähe zu schaffen und Beziehung aufzubauen. Oft sind es gerade die kleinen Rituale, die eine ganz eigene Verbindung entstehen lassen. Sicherheit entsteht durch Tun, nicht durch Zuschauen Um sich sicher zu fühlen, brauchen Väter keine langen To-do-Listen, sie brauchen echte Beteiligung. Wenn Männer von Anfang an in alltägliche Aufgaben eingebunden werden, stärkt das nicht nur ihre Beziehung zum Baby, sondern auch ihr Selbstvertrauen. Das bedeutet: Nicht nur fragen „Wie kann ich helfen?“, sondern selbst übernehmen: Wickeln, tragen, Termine mitorganisieren, Kleidung aussuchen, nach dem Stillen übernehmen. Auch beim Stillen selbst können Väter unterstützen: ein Kissen zurechtrücken, ein Glas Wasser holen, das Baby im Anschluss beruhigen. Und ja, auch Väter brauchen Bestärkung, ein „Du machst das richtig gut“ wirkt manchmal Wunder. Zwischen Nähe, Müdigkeit und der Suche nach Zeit zu zweit Die Geburt eines Kindes verändert nicht nur die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch die Paarbeziehung. Zärtlichkeit, Intimität, Nähe - all das verschiebt sich. Viele Väter vermissen ihre Partnerin: körperlich, emotional, im Alltag. Gleichzeitig entstehen durch Schlafmangel, Überforderung und unterschiedliche Bedürfnisse schnell Missverständnisse. Es hilft, wenn man sich bewusst kleine gemeinsame Momente schafft - zehn Minuten am Tag, in denen man miteinander spricht, einen Kaffee zusammen trinkt oder einfach nur zuhört. Diese Zeit ist kein Luxus, sondern wichtig, um als Team gemeinsam in die neue Rolle hineinzuwachsen. Wenn das Wochenbett zur seelischen Belastung wird - auch für Väter Was viele nicht wissen: Auch Väter können unter einer Wochenbettdepression leiden. Die Symptome zeigen sich oft anders als bei Frauen - Gereiztheit, Rückzug, Antriebslosigkeit, Schlafprobleme, ein Gefühl von innerer Leere oder Überforderung. Viele Männer versuchen, einfach „zu funktionieren“. Doch auch sie haben ein Recht darauf, Hilfe zu bekommen. Hebammen, Ärzt*innen, Beratungsstellen,  es gibt Anlaufstellen und es ist kein Zeichen von Schwäche, sie in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke. Austausch tut gut, auch unter Vätern Väter brauchen Kontakt zu anderen Vätern, zu ihrer Hebamme, zu Ansprechpartnern, die ihnen zuhören, ohne zu bewerten. Ein Austausch auf Augenhöhe schafft Entlastung, Verständnis, manchmal sogar Freundschaft. Das kann ein Gespräch bei der Nachsorge sein, ein digitales Forum oder ein Spaziergang mit dem Kinderwagen. Wenn Väter lernen dürfen, wenn sie Fragen stellen dürfen, wenn sie erleben, dass sie genauso wichtig sind – dann wächst ihr Vertrauen. In sich selbst, in die Partnerschaft, in die neue Rolle. Was ich als Hebamme Vätern mit auf den Weg geben möchte Ihr seid mehr als „die Hilfe im Hintergrund“. Ihr seid Bezugspersonen, Väter, Menschen mit Gefühlen, Zweifeln, Fragen und großem Herz. Ihr müsst nicht alles können, aber ihr dürft alles lernen. Bindung entsteht durch Nähe. Sicherheit entsteht durch Tun. Und euer eigener Weg als Vater darf Schritt für Schritt wachsen. Sprecht darüber. Fragt nach. Traut euch. Ihr seid nicht allein. Alles Liebe wünscht euch,  Eure Hebamme Ana 💛  
Haut-zu-Haut: Warum Kuscheln für dein Baby (und dich) so wichtig ist

Haut-zu-Haut: Warum Kuscheln für dein Baby (und dich) so wichtig ist

Direkt nach der Geburt – aber auch in den Tagen und Wochen danach – gibt es kaum etwas Wichtigeres und gleichzeitig Einfacheres, als dein Baby ganz nah bei dir zu haben. Der sogenannte Haut-zu-Haut-Kontakt, bei dem dein nacktes Baby (gegebenenfalls mit Windel und Mützchen) auf deinem unbedeckten Oberkörper liegt, ist viel mehr als nur eine schöne Kuscheleinheit. Er ist ein echtes Geschenk der Natur – mit unglaublich vielen positiven Effekten für euer Baby, für dich und für die ganze Familie. Ein sanfter Start ins Leben In den ersten Stunden nach der Geburt erlebt dein Baby den größten Umbruch seines bisherigen Lebens: vom warmen, schützenden Mutterleib hinein in eine laute, helle und völlig neue Welt. Haut-zu-Haut-Kontakt wirkt in diesem Moment wie ein sicherer Hafen. Dein Körper hilft dem kleinen Menschen dabei, sich zu stabilisieren – ganz ohne medizinisches Zutun. Atmung, Herzfrequenz und Körpertemperatur regulieren sich im engen Körperkontakt wie von selbst. Gleichzeitig sorgt die Nähe dafür, dass der Blutzuckerspiegel deines Babys stabil bleibt – ein entscheidender Punkt in den ersten Lebensstunden. Und auch emotional bedeutet dieser Kontakt pure Geborgenheit: Dein Baby weint weniger, wirkt ruhiger und kann sich besser auf das neue Umfeld einstellen. Viele Babys zeigen in dieser Zeit schon instinktiv erste Such- und Saugbewegungen – ein wunderbarer Start fürs Stillen. Ganz nebenbei wird bei Mama und Baby das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet – das sorgt für Entspannung, reduziert Stress und schafft eine intensive emotionale Verbindung. Auch nach einem Kaiserschnitt: Nähe ist möglich Wenn du einen Kaiserschnitt hattest oder nach der Geburt medizinisch versorgt wirst, ist das kein Grund zur Sorge. In dieser Zeit kann der Papa oder eine andere enge Bezugsperson übernehmen und das Baby auf der Brust willkommen heißen. Auch hierbei entstehen Nähe, Bindung und Sicherheit – und euer Baby spürt: Ich bin nicht allein. Ich bin geborgen. Sobald es dir gut geht, darfst auch du dein Baby ganz nah bei dir haben. Die Verbindung wird dadurch nicht weniger stark – im Gegenteil. Der Körperkontakt von Papa und Mama kann sehr heilsam sein und euch beiden helfen, in Ruhe in eure neue Rolle hineinzuwachsen. Warum Hautkontakt auch für Mamas so wertvoll ist Nicht nur für dein Baby, auch für dich hat Haut-zu-Haut-Kontakt enorme Vorteile. Durch die vermehrte Oxytocin-Ausschüttung wird nicht nur die emotionale Bindung gestärkt, sondern auch die Milchbildung unterstützt und die Rückbildung der Gebärmutter gefördert. Gleichzeitig kann regelmäßiger Hautkontakt helfen, postpartalen Stress oder depressive Verstimmungen zu lindern und stärkt dein Vertrauen in dich und deinen Körper. Du merkst: Ich kann mein Baby beruhigen. Ich bin genau richtig für mein Kind. Auch Papas sollten kuscheln Gerade in den ersten Tagen ist es oft der Papa, der übernimmt, wenn Mama eine Pause braucht – und das ist wunderbar. Denn auch bei Vätern werden beim Kuscheln Bindungshormone ausgeschüttet. Das fördert die Vater-Kind-Beziehung von Anfang an, schafft Nähe und gibt Sicherheit. Und ja: Auch Frühgeborene oder Babys nach Kaiserschnitt profitieren enorm davon. Für viele Väter ist der erste Hautkontakt ein bewegender Moment, in dem sie sich plötzlich ganz „angekommen“ fühlen – in ihrer neuen Rolle als Papa. Und danach? Kuscheln darf bleiben! Haut-zu-Haut-Kontakt ist nicht auf die ersten Stunden nach der Geburt begrenzt. Auch im Wochenbett, beim Tragen, beim Stillen oder einfach mal zwischendurch auf dem Sofa – dieser intensive Körperkontakt bleibt wertvoll. Studien zeigen, dass Babys, die regelmäßig hautnah bei ihren Eltern sind, oft besser schlafen, weniger Stress zeigen und insgesamt eine stärkere emotionale Regulation entwickeln. Die Gehirnentwicklung wird gefördert, das Immunsystem gestärkt – und die Bindung wächst Tag für Tag. Rebonding: Es ist nie zu spät Manchmal läuft die Geburt anders als geplant. Vielleicht war dein Baby auf der Neugeborenen-Intensivstation. Vielleicht musstest du dich selbst erst einmal erholen. Vielleicht war einfach alles zu viel. Und dann plagt einen schnell das Gefühl: „Ich habe etwas verpasst.“ Doch bitte: Atme tief durch – denn es ist nie zu spät, den Hautkontakt nachzuholen. Babys sind unglaublich anpassungsfähig und stark. Sie sind bereit, sich auch später noch mit ihren Eltern zu verbinden – auf ganz natürliche Weise. Das sogenannte Rebonding kann helfen, genau diese Nähe nachzuholen. Gemeinsam kuscheln, baden, tragen – liebevolle Rituale wie ein Bonding-Bad, bei dem du mit deinem Baby im warmen Wasser bist, können heilsam und verbindend wirken. Auch hier gilt: Eine Hebamme kann euch dabei unterstützen, passende Wege für euch zu finden. Fazit: Nähe als tägliches Geschenk Der Hautkontakt ist nicht nur ein „Wochenbett-Ding“. Auch später im Alltag darf es diese innigen, warmen Momente geben – beim Kuscheln nach dem Baden, beim gemeinsamen Schlafen oder einfach beim Stillen mit nackter Haut. Diese kleinen Momente im Alltag sind oft die wertvollsten. Sie stärken nicht nur euer Band, sondern tun auch einfach gut – euch beiden. Haut-zu-Haut-Kontakt ist daher so viel mehr als nur Kuscheln. Er ist Verbindung, Beruhigung, Vertrauen, Gesundheit – ein echtes Wunder der Natur, das du jederzeit (wieder) erleben kannst. Alles Liebe wünscht Dir, Deine Hebamme Ana 💕
