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Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Baby-Stuhlgang verstehen - was ist normal, was nicht?

Wenn es ein Thema gibt, das im ersten Babyjahr wirklich jede Familie irgendwann beschäftigt, dann ist es der Stuhlgang.Wie oft ist normal? Warum ist das plötzlich grün? Ist das schon Verstopfung? Und wieso hat das Baby dabei so einen roten Kopf? Ganz ehrlich: Kaum etwas sorgt so häufig für Unsicherheit wie die Windel. Und das liegt nicht daran, dass Eltern überempfindlich wären - sondern daran, dass die Verdauung eines Babys in den ersten Monaten unglaublich wandelbar ist. Sie entwickelt sich, passt sich an, reagiert auf Wachstumsschübe, Ernährung, Krankheit, Medikamente, Beikost und manchmal einfach… ohne erkennbaren Grund. Und genau deshalb ist es wichtig, direkt am Anfang zu sagen:Es gibt nicht den einen normalen Baby-Stuhlgang. Warum dieses Thema so viele Eltern verunsichert In meiner Arbeit im Wochenbett erlebe ich täglich, wie sehr Eltern sich über den Stuhlgang Gedanken machen - oft mehr als über alles andere. Die Unterschiede von Baby zu Baby sind riesig: Manche Babys füllen gefühlt jede Windel, andere lassen sich Tage Zeit. Und natürlich beginnt dann schnell der Vergleich mit anderen Kindern, der im Kopf die Alarmglocken läuten lässt. Aber Verdauung ist kein Wettbewerb. Und wenn es um Baby-Stuhlgang geht, bedeutet „anders“ nicht automatisch „nicht normal“. Wie oft ist normal? In den ersten Lebenstagen ist Stuhlgang meistens sehr häufig. Das Baby scheidet zunächst das sogenannte Mekonium aus - das ist das erste, dunkle „Kindspech“. Danach wird daraus der Übergangsstuhl, bis sich schließlich der typische Muttermilchstuhl oder der Stuhl bei Flaschenkindern entwickelt. Und ab diesem Zeitpunkt wird es… sehr individuell. Einige Babys haben mehrmals täglich Stuhlgang. Andere nur alle paar Tage. Und bei voll gestillten Babys kann es sogar völlig normal sein, bis zu sieben bis zehn Tage keinen Stuhlgang zu haben. Das klingt erstmal überraschend, ist aber oft schlicht ein Zeichen dafür, dass die Muttermilch fast vollständig verwertet wird – es bleibt also einfach wenig „Rest“ übrig. Ganz wichtig: Selten bedeutet nicht automatisch Verstopfung.Entscheidend ist immer das Wohlbefinden des Babys. Trinkt es gut? Wirkt es zufrieden? Ist der Bauch weich? Dann ist eine Windelpause oft einfach eine normale Variante. Konsistenz: von flüssig bis breiig Auch hier gilt: Baby-Stuhlgang ist nicht mit Erwachsenen-Stuhl vergleichbar. Gestillte Babys haben meistens einen Stuhl, der weich, breiig bis flüssig ist. Häufig sieht er senfartig aus, manchmal ein bisschen körnig oder „sämig“. Das ist wirklich typisch und kein Grund zur Sorge. Bei Flaschenbabys ist der Stuhl oft etwas fester, aber sollte trotzdem weich bleiben. Mit Beikost verändert sich die Verdauung meist deutlich: Konsistenz, Geruch und Struktur werden „erwachsener“. Plötzlich riecht es anders, die Farbe wird intensiver, und manchmal sieht man sogar einzelne Nahrungsbestandteile wieder. Aufmerksam sollte man werden, wenn der Stuhl sehr hart und kugelig ist oder das Baby stark presst und dabei sichtbar leidet. Denn dann kann es tatsächlich in Richtung Verstopfung gehen. Stuhlfarbe: was ist normal? Das Überraschende: Sehr viele Farben sind normal. Wirklich. Gelb oder senfgelb ist typisch bei Stillkindern. Braun sieht man häufiger bei Flaschennahrung oder Beikost. Orange ist oft einfach ein Karotten- oder Kürbis-Klassiker. Schwarz ist nur in den ersten Tagen normal (Mekonium). Später sollte schwarzer Stuhl immer abgeklärt werden. Weiß oder grau sollte grundsätzlich immer ärztlich abgeklärt werden, ebenso Blut im Stuhl. Und jetzt zum Klassiker, den ich besonders oft in meiner Hebammenarbeit höre: Grüner Stuhlgang bei gestillten Babys - warum das oft völlig normal ist Grüner Stuhlgang wirkt auf viele Eltern sofort „krank“. Dabei ist grün in der Stillzeit wirklich häufig und in sehr vielen Fällen vollkommen unbedenklich. Grün kann zum Beispiel mit der Ernährung der stillenden Mutter zusammenhängen. Sehr viel grünes Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl, größere Mengen Smoothies oder chlorophyllreiche Kost können die Zusammensetzung der Muttermilch leicht verändern und sich in der Windel zeigen. Auch stark zucker- oder fruktosehaltige Ernährung oder plötzliche Umstellungen können eine Rolle spielen. Auch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel können den Stuhl verfärben. Eisenpräparate sind hier ein besonders häufiger Auslöser. Antibiotika können die Darmflora beeinflussen - bei Mutter und Baby. Magnesium oder bestimmte Vitamine ebenfalls. Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt“, sondern oft einfach nur: Der Körper reagiert. Und dann gibt es noch stillbezogene Gründe: Sehr häufiges Stillen oder viele kurze Stillmahlzeiten können dazu führen, dass das Baby mehr Vormilch bekommt. Vormilch ist laktosereicher und dünner und kann bei manchen Babys zu grünlicherem, flüssigerem Stuhl führen. Auch Wachstumsschübe oder besonders aktive Stillphasen spielen mit rein. Das Wichtigste ist immer das Gesamtbild:Trinkt dein Baby gut? Wirkt es zufrieden? Hat es keine Schmerzen? Nimmt es zu?Wenn ja, ist ein grüner Stuhl meistens einfach eine völlig normale Variante. Abklären sollte man grünen Stuhl, wenn zusätzlich Blut dabei ist, das Baby starke Schmerzen hat, insgesamt krank wirkt oder nicht gut zunimmt. Mein Hebammenfazit dazu ist ganz klar: Die Farbe der Windel sagt weniger aus als das Baby selbst. Grün ist oft einfach normal, besonders in der Stillzeit. Warum Babys beim Stuhlgang oft „arbeiten“ Viele Eltern denken: „Es wirkt so anstrengend, das muss doch Verstopfung sein.“Aber Babys müssen erst die Koordination zwischen Pressen und Loslassen lernen. Bauchmuskulatur und Beckenboden sind noch unreif, und der Darm braucht Zeit, um sich einzuspielen. Deshalb grunzen Babys, werden rot im Gesicht und wirken manchmal sehr konzentriert - auch wenn der Stuhl am Ende weich ist. Wichtig ist: Wenn der Stuhl weich ist, ist es keine Verstopfung, auch wenn es anstrengend aussieht. Wann sollte man genauer hinschauen? Es gibt ein paar Zeichen, bei denen du lieber Rücksprache mit Hebamme oder Kinderärzt:in halten solltest: wenn der Stuhl dauerhaft hart und schmerzhaft ist, wenn dein Baby beim Stuhlgang deutlich leidet, wenn Blut im Stuhl ist oder der Stuhl weiß, grau oder später schwarz wird. Auch ein stark aufgeblähter harter Bauch, schlechtes Trinkverhalten, fehlende Gewichtszunahme oder ein insgesamt schlechter Allgemeinzustand gehören immer dazu. Was Eltern lieber nicht tun sollten Ich verstehe total, dass man helfen möchte. Aber bitte nicht „auf Verdacht“ Zäpfchen oder Abführmittel geben. Auch tägliches Nachhelfen mit Thermometer oder ähnlichem kann den Körper daran gewöhnen und die natürliche Regulation stören. Und das ständige Vergleichen mit anderen Babys führt meistens nur zu unnötigem Stress, weil es einfach keine Einheitsnorm gibt. Meine Hebammen-Tipps für den Alltag Versuch, das Baby mehr zu beobachten als die Windel. Oft zeigt dir dein Baby viel deutlicher, ob wirklich etwas nicht stimmt. Nähe, Tragen, Wärme, sanfte Bauchmassage oder Fahrradbewegungen können helfen, wenn die Verdauung träge wirkt. Und manchmal hilft vor allem eins: Vertrauen. Verdauung ist Entwicklung, und Veränderungen gehören dazu. Babys sind individuell - und ihre Verdauung auch.Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen hilft oft am meisten. Love,eure baybies Hebamme Ana 🤍
Zahnen bei Babys – Tipps für eine entspannte Zeit

Zahnen bei Babys – Tipps für eine entspannte Zeit

Zahnen bei Babys – Tipps für eine entspannte Zeit Das Zahnen ist eine bedeutende Phase in der Entwicklung deines Babys und kann sowohl für dein Kind als auch für dich als Elternteil eine Herausforderung sein. Doch keine Sorge: Wir erklären dir, woran du erkennst, dass dein Baby zahnt und geben dir hilfreiche Tipps, wie du diese Zeit für euch beide erleichtern kannst. Wann beginnt das Zahnen? Die ersten Zähne brechen bei den meisten Babys zwischen dem 6. und 10. Monat durch. Es ist aber wichtig zu wissen, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat – bei einigen kann es früher, bei anderen später losgehen. Also keine Sorge, wenn bei deinem Kind erst mit 10 Monaten der erste Zahn sichtbar wird. Normalerweise beginnen die unteren beiden mittleren Schneidezähne, gefolgt von den oberen beiden mittleren Schneidezähnen. Um den ersten Geburtstag herum kommen dann die Backenzähne und später die Eckzähne. Mit etwa 3 Jahren haben die meisten Kinder ihr vollständiges Milchzahngebiss mit 20 Zähnen. Anzeichen für das Zahnen Es gibt einige typische Symptome, die darauf hinweisen, dass dein Baby zahnt: Dein Baby ist unruhiger und weint häufiger. Es sabbert mehr als sonst. Es steckt alles in den Mund und kaut auf Gegenständen herum. Das Zahnfleisch kann geschwollen oder gerötet sein. Dein Baby hat weniger Appetit. Manchmal reibt sich dein Baby die Wangen oder die Ohren. Dennoch gibt es auch Kinder, die ohne größere Beschwerden zahnen, während andere stark darunter leiden. Was hilft gegen Zahnungsschmerzen? 1. Liebe und ZuwendungOft ist das Beste, was du tun kannst, deinem Baby viel Nähe und Geborgenheit zu geben. Kuschel mit deinem Baby, trage es in einer Tragehilfe oder einem Tragetuch und lenke es mit Spielen oder Büchern ab. Manchmal kann das Stillen helfen, die Schmerzen zu lindern. 2. BeißringeEin gekühlter Beißring oder ein kalter Waschlappen kann Wunder wirken. Der Druck beim Kauen massiert das Zahnfleisch und lindert die Beschwerden. Achte darauf, dass der Beißring von guter Qualität ist und keine scharfen Kanten hat. 3. MassageDu kannst das Zahnfleisch deines Babys sanft mit einem sauberen Finger massieren, wenn es dies zulässt. Auch eine Fußmassage kann entspannend wirken und dein Baby ablenken. 4. MedikamenteIn manchen Fällen können zahnende Babys von speziellen Zahnungsgels aus der Apotheke profitieren. Schmerzmittel sollten jedoch nur in Absprache mit dem Kinderarzt gegeben werden. Mythen rund ums Zahnen Einige Eltern glauben, dass Zahnen Fieber und Durchfall verursacht. Das ist jedoch ein Mythos. Während viele Babys während des Zahnens anfälliger für Infekte sind, weil sie alles in den Mund nehmen, sind hohes Fieber und Durchfall normalerweise Anzeichen einer Infektion und sollten von einem Arzt untersucht werden. Fazit Das Zahnen kann eine herausfordernde Zeit sein, aber mit viel Liebe, Geduld und den richtigen Hilfsmitteln kannst du deinem Baby diese Phase erleichtern. Wichtig ist, dass du dir als Elternteil auch Pausen gönnst und daran denkst, dass das Zahnen eine vorübergehende Phase ist.   Ich wünsche Euch für diese Zeit gute Nerven, Eure baybies-Hebamme Ana
Bauchschmerzen bei Babys: Was kann man tun, wenn Neugeborene schreien und Bauchweh haben?

Bauchschmerzen bei Babys: Was kann man tun, wenn Neugeborene schreien und Bauchweh haben?

Bauchschmerzen bei Babys: Was kann man tun, wenn Neugeborene schreien und Bauchweh haben? Die ersten drei Monate nach der Geburt sind eine Umstellung. Für euch als Familie, für euer Neugeborenes und auch für seinen Magen-Darm-Trakt. Ihr habt bestimmt schon von den typischen Bauchschmerzen gehört, die besonders in dieser ersten Zeit auftreten können. Woran ihr sie erkennt, was ihr tun könnt und wann es sich vielleicht gar nicht um Bauchschmerzen, sondern um ein Regulieren eures Babys handelt – darum geht es in diesem Artikel.  Warum haben Babys Bauchschmerzen? Woran erkennt man Bauchschmerzen bei Babys? Ursachen für Babyschreien: Was hat mein Baby? Ist mein Baby reizüberflutet? Anzeichen für frühkindliche Regulationsstörung Warum schreien Neugeborene? Warum weinen Babys am Anfang so viel? Was kann man tun, wenn das Baby Bauchschmerzen hat? Schreiphasen und Schreiattacken bei Babys   Warum haben Babys Bauchschmerzen? Manche Babys haben in ihren ersten Lebensmonaten oft Bauchschmerzen und quälen sich regelrecht mit der Verdauung. Dass ist erstmal nichts ungewöhnliches, denn der frische Magen-Darm-Trakt muss sich erst einmal an die neuen Bakterien und an die Verdauung von Nahrung gewöhnen. Dabei passiert so einiges im kindlichen Darm: die Besiedelung durch Bakterien nimmt Fahrt auf, durch die auch die Darmbewegungen (Kontraktionswellen im Darm) beginnen. Bauchschmerzen können für Babys und auch ihre Eltern ziemlich unangenehm sein. Die gute Nachricht ist aber, dass sie in den meisten Fällen kein Grund zu größerer Sorge sind. Unverträglichkeiten oder organische Probleme sind nur selten ursächlich und die Bauchschmerzen deines Babys werden mit der Zeit weniger werden und verschwinden. Sollte dein Baby neben Bauchschmerzen andere Symptome, wie beispielsweise Appetitlosigkeit oder Trinkschwäche zeigen, an Gewicht nicht zunehmen oder Fieber haben, kläre dies bitte mit einem Kinderarzt ab.   Woran erkennt man Bauchschmerzen bei Babys? Unsere Kleinen können uns leider noch nicht sagen, dass sie Bauchweh haben. Hier hast du ein paar Indizien, die auf Bauchschmerzen bei deinem Baby hinweisen können: Dein Baby schreit viel und häufig nach dem Trinken. Der Bauch deines Babys fühlt sich hart und aufgebläht an. Dein Baby pupst viel und hat vermehrte Blähungen. Während dein Baby weint, zieht es die Beine an, stößt sie dann wieder von sich und krümmt sich. Die Körperhaltung deines Minis wirkt verkrampft. Dein Baby ist allgemein unruhig. Auch wenn es sich in den allermeisten Fällen um harmlose Schmerzen handelt, gilt: wenn du unsicher bist, was dein Baby hat oder wenn es sehr viel weint, sprich immer mit einem Arzt.   Ursachen für Babyschreien: Was hat mein Baby? Ja, Bauchschmerzen in den ersten drei Lebensmonaten sind recht häufig und allgemein sehr bekannt. Dennoch: Nicht jedes Schreien ist Bauchweh! Der Begriff Drei-Monats-Koliken wird heutzutage oftmals falsch verstanden. Man weiß inzwischen, dass viele Schreiattacken von Babys nicht durch Bauchschmerzen verursacht werden, sondern durch Anpassungsschwierigkeiten und sogenannte frühkindliche Regulationsstörungen. Gemeint ist damit, dass dein Kind erst lernen muss Reize und Eindrücke zu verarbeiten und sein System runter zu regulieren. Manche Babys sind besonders sensibel und brauchen eine Weile, um sich an ihre (neue) Umwelt zu gewöhnen. Blähungen und Bauchschmerzen sind dann nicht die Ursache, warum dein Baby weint, sondern die Folge des Schreiens. Denn: wenn dein Baby viel schreit, schluckt es dabei einiges an Luft, die dann im Bäuchlein zu Koliken und Schmerzen führen kann. Regulationsstörungen und Bauchschmerzen können sich auch überschneiden und sind nicht immer klar voneinander trennbar. Dazu kommt, dass das Nervensystem von Gehirn und Bauch nah beieinander liegen und dein Baby sich sowohl reizüberflutet fühlen, als auch gleichzeitig Bauchweh haben kann. Manche Neugeborenen leiden auch ohne erkennbaren Grund an vermehrten Schreiattacken – das kann herausfordernd sein, aber seid euch gewiss: es ist nur eine Phase und es wird besser werden!   Ist mein Baby reizüberflutet? Anzeichen für frühkindliche Regulationsstörung Natürlich ist jedes Baby anders. Das eine reagiert sensibel auf Geräusche, andere auf Menschenmengen und wieder andere sind völlig entspannt und schlummern auch in einem lauten Restaurant friedlich vor sich hin. Wenn dein Baby plötzlich oder besonders abends viel weint, kann es an einer frühkindlichen Regulationsstörung liegen. Dies sind Anzeichen dafür: Dein Baby schreit tendenziell viel. Viel bedeutet: „Mehr als drei Stunden am Tag, an mindestens drei Tagen in der Woche und über drei Wochen hinweg.“ Das Schreien tritt meist plötzlich und heftig auf und wirkt wie eine Schreiattacke. Dein Baby schreit überwiegend nachmittags oder abends. Du erkennst keinen direkten Grund für das Weinen, wie Hunger, volle Windel, zu kalt.. etc. Dein Baby lässt sich nicht ablegen und möchte getragen werden.   Warum schreien Neugeborene? Warum weinen Babys am Anfang so viel?  Nach neun Monaten im warmen und sicher behüteten Bauch muss sich dein Baby nach der Geburt erstmal an ganz schön viele neue Eindrücke gewöhnen. Alles ist plötzlich lauter, heller, intensiver. Es prasseln unzählige neue Reize auf dein Baby ein, die es erstmal einordnen und verarbeiten muss. Manche Babys brauchen für das Ankommen auf dieser Welt etwas länger. Manche sind sensibler als andere und tun sich schwerer damit sich selbst zu beruhigen. Fühlt sich ein Baby überfordert, verarbeitet es dies mit Weinen und Schreien – in dem du für es da bist, lernt es sich zu regulieren und runterzukommen.   Wie kann ich mein Baby beruhigen?   Wenn dein Baby reizüberflutet ist oder Probleme hat sich runterzuregulieren, dann braucht es in erster Linie eins: Das Gefühl von Geborgenheit. Nimm es in den Arm und schenke ihm Liebe und Zuneigung. Kuschel mit ihm, trage oder stille es. Verringere die Reize und begib dich an einen ruhigen, nicht zu hellen Ort. Wichtig für dein Baby ist, dass du für es da bist, seine Bedürfnisse wahrnimmst und es begleitest. Achte darauf, dass du (soweit es für dich möglich ist) selbst Ruhe ausstrahlst und ruhig atmest – daran kann sich dein Mini orientieren. Es gibt keine allgemein gültige Formel, die garantiert immer hilft, denn jedes Baby ist anders. Probiert aus, was eurem Kleinen am besten hilft – manchmal ist es eine bestimmte Haltung oder ein summendes Geräusch.    Was kann man tun, wenn das Baby Bauchschmerzen hat? Auch hier, gibt es nicht den einen Tipp. Vielen Babys helfen eine Reihe der folgenden Anregungen: Wärme für das Bäuchlein: beispielsweise in Form eines Kirschkernkissens oder warmen Bauchwickeln. Wichtig ist: es darf nie zu heiß sein! Kontrolliert immer die Temperatur, die nicht mehr als maximal 39° Celsius betragen sollte. Bauchmassage: massieren könnt ihr das Bäuchlein eures Babys dann am besten, wenn es gerade keine Bauchschmerzen hat, zum Beispiel am Morgen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr hierfür auch ein sanftes Öl oder eine Salbe verwenden. Trinken nach Bedarf: Lasst euer Baby immer trinken, wenn es möchte. Es ist ein veraltetes Märchen, dass man Stillabstände einhalten sollte. Inzwischen weiß man sogar, dass das Saugen beruhigen und schmerzlindernd für Babys sein kann. Zäpfchen: Manche Eltern berichten, dass „Krümmelzäpfchen“ oder andere Mittel zur Linderung von gasbedingten Beschwerden ihren Babys helfen. Hierfür gibt es zwar keine studienbasierte Evidenz, aber auch ein Placebo Effekt kann manchmal Wunder wirken. Besprecht mit eurer Hebamme oder eurer Kinderärztin, ob und in welcher Dosierung Zäpfchen oder andere medizinische Mittel für euer Baby in Frage kommen. Tragen und Körperkontakt: Viel Tragen hilft nach meiner Erfahrung bei jedem Baby. Egal ob es Bauchschmerzen hat oder überfordert durch viele Reize ist – nah am Körper von Mama oder Papa zu sein, hat eine unglaublich beruhigende Wirkung auf Babys. Besonders das Aufrechte-Tragen in einem Tragetuch oder einem Tragesystem tut Babys gut. Die angehockte Spreizhaltung kann bei der Verdauung helfen. Die Wärme durch die tragende Person und der leichte Druck am Bauch lindern häufig die Schmerzen. Fliegergriff: ähnlich wie beim Tragen im Tuch, helfen beim Fliegergriff sowohl die Wärme durch die Hand des Tragenden, als auch der leichte Druck, der auf das Bäuchlein ausgeübt wird. Zusätzlich kann man mit der freien Hand die Beinchen leicht anwinkeln und mit kreisenden Bewegungen den Bauch sanft massieren. Auch das kann die Verdauung anregen und zu lösenden Pupsen führen. Bäuerchen: biete deinem Baby nach dem Trinken immer an ein Bäuerchen zu machen. Halte es dafür aufrecht, so dass es Luft aus dem Magen aufstoßen kann - das ist für viele Babys eine Erleichterung. Abhalten: Abhalten hilft vielen Babys Blähungen und Stuhlgang leichter rauszulassen. Hier haben wir einen ausführlichen Artikel für euch zu diesem Thema.   Schreiphasen und Schreiattacken bei Babys – Wie kann man am besten damit umgehen? Ihr Lieben, ja, Schreiphasen können verdammt herausfordernd sein – für euer Baby und auch für euch. Und auch, wenn es im akuten Moment vielleicht nur ein geringer Trost ist: es wird besser werden! Babys schreien mit der Zeit weniger, Bauchschmerzen lassen nach und eure Kleinen lernen mehr und mehr sich selbst runterzuregulieren.   Was kann helfen, wenn ihr nicht mehr weiter wisst? Sprecht offen mit eurer Hebamme über die Situation. Lasst euch Tipps geben und holt euch Unterstützung. Achtet auch auf eure eigenen Bedürfnisse. Wechselt euch ab, so dass jeder mal einen Moment für sich und zum Durchatmen hat. Ein kleiner Spaziergang oder ein Kaffee-Date mit einer Freundin kann so gut tun, so dass du gestärkt mit neuer Energie zurück zu deinem Baby kommst. Gebt Aufgaben ab: beispielsweise Einkäufe, Wäsche und Co kann bestimmt auch mal eine Freundin oder jemand aus der Familie übernehmen. Sucht euch Entlastung und nehmt Hilfe an. Gestaltet die Tage entspannt und vermeidet unnötigen Stress. Ihr dürft jede Verabredung absagten und es ist vollkommen in Ordnung nichts zu unternehmen und ‚einfach‘ Zuhause zu sein. Tausch dich mit anderen Eltern aus – es tut immer gut zu wissen, dass man nicht alleine ist und sich andere in der gleichen Situation befinden. Wenn ihr euch überfordert fühlt, holt euch professionelle Hilfe. Die gibt es in jeder Stadt und es ist absolut keine Schande sie in Anspruch zu nehmen. :)    Schreien, Weinen und mit dem nächsten Lächeln ist alles wieder vergessen Wir Mamas (und Papas) sind Helden. Anders kann man es nicht sagen. Wir sind da, wir begleiten, wir geben unser Bestes für unsere Kleinen. Und wir haben die letzte Schreiattacke schon wieder fast vergessen, wenn uns das kleine Gesicht plötzlich anlächelt. Unsere Kinder durchlaufen Phasen – manche davon können anstrengend und herausfordernd sein, aber jede Phase endet auch irgendwann. Ihr werdet sie alle meistern!! Dafür und für all die anderen zauberhaften und unvergesslichen Momente wünsche ich euch ganz viel Kraft und Liebe, eure baybies Hebamme Ana
Hautveränderungen und Hautprobleme bei Babys – was kann man tun? Welche Hauterscheinungen treten bei Neugeborenen auf?