Der neue Alltag als Mama – So findest du eine einfache, aber effektive Routine

Der neue Alltag als Mama – So findest du eine einfache, aber effektive Routine

Der Übergang ins Mama-Sein ist wunderschön, aber auch herausfordernd. Plötzlich gibt es keinen geregelten Tagesablauf mehr, und dein Leben dreht sich um ein kleines Wesen, das seine eigenen Bedürfnisse hat – unabhängig von der Uhrzeit oder deinen Plänen. Eine gewisse Struktur kann dir helfen, dich sicherer zu fühlen und auch kleine Momente für dich selbst zu schaffen. Warum eine Routine hilft Ein klarer Tagesablauf gibt nicht nur deinem Baby, sondern auch dir Stabilität. Natürlich wird sich dein Alltag ständig ändern, doch kleine Rituale können dir Halt geben. Es reicht schon, morgens zur gleichen Zeit aufzustehen oder eine feste Abendroutine zu etablieren. Solche Gewohnheiten helfen, sich nicht völlig im Chaos zu verlieren und schaffen eine Basis, auf die du dich verlassen kannst. Dabei ist es wichtig, flexibel zu bleiben. Gerade wenn du stillst, gibt es oft keine festen Zeiten – dein Baby wird nach Bedarf trinken. Trotzdem kann es hilfreich sein, eine grobe Struktur zu haben, die du jederzeit anpassen kannst. Kleine Rituale für deine Selbstfürsorge Auch wenn dein Baby viel Aufmerksamkeit braucht, solltest du versuchen, dir bewusst kleine Pausen zu nehmen. Das kann schon eine kurze Dusche am Morgen sein oder eine Tasse Kaffee, die du in Ruhe genießt. Vielleicht kannst du nach dem Mittagsschlaf deines Babys für zehn Minuten nach draußen gehen oder dir am Abend fünf Minuten für eine kleine Massage nehmen. Diese kleinen Rituale sind nicht belanglos – sie helfen dir, dich wohler zu fühlen und geben dir ein Stück Kontrolle über deinen Tag zurück. Ein kurzer Moment nur für dich kann den Unterschied machen, ob du dich erschöpft oder ausgeglichen fühlst. Wie du dich nicht überfordert fühlst Viele Mütter setzen sich selbst unter Druck, alles perfekt zu machen – doch das ist weder nötig noch möglich. Dein Haushalt muss nicht glänzen, und es ist vollkommen okay, wenn du nicht alles gleichzeitig schaffst. Setze realistische Erwartungen an dich selbst und erkenne an, was du tagtäglich leistest. Lerne, Prioritäten zu setzen. Was ist wirklich wichtig? Wo kannst du Aufgaben abgeben? Wenn dir Familie oder Freunde Hilfe anbieten, nimm sie an. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Unterstützung zu holen – im Gegenteil. Falls du merkst, dass der Haushalt dich überfordert, kann eine Haushaltshilfe eine große Erleichterung sein. In manchen Fällen übernimmt sogar die Krankenkasse eine Unterstützung im Wochenbett - sprich mit deiner Hebamme oder deiner Gynäkologin darüber.  Nutze die Schlafenszeiten deines Babys nicht nur, um Aufgaben zu erledigen, sondern auch für dich selbst. Selbst wenn es nur 15 Minuten sind, kannst du in dieser Zeit bewusst entspannen – mit einer Tasse Tee, einem kurzen Nickerchen oder einer Lieblingsserie. Zeit für dich – auch mit Baby Es mag sich unmöglich anfühlen, aber es ist wichtig, dass du dir auch als Mama Zeit für dich selbst nimmst. Nutze Momente, in denen dein Baby schläft oder jemand aus der Familie es kurz übernimmt, um eine Aktivität zu machen, die dir guttut. Ob Lesen, Yoga, ein warmes Bad oder ein Gespräch mit einer Freundin – es sind genau diese kleinen Dinge, die dich aufladen. Denke daran: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern essenziell. Wenn du dich nicht um dich kümmerst, leidet nicht nur deine eigene Gesundheit, sondern auch dein Baby spürt es. Nur wenn es dir gut geht, kannst du mit voller Energie für dein Kind da sein. Ein einfacher Trick, um Selfcare in den Alltag einzubauen, ist das Tragen deines Babys in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe. So hast du dein Baby ganz nah bei dir und kannst gleichzeitig kleine Aufgaben erledigen oder dich bewegen, ohne das Gefühl zu haben, dich selbst komplett aufzugeben. Der Umgang mit den eigenen Gefühlen Mama zu werden ist ein riesiger Umbruch. Es ist völlig normal, dass du dich nicht sofort in dieser neuen Rolle zurechtfindest und dass deine Emotionen Achterbahn fahren. Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt können hormonelle Veränderungen dazu führen, dass du dich emotional instabil fühlst – mal glücklich, mal überfordert, mal traurig, ohne genau zu wissen, warum. Sei liebevoll zu dir selbst und achte darauf, wie du mit dir sprichst. Würdest du mit einer guten Freundin so hart ins Gericht gehen, wie du es mit dir selbst tust? Erlaube dir, Fehler zu machen und dich in deinem eigenen Tempo in die Mutterrolle einzufinden. Wenn du merkst, dass deine Stimmung dauerhaft gedrückt ist oder du dich über längere Zeit überfordert fühlst, scheue dich nicht, Hilfe zu suchen. Wochenbettdepressionen sind keine Seltenheit und können im gesamten ersten Jahr nach der Geburt auftreten. Fachkräfte wie deine Hebamme, dein Arzt oder eine Beratungsstelle können dir helfen, Unterstützung zu finden. Haushalt und Baby unter einen Hut bekommen Es ist unmöglich, mit einem Neugeborenen den Haushalt genauso zu führen wie vorher. Versuche, Aufgaben in kleine Schritte aufzuteilen, damit sie nicht überwältigend werden. Nutze die Zeiten, in denen dein Baby schläft oder zufrieden spielt, um Dinge zu erledigen – aber nur, wenn du dich danach fühlst. Wenn möglich, verteile Aufgaben an andere. Wenn du das Gefühl hast, mit dem Haushalt nicht hinterherzukommen, scheue dich nicht, gezielt um Unterstützung zu bitten. Sprich offen mit Familie, Freunden oder Nachbarn darüber, welche Aufgaben dir gerade schwerfallen – oft sind Menschen in deinem Umfeld froh, wenn sie dir helfen können. Sei dabei ruhig konkret und gib an, womit sie dich entlasten können, zum Beispiel beim Einkaufen, Kochen oder Wäsche waschen. Manchmal tut es auch gut, Aufgaben einfach abzugeben und andere mit einzubeziehen – du musst nicht alles alleine schaffen! Menschen, die dir nahe stehen, möchten dich unterstützen – gib ihnen die Chance dazu. Wie du eine Balance zwischen Fürsorge und Selbstfürsorge findest Viele Mütter stellen ihre eigenen Bedürfnisse ganz hinten an, doch auf Dauer ist das keine Lösung. Selbstfürsorge sollte ein fester Bestandteil deines Alltags sein – genauso wie die Fürsorge für dein Baby. Es müssen keine großen Dinge sein. Eine warme Dusche am Morgen, eine kleine Massage oder ein Spaziergang können helfen, sich besser zu fühlen. Versuche, solche Momente von Anfang an in deine Routine zu integrieren. Vielleicht kannst du dir morgens nach dem Aufstehen bewusst fünf Minuten Zeit nehmen, um deine Haut mit einer Körperbutter zu pflegen. Ein kleines Ritual wie dieses kann Wunder für dein Wohlbefinden bewirken. Auch deine mentale Gesundheit sollte im Fokus stehen. Falls du dich dauerhaft überfordert fühlst oder das Gefühl hast, nicht mehr du selbst zu sein, suche dir Unterstützung. Sprich mit deiner Hebamme oder Gynäkologin und informiere dich, wo du Hilfe bekommen kannst. Der Übergang in die neue Mama-Rolle Akzeptiere, dass sich dein Leben verändert hat – aber auch auf wundervolle Weise. Es ist okay, sich manchmal überfordert zu fühlen, genauso wie es okay ist, jeden kleinen Erfolg zu feiern. Dein Körper hat Großartiges geleistet und wird sich mit der Zeit wieder verändern. Sei geduldig mit dir selbst, sowohl körperlich als auch mental. Dein Tag wird nicht immer nach Plan laufen – und das ist völlig normal. An manchen Tagen wirst du das Gefühl haben, nichts geschafft zu haben, aber das Wichtigste, was du tust, ist für dein Baby da zu sein. Und das alleine ist schon eine unglaubliche Leistung. Fazit: Dein neuer Alltag als Mama Eine Mischung aus Struktur und Flexibilität kann dir helfen, deinen Mama-Alltag mit mehr Leichtigkeit zu meistern. Kleine Rituale und bewusst eingeplante Selbstfürsorge sind essenziell, um dich nicht selbst zu verlieren. Sei nicht zu hart mit dir – du machst das großartig! Und vergiss nicht: Eine glückliche Mama bedeutet auch ein glückliches Baby. 💛
Rituale und Routinen mit Kindern: Wie bekomme ich Rhythmus in den Alltag mit Baby?

Rituale und Routinen mit Kindern: Wie bekomme ich Rhythmus in den Alltag mit Baby?

Wir Erwachsenen nutzen sie ständig: Routinen. Tägliche Abläufe, die wie automatisiert ablaufen und die unserem Alltag eine Struktur geben. Im Familienleben können sie noch mehr als zu strukturieren – und deswegen geht es in diesem Artikel um Rituale und Routinen mit Kindern.   Rituale und Routinen geben Kindern Halt und Orientierung. Sie schaffen Vertrauen und können helfen einen Rhythmus in den Alltag mit Baby zu bekommen. Lest hier, wie ihr Routinen mit Kindern etabliert und warum ihr damit am besten direkt nach der Geburt beginnt:   Routinen mit Kindern – Vom festen Tagesablauf bis zu stetigen Ritualen Wann kann ich mit Ritualen und Routinen für Kinder starten? Routinen und Regeln, die zu euch passen Wie starte ich mit Routinen bei meinem Baby? Welche Routinen sind gut für Kleinkinder? Geregelte Essenzeiten und feste Schlafzeiten Regeln und Grenzen setzen       Routinen mit Kindern – Vom festen Tagesablauf bis zu stetigen Ritualen   Schauen wir uns zuerst einmal an, was eine Routine überhaupt ist. Der Duden definiert eine Routine als „durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen“. Routiniert bezeichnet man also etwas, das zu einer regelmäßigen Gewohnheit geworden ist.   Und regelmäßige Gewohnheiten zu haben, macht Sinn: denn wie viel mehr würde es unseren Alltag verkomplizieren, wenn wir Alltägliches jeden Tag auf´s Neue hinterfragen und durchdenken würden? Wir alle haben unsere etablierten Routinen, die uns helfen Dinge effizient und zügig im Alltag zu erledigen. Je nach Persönlichkeit hat der Eine mehr gewohnte Abläufe und feste Routinen und der Andere weniger. Genauso ist es auch bei Babys und Kleinkindern.   Das Bedürfnis nach einem festen Tagesablauf mit stetigen Routinen ist bei Menschen und auch schon bei Babys unterschiedlich stark ausgeprägt.   Es gibt Kinder, die brauchen immer das gleiche Kuscheltier und einen dunklen Raum zum Einschlafen. Andere schlafen überall gut ein und stören sich nicht an einer wechselnden Umgebung. Was dein Kind für ein Typ ist, findest du wahrscheinlich schnell heraus. Vielleicht hast du auch schon bei dir selbst beobachtet, wie viel Struktur dir gut tut.     Wann kann ich mit Ritualen und Routinen für Kinder starten?   Insbesondere nach der Geburt eines Babys kann es eurer Familie helfen eine gewisse Tagesroutine einzuführen. Also einen Tagesablauf zu gestalten, an dem sich alle orientieren können. Wie dieser genau aussieht, ist natürlich individuell und hängt davon ab, was zu euch passt.   Ich betone es gerne nochmal: Routinen sollen nicht einengen. Im Gegenteil, sie können eurer Familie Sicherheit, Halt und Orientierung geben. Durch Routinen schafft ihr verlässliche Anker in eurem Alltag.   Und das geht auch schon mit Babys. Bereits nach der Geburt könnt ihr damit beginnen, bestimmte Abläufe immer wieder zu wiederholen und zu Gewohnheiten werden zu lassen. Fachleute sind sich zwar noch nicht ganz einig, ab wann es sinnvoll ist mit festen Routinen zu beginnen, aber Fakt ist: alles was euch den Alltag erleichtert und Verlässlichkeit schafft, ist eine tolle Unterstützung.     Routinen und Regeln, die zu euch passen   Ihr, eure Kinder und eure Familiensituation ist einzigartig. Und das, ja, das bedeutet, dass natürlich auch die Rituale und Routinen, die zu euch passen, individuell sind. Welche Abläufe können euren Alltag erleichtern? An was für kleine Rituale könnt ihr schon euer Baby gewöhnen, so dass es bestimmte Abläufe kennenlernt?   Babys verstehen natürlich noch keine Regeln, aber Rituale können ihnen helfen sich geborgen zu fühlen und später auch leichter Regeln zu lernen.   Rituale und Routinen sind etwas Bekanntes für Kinder. Etwas zu kennen bedeutet Sicherheit – und das führt zu einem Gefühl von Geborgenheit.   Schon ganz kleine Dinge können Rituale werden: Beispielsweise, wenn ihr das Fläschchen immer auf dem selben Sessel gebt oder stets auf dem gleichen Platz stillt.     Wie starte ich mit Routinen bei meinem Baby?   Wichtig, meine Lieben: es geht hier nicht darum, dass ihr jetzt sofort und unbedingt eine ganze Reihe an Ritualen und Routinen einführen müsst, damit es euren Kindern gut geht! Eine Routine soll für euch von Vorteil und hilfreich sein. Ihr könnt sie dann einführen, wenn es passt.   Besonders Neugeborene machen zu Beginn nicht viel mehr als Schlafen und Trinken. In der ersten Zeit nach der Geburt ist es also normal, wenn alles etwas chaotischer abläuft – und ihr noch keine festen Abläufe habt. Routinen stellen sich in jeder Familie zu ihrem eigenen passenden Moment ein.   Beobachtet euer Baby. Ihr werdet schnell feststellen, was seine Bedürfnisse sind. So werdet ihr Stück für Stück merken, wie ihr einen passenden Rhythmus schaffen könnt. Schlafens- und Essenzeiten werden nach ca. drei bis fünf Monaten regelmäßiger und die meisten Eltern erkennen spätestens dann einen Rhythmus und passende Routinen für ihr Baby.   Wenn du beispielsweise Schlaf- und Trinkzeiten erkennst, kannst du diese Zeiten und Bedürfnisse deines Kindes unterstützen und ihm rechtzeitig in den Schlaf helfen oder Mahlzeiten entsprechend anpassen.   Bei Neugeborenen gilt: Bedürfnisse > Routinen!   Wichtig ist: Neugeborene bitte immer nach Bedarf stillen bzw. füttern. Bei den Kleinsten ist es wichtig, dass sie immer dann etwas zu Trinken bekommen, wenn sie danach verlangen – auch wenn noch keine „Trinkzeit“ ist.   Ihr dürft also flexibel bleiben..und auch, wenn ihr schon recht früh Routinen einführen konntet, diese immer mal wieder an die aktuellen Bedürfnisse eures Babys (und auch an eure Bedürfnisse) anpassen. Auch wenn Rituale und ein Rhythmus helfen, sollten sie immer beweglich und veränderbar bleiben!     Rituale mit Kindern: Welche Routinen sind gut für Kleinkinder?   Gerade für Kleinkinder sind wiederkehrende Abläufe und feste Strukturen wichtig. An einem geregelten Tagesablauf kann sich ein Kind orientieren. Wiederkehrende Rituale mit einem (relativ) festen Rhythmus geben dem Kind Sicherheit und ein Gerüst, in dem es sich geborgen fühlt. Außerdem gibt es Kindern emotionale Stabilität, wenn sie wissen, was sie erwartet.   Kleinkinder lernen schnell, wenn es eine Routine gibt. Ein Beispiel: abendliches Tischdecken (natürlich dem Alter entsprechend). Wenn du dein Kind jeden Abend in das Decken des Tisches mit einbeziehst, wird es durch diese wiederkehrende Handlung schnell lernen. Es wird immer besser werden, mit der Zeit Dinge alleine und automatisch richtig machen – wodurch sein Selbstbewusstsein gestärkt wird.     Routinen mit Kleinkindern: Essenzeiten und Schlafenszeiten   Geregelte Essenzeiten und Schlafenszeiten finde ich für Kleinkinder ganz besonders wichtig. Wenn es euch ingesamt schwer fällt Routinen und Rituale festzulegen, dann beginnt gerne mit diesen beiden!   Routinen mit Kindern: Geregelte Essenzeiten   Geregelte Essenzeiten, wenn möglich mit der Familie, können sehr wertvoll für Kinder sein und haben sowohl körperliche, als auch psychische Vorteile. Das gemeinsame Familienessen kann ein schönes Ritual für euch alle sein und eine Gelegenheit (mindestens) einmal am Tag mit allen zusammen zu kommen.   Ergänzen könnt ihr diese Routine gerne noch mit gemeinsamem Tischdecken oder in dem jeder bei der Zubereitung mithilft.     