Hautveränderungen und Hautprobleme bei Babys – was kann man tun? Welche Hauterscheinungen treten bei Neugeborenen auf?

Hautveränderungen und Hautprobleme bei Babys – was kann man tun? Welche Hauterscheinungen treten bei Neugeborenen auf?   Neun Monate lang war dein Baby umgeben von warmen Fruchtwasser. Seine Haut kannte bis zur Geburt weder Luft, noch unterschiedliche Temperaturen oder sonstige Produkte. Die Haut von Neugeborenen muss sich erstmal an die Umwelt gewöhnen und ist noch sehr empfindlich. Hautveränderungen und Hautprobleme bei Babys in den ersten Lebensmonaten sind nichts seltenes und meist harmlos – dennoch ist es gut, sich damit einmal zu beschäftigen und zu wissen, welche Hauterscheinungen bei Neugeborenen vorkommen können.   Welche Hautveränderungen bei Babys auftreten können, woran du sie erkennst und auf was du achten solltest, erkläre ich dir in diesem Artikel:   Welche Hautveränderungen und Hauterscheinungen treten bei Babys auf?             - Storchenbiss             - Blutschwämmchen             - Mongolenfleck             - Kopfgneis             - Milchschorf             - Wunder Po             - Neugeborenen Akne             - Neugeborenenexanthem             - Neurodermitis             - Milien Was kann man tun, um Babyhaut optimal zu schützen?   Hautveränderungen bei Neugeborenen In den ersten Monaten nach der Geburt bekommen Babys häufig kleine Ausschläge Rötungen oder auch Pickelchen. Vielleicht hast du auch schon einmal den Begriff Neugeborenen Akne gehört – dieser ist passend, denn manche Neugeborenen bekommen tatsächlich viele Pickel im Gesicht oder über den ganzen Körper verteilt, die an Akne erinnern. Die gute Nachricht ist: so schnell, wie die meisten Hauterscheinungen auftreten, verschwinden sie auch wieder! Sie sind also in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge und entstehen durch Entwicklungs- und Umstellungsprozesse oder aufgrund von Hormonen. Solltest du unsicher sein, sich dein Baby nicht gut fühlen oder Hautveränderungen stetig heftiger werden, sprich’ am besten mit einem Arzt oder eurer Kinderärztin.  Welche Hautveränderungen und Hauterscheinungen treten bei Babys auf? Hautmale, Blutschwämmchen und schwarze Hautflecken – welche Hautveränderungen sind bei Babys normal? Wann muss man etwas tun und welche Hauterscheinungen verschwinden von alleine wieder? Hier habt ihr eine Übersicht über die häufigsten ‚Hautprobleme‘ bei Babys:   Storchenbiss: das rote Hautmal bei Babys   Der Storchenbiss ist eine besondere Variante eines Feuermals. Er ist ein deutlich sichtbares, rotes Hautmal, das oft im Nacken, an der Stirn, zwischen den Augen oder an der Nasenwurzel auftritt. Diese Rötung entsteht durch vermehrte und erweiterte kleine Äderchen. Ein Storchenbiss sieht nicht immer gleich aus. Wenn dein Baby schreit oder angestrengt ist, sind die Blutgefäße stärker durchblutet und der Storchenbiss wird röter. Aber keine Sorge: Der Storchenbiss eines Babys verblasst im Laufe des ersten Lebensjahrs und ist irgendwann nicht mehr zu sehen!   Blutschwämmchen: rötliche Wucherungen   Blutschwämmchen, oder auch Hämangiome, sind hellrote bis bläuliche Hautmale, die sich erhaben anfühlen. Sie treten vermehrt bei Mädchen und Frühgeborenen auf und sind gutartige Wucherungen von erweiterten Blutgefäßen. Blutschwämmchen kommen an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Ausprägungen vor und machen (je nach Körperstelle) in der Regel keine Beschwerden. Oftmals wachsen Blutschwämmchen in den ersten Lebensmonaten und werden kontinuierlich größer – dies solltet ihr beobachten und gegebenenfalls mit eurem Kinderarzt oder Ärztin besprechen. Es kann sehr unterschiedlich sein, wie schnell und stark ein Hämangiom wächst. Ungünstige und besonders störende Stellen sind beispielsweise im Gesicht in der Nähe der Augen oder am Fuß. Bei vielen Kindern verblassen Blutschwämmchen mit der Zeit von alleine und sind mit einem Alter von etwa fünf Jahren meist ganz verschwunden.   Mongolenfleck: eine dunkle Hautverfärbung Beim sogenannten Mongolenfleck handelt es sich um eine dunkel-bläuliche bis blau-schwarze Hautveränderung, die sich meistens am unteren Rücken oder am Po befindet. Sie kommt in unterschiedlichen Größen vor und wird durch eine vermehrte Ansammlung von Pigmentzellen verursacht. Der Mongolenfleck ist harmlos und verblasst mit der Zeit von ganz alleine. Typischerweise bekommen ihn Kinder mit mongolischer beziehungsweise nordostasiatischer Abstammung – daher auch der Name.   Kopfgneis (Seborrhoisches Säuglingsekzem): Schuppige Ekzeme   Kopfgneis haben viele Babys in ihren ersten Lebensmonaten auf der Kopfhaut und an den Augenbrauen. Es handelt sich hierbei um einen harmlosen Hautausschlag, der aussieht wie weiß-gelbe bis bräunliche, fettige Schuppen. Man nimmt an, dass dieser Ausschlag durch eine Vergrößerung der Talgdrüsen und eine erhöhte Talgproduktion ausgelöst wird. Die Ekzeme jucken nicht und tun dem Baby auch nicht weh. Sie verschwinden mit der Zeit von alleine, so dass ihr als Eltern nichts dagegen unternehmen müsst. Sollte der Kopfgneis sehr stark ausgeprägt sein, kann man die Schuppen mit Öl sanft einmassieren. Das Öl weicht die Schuppen auf, sodass man sie anschließend mit einer Babybürste oder einem Waschlappen vorsichtig lösen kann. Bitte nicht an den Schuppen herumkratzen – dadurch können Verletzungen und Narben entstehen!   Milchschorf: der juckende Hautausschlag Milchschorf sieht ähnlich aus wie Kopfgneis – ist aber etwas anderes! Milchschorf sind schuppende Entzündungsherde, bei denen die Haut gerötet und mit einer geblichen, schuppenartigen Kruste bedeckt ist. Im Unterschied zu Kopfgneis, tritt er erst um den dritten Lebensmonat herum auf. Häufig ist Milchschorf nicht nur am Kopf zu finden, sondern auch noch an anderen Körperstellen. Es ist ein Hautausschlag, der sehr stark jucken – und damit unangenehm für euer Baby sein kann. Ist der Hautausschlag stark ausgeprägt und euer Kind durch das Jucken beeinträchtigt, besprecht euch unbedingt mit euren Kinderärzten. Durch eine Therapie kann man den Ausschlag gezielt behandelt. Stark ausgeprägter Milchschorf kann ein erstes Anzeichen von Neurodermitis sein. Mit der richtigen Hautpflege bekommt man ihn aber meist gut in den Griff, sodass der Milchschorf nach einigen Monaten meist von alleine verschwindet.   Was kann man gegen Milchschorf tun? Richtige Pflege kann die Beschwerden lindern und bei Milchschorf helfen: - Ihr solltet euer Baby nicht zu häufig baden, denn das kann seine zarte Haut austrocknen. Wascht es lieber regelmäßig kurz ab. Am besten verzichtet ihr auf starke Badezusätze. Wascht es nur mit Wasser oder mit einem sehr milden Badezusatz, wie beispielsweise das baybies Babybad. Cremt euer Baby nach jedem Baden mit einer rückfettenden und pflegenden Babylotion ein. Je nach Ausprägung des Milchschorfs kann euer Kinderarzt euch spezielle Cremes empfehlen. Achtet darauf die Fingernägel eures Babys kurz und sauber zu halten, damit keine Wunden durchs Kratzen entstehen. Und: Wärme und Schwitzen kann den Juckreiz verstärken.    Wunder Po: Windelausschlag und Windeldermatitis Ein Windelausschlag zeigt sich durch flächige Rötungen am Po und im Intimbereich eures Babys. Manchmal wird er begleitet durch kleine nässenden Pusteln. Ein Windelausschlag kommt bei Babys relativ häufig vor, kann aber mit der richtigen Pflege auch schnell wieder abheilen. Behandelt man einen Windelausschlag nicht, kann sich dieser schnell ausbreiten und verschlechtern.   So handelt ihr am besten, wenn ihr Anzeichen von einem Windelausschlag wahrnehmt: Häufiger Windeln wechseln. Die Haut gut mit Wasser reinigen, Feuchttücher vermeiden. Bevor die neue Windel drankommt, sollte die Haut ganz trocken sein. Immer mal wieder Luft an den Po lassen, damit die Haut atmen kann. Nach jedem Reinigen eine zinkhaltige Windelcreme auftragen, hierfür empfehle ich euch die baybies Windelcreme. Vielleicht liegt es auch an eurer Windelmarke. Wechselt mal, um herauszufinden, ob es mit einer anderen Marke besser wird. Sollten sich die Symptome nicht verbessern oder schlechter werden, sprecht mit einem Kinderarzt oder eurer Ärztin. Ein Windelausschlag kann sich auch zu einem Windelsoor entwickeln. Windelsoor ist eine Entzündung im Windelbereich mit Pilzinfektion, die mit speziellen Pilzsalben behandelt werden muss.   