Routinen mit Kindern: Feste Schlafenszeiten   Ich glaube, es ist der Wunsch aller Eltern: feste Schlafenszeiten und guter Schlaf. Hierfür kann eine Abendroutine und das Einhalten fester Zeiten Wunder wirken. Mit einem immer gleichen und sich wiederholendem Ablauf kann dein Kind abends besser zur Ruhe kommen und weiß, dass es in Richtung Schlafen geht.   Wie dies für euch aussieht und welche Rituale euch dabei helfen, wählt ihr selbst. Baden, eine kleine Massage, Singen oder eine Geschichte vorlesen – schaut, wie eure Routine aussehen kann und macht sie jeden Abend gleich.   Für guten Schlaf ist nicht nur der Abend, sondern der gesamte Tag ausschlaggebend. Je ruhiger und ausgeglichener euer Kind den Tag erlebt, desto besser wird es schlafen können. Deswegen gilt auch hier: Beobachtet euer Kind. In welchen Situationen ist es entspannt? Und wann angespannt? Wie könnt ihr ihm Halt und Sicherheit geben, so dass es sich geborgen fühlt?     Regeln und Grenzen setzen bei Kindern   Jeder von uns hat Regeln, die ihm oder ihr besonders wichtig sind. Wir alle haben gewisse Dinge, auf die wir wert legen. Von denen wir möchten, dass sie eingehalten werden. Und das ist vollkommen in Ordnung. Klare Regeln sind wichtig für Kinder. Regeln und Grenzen geben, ähnlich wie Routinen, Orientierung und damit Sicherheit und Ruhe.   Hilfreich ist, wenn du dir selbst klar darüber bist, welche Regeln und Grenzen du setzt und durchsetzen möchtest. Je sicherer du bist, desto klarer ist die Botschaft für dein Kind. Schwierig wird es meist nur dann, wenn du heute das und morgen dies von deinem Kind verlangst.     Regeln, Rituale und Routinen mit Kindern – es darf leicht sein!   Ja, es darf leicht sein! Jede Routine, jedes Ritual, das ihr einführt, soll in erster Linie eine Bereicherung sein! Kein zusätzliches „to do“, das ihr erfüllen müsst, sondern eine Erleichterung in eurem Alltag, die euren Kindern Stabilität schenkt.   Deswegen: Seid nicht zu streng mit euch und eurer Familie. Findet heraus, welche Rituale und Routinen zu euch passen, aber bleibt locker. Gebt euch Zeit, bis Rituale von allen gelernt und akzeptiert werden und habt keine zu hohen Erwartungen. Es wird sich alles mit der Zeit finden! :)   Erlaubt euch beim Finden von Ritualen Spaß zu haben und euren ganz individuellen Weg zu gehen.   Ich wünsche euch dabei alles Gute, eure baybies Hebamme Ana
Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

SOMMER, SONNE, SONNENSCHUTZ Sonnenschutz – ein Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Es ist vermutlich auch eines der am meisten diskutierten Themen überhaupt und das aus gutem Grund! Vor allem jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht, rückt die Bedeutung von Sonnenschutzprodukten wieder in den Fokus. Besonders in der Hautpflege gibt es kaum ein Produkt, das so wichtig ist wie der richtige Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen.   Ich möchte dir hier alle wichtigen Fakten für dich zusammenfassen und dir einen Einblick in die aktuelle Forschungslage geben, denn vor allem im Internet kursieren leider viel zu viele Halbwahrheiten, die nicht bzw. zu wenig hinterfragt werden.   Babys & Sonne   Wenn das Baby auf die Welt kommt, ist die Zeit vorbei, in der die Kleinen im warmen, keimarmen Fruchtwasser sind - umgeben von schützender Käseschmiere.   Auf den ersten Blick sieht die Haut der Babys zwar gesund, weich und zart aus, allerdings gibt es einige Besonderheiten in der Zusammensetzung, Struktur und Funktion, wodurch sie besonders geschützt werden muss.   Die Babyhaut hat ganz andere Eigenschaften als unsere Haut und daher auch ganz andere Bedürfnisse.   Die Haut der kleinen Entdecker ist ungefähr drei- bis fünfmal dünner als die Erwachsenenhaut. Die natürliche Barriere der Haut, das Unterhautgewebe und auch die Schutzfunktionen sind noch nicht vollständig entwickelt, wodurch die Haut viel schneller austrocknen kann und Schadstoffe aller Art die natürliche Barriere überwinden und schneller in die Haut eindringen können. Auch die Bildung von Melanin ist kaum vorhanden, wodurch sich die Haut nicht selbst vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen kann. Die Haut von Babys und Kleinkindern ist daher besonders anfällig für akute und langfristige Sonnenschäden und muss vor allem im ersten Lebensjahr ganz besonders gut geschützt werden.   Hierbei ist es vor allem wichtig, sich im Schatten aufzuhalten und die direkte Sonneneinstrahlung sowie die Mittagshitze zwischen 12 und 16 Uhr zu meiden. Textiler Sonnenschutz kann auch sehr hilfreich sein, da er die Haut vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Hierzu gehören leichte Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen oder spezielle Kleidung mit UV-Schutz. Ein Sonnenhut mit Nackenschutz, eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, ein Kinderwagen mit einem UV-Sonnensegel, eine Strandmuschel oder ein Sonnenschirm sind ebenfalls nützlich. Es ist jedoch zu beachten, dass auch mit textilem Sonnenschutz oder im Kinderwagen die pralle Sonne vermieden werden sollte.   Im Auto kann ein abnehmbarer UV-Schutz für die Fensterscheibe weiteren Schutz bieten, da die die Glasscheibe nur die aggressive UVB-Strahlung filtert, während die UVA-Strahlung durch das Fenster gelangen kann und genauso schädlich für die Haut ist.   Im Falle, dass direkte Sonneneinstrahlung nicht vermeidbar ist oder die Haut nicht bedeckt werden kann, empfiehlt es sich bei Babys und Kleinkindern auf mineralische Sonnenschutzcremes zurückzugreifen. Es ist ratsam, bei Kindern generell Sonnenschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) zu verwenden. Zudem sollten Sonnencremes möglichst frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen, Nanopartikeln, Parabenen und bedenklichen Substanzen sein. Wenn Kinder an Hauterkrankungen oder Allergien leiden oder bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sollte man sich bei der Auswahl einer geeigneten Sonnenschutzcreme vom Haut- oder Kinderarzt beraten lassen.   Babyhaut vergisst nichts – auch keine UV-Strahlen   Es ist unbestreitbar, dass die UV-Strahlung der größte Feind für die Gesundheit unserer Haut ist – besonders gefährlich ist sie unter anderem für Babys und Kleinkinder. Sie beschleunigt unter anderem die Alterung der Haut, zerstört wichtige Bindegewebsstrukturen und kann dafür verantwortlich sein, dass aus gesunden Zellen Krebszellen entstehen.   Die Auswirkungen der UV-Strahlen auf die Haut können sofort sichtbar sein, z.B. in Form von einem Sonnenbrand oder einer Sonnenallergie oder auch langfristig, z.B. in Form von Hautkrebs.   Auch wenn die Schäden der Sonnenstrahlen nicht unmittelbar sichtbar sind, können sie sich im Laufe der Zeit in der Haut ansammeln und das Risiko für Hautkrebs und andere Hautschäden erhöhen. Es ist daher besonders wichtig, Babys und Kleinkinder vor der Sonne zu schützen und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.     Sonnenschutz = Krebsprävention     UV-FILTER - ORGANISCH UND ANORGANISCH   Die Qualität von Sonnenschutzmitteln hängt von den eingesetzten UV-Filtern ab. Leider sind nicht alle gleich gut verträglich und unbedenklich – einige UV-Filter können Allergien auslösen oder in die Blutbahn gelangen und gegebenenfalls die Stoffwechselprozesse des Körpers stören. Manche UV-Filter sind nicht photostabil, also zerfallen unter der UV-Strahlung, wodurch die Schutzwirkung schnell nachlässt und die Gefahr besteht, dass die Zerfallsprodukte die Haut reizen.  Es ist also wichtig, genau hinzusehen. Organische („chemische“) Filter     Organisch wirkende UV-Filter dringen in die obere Hautschicht ein und wandeln dort die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Einige Vertreter dieser Gruppe können jedoch negative Auswirkungen auf unseren Körper und auch auf die Umwelt haben, da sie im Verdacht stehen, Korallenriffe auszubleichen und Algen zu dezimieren, die einen großen Anteil an dem Sauerstoff produzieren, den wir atmen. Hawaii hat aufgrund dieser Bedenken im Januar 2021 beschlossen, die Verwendung solcher Sonnenschutzfilter zu verbieten.     Anorganische („mineralische“) Filter   Zinkoxid (INCI Zinc Oxide) und Titandioxid (INCI Titanium Dioxide) sind mineralische Filter, die in der Regel gut verträglich sind. Der Vorteil dieser Filter besteht darin, dass sie nicht abgebaut werden und keine allergischen Reaktionen hervorrufen.   Diese Filter sind weißliche Pulver, die sich nur schwer in Wasser lösen und verteilen lassen. Aus diesem Grund verursachen Sonnencremes mit diesen Filtern oft den unerwünschten "Weißel-Effekt". Früher wurde angenommen, dass mineralische Filter das Sonnenlicht eher reflektieren und streuen, im Gegensatz zu organischen Filtern, die es absorbieren. Eine Studie aus dem Jahr 2016 hat jedoch gezeigt, dass mineralische Filter auch den größten Teil der UV-Strahlen absorbieren. Darüber hinaus lösen Zinkoxid- und Titandioxid-Moleküle weniger allergische Reaktionen aus und sind allgemein besser verträglich, da sie nicht zerfallen.   Baybies hat sich aufgrund der allgemeinen Belege für ihre Verträglichkeit auf Menschen, Tiere und Umwelt für mineralische Filter entschieden. Übrigens sind in der Naturkosmetik nur mineralische Filter zugelassen.   Des Weiteren sollte der Sonnenschutz sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen, da UVB-Strahlen Sonnenbrand verursachen, während UVA-Strahlen zur Hautalterung beitragen, ohne dass es bemerkt wird. Der ausgewiesene Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf die UVB-Strahlung - aus diesem Grund ist es wichtig, dass das UVA-Siegel auf der Verpackung abgebildet ist, um sicherzustellen, dass das Produkt vor beiden Strahlungen schützt.   Ab wann ist ein Sonnenschutz nötig?   Unser Bedarf an einem speziellen Sonnenschutz hängt davon ab, wie viel schädliche UV-Strahlung unsere Haut tatsächlich erreicht. Eine nützliche Information bietet uns der UV-Index (UVI), welcher von der Jahreszeit, dem Wetter und der Höhe abhängig ist und uns Auskunft darüber gibt, wie hoch das Risiko eines Sonnenbrands an einem bestimmten Tag ist.   Im Winter erreicht der UV-Index auch an sonnigen Tagen normalerweise nicht den schädlichen Wert von 3. Im Sommer hingegen kann der UV-Index selbst an sehr bewölkten Tagen hoch sein. Um sicherzugehen, lohnt es sich, zunächst den UV-Index am Aufenthaltsort zu überprüfen. Der aktuelle UVI ist in den meisten Wetter-Apps zu finden oder auf der Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz.   Wie viel Sonnencreme braucht die Kinderhaut? Damit ein vollständiger Schutz gewährleistet ist, muss ausreichend Creme verwendet werden – das ist wahrscheinlich der häufigste Fehler bei der Verwendung eines Sonnenschutzes.  Es gibt eine einfache „2-Finger-Regel“.  Eine Hand ausstrecken und jeweils auf den Zeige- und auch auf den Mittelfinger einen Streifen der Sonnencreme auftragen und den Vorgang für verschiedene Körperpartien wiederholen: 2 Finger für Gesicht / Hals 2 Finger für die Brust  2 Finger für den Bauch  2 Finger für den oberen Rücken 2 Finger für den unteren Rücken 2 Finger für jeweils einen Arm  2 Finger für jeweils einen Oberschenkel  2 Finger für jeweils einen Unterschenkel und die Füße Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein? Die Höhe des Lichtschutzfaktors hängt vom Hauttyp und dem Aufenthaltsort ab. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) benötigen Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, Erwachsene mindestens 20. Hellere Haut, Aufenthalte im Süden und am Wasser und auf den Bergen benötigen generell einen höheren Sonnenschutz.    Reinigung und Pflege Sonnenschutzmittel sind keine Pflegeprodukte und sollten daher immer abends mit seifenfreie, milden und rückfettenden Badezusätze abgewaschen werden. Wichtig ist, dass die Produkte milde Tenside enthalten und frei von unnötigen Inhaltsstoffen sind.   Wenn es zu einem Sonnenbrand, überhitzter Haut oder stark sonnenstrapazierter Haut gekommen ist, können After Sun Produkte hilfreich sein.   Auch wenn wir tagsüber alles richtig machen und uns ausreichend und häufig mit der richtigen Sonnencreme eincremen, uns öfter im Schatten aufhalten und UV-abweisende Kleidung tragen, kann die Haut dennoch nicht alle UV-Strahlen abwehren und wird durch die Wärme gestresst. Aus diesem Grund fühlt sich die Haut nach einem sonnigen Tag ausgetrocknet, gestresst und geschwächt an. Wenn man jedoch keinen Sonnenbrand oder andere Probleme mit der Haut hat, reicht eine einfache Feuchtigkeitspflege meist aus.     Vitamin D Produktion und Sonnenschutz   Die UV-Strahlung hat aber auch positive Effekte auf unseren Körper, da sie dazu beiträgt, dass unsere Haut das wichtige Vitamin D produziert. Dieses Vitamin hat eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Calcium- und Phosphathaushalts im Körper und beeinflusst somit auch die Knochenmineralisierung, die Muskelfunktion und unser Immunsystem.   In unserer Haut befindet sich eine Vorstufe von Vitamin D, auch bekannt als Provitamin D3 oder 7-Dehydrocholesterin, das von unserer Leber produziert wird. Durch die Energie der UV-B-Strahlen wird dieses Molekül gespalten und es entsteht Cholecalciferol, das wir als Vitamin D3 kennen.       Es ist verständlich, dass du dich jetzt fragst, ob Sonnenschutz den Vitamin D-Spiegel beeinflusst. Frühere Studien haben gezeigt, dass Sonnenschutz die Bildung von Vitamin D beeinflussen kann, aber die Bedingungen waren oft nicht realistisch und daher wenig aussagekräftig.   In anderen Studien und Beobachtungen konnte kein Zusammenhang zwischen Sonnencreme und einem sinkenden Vitamin D-Spiegel festgestellt werden und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Haut auch unter Verwendung von Sonnenschutzprodukten Vitamin D produzieren kann. Dies liegt daran, dass sie zwar die UV-B-Strahlen filtern, die für die Vitamin-D-Produktion notwendig sind, aber in der Regel immer noch genug UV-Strahlen durchlassen, um den Körper bei der Produktion von Vitamin D zu unterstützen. Die Angst vor einem Vitamin D Mangel sollte uns daher auf gar keinen Fall davon abhalten, Sonnencreme zu verwenden, denn sie schützt uns vor Hautkrebs. Die Prävention sollte immer Vorrang vor der Sorge um einen Vitamin-D-Mangel haben. Wenn man sich jedoch gänzlich der Sonne entzieht oder aus anderen Gründen selten das Haus verlässt, kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Es ist ratsam, den Vitamin D-Spiegel im Auge zu behalten und bei Verdacht auf einen Mangel das Blut untersuchen zu lassen. Nahrungsergänzungsmittel können verwendet werden, um den Körper mit Vitamin D zu versorgen.   Viel Spaß in der Sonne, Eure Romy   Romy bloggt für Euch unter @lou.und.leolu auf Instagram
Urlaub mit Baby – Wann ist ein guter Zeitpunkt und was das beste Reiseziel?

Urlaub mit Baby – Wann ist ein guter Zeitpunkt und was das beste Reiseziel?