Neugeborenenakne: Pickel bei den Kleinsten   Neugeborenenakne sieht erstmal etwas erschreckend aus, ist aber eine völlig harmlose Hauterkrankung. Die kleinen roten Pusteln treten meist im Gesicht, am Hals und am Nacken von Neugeborenen auf. Ihr erkennt sie daran, dass sie einen kleinen weiß-gelblichen Punkt in der Mitte haben und in der zweiten und dritten Lebenswoche am stärksten ausgeprägt sind. Etwa 20% aller Babys haben Neugeborenenakne. Die Ursache ist eine Hormonumstellung eures Babys, die zu einer Überproduktion von Talgdrüsensekret führt. Bitte lasst die Pickelchen in Ruhe, kratzt oder drückt nicht daran – sie werden von allein wieder verschwinden. Häufig sind sie nach vier Monaten vollständig weg. Habt ihr das Gefühl sie ‚pflegen‘ zu wollen, dann könnt ihr sie mit lauwarmen Wasser waschen.   Neugeborenenexanthem (Erythema toxicum neonatorum) Neugeborenenexanthem ist ein fleckig roter Ausschlag, der auch manchmal von Bläschen begleitet wird. Er gleicht den Pusteln der Neugeborenenakne, tritt aber direkt in den ersten Tagen nach der Geburt auf. Meist befindet er sich nicht nur im Gesicht des Babys, sondern auch am Rumpf und Po, an Armen und Beinen. Dieser Ausschlag ist ebenfalls harmlos und verursacht keine Beschwerden für euer Mini. Beim Neugeborenenexanthem ist keine Behandlung notwendig, er verschwindet mit der Zeit von alleine.   Neurodermitis bei Babys (atopisches Dermatitis) Neurodermitits ist eine Hautkrankheit, die zu juckenden und trockenen Hautstellen, Rötungen, Schuppungen und Blasen führt. Oft tritt Neurodermitits als großflächiger Ausschlag auf, der nässen und verkrusten kann. Es ist eine klassische Hautkrankheit, unter der ca eins von zehn Kindern leidet. Es kann sehr unterschiedlich sein, wie stark die Ekzeme ausfallen. Meist beginnt es im Gesicht auf den Wangen. Bei älteren Kindern verlagert es sich oft in die Kniekehlen, an die Ellenbogen und Handgelenke. Neurodermitis muss häufig Kinderärztlich betreut werden, da der Juckreiz sehr stark und unangenehm werden kann. Wichtig ist, dass die Haut feucht gehalten wird – beispielsweise mit geeigneten Cremes. Achtet auch auf saubere und kurze Fingernägel bei eurem Kind, damit es seine Haut nicht zu sehr aufkratzt oder Schmutz in wunde Stellen reibt. Wie es zu Neurodermitis kommt und was die genauen Ursachen sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt genetisch bedingte Neurodermitis, aber auch Zusammenhänge mit Lebensmittelallergien.   Milien – kleine Grießkörner auf der Haut Milien, werden auch als Hautgrieß bezeichnet, da sie wie kleine Grießkörner aussehen. Es sind weiß-gelbliche Pünktchen, die meist in den ersten Lebenswochen um die Nase oder Augen herum, auf den Wangen oder am Kinn auftreten. Sie sind harmlos und verschwinden nach etwa vier bis sechs Wochen von selbst. Milien ist keine Hautkrankheit, sondern eine Reaktion der Haut durch die Hormonumstellung. Es sind kleine Zysten, die mit Hornmaterial gefüllt sind. Bitte auch hier nicht kratzen oder herumdrücken, sondern einfach abwarten, bis die kleinen Körner verschwinden.   Was kann man tun, um Babyhaut optimal zu schützen? Kann man Hautkrankheiten bei Babys vorbeugen? Die Haut eures Babys ist noch sehr empfindlich. Das bedeutet, dass sie sanfte Pflege braucht. Bei Neugeborenen reicht es meist, sie mit klarem Wasser zu waschen oder eine milde Waschlotion, wie baybies Babybad (Verlinken), zu verwenden. Trocknet euer Baby nach dem Waschen oder Baden immer gut ab – besonders auch in den Hautfalten. Die Haut ist das größte Organ eines Menschen – und auch eures Babys – über die Schadstoffe in den Körper gelangen können. Achtet darauf, mit welchen Stoffen euer Baby in Berührung kommt. Ich empfehle für Babys in den ersten Monaten Kleidung aus natürlichen Materialen. Und auch bei eurem Waschmittel, Wickelutensilien und sonstige Pflegeprodukte sind ‚gute‘ und sanfte Inhaltsstoffe wichtig.   Zarte Babyhaut braucht so wenig…  Bei Babyhaut gilt es ganz besonders: weniger ist mehr! Klares Wasser, milde Öle und sanfte Cremes: mehr braucht ihr für die Haut eures Babys im Normalfall nicht. Und wenn doch mal Hautveränderungen bei eurem Baby auftreten, dann ist das – wie ihr hier gelesen habt – meistens unbedenklich und reguliert sich mit der Zeit von allein! :) Ich wünsche euch von Herzen alles Gute, eure baybies Hebamme Ana
Frühgeburten - was ist wichtig bei Frühchen?

Frühgeburten - was ist wichtig bei Frühchen?

Frühgeborene sind Babys, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche oder  mit einem Geburtsgewicht von unter 2500g geboren werden. Etwa 8% aller Babys sind Frühgeburten. Eine Frühgeburt bedeutet erstmal eine ungeplante Situation für die ganze Familie. Und nicht nur für das zu früh geborenen Baby ist diese Zeit intensiv und herausfordernd, auch für euch als Eltern bedeutet sie oft Sorgen und besonderes Kümmern. In diesem Artikel möchte ich euch rund um das Thema Frühgeburten aufklären und euch Tipps und Wissen mitgeben: Was für Arten von Frühgeburten gibt es? Wodurch kommt es zu einer Frühgeburt? Kann man Frühgeburten vorbeugen? Frühgeburten rechtzeitig erkennen Was tun beim Verdacht auf eine Frühgeburt? Ab wann sind Frühchen überlebensfähig? Was muss man bei einem Frühchen beachten? Unterschiedliche Frühgeborene – Was für Arten von Frühgeburten gibt es? Frühchen ist nicht gleich Frühchen – es gibt große Unterschiede bei Frühgeburten. Eingeteilt werden sie je nachdem in welcher Schwangerschaftswoche (SSW) und mit welchem Geburtsgewicht sie zur Welt kommen. Späte Frühgeborene Kinder, die zwischen der 34. und der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, werden als sogenannte späte Frühgeborene (LPI = „late preterm infants“) bezeichnet. Sie unterscheiden sich in Bezug auf ihre Größe und ihr Gewicht nur unwesentlich von reif geborenen Kindern. Dennoch fehlt auch ihnen wertvolle Entwicklungszeit, so dass sie zu Frühgeburten zählen. Frühgeburten mit sehr niedrigem Geburtsgewicht Babys, die bei ihrer Geburt weniger als 1.500g wiegen, werden als Frühgeborene mit sehr niedrigem Geburtsgewicht (VLBW = „very low birth weight infants“) bezeichnet. Meist kommen sie vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt. Frühgeburten mit extrem niedrigem Geburtsgewicht Und dann gibt es die noch zarteren Babys, die vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren werden. Sie werden als Frühgeborene mit extrem niedrigem Geburtsgewicht (ELBW = „extremely low birth weight infants“) betitelt, da sie meist anfangs nur um die 1.000g wiegen. Entsprechend klein ist ihre Körpergröße. Untergewichtige Termingeborene Als vierte Kategorie von Frühgeburten gibt es noch reif geborene Kinder, die zwar um den errechneten Geburtstermin herum zur Welt kommen, aber ein Gewicht von weniger als 2.500g mitbringen. Sie gelten als Frühgeborene, wodurch ihre Mütter einen Anspruch auf verlängerten Mutterschutz haben. (Quelle: https://www.fruehgeborene.de/familie/allgemeine-infos.htm) Die medizinische Versorgung, die ein Frühchen bekommt, und wie lang es auf der Neonatologie (Kinderintensivstation) behandelt wird, richtet sich danach, wann und mit welchem Gewicht es zur Welt gekommen und wie sein allgemeiner Zustand ist. Wodurch kommt es zu einer Frühgeburt? Ursachen und Risikofaktoren, die zu einer Frühgeburt führen können, sind sehr unterschiedlich und individuell. Oftmals kann man nicht genau definieren, was der Auslöser für eine verfrühte Geburt war, es gibt allerdings ein paar Faktoren, die im Zusammenhang mit Frühgeburten beobachtet wurden. Risikofaktoren für Frühgeburten können sein: Mehrlingsschwangerschaften Das Alter der Mutter: Unter 18 oder über 35 Jahren Erfahrungen der Mutter: Bereits erlebte Frühgeburten Künstliche Befruchtung Vorerkrankung der Mutter (zB. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Infektionskrankheiten) Vaginalinfektionen Lebensstil der Mutter: Alkoholkonsum, Nikotinkonsum, Drogenkonsum, starkes Unter- oder Übergewicht, starke psychische Belastungen. Erkrankungen des Kindes (zB. Fehlbildungen) Komplikationen in der Schwangerschaft (zB. Gebärmutterfehlbildungen, Muttermundschwäche, Störungen der Plazenta, vorzeitiger Blasensprung, vorzeitige Wehentätgigkeit) Wie kann man Frühgeburten vorbeugen? Wir alle möchten, dass unsere Kinder gesund, reif und gut entwickelt zur Welt kommen. Damit unser Baby seine Reife im Mutterleib bekommt und nicht zu früh zur Welt kommt, gibt es ein paar Dinge, auf die werdende Mamis achten können: Regelmäßige Vorsorgen mit deiner Hebamme und/oder deiner Frauenärztin: Ein regelmäßiger Check kann helfen einer Frühgeburt vorzubeugen. Sollte beispielsweise dein Muttermund verkürzt sein, kann dies in einer Untersuchung festgestellt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Ähnlich ist es auch mit Vaginalinfektionen. Werden diese frühzeitig erkannt, können sie direkt behandelt werden. Grundsätzlich hilft ein gesunder Lifestyle in der Schwangerschaft natürlich auch. Stärke dein Immunsystem mit gesunder Ernährung und bewege dich viel an der frischen Luft. Verzichte auf Nikotin, Alkohol und Drogen und vermeide extremen körperlichen oder mentalen Stress. Achte auf die richtige Hygiene im Intimbereich. Vermeide aggressive Seife, die deine natürliche Vaginalflora angreift. Wenn du das Gefühl hast einen Scheidenpilz zu haben oder dass deine Vaginalflora nicht in Ordnung ist, besprich dies zeitnah mit deiner Gynäkologin. Anzeichen für eine veränderte Vaginalflora können sein: Jucken, Brennen, vermehrter oder veränderter Ausfluss, auffälliger Geruch. Neben diesen Dingen, auf die du selbst achten kannst, gibt es leider auch eine Reihe an Faktoren, die du als Schwangere nicht beeinflussen kannst. Solltest du also eine Frühgeburt haben, kann dies durch die unterschiedlichsten Gründe verursacht worden sein. Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen zu machen, denn Frühgeburten können nur selten durch das Verhalten der Mutter beeinflusst werden!Tatsächlich bleibt die Ursache einer Frühgeburt häufig ungeklärt. Solltest du, aufgrund von vorherigen Erfahrungen oder – warum auch immer – Ängste und Sorgen in Bezug auf eine Frühgeburt haben, besprich dies unbedingt mit deiner Hebamme oder einem Ansprechpartner deines Vertrauens. Anzeichen für eine Frühgeburt – Frühgeburten rechtzeitig erkennen Es gibt Anzeichen, die auf eine drohende Frühgeburt hinweisen. Hierzu zählen vorzeitige Wehen. Vorzeitige Wehen zeigen sich als Krämpfe im Unterbauch, die sich ähnlich, wie Periodenschmerzen anfühlen, und bei denen der Bauch regelmäßig hart wird. Ein weiteres Indiz für eine Frühgeburt ist ein Blasensprung und der Verlust von Fruchtwasser. Dies muss nicht unbedingt schwallartig oder fontänenmäßig, wie in Hollywoodfilmen geschehen, sondern kann sich auch tröpfchenweise äußern. Was tun bei dem Verdacht auf eine Frühgeburt? Wenn du Anzeichen für eine Frühgeburt beobachtest, solltest du dies immer mit deinem Frauenarzt oder im Krankenhaus abklären. Dort wirst du körperlich untersucht und es werden unterschiedliche Tests durchgeführt. Anhand von Ultraschall, einem CTG, einer Untersuchung deines Muttermundes und einem Test, ob du einen Blasensprung hattest, können Ärzte die Situation einschätzen. Dein Arzt und deine Hebamme werden das weitere Vorgehen entsprechend der Diagnose mit dir besprechen. Bei einer rechtzeitige Behandlung kann eine drohende Frühgeburt oft noch hinausgezögert werden. Ab wann sind Frühchen überlebensfähig? Je früher ein Baby geboren wird, desto unreifer sind seine Organe und sein Immunsystem. Und desto intensiver muss seine Behandlung sein. Heutzutage gilt ein Baby zwischen der 23. und der 25. SSW schon als medizinisch lebensfähig und hat Chancen auch außerhalb des Mutterleibes zu überleben. Mit jeder weiteren Schwangerschaftswoche steigt die Lebensfähigkeit. Ab der vollendeten 34. SSW ist die Lungenreife des Babys abgeschlossen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in seiner Entwicklung. Werden Babys vor der 34. SSW geboren, wird versucht der Mutter noch vor bevorstehender Geburt eine Spritze, die sogenannte RDS-Prophylaxe, zur Lungenreife zu geben. Was tun bei einer Frühgeburt? Was muss man bei Frühchen beachten?  1. Känguruhen – Frühgeburten brauchen Körperkontakt Frühchen brauchen ganz besonders viel Wärme und Körperkontakt, denn ihnen fehlt behütete Zeit im Bauch der Mutter. Wenn du ein Frühchen hast, ist dieser Körperkontakt und Haut-auf-Haut, Liebe und Zuwendung das Wichtigste. Es gibt sogar einen Fachbegriff hierfür: Wenn ein Baby nackt auf dem Oberkörper seiner Eltern liegt, nennt man dies Känguruhen. Das Klinikpersonal hilft dir hierbei und legt in der Regel großen Wert darauf, dass dies so früh, wie möglich, geschieht – selbst bei den ganz Kleinen, die an Kabel angeschlossen sind. Die Vorteile von Känguruhen sind enorm! Deine Körperwärme, dein Geruch und dein Herzschlag wirken, wie ein Wundermittel für die Kleinen. Frühchen können sich dadurch entspannen, die eigene Körpertemperatur stabilisieren und besser mit Schmerzen und Unwohlsein umgehen. Außerdem werden Vitalfunktionen, wie die Atmung, stabilisiert. Und auch für die Eltern hat Kängruhen Vorteile. Durch den engen Körperkontakt kann die Bindung gefestigt werden, Stichwort: Bonding, und ihr werdet automatisch sicherer im Umgang mit eurem Baby. 2. Muttermilch von Anfang an Wenn du stillen möchtest, ist Muttermilch immer die beste Nahrung für dein Frühchen – sobald das möglich ist. Anfangs kann abgepumpte Muttermilch auch über eine Sonde gefüttert werden. Sobald dein Baby kräftiger ist, kann es selbst saugen und du kannst es an die Brust anlegen. Hol’ dir gerne Unterstützung durch Stillberaterinnen auf der Frühchenstation. So kannst du tolle Tipps lernen und herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt, um deine Milchproduktion anzuregen und zu stillen. 3. Hol’ dir Unterstützung – physisch und mental! Die erste Unterstützung bei Frühgeburten kommt meist durch das Klinikpersonal. Kinderkrankenpfleger und Schwestern zeigen dir, wie du dein frühgeborenes Baby – trotz Verkabelung – selbst wickeln und waschen kannst. Unsicherheit ist am Anfang ganz normal, mit der Zeit und den richtigen Griffen wirst du immer sicherer werden. Diese Unterstützung bereitet dich auch auf die anschließende Zeit Zuhause vor. Apropos Zuhause: Wenn es dann soweit ist, dass ihr euer Frühchen mit nach Hause nehmen könnt, ist es super, wenn du auch hier vorab für Unterstützung sorgst. Kümmere dich um eine erfahrene Hebamme, die dir zur Seite steht. Übrigens: Mit einem Attest des Kinderarztes kann die Betreuung durch eine Hebamme bei Frühgeburten verlängert werden. Je nach Zustand des Kindes gibt es auch ambulante Betreuungsmöglichkeiten durch Kinderkrankenpfleger oder Pflegerinnen, die zu euch nach Hause kommen. In manchen Fällen besteht außerdem ein Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Frag’ hierfür bei deiner Krankenkasse nach. Viele Kassen übernehmen die Kosten. In manchen Fällen brauchen Frühgeburten besondere Therapien. Auch hierum kümmert ihr euch am besten frühzeitig. Welche speziellen Therapeuten gibt es bei euch in der Nähe? Was könnte hilfreich für euer Mini sein? Und zu guter Letzt: auch der Austausch mit Anderen kann eine großartige (mentale) Unterstützung sein. Ihr seid nicht die einzigen Frühchen-Eltern. Ihr seid nicht die einzigen, die entsprechende Sorgen und Ängste haben. Schaut, welche Angebote es in eurer Nähe mit Gleichgesinnten gibt. Vielleicht gibt es einen Austausch-Treff oder eine Selbsthilfegruppe. Die Situation mit einem früh geborenen Baby kann belastend sein. Kümmert euch – neben all der Babypflege – auch um euch und euer Wohl. Gut zu wissen: Mit einem Attest über die Frühgeburt kannst du den Mutterschutz nach der Geburt verlängern! Empfehlungen und weitere Infos bei Frühgeburten Kennst du den Podcast „Die friedliche Geburt“? Neben einer Vielzahl an Tipps und Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und Co gibt es hier auch eine Folge zum Thema Frühgeburt. Hört gerne mal rein! Vielleicht kann sie euch ein wenig Angst nehmen und ermutigen: https://die-friedliche-geburt.de/2023/06/25/293-fruehgeburt-mit-einleitung-neo-und-trotzdem-positiv-interview-mit-chantal/ Wichtige und weiterführende Informationen rund um das Thema Frühgeburten und Frühchen bekommt ihr auf dieser Seite des Familienportals: https://familienportal.de/familienportal/lebenslagen/schwangerschaft-geburt/fruehgeborene Euer Frühchen und ihr! Manchmal kommt es anders als geplant. Und manchmal wirft das ziemlich viel durcheinander. Warum, wieso, weshalb – das weiß man nicht immer. Was aber sicher ist: heutzutage sind die Möglichkeiten und ist die medizinische Versorgung für Frühgeburten so gut, wie nie zuvor! Es gibt zahlreiche Varianten Frühchen zu unterstützen, so dass man ihnen nach einer gewissen Zeit ihren Frühchen-Status nicht mehr anmerken wird. Euer Frühchen steht im Mittelpunkt. Und dennoch möchte ich euch ans Herz legen auch auf euch und euer Wohl zu achten. Es ist okay, wenn ihr zwischendurch auch eure Akkus aufladet, euch Momente nur für euch nehmt, euch selbst stärkt. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute – und eine Extraportion Power und Liebe für euren kleinen Erdbewohner, eure baybies Hebamme Ana
Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen?

Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen?