Urlaub mit Baby – kann man das machen oder sollte man lieber warten? Ist es okay mit Babys zu fliegen oder bleibt man lieber in Deutschland? Viele Fragen, die junge Eltern beschäftigen. Und über die manche Paare auch schon vor dem Kinderkriegen nachdenken. Hierzu direkt: Urlaub mit Baby und Kindern kann großartig sein – und nur weil ihr Kinder habt, heißt das nicht, dass ihr nun nicht mehr die Welt bereisen könnt. Ich habe euch in diesem Artikel wichtige Punkte für die Planung eines Familienurlaub zusammengestellt: Der richtige Zeitpunkt für den ersten Urlaub mit Baby Die besten Reiseziele mit Baby Vor- und Nachteile unterschiedlicher Reiseunterkünfte Entspannte Anreise mit Baby – Flugzeug, Auto oder Zug? Sicheres Reisen mit Babys – daran solltet ihr denken! Must haves – das solltet ihr dabei haben im Urlaub mit Baby   Der richtige Zeitpunkt für die erste Reise und Urlaub mit Baby Direkt vorweg: DEN ultimativen, perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Kein Baby ist wie das Andere, keine Familie ist wie eine Andere. Wann der richtige Zeitpunkt für eure erste Reise mit Baby ist, entscheidet ihr. Findet für euch heraus, wann für euch die Zeit gekommen ist wegzufahren und Urlaub zu machen. Als Empfehlung wird oft von der drei Monatsgrenze gesprochen. Das ist insofern sinnvoll, dass das Baby nach der Geburt erst einmal Zeit braucht um anzukommen. Auch das Stillen braucht zu Beginn Zeit und Ruhe, ihr müsst euch aufeinander einspielen und aneinander gewöhnen. Hierfür kann es hilfreich sein, in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt erstmal "nur" Zuhause zu sein. In dieser Anfangszeit ist es außerdem gut in der Nähe eurer Hebamme und eures Kinderarztes zu bleiben. So habt ihr eure vertrauten Ansprechpartner, falls ihr Fragen habt und könnt bei Ihnen die ersten wichtigen Untersuchungen durchführen lassen. Ich empfehle mit dem Reisen solange zu warten, bis ihr den Tagesrhythmus eures Babys kennt. Bis ihr wisst, wann es müde ist und Schlaf braucht und welche Rituale ihm guttun. Das sind alles Orientierungspunkte, letztlich entscheidet ihr selbst, wann der richtige Zeitpunkt für eure erste Reise ist. Vertraut eurem Bauchgefühl. Übrigens: Ich finde Urlaub mit Neugeborenen oft sogar einfacher als mit Kleinkindern. Babys schlafen noch viel und vor allem überall! Sie brauchen noch keine extra Beschäftigung oder Ferienprogramm und lassen sich überall hin mitnehmen. ;) Ein weiterer Vorteil von Urlaub mit Baby ist, dass Kinder bis zu zwei Jahren Kinder fast überall kostenlos reisen!   Gute Reiseziele für Urlaub mit Baby Nach dem "Wann?" denken viele Eltern über das "Wohin?" nach. Und auch hier gibt es weder richtige, noch falsche Ziele. Denn diese Entscheidung ist sehr individuell. Das beste Reiseziel ist das, was sich für euch gut und richtig anfühlt. Es hängt davon ab, was ihr gerne machen möchtet und was euch gefällt. Könnt ihr gut beim Blick aufs Meer und Füßen im Sand entspannen? Liebt ihr es in den Bergen? Oder zieht es euch weiter weg in die Ferne? Auch, wenn ihr nun mit Baby reist, dürft ihr weiterhin Orte auswählen, die ihr sehen wollt und die euch als Eltern gefallen. Von Abenteuer-Camping, bis hin zum Luxus Hotel mit Vollverpflegung, ist auch mit Baby alles möglich! Entscheidend ist, dass ihr ein gutes Gefühl habt. Unterschiedliche Reiseziele haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Checkt im Vorfeld ab, wie die Gesundheitsversorgung Vorort ist. Ob bestimmte Impfungen notwendig sind und wie eure Reiseapotheke ausgestattet sein sollte. Achtet bei der Wahl eurer Reiseziele nur darauf, dass extreme Temperaturen für Babys nicht geeignet sind. Zu heiß oder zu kalt ist noch nichts für Neugeborene, denn gerade die ganz Kleinen können ihre Körpertemperatur noch nicht gut selber regulieren.   Vor- und Nachteile unterschiedlicher Reiseunterkünfte Ein Hotel hat möglicherweise den Vorteil, dass ihr euch um weniger kümmern müsst und euch bedienen lassen könnt. Ein Nachteil könnte dagegen sein, dass ihr euch an vorgegebene Essenszeiten halten müsst, beispielsweise beim Frühstücksbuffet. Mittlerweile gibt es extra Babyhotels und Kinderhotels, die eine super Babyausstattung und von Babybrei bis Wickeltisch alles haben. Schaut doch mal an euren favorisierten Reisezielen, vielleicht gibt es dort etwas passendes für euch. Manche Unterkünfte bieten auch eine Babybetreuung an oder haben ein Babyphone System, das kann schön sein, wenn ihr als Eltern mal abends länger draußen sitzen oder entspannt zu zweit Essen möchtet.   Mit einer Ferienwohnung seid ihr flexibel, könnt eurem eigenen Rhythmus folgen und habt meistens mehr Platz, als in einem Hotelzimmer. Auf der anderen Seite müsst ihr euch um Essen, Wäsche und Aufräumen selber kümmern. Manche Unterkünfte bieten auch eine Mischung aus Hotel und Apartment an.   Auch ein Campingurlaub oder ein Urlaub im Wohnmobil können ein schönes Abenteuer für eure Familie sein. Ihr könnt flexibel weiterreisen, seid automatisch viel in der Natur und könnt einen Campingplatz nach euren Vorstellungen wählen.   Egal für welche Option ihr euch entscheidet, klärt vorher ab, welche Ausstattung ihr Vorort anfindet und was ihr selbst mitbringen müsst, beispielsweise ein Babyreisebett oder einen Wasserkocher.   Entspannte Anreise mit Baby Ein entscheidender Faktor bei der Wahl eurer Urlaubsziele ist natürlich auch die Anreise. Kann es eine Fernreise nach Südafrika mit Kind sein? Oder sollte ein Urlaub mit Baby lieber doch in Deutschland stattfinden, damit ihr nicht fliegen müsst? Worauf solltet ihr bei einer Autofahrt achten und kommt Zugfahren in Frage? Hier findet ihr meine Antworten:   Fliegen – Urlaub mit Baby in der Ferne Es spricht nichts gegen eine Flugreise mit Baby oder Kleinkind! Besonders Nachtflüge eignen sich, da die Kleinen meist auch im Flugzeug gut schlafen können. Bei den allermeisten Airlines dürfen Babys ab zwei Wochen mit an Bord und bis zwei Jahren sogar kostenlos mitreisen. Manche Airlines haben extra Babyreihen, an denen eine Babyschale befestigt werden kann, so dass euer Mini ein richtiges Bettchen hat. Es gibt ein paar Dinge, die ihr bei einer Flugreise beachten solltet: Euer Baby sollte gesund Wenn es einen leichten Husten oder Schnupfen hat oder ihr unsicher seid, nehmt am besten Rücksprache mit einem Kinderarzt oder einer Ärztin. Ihr könnt eurem Baby bei Start und Landung mit dem Druckausgleich helfen, indem ihr ihm die Flasche gebt oder es stillt. Durch die Schluck- und Saugbewegungen kann das Baby den Druckausgleich besser meistern. Wenn euer Baby nicht trinken will oder schon zwei Jahre alt ist und angeschnallt neben euch sitzt, kann auch das Saugen am Schnuller gut helfen. Denkt an warme Kleidung, denn im Flugzeug ist es oft kalt und zugig. Am besten packt ihr außerdem ausreichend Wechselkleidung ein, damit ihr euer Kleines umziehen könnt, falls es schwitz oder nass ist. Ein Baby sollte außerdem im Flugzeug eine dünne Mütze tragen, da Babys gerade über den Kopf viel Wärme verlieren. Eine dünne Decke oder ein großes Mulltuch sollten auf jeden Fall mit im Handgepäck sein. Das ist super zum einkuscheln, abdunkeln und als Schlafbegleitung. Wickelt am besten noch einmal frisch oder lasst euer Kind zur Toilette gehen, bevor ihr das Flugzeug besteigt. Die Flugzeugkabinen und besonders der Wickeltisch dort, sind meist eng und klein. Wichtig ist auch, dass euer Baby während des Flugs genug Flüssigkeit bekommt und viel trinkt. Damit die empfindliche Babyhaut nicht austrocknet empfehle ich dir außerdem die Haut deines Babys ( und vielleicht auch deine ;-) ) mit einer pflegenden Lotion hier findest du meine Empfehlung.   Anreise mit dem Auto Eine Reise mit dem Auto kann praktisch sein, denn so seid ihr auch Vorort mobil und flexibel. Außerdem könnt ihr euer ganzes Gepäck im Kofferraum verstauen und habt alles immer bei euch. Je nachdem, wie lang eure Autofahrt ist, solltet ihr regelmäßige Pausen einplanen. Ein Baby sollte nicht länger als zwei Stunden am Stück in einer Autoschale sitzen, da dies keine optimale Position für die noch empfindliche Wirbelsäule ist. In den Pausen sollte euer Baby flach auf einer Decke liegen können und Zeit zum Strampeln haben. Ältere Kinder freuen sich bestimmt über einen tollen Spielplatz oder eine große Wiese zum Toben. Damit die Zeit während der Fahrt nicht zu langweilig wird, packt ihr am besten eine Reihe an unterschiedlichem Spielzeug und Beschäftigungen ein. Manche Kinder hören gerne Hörspiele oder lustige Kindermusik.   Anreise mit dem Zug Auch mit dem Zug in den Urlaub zu fahren, kann eine tolle Variante sein. Nach dem das Gepäck im Zug verstaut ist und ihr euren Sitzplatz gefunden habt, kann eine Zugfahrt sehr angenehm sein mit Kindern. Ihr könnt euch bewegen und herumlaufen, kuscheln, euer Baby sowohl auf den Arm nehmen, als auch auf die Sitze legen. Mein Tipp: Reserviert euch Plätze im Familienabteil. Dort habt ihr mehr Platz, seid nah an den Toiletten und dürft sorgenfrei laut sein. Ein großer Vorteil der Deutschen Bahn: Kinder bis zu fünf Jahren reisen kostenlos. Außerdem ist der Zug ein sehr umweltfreundliches Verkehrsmittel.   Unterschiedliche Anreise-Varianten – ihr habt die Wahl Ihr seht: alle Anreise-Varianten sind auch mit Baby und Kind möglich. Wählt, was für euch am besten passt! Und dann: nehmt den Druck aus und versucht entspannt zu bleiben. Ja, das ist einfach zu sagen, aber es muss alles nicht perfekt sein. Es ist okay, wenn eure Kinder auch mal weinen, wenn Andere gucken oder etwas anders läuft, als ihr gehofft hab. Alles halb so schlimm! So lange ihr entspannt bleibt, kann auch euer Baby entspannt sein. Noch zwei wichtige Regeln: Habt immer genügend Snacks und Getränke dabei. Und, wie bereits kurz angesprochen, natürlich immer ausreichend Spielbeschäftigungen. Hierzu gehören Malsachen, Hörbücher, Bücher, kleine Spielzeuge und alles, womit eure Kinder Spaß haben. Und: Ja! Die meisten Kleinkinder schauen auf langen Reisen auch Videos auf dem Handy oder dem Tablet – das ist okay! Alles in Maßen ist vollkommen legitim und kein Grund für ein schlechtes Gewissen.   Sicheres Reisen mit Babys und Kindern – daran solltet ihr denken Mückenschutz – schützt euer Baby vor Stechmücken. Das ist wichtig, denn leider mögen Stechmücken die dünne Babyhaut besonders gern. In Drogeriemärkten oder Apotheken findet ihr extra Mückenschutz für Babys und Kleinkinder. Alternativ kann bei den ganz Kleinen auch Bio-Kokosöl auf der Haut helfen, um Insekten abzuwehren. Ein Moskitonetz für das Babybett und den Kinderwagen sind super und ohne Chemie! Auch lange Kleidung ist natürlich ein guter Schutz. Besprecht je nach Reiseziel mit eurem Kinderarzt, welche Methode gut und ob ein Insektenspray auf der Haut sinnvoll, beziehungsweise notwendig, ist. Impfungen – klärt mit eurer Kinderärztin ab, ob und welche Impfungen für euer Reiseziel empfohlen werden. Sonnenschutz – ist super wichtig! Die dünne Haut von Babys ist sehr empfindlich und sollte ausreichend vor der Sonne geschützt werden. Babys unter einem Jahr sollten gar keiner direkten Sonne ausgesetzt werden. Und denkt daran, dass UV-Sonnenstrahlung auch im Schatten da ist. Da die Babyhaut noch sehr dünn ist, werden Inhaltsstoffe leichter aufgenommen. Daher wird allgemein empfohlen bei Babys unter einem Jahr noch keine Sonnencreme zu verwenden und lieber auf den Schutz durch Kleidung zu setzen. Dennoch: Sonnencreme ist immer besser, als Sonnenbrand. Verwendet aber bitte Kindersonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Cremt eure Kinder großzügig ein und denkt daran nach spätestens jedem Bad oder Wasser planschen nachzucremen. Ganz wichtig: die Sonnencreme muss abends gut abgewaschen werden! Sonnencreme ist KEINE Pflegecreme und sollte vor dem Schlafengehen von der Haut entfernt werden. Dafür eignet sich ein mildes, aber reinigendes Duschgel oder Badezusatz. Super geeignet ist das baybies Baby Bad mit seinen milden Waschtensiden. Das wäscht die Sonnencreme ab und ihr pflegt die Haut direkt mit einer rückfettenden Wirkung. (z.B. mit dem baybies Baby Bad) Auch die Augen eures Baby solltet ihr schützen. Das gilt besonders am Wasser oder im Gebirge. Hierfür eignet sich am besten eine UV-undurchlässige Babysonnenbrille mit verstellbarem Kopfband. Achtet immer auf eine gute Kopfbedeckung, beispielsweise ein Sonnenhut mit Licht- und Nackenschutz. Auch Badekleidung und sonstige Kleidung sollte am besten mit Lichtschutz ausgestattet sein. Bei Textilien heißt der Lichtschutzfaktor „Ultraviolet Protection Factor“, kurz UPF. Babykleidung sollte die Kennzeichnung „UV-Standart 801“ haben. Das bedeutet, dass die Textilen hinsichtlich ihres Sonnenschutz geprüft sind. Flüssigkeit – Babys können die Körpertemperatur noch nicht gut selber regulieren und schneller überhitzen. Meidet die Mittagshitze und achtet darauf, dass euer Mini genügend Tee oder Wasser trinkt. Stillkinder trinken bei warmen Temperaturen häufig in kürzeren Abständen – sie brauchen KEIN extra Wasser! Häufig und regelmäßig die Brust zum Stillen anzubieten, reicht aus, denn die Muttermilch passt sich an und wird wässriger.   Urlaub mit Baby – das solltet ihr dabei haben: Was ihr in euren Urlaub mit Baby mitnehmt und einpackt, ist natürlich individuell und euch überlassen. Hier ein paar Dinge, an die ihr unbedingt denken solltet: Wenn euer Baby mit der Flasche gefüttert wird, denkt daran ausreichend Milchpulver Nahrung mitzunehmen. Dann habt ihr im Ausland keinen Stress die richtige Nahrung zu finden und euer Baby muss sich an keine neue Marke gewöhnen und im Urlaub umstellen. Denkt auch an alle wichtigen Reiseunterlagen: Kinderreise Pass, Impfpass und das gelbe U-Heft eures Babys. Eine passende und individuell zusammengestellte Reiseapotheke: Je nach Alter des Kindes und eures Reiseziels sieht diese anders aus. Wenn ihr unsicher seid, fragt eure Kinderärzte oder sprecht mit einer Apothekerin. Mein Must Have auf jeder Reise: ein Babytragetuch oder ein anderes Tragesystem. Besonders wenn ihr viel unternehmen wollt, kann das super praktisch sein. Hier findet ihr einen Blogartikel zum Thema Baby tragen. Eure Familie, eure gemeinsamen Reisen Reisen und Urlaub mit Babys und Kindern ist großartig. Ja, ihr müsst an ein paar Sachen denken und den ein oder anderen Punkt beachten, aber dann steht eurem Reisedrang nichts im Weg. Im Gegenteil: ein Kleinkind nimmt die Welt so anders wahr, als wir Erwachsene es tun. In dem man mit seinen Kindern neue Orte entdeckt und reist, bekommt man auch als Erwachsener einen neuen Blick. Urlaubszeit bedeutet Familienzeit. Und das ist etwas, das euer Baby und eure Kinder ganz besonders lieben werden. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und eine gute Reise an Ziele in nah und fern! Alles Liebe und Happy Holidays!Eure baybies-Hebamme Ana
Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an

Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an