Warum Babys Schreien – Was tun, wenn Babys schreien oder weinen? Die größte Freude gepackt in ein so kleines und zartes Bündel von gut 50 cm. Jedes Baby ist ein kleines Wunder und etwas ganz besonderes für seine Eltern. Die romantische Vorstellung vom ruhigen Familienglück mit dem friedlichen schlummernden Baby ist wunderschön. – Wird dann aber doch oft durch lautes Weinen ergänzt. Warum Babys Schreien und was ihr tun könnt, um euer Baby zu beruhigen, erfahrt ihr in diesem Artikel: Wie oft schreien Babys? Warum Babys schreien – gibt es immer einen Grund? Häufige Gründe, warum Babys schreien Wie beruhigt man ein Baby? Warum sollte man ein Baby nicht schreien lassen? „Mache ich was falsch?“ – Schuldgefühle, wenn das Baby weint Schreiendes Baby vs. Familienalltag Mythos Schreien lassen: „Verwöhne dein Baby nicht!“ Schreibabys: Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Wie oft schreien Babys? Ja, Babys schreien. Und das hat in erster Linie nichts mit euch als Eltern zu tun, aber dazu später mehr. Die meisten Eltern unterschätzen, wie viel und wie lange ein Baby am Anfang schreien kann – und was das für einen selbst bedeutet. Es gibt Zeittabellen, auf denen die Schreizeit eines Babys am Tag (24h) beschrieben ist: -6. Lebenswoche: ca. 1,5h in 24h ab der 6. Lebenswoche: ca. 2,5h in 24h ab der 16. Lebenswoche: ca. 1h in 24h Quelle: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/0-12-monate/schreien/infografik-schreien/ Diese Zeitangaben und Schreizeiten sind Durchschnittsangaben. Jedes Baby hat einen eigenen Charakter und ein individuelles Schreiverhalten, von daher kann es sein, dass euer Baby deutlich weniger oder auch mehr weint. Wichtig für euch zu wissen ist: es ist normal, wenn Babys mal weinen. Alle Babys tun das. Meist nimmt das Schreien ab, wenn euer Kind etwas älter ist. Die Schreiphase endet meist um den vierten Monat herum. Warum Babys schreien – gibt es immer einen Grund? Babys weinen niemals ohne Grund – und ganz besonders NICHT, um euch Eltern zu ärgern oder zu manipulieren, so etwas können Babys noch nicht. Durch ihr Schreien drücken sich Babys aus, es ist ihr Kommunikationsmittel. Sie zeigen an, dass etwas nicht stimmt oder sie sich nicht wohlfühlen. Schreien ist das wichtigste Ausdrucksmittel eines Neugeborenen. Wenn ein Baby weint oder schreit, möchte es euch etwas mitteilen – von daher ist es wichtig auf Babyschreien zu reagieren. Babys sind abhängig. Von uns als Eltern und ihren Bezugspersonen. Sie sind darauf angewiesen, dass sich jemand um sie kümmert – ansonsten könnten sie nicht überleben. „Das Babyschreien ist Teil einer universellen Weltsprache aller Säuglinge. Es sichert das Überleben des Kindes in seiner Umwelt. Über das Schreien der Babys erfahren Sie rechtzeitig, ob und wann wichtige Bedürfnisse Ihres Kindes aus dem Blick geraten sind und ob sie darauf warten, beantwortet zu werden.“  – aus dem Buch: Keine Angst vor Babytränen von Thomas Harms Das Schreien eines Babys löst bei Eltern etwas aus. Meistens Stress oder den Drang etwas zu tun, um das Schreien zu beenden, beziehungsweise um dem Baby zu helfen. Das ist von der Natur bewusst so eingerichtet: das Baby weint, die Bezugsperson wird aktiviert und reagiert. Manchmal wirkt es so, als würde das Baby ‚einfach so‘ Schreien – dem ist nicht so! Ein schreiendes Baby hat immer einen Grund, warum es sich bemerkbar macht. Häufige Gründe, warum Babys schreien Die häufigsten Gründe, warum euer Baby schreit, können sein: Hunger Müdigkeit eine volle Windel Verlangen nach Nähe Bauchschmerzen (besonders in den ersten drei Monaten) Überforderung und zu viele Reize Langeweile und zu wenig Anregung körperliches Unwohlsein (zu warm, zu kalt) sonstige Schmerzen oder Manchmal weinen Babys auch, um etwas zu verarbeiten. Die Geburt, beispielsweise, kann auch für ein Baby ein belastendes Erlebnis sein, das es verarbeiten muss. Oft ist uns Erwachsenen das nicht bewusst, aber eine sehr schnelle oder sehr langwierige Geburt kann auch für ein Baby überfordernd sein. Das Gefühl eines Bindungsverlusts und diese plötzliche Veränderung ist für Babys eine Extremsituation.  Schreien, das keinen „erkennbaren Grund“ hat oder durch keine frische Windel oder Füttern beruhigt werden kann, ist für Eltern oft schwieriger zu handhaben. Aber auch dieses Schreien ist wichtig für euer Baby – und sollte unbedingt von euch begleitet werden. Wenn wir das Schreien und den Kummer unseres Babys liebevoll begleiten, können wir ihm helfen seine Erfahrungen zu bewältigen. „Auch wenn es manchmal nicht so wirkt: Zwischen begleitetem Weinen und Alleine-Weinen liegen für ein Baby Welten!“ Quelle: https://www.nora-imlau.de/babys-bloss-nicht-schreien-lassen-was-heisst-das-eigentlich-genau/ Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es als Eltern sein kann diese Art von Schreiattacken zu begleiten. Versucht in diesen Momenten Ruhe und einen ‚verlässlichen Hafen‘ auszustrahlen. Euer Kind spürt eure innere Haltung. Je ruhiger ihr seid, desto schneller kann auch euer Kind zur Ruhe finden. Gebt eurem Baby den Raum zu schreien, versucht es nicht abzulenken, sondern seid liebevoll für es da. Euer Baby möchte gehört und verstanden werden. Wie beruhigt man ein Baby? Wie kann man Babyschreien begleiten? Es gibt keine Formel, die bei jedem Baby funktioniert – so viel direkt vorweg. Euer Baby ist eine individuelle Persönlichkeit mit seinen eigenen Bedürfnissen und braucht seine individuelle Unterstützung. Mit der Zeit lernt ihr euer Kind immer besser kennen und wisst am besten, wie ihr es beruhigen könnt und was ihm gut tut. Wichtig ist erstmal eine „Methode“ auszuprobieren und nicht zu oft zwischen unterschiedlichen Beruhigungsvarianten hin und her zu switchen. Entscheidend ist, dass du als Bezugsperson Ruhe und Sicherheit ausstrahlst. Zeige deinem Baby, dass du da bist und ihm helfen möchtest. Es gibt deinem Baby Halt, wenn du es fest in den Arm nimmst und es einfach hältst – anstelle dauernd die Position zu wechseln und selbst unruhig zu werden. Zu hektisches Ausprobieren von verschiedenen Beruhigungsmethoden kann bei eurem Baby zu Überreizung und Verwirrung führen.   Was beruhigt Babys? Tragen: zum Beispiel im Tragetuch oder in einer Babytrage Sanftes Schaukeln auf dem Arm Singen und ruhige Musik Ruhiges Streicheln oder Massieren Spazieren gehen, frische Luft auf dem Balkon oder Kinderwagen fahren Zu jedem Baby und in jeder Situation passt eine andere Methode. In der einen Woche klappt es mit sanftem Schaukeln, in einem anderen Moment beruhigt auch dies dein Baby möglicherweise nicht – das ist normal. Beobachte dein Baby, mit der Zeit wirst du immer mehr herausfinden, wie du ihm helfen kannst. Und auch, wenn das Tragen in einem Tuch dein Baby mal nicht beruhigt, bedeutet das nicht, dass dein Baby das Tragetuch nicht mag. Es bedeutet nur, dass es in diesem Moment nicht das richtige ist. Versuche es gerne ein anderes Mal wieder und lerne dein Baby und seine Bedürfnisse zu verstehen. Warum sollte man ein Baby nicht Schreien lassen? Wer bis hierin aufmerksam gelesen hat, dem sollte die Antwort bereits klar sein: Babys haben immer einen Grund für ihr Schreien und Weinen niemals einfach „nur so“. Wenn man intuitiv handelt, ist es auch vollkommen logisch einem weinenden Baby zu helfen und schnellstmöglich auf seine Signale zu reagieren. Es gibt Studien und Erkenntnisse aus der Hirnforschung, die zeigen, dass es gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann, wenn wir unser Baby weinen lassen und nicht reagieren. Umgekehrt bedeutet das: Wenn wir auf das Schreien reagieren, stärkt das den Körper und die Seele eines Babys. Wenn ein Baby weint, kommt es aus dieser Situation nur schwierig alleine wieder raus. Es fällt Babys schwer sich selbst zu beruhigen – die Kleinen brauchen unsere Hilfe und Begleitung. Sicherheit und Geborgenheit für dein Baby Nähe und Körperkontakt sind Grundbedürfnisse eines Babys. Wenn einem Baby Nähe fehlt, fehlt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Es weint, um dies anzuzeigen. Es weint, um Körperkontakt zu bekommen. Reagiert niemand darauf, erzeugt dies in deinem Baby Stress. Ein Baby weiß dann nicht, ob die Eltern überhaupt noch existieren oder ob es ganz alleine ist. Es schüttet Stresshormone aus und sein Stresslevel steigt – alleine kommen Babys aus dieser Situation nicht heraus. Das bedeutet nicht, dass du dein Baby bei jedem Weinen direkt auf den Arm nehmen sollst. Wichtig ist, dass du für es da bist. Wenn dein Baby beispielsweise im Bettchen liegt, kannst du es auch erstmal streicheln, mit ihm sprechen und Blickkontakt suchen. Versuche IMMER auf das Schreien deines Babys zu reagieren und herauszufinden, was es gerade braucht. Ein Baby „lernt nicht daraus“, wenn es Schreien gelassen wird. Schreien lassen wird nicht dazu führen, dass ein Baby weniger schreit - im Gegenteil. Mit „Schreien lassen“ ist hier die bewusste Entscheidung gemeint, dein Baby alleine zu lassen und nicht auf sein Weinen zu reagieren. Wenn ein Baby viel und lange alleine weint, kann sich hieraus sogar ein Trauma entwickeln. Dein Baby nimmt wahr „Ich schreie und keiner kommt, um mir zu helfen!“ – hieraus können sich im späteren Leben Bindungsprobleme ergeben. Ich möchte an dieser aber auch noch einmal betonen, dass du keine schlechte Mutter oder keine schlechte Bezugsperson für dein Baby bist, wenn dein Baby schreit. Dass Babys schreien ist normal, entscheidend ist, dass wir dann für sie da sind.  „Mache ich was falsch?“ – Schuldgefühle, wenn das Baby weint Liebe Mamas, liebe Papas, ich weiß, dass es oft passiert, wenn das Baby weint und besonders, wenn es viel weint: Selbstzweifel und Schuldgefühle. Wir fragen uns, was wir falsch machen und warum wir unser Kind nicht (direkt) beruhigen können. Du bist nicht Schuld daran, dass dein Baby weint! Du machst nichts falsch! Babys weinen – und du machst einen großartigen Job, wenn du es dabei nicht alleine lässt. Punkt. Kein Grund für Schuldgefühle oder Zweifel an deinen Elternqualitäten. Außerdem: Bedürfnisorientierte Erziehung umfasst nicht nur die Bedürfnisse deines Babys, sondern auch DEINE. Es ist wichtig, dass auch deine Bedürfnisse erfüllt werden. Du bist keine schlechte Mutter, weil dein Baby mal weint, während du auf Toilette gehst. Es geht immer um Balance und es schadet deinem Baby nicht, wenn es in Ausnahmesituationen auch mal (alleine) weint. Schreiendes Baby vs. Familienalltag Jeder der mehrere Kinder oder einen vollen Alltag hat, der weiß, wie herausfordernd es manchmal sein kann. Es gibt Situationen, besonders in größeren Familien, in denen du dein Baby nicht immer direkt beruhigen kannst. Mach’ dir hierüber keine Sorgen. Das Wichtigste ist, dass das Urvertrauen deines Babys gestärkt wird. Und das wird es, in dem es sich behütet und beschützt fühlt. In dem du auf es reagierst. Dabei macht es nichts, wenn ansonsten Chaos herrscht. Durch deine Reaktion und deine Fürsorge baust du ganz automatisch eine Bindung zu deinem Kind auf. Ein Kind, das eine einfühlsame Begleitung seines Schreiens spürt, entwickelt Urvertrauen und eine starke Bindung zu seinen Bezugspersonen. Mythos Schreien lassen: „Verwöhne dein Baby nicht!