Schlaftipps für Dich & Dein Baby: Guter Schlaf von Anfang an Das Thema Kinderschlaf führt früher oder später in vielen Familien zu großen Herausforderungen. Guter Schlaf ist aber eine wichtige Voraussetzung für Deine Gesundheit und eine hohe Lebensqualität. Babys und Kleinkinder, die lange brauchen, um einzuschlafen oder nachts mehrmals erwachen, verhindern oftmals die ungestörte Nachtruhe ihrer Eltern. Sie sind oft über Monate bis Jahre auf deren nächtliche Unterstützung angewiesen. Babys und Kleinkinder brauchen – auch nachts - Körperkontakt und Nähe. Die Schlafentwicklung eines Babys ist ein Reifeprozess, der gut 3 Jahre umfassen kann. Die folgenden Tipps sollen Euch helfen, das Thema möglichst entspannt aber ausreichend informiert angehen zu können. Wir haben dazu mit Schlafexpertin Stephanie Klausmann gesprochen und uns ihre Profi-Ratschläge und Tipps geholt: Informiert euch über das kindliche Schlafverhalten Der kindliche Schlaf ist anders aufgebaut als der der Erwachsenen. Neugeborene haben noch keinen festen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt; sie schlafen in kurzen und unregelmäßigen Abständen; rund um die Uhr. Erst im Verlauf des ersten Lebensjahres verlegt ein Kind seinen Schlaf zunehmend in die Nacht. Lasst euer Baby von Anfang in eurer Nähe Schlafen ist wie Essen, Sprechen und Laufen: ein Entwicklungsprozess. Schlafen ist lebensnotwendig und muss nicht erlernt werden. Ein Kind muss jedoch lernen, das Vertrauen aufzubauen, auch nachts nicht alleine gelassen zu werden und entspannt einschlafen zu dürfen. Am besten kann euer Kind diese sensible Entwicklung durchlaufen, indem es von Anfang an in bei euch schlafen darf, so dass sein Bedürfnis nach Sicher- und Geborgenheit voll und ganz gestillt wird. Mit dem Älterwerden lernt ein emotional gefestigtes und sicher gebundenes Kind automatisch, auf eure Anwesenheit zu vertrauen, auch wenn ihr nicht unmittelbar bei ihm seid. Beachtet beim gemeinsamen Schlafen die Sicherheitsmaßnahmen  Genug Platz für Alle Wiegen, Gitter- und Kinderbetten nur kurze Zeit zum Einsatz bringen. Sie entsprechen oft nicht den kindlichen Bedürfnissen. Die meisten Kinder sind in den ersten Monaten bis Jahre ihres Lebens zumindest zeitweise auf Körperkontakt mit den Eltern angewiesen, um entspannt schlafen zu können. Eine Investition, die sich für alle Familien über Jahre hinweg auszahlt, ist der Kauf oder Bau eines großen Bettes, in dem ihr auch dann gut und bequem schlafen könnt, wenn die Kinder bei euch schlafen. Auch ältere Kinder kommen hin und wieder nachts gerne zu den Eltern, gerade wenn der erste Schultag bevorsteht, ein Geschwisterchen geboren wird oder sie etwas anderes belastet. Nehmt es gelassen, wenn euer Kind noch nicht durchschläft Für viele Eltern scheint das „Durchschlafen“ des Kindes das große Endziel zu sein. Jedoch wird diese Erwartung, gerade in Europa viel zu früh angestrebt. „Durchschlafen“ bedeutet nicht, dass ein Kind die ganze Nacht ununterbrochen schläft. Zum Beispiel Ängste, Zahnen, Krankheit, Entwicklungsschritte oder Tageseindrücke, die verarbeitet werden müssen, beeinflussen den Schlaf. Frühes Durchschlafen ist nicht im Interesse der kindlichen Entwicklung. Oder umgekehrt ausgedrückt: Die REM-Phasen sind wichtig für die intensive Gehirnentwicklung und das häufige Aufwachen schützt das Kind vor dem Plötzlichen Kindstod. Ein Steinzeitbaby hätte keine einzige Nacht überlebt, wenn es irgendwo alleine abgelegt worden wäre. Sinn des biologisch angelegten Bindungsverhaltens eines schutzbedürftigen Babys ist es, jegliche Trennung von seiner Bindungsperson zu verhindern, insbesondere nachts. Rasch Nähe signalisieren, wenn euer Baby weint Babys und Kleinkinder, die bei den Eltern schlafen dürfen, schreien meist weniger, da ihre Bindungspersonen bereits in unmittelbarer sind. Stillkinder können idealerweise ohne Aufwand an die Brust genommen werden und schlafen schnell wieder ein. Die Nacht und das Alleinsein sind auch für ein Kleinkind beängstigend. Es braucht immer wieder die Versicherung, dass es in Sicherheit ist. Je zuverlässiger ihr verfügbar seid, desto besser kann es beruhigt werden und wieder einschlafen. Passt eure Erwartungen der Reife eures Kindes an Untersuchungen in anderen Kulturen haben gezeigt, dass diese deshalb keine kindlichen Schlafstörungen kennen, weil sie ganz andere Erwartungen an das Verhalten ihrer Kinder haben. Während in Europa oder Nordamerika bereits Eltern von Säuglingen besorgt den Kinderarzt aufsuchen, wird in Südamerika, Afrika oder Indien erst mit 3 bis 5 Jahren von einem Kind erwartet, dass es alleine und die ganze Nacht durchschläft. Schlafen ist ein biologischer und emotionaler Reifeprozess. Weitere Faktoren, die auf natürliche Art helfen können eine gute Schlafqualität zu erreichen: Licht & Dunkelheit Licht und Dunkelheit haben einen enormen Einfluss auf unser Wach- und Schlafverhalten. Der menschliche Organismus richtet sich weitgehend nach einem zirkadianen, d.h. ungefähr 24 Stunden dauernden Rhythmus; die „innere Uhr“. Rhythmus & Siesta Ein regelmäßiger Rhythmus, das heißt Aufstehen und Zubettgehen immer etwa zur selben Zeit erfolgen zu lassen kann die Schlafqualität verbessern. Regelmäßig eine Siesta zu machen, hat laut Forschern eine langfristig positive Auswirkung auf unsere Gesundheit. Wann immer Eltern es sich einrichten können, sollten sie es ihrem Kind gleichtun und tagsüber schlafen oder sich zumindest eine Weile hinlegen und entspannen. Bewegung Die meisten Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass sie nach einer Wanderung oder Sport abends wesentlich besser einschlafen. Sich tagsüber viel, am besten draußen zu bewegen, führt nachts zu Entspannung. Das gilt auch für Kinder. Genug Schlaffläche Eltern, die ihr Kind bei sich schlafen lassen, haben oft zu enge Platzverhältnisse. Co-Sleeping bedeutet nicht, dass man wie eine Sardine in der Büchse liegen muss. Es lohnt sich, langfristig zu denken und die Schlaffläche so groß wie möglich zu gestalten; also ein ganzer Schlafplatz pro Person. Elektrosmog Immer mehr Menschen beklagen, dass die zunehmende Strahlung aus unserer technisierten Umwelt ihre Gesundheit und ihren Schlaf beeinträchtigt. Die meisten Felder, die durch Elektrosmog entstehen, sind selbstverursacht. So gibt es z.B. den Fernseher im Schlafzimmer, den Radiowecker auf dem Nachttisch oder das schnurlose Telefon oder Handy direkt am Bett. Luftqualität & Raumtemperatur Gegen Abend sinkt bei allen Menschen - bei Frauen etwas früher - die Körpertemperatur und gleichzeitig nimmt die Müdigkeit zu. Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise zwischen 16 - 18 Grad liegen. Tagsüber lüften und vor dem Zubettgehen ist sinnvoll, im Winter kann bei trockener Luft ein Luftbefeuchter hilfreich sein. Ernährung Auch die Verdauung und der Stoffwechsel orientieren sich an zirkadianen Rhythmen. Optimal und dem menschlichen Organismus angepasst ist es, morgens und mittags energiereich, abends nur noch wenig zu essen. Dies gilt nicht für Säuglinge, die hauptsächlich aufgrund des enormes Gehirnwachstums im ersten Lebensjahr noch rund um die Uhr auf Nahrungszufuhr angewiesen sind! Eine möglichst gesunde, biologische und naturbelassene Ernährung mit wenig Alkohol, Kaffee und künstlichen Zusatzstoffen wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Schlafqualität aus. Entspannung Bei allen Tipps rund um eine gute Schlafqualität gibt es ein Element ohne das Schlaf nur schwer möglich ist: Entspannung. Wer unter Schlafproblemen leidet, weiß, wie schwierig es ist, angespannt einschlafen zu wollen. Kreisende Gedanken, negative Gefühle wie Angst und Sorgen, ein hoher Stresspegel aufgrund eines fordernden Alltags verhindern ein inneres Zur-Ruhe-Kommen. Was immer der Entspannung dient, fördert auch einen erholsamen Schlaf. Hilfreich sind neben den bereits erwähnten Faktoren: Die Natur: Insbesondere der Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Cortisolspiegel und ist somit beruhigend. Berührung: Liebevolle zwischenmenschliche Berührung und Körperkontakt versetzen uns in einen ähnlichen Zustand, in dem wir uns auch im Schlaf befinden; sie reduzieren nachweislich Schmerzen, fördern das Wohlbefinden und somit auch das Einschlafen.  Gerade während heißer Sommertage ist eine Mittagsruhe, sowie keine direkte Sonneneinstrahlung um diese Zeit zu beachten. Ein abgedunkeltes & kühles Zimmer, sowie Schlafen nach Bedarf und zusätzliche Trinkeinheiten helfen Dir & deinem Baby gut durch den Sommer!   Wir wünschen Euch entspannte Nächte und allzeit einen guten Schlaf, Euer baybies-Team
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Sicherer Babyschlaf: Tipps zur Abendroutine

Es ist eines der größten, meist durchdacht und diskutierten Themen überhaupt: Die Schlafphasen und der Schlafrhythmus eines Babys. Manche Eltern erzählen stolz, dass ihr Neugeborenes bereits nach den ersten drei Monaten durchgeschlafen hat. Andere berichten davon, auch nach einem Jahr noch mehrfach in der Nacht aufzustehen.
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