“ Vielleicht hast du es auch schon mal gehört: der Glaube, man können ein Baby zu sehr verwöhnen und es sei besser, es auch mal schreien zu lassen, damit es eine Lektion lernt. Heutzutage weiß man es zum Glück besser. Schnelles Reagieren auf Baby Schreien bedeutet nicht, dass du dein Baby zu sehr verwöhnst – es bedeutet, dass du seine Bedürfnisse wahrnimmst! Das dürfen wir uns alle merken, insbesondere wahrscheinlich die älteren Generationen. Wer einfühlsam auf das Schreien eines Babys reagiert, der verwöhnt es nicht, der hilft seinem Baby sich zu beruhigen. Dein Baby lernt dadurch seiner innere Erregung selbst zu regulieren und sich wohl in seinem Körper zu fühlen. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder später weniger weinen, wenn in den ersten Lebenswochen immer auf das Weinen reagiert wurde und sie sich schnell beruhigen konnten. Schreibabys – Was tun, wenn das Baby dauernd schreit? Ja, es gibt sie: die Schreibabys. Und das kann auch bei sehr einfühlsamen und bedürfnisorientierten Eltern vorkommen. Manche Babys schreien mehr als der Durchschnitt, auch hier trifft die Eltern keine Schuld. Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Baby viel mehr und häufiger schreit, als andere und sich oft gar nicht beruhigen lässt, dann holt euch Hilfe. Manchmal hilft ein Besuch bei einem Kinder Osteopathen, manchmal hilft eine Expertenberatung. Holt euch Unterstützung, wenn ihr euch erschöpft und hilflos fühlt und wendet euch an euren Kinderarzt oder eure Hebamme. Inzwischen gibt es auch sogenannte Schreiambulanzen und Schrei-Spechstunden, an die ihr euch wenden könnt und die Hilfsangebote haben.  Unter diesen Links findet ihr weitere Informationen:  https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel https://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/0-12-monate/schreien/schreiprobleme/ „Mein Baby hört einfach nicht auf!“ – Was tun im bei einem Schreianfall? Wenn dein Baby einen Schreianfall hat und du es nicht beruhigen kannst, versuche die Kontrolle zu bewahren. Atme durch. Versuche ruhig zu bleiben. Erinnere dich daran: Dein Baby schreit nicht, um dich zu ärgern. Es kann nichts für seinen Schreianfall. Und dennoch, auch wenn wir das wissen, kann es passieren, dass wir wütend werden. Dass aus der Überforderung plötzlich Wut wird. Bitte denk dran: Du darfst dein Baby niemals schütteln. Schütteln ist für Babys sehr gefährlich! Damit Eltern in einer solchen Situation nicht die Beherrschung verlieren, empfehlen Experten: Legt das Baby an einen sicheren Ort, beispielsweise ins Bettchen oder auf den Boden. Verlasse kurz den Raum und atme tief durch. Trink einen Schluck Wasser, box in ein Kissen oder mache eine körperliche Bewegung, die sich richtig anfühlt. Schau’ alle paar Minuten nach deinem Kind. Hol’ dir Unterstützung, wenn es nötig ist. Ob es eine Nachbarin, Freunde oder jemand aus deiner Familie ist – wenn du merkst, du kannst nicht mehr: Frag’ nach Hilfe! Manchmal helfen 10 Minuten schon und die Welt sieht wieder ganz anders aus. (Quelle: https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel/) Jedes Baby Schreien endet, Ruhe wird einkehren Ich weiß, wie anstrengend Baby Schreien sein kann, aber glaubt mir: Es geht vorbei. Seid für euer Kind da, seht es und reagiert auf seine Schrei-Kommunikation – es wird sich beruhigen. Es wird lernen, dass es behütet und beschützt ist. Und es wird mit der Zeit immer weniger Schreien. Jedes Baby, jedes Kind, jeder Mensch ist ein Wunder. Und auch, wenn wir alle in unseren ersten Lebensmonaten nur das Schreien als Ausdrucksmittel haben, konnten wir dadurch lernen uns auszudrücken und geborgen zu fühlen. Die Momente, in denen euer Kind euch aus vollstem Herzen anlächelt und lacht, werden all die herausfordernden Schreisituationen ausgleichen. Genießt die magische Babyzeit – mit mal mehr und mal weniger Geräuschpegel, Alles Liebe, Eure baybies Hebamme Ana
Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl

Ausscheidungen Baby und Verfärbungen von Babystuhl Pipi, Kacka und Luft im Bauch werden mit der Geburt eures Minis plötzlich ein großes Thema. Denn ja, zum Einen wickelt man zu Beginn wirklich oft und zum Anderen können euch die Ausscheidungen eures Babys, das Urin und Verfärbungen von Babystuhl, Auskunft über seinen Gesundheitszustand geben. Ihr seht also: das Ganze ist ein Thema mit dem man sich mal etwas näher beschäftigen sollte. :) In diesem Blogartikel erfährst du: Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Welche Farbe hat Urin bei Babys? Der Stuhlgang bei Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium. Muttermilchstuhlgang bei Babys Kunstmilchstuhlgang bei Babys Babystuhl Verfärbungen – grün, rot, schwarz, hellgrau Die Ausscheidungen eines Neugeborenen – von Urin bis Babystuhl Von Anfang an könnt ihr an den Ausscheidungen eures Babys etwas über seinen Gesundheitszustand erkennen. Farbe, Geruch und Konsistenz von Urin und Babystuhl sagen etwas darüber aus, wie es eurem Baby geht, beziehungsweise ob alles gut und normal ist oder ob ein Grund für besondere Beobachtung besteht. Im Wochenbett wird euch eure Hebamme regelmäßig zu den Ausscheidungen und dem Stuhlgang eures Babys befragen. Wichtig sind die Regelmäßigkeit, in der euer Baby ausscheidet, die Farbe und die Konsistenz von seinem Stuhlgang und Urin. Wenn ihr euch unsicher seid: Hebt die volle Windel auf, um sie eurer Hebamme zeigen zu können. Hierbei keine Scham – wir Hebammen haben bereits unzählige Windeln gesehen und sind daran gewöhnt.  Baby Urin – Wie sollte Pipi von Neugeborenen aussehen? Die Urin Ausscheidung, also das Pipi-machen von Babys, ist genauso wichtig und aussagekräftig, wie der Stuhlgang. Dein Baby sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt das erste Mal Wasser lassen. Häufig passiert dies bereits im Kreissaal, so dass du es möglicherweise nicht mitbekommst. Frag gerne die begleitende Hebamme oder einen Geburtshelfer, ob dein Kind bereits gemacht hat. Der Urin deines Babys gibt Auskunft über seine Nieren- und Blasenfunktion. Später wirst du daran auch die Trinkmenge deines Kindes erkennen können. Viele Windeln für Neugeborene haben einen Urin-Indikator. Da es für junge Eltern oft schwierig ist, das Pipi genau zu erkennen, zeigt ein Streifen dies außen an der Windel an. Er verfärbt sich von grün bis bläulich, je nachdem welche Urinmenge in der Windel ist. Zur Orientierung: Ein Neugeborenes sollte in etwa sechs volle Windeln am Tag (24h) haben. In den ersten Tagen nach der Geburt kann das noch etwas anders ein. Bei Neugeborenen, die gestillt werden, ist es normal, wenn vor dem Milcheinschuss in den ersten drei Tagen weniger Urin ausgeschieden wird. Wenn der Milcheinschuss und damit genügend Muttermilch da ist, ändert sich das und ihr werdet in jeder Windel Pipi finden.  Welche Farbe hat Urin bei Babys? Baby Urin sollte hellgelb und geruchsneutral sein. Wenn euch eine Verfärbung oder ein prägnanter Geruch auffällt oder ihr bemerkt, dass euer Baby sehr wenig Urin lässt, klärt dies am besten mit eurer Hebamme oder Kinderärzten ab. In den ersten Tagen nach der Geburt kann es zu rötlichen Verfärbungen im Urin kommen. Hier besteht kein Grund zur Sorge, wenn die Verfärbungen nach kurzer Zeit nachlassen. Rötliche Verfärbung im Urin bei Babys Wie bereits gesagt: In den ersten Tagen nach der Geburt kann es durchaus sein, dass im Baby Urin eine hellrot, orangefarbene Verfärbung zu sehen ist. Diese sieht aus wie Blut – tatsächlich handelt es sich hierbei aber meist um das sogenannte Ziegelmehlsediment. Ziegelmehlurin ähnelt farblich einem roten Ziegelstein. Es entsteht dadurch, dass Harnsäure Kristalle mit dem Urin aus der Niere ausgeschieden werden. Dies ist in der Regel eine Sachen von wenigen Tagen und sowohl harmlos, als auch schmerzfrei für euer Baby. Bei Mädchen kann es nach der Geburt auch zu rötlichen Verfärbung in der Windel kommen, aufgrund von genitalen Blutungen. Diese werden durch den Abfall der weiblichen Hormone aus der Schwangerschaft ausgelöst und sind kein Grund zur Sorge. Der Stuhlgang von Neugeborenen – Was ist normal für Babystuhl? Der erste Stuhlgang eines Babys – Mekonium  Farbe: dunkelgrün bis schwarz Konsistenz: zäh, klebrig Der erste Stuhlgang eures Babys wird Mekonium oder umgangssprachlich Kindspech genannt. Seine Farbe sollte dunkelgrün bis schwarz und seine Konsistenz zäh bis klebrig sein. Er sollte innerhalb der ersten 24h nach Geburt ausgeschieden werden, manchmal passiert dies bereits im Mutterleib oder während der Geburt. Mekonium scheidet euer Baby in etwa ein bis drei Mal aus, beziehungsweise in den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt. Dieser erste Stuhlgang wird vom kindlichen Darm bereits im Mutterleib produziert und besteht aus Fruchtwasser, Hautzellen, Lanugohaaren und allem, was dein Baby im Fruchtwasser zu sich genommen hat. Diese Beschreibung klingt für dich möglicherweise eklig, tatsächlich ist Mekonium aber geruchsneutral und steril. Durch regelmäßiges Stillen und Trinken wird die Darmperistaltik deines Babys angeregt. Das hilft ihm dabei das Mekonium vollständig auszuscheiden. Hebammentipp: Wie wäscht man Mekonium ab? Da Mekonium eine zähe Konsistenz hat, kann es beim hartnäckig sein und fest am Babypo kleben. Mein Hebammentipp: Festes oder angetrocknetes Mekonium am besten mit Öl vom Popöchen entfernen. Einfach ein paar Tropfen eines hochwertigen Öls auf ein feuchtes Wattepad oder dünnes Tuch geben und hiermit den Windelbereich reinigen. Achtet unbedingt auf alle Falten und bei Jungs auch auf den Bereich rund um den Hodensack. Wenn alles sauber und trocken ist, könnt ihr etwas Öl auf den Windelbereich tupfen. Hierdurch wird das nächste Wickeln einfacher und ihr könnt verhindern, dass das Kinderspech beim nächsten Mal wieder an der zarten Babyhaut festtrocknet. Der Übergangsstuhl von Babys Farbe: hellgrün, gelblich, braun Konsistenz: flüssiger, cremig, weich Wenn das Mekonium weitestgehend ausgeschieden ist, kommt der Übergangsstuhl. Seine Farbe ist in der Regel hellgrün, gelblich bis braun. Seine Konsistenz ist deutlich flüssiger, cremig und weich. Übergangsstuhl entsteht, wenn sich die verdaute Milch mit den Mekoniumresten vermischt und ausgeschieden wird. Der Muttermilchstuhlgang von Babys  Farbe: goldgelb, ocker, grünlich Konsistenz: dünn, flüssig Nach einiger Zeit kommt es bei gestillten Kindern dann zum Muttermilchstuhlgang. Farbe und Konsistenz können hier sehr variieren und hängen auch mit der Ernährungsweise der Mutter zusammen. Tendenziell ist die Farbe goldgelb, ocker bis grünlich gelb und die Konsistenz eher dünn bis flüssig. Hebammen sagen oft, dass der Muttermilchstuhlgang aussieht wie Senf, da sich häufig kleine Körner darin befinden, die aussehen, wie eine Art Senf-Hüttenkäse-Gemisch. Muttermilchstuhlgang riecht meist mild und leicht süßlich. Die Häufigkeit des Kacka-machens variiert ebenfalls. Hier gibt es alles: Von mehrfach täglich (oft direkt während oder nach dem Stillen) bis nur einmal pro Woche. Bei vollgestillten Kindern kann es durchaus sein, dass die Verdauung nur sehr selten oder extrem rege ist. Jedes Kind ist anders und hat seinen eigenen Rhythmus - von zehn mal am Tag bis einmal in 14 Tagen kann alles normal sein. Der Kunstmilchstuhlgang von Babys Farbe: gelb, lehmbraun Konsistenz: breiig, fester und geformter Wenn euer Baby Pre-Milch bekommt, sieht sein Stuhlgang anders aus, als bei vollgestillten Kindern. Kunstmilchstuhlgang ist gelb bis lehmbraun, seine Konsistenz ist breiig bis fester beziehungsweise geformter. Der Geruch ist intensiver, als bei Muttermilchstuhlgang, da andere Bakterien (Kolibakterien) im Darm des Babys gebildet werden. Die Verdauung, beziehungsweise die Häufigkeit des Ausscheidens ist meist seltener, dafür dann aber meist in größeren Mengen. Babys reagieren unterschiedlich auf Pre-Milch und vertragen unterschiedliche Sorten besser oder schlechter. Eine Sorte kann eher zu Verstopfung führen, während eine andere Pulvermilch stuhlauflockernd ist. Ihr müsst herausfinden, welche Sorte euer Baby gut verträgt und mit welcher Pre-Milch es am besten zurecht kommt. Wenn ihr eure Pulvermilch gefunden habt, solltet ihr am besten bei dieser Marke bleiben und nicht mehr wechseln.  Wie verändert sich der Stuhlgang bei Beikoststart? Ab dem Beikoststart verändert sich die Verdauung deutlich. Die Konsistenz des Babystuhl wird fester und die Farbe variiert entsprechend der Nahrung, die euer Babys isst. Auch der Geruch wird strenger und intensiver – besonders, wenn euer Kind Fleisch zu sich nimmt. Mit dem Beginn der Beikost kommt es häufiger zu Verstopfungen oder sehr hartem Stuhlgang. Das liegt daran, dass sich der Darm deines Babys erst an die Umstellung und an die Verdauung von fester Nahrung gewöhnen muss. Achtet unbedingt weiterhin auf genügend Flüssigkeitszufuhr (Muttermilch oder Pre-Milch). Außerdem gibt es Obstsorten, die stuhlauflockernd wirken können, hierzu zählen zum Beispiel Äpfel und Birnen. Wenn ihr mit Beikost starten möchtet, könnte ihr auch noch einmal einen Beratungstermin mit eurer Hebamme vereinbaren. Dieser wird in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Eure Hebamme kann auch weitere Tipps geben, wie ihr eurem Kind mit seiner Verdauung helfen könnt und auf was ihr achten solltet. Babystuhl – Welche Verfärbungen sind normal? Baby Stuhlgang – Grüne Verfärbung: Nicht selten kommt es zu einer grünlichen Verfärbung von Babystuhl. Grüner Babystuhl muss kein Grund zur Sorge sein und kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Wenn du dir unsicher bist oder dein Baby weitere Symptome, wie Fieber, Schmerzen und Appetitlosigkeit hat, dann kläre dies bitte mit Kinderärzten ab. Ursachen, die zu einer grünen Verfärbung von Baby Stuhlgang führen können: Mekonium hat eine grünliche Färbung. Daher kann es durchaus sein, dass der Übergangsstuhl ebenfalls noch grünlich gefärbt ist. Bei Stillkindern kann ein weiterer Grund das Stillverhalten Wenn dein Baby oft nur kurz an der Brust trinkt oder schnell die Seiten wechselt, trinkt es möglicherweise nur die Vordermilch. Diese ist wässriger und hat einen geringeren Fettgehalt, was zu einer grünlichen Färbung des Stuhlgangs führen kann. Wenn dies über mehrere Tage anhält oder du ein ungutes Gefühl hast, besprich dich am besten mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Isst dein Baby bereits Beikost und feste Nahrung, wie beispielsweise grünes Gemüse, können auch diese die Ursache für eine grünliche Färbung sein. Außerdem können Antibiotika oder andere Medikamente den Stuhlgang deines Babys grün färben. Dies gilt auch, wenn du als stillende Mama Medikamente einnimmst. Grüner Stuhlgang KANN ein Hinweis auf eine Infektion zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt sein. Oder er kann Durchfall anzeigen. In beiden Fällen rate ich dazu einen Kinderarzt oder eine Ärztin zu kontaktieren. Ungewöhnliche Veränderungen und Verfärbungen im Baby Stuhlgang Rote Verfärbung im Baby Stuhlgang Bei einer rötlichen Verfärbung des Stuhlgangs könnte es sich um frische oder ältere Blutbeimengungen handeln – dies solltet ihr abklären lassen. Bei Stillkindern kann eine rötliche Verfärbung des Stuhlgangs hin und wieder vorkommen. Dies geschieht dann, wenn deine Brustwarzen kleine Risse oder offene Wunden haben, so dass dein Baby beim Trinken Blut mitschluckt. Dieses Blut gelangt entweder mit in den Babystuhl oder die Kleinen kotzen es wieder aus, da ihr Magen-Darm-Trakt Blut nicht verdauen kann. Wenn dein Baby Blut auskotzt ist das definitiv ein Schreckmoment – solltest du bei dir Brustwarzenwunden feststellen, kann dies aber eine harmlose Erklärung sein. Isst dein Baby bereits Beikost, können auch rote Lebensmittel, wie beispielsweise rote Beete oder rote Drachenfrucht zu der rötlichen Verfärbung führen. Schwarzer Stuhlgang bei Babys Schwarzer Stuhlgang sollte immer abgeklärt werden – außer es handelt sich um den Anfangsstuhlgang Mekonium, der durchaus schwarz sein kann. Zu einer schwarzen Verfärbung können Lebensmittel, Medikamente oder auch innere Blutungen führen – der Ursache solltet ihr in jedem Falle auf den Grund gehen. Sehr heller Stuhlgang bei Babys Hellgrauer bis weißlicher Stuhlgang sollte schnellst möglich untersucht werden, da dieser auf eine Leberentzündung hinweisen kann. Stuhlgang bei Babys mit stechendem Geruch oder schaumiger Stuhlgang Auch diese Veränderung solltet ihr in jedem Fall mit einem Arzt oder einer Expertin abklären. Fazit: Baby Ausscheidungen und Verfärbungen von Babystuhl Der Stuhlgang eines Babys kann sich schnell mal verändern – und das aus völlig harmlosen Gründen. Als Eltern wisst ihr meist intuitiv genau, wann es notwendig ist zum Arzt zu gehen und wann es unbedenkliche Ursachen gibt. Ihr kennt euer Baby am besten und werdet ihm anmerken, wenn etwas nicht stimmt, wenn es weniger trinkt oder unruhig wirkt. Ich freue mich, wenn ihr ein paar Informationen aus diesem Artikel mitnehmen konntet. Besonders in der ersten Zeit mit eurem kleinen Mini steht euch natürlich auch eure Hebamme mit Rat und Tat zur Seite. Stellt alle Fragen, die ihr habt und glaubt mir: Es gibt keine Frage, die euch unangenehm oder peinlich sein müsste! :) Ich wünsche euch und eurem Mini von Herzen alles Gute – und eine gesunder Verdauung! Eure baybies-Hebamme Ana
Baby abhalten – Was ist das? Wie funktioniert's und wie erkennt man Abhalte-Signale eines Babys?

Baby abhalten – Was ist das? Wie funktioniert's und wie erkennt man Abhalte-Signale eines Babys?

Die Einen beschäftigen sich schon länger mit dem Thema, Andere haben noch nie etwas davon gehört: ein Baby abhalten. Ein Baby abhalten ist eine Windelfrei Methode, die man direkt von Geburt an praktizieren kann. Euer Neugeborenes zeigt von Natur aus an, wann es machen muss – ihr könnt lernen das zu erkennen und so eine tolle Alternative zu 24/7 Windelpo haben. In diesem Artikel erkläre ich: Was ist Abhalten? Kann Abhalten mit einem Neugeborenen funktionieren? Was können Signale eines Babys sein? Ab wann kann man mit dem Abhalten beginnen? Vorteile und Nachteile des Abhaltens Abhaltepostionen   Was ist Abhalten? Ganz einfach erklärt: Wenn dein Baby machen muss, lässt du es das nicht in die Windel erledigen – sondern hältst es ab. Beispielsweise über ein Töpfchen, eine Schüssel, das Waschbecken oder eine Toilette. So kann dein Baby dort machen und liegt oder sitzt nicht in seinen Ausscheidungen. Abhalten ist ein Teil der Windelfrei Methode – aber Achtung: Windelfrei ist hier ein verwirrender Begriff. Es bedeutet nicht, dass dein Baby gar keine Windeln benutzt. Babys, die abgehalten werden, tragen in den meisten Fällen parallel auch Windeln, beispielsweise nachts oder unterwegs. „Abhalten“ ist übrigens kein neuer Hipster Trend. Es ist eine Säuglingspflege, die schon vor tausenden Jahren praktiziert wurde und auch heute noch angewendet wird. Besonders in Entwicklungsländern werden Millionen von Babys von ihren Eltern zum Ausscheiden abgehalten. Was in unserer westlichen Welt aktuell regelmäßig zu Verwunderung führt, ist dort etwas „ganz normales“. Bei uns war diese Methode vor einiger Zeit auch mal verbreitet, ist allerdings mit der Einführung der Waschmaschine und der Wegwerfwindel verloren gegangen. Abhalten – kann das mit einem Neugeborenen überhaupt funktionieren? Babys haben von Natur aus die Fähigkeit anzuzeigen, wenn sie Ausscheiden müssen! Unser menschlicher Körper ist dazu veranlagt und jedes Neugeborene kann eindeutige Zeichen geben, wenn es machen muss. Durch den Einsatz der Windel von Geburt an, geht diese Fähigkeit oft verloren und muss im Kleinkindalter wieder neu trainiert werden. Beim Abhalten geht es also nicht um ein Dressieren deines Kindes – im Gegenteil: Es geht darum seine natürlichen Signale wahrzunehmen, mit deinem Baby zu kommunizieren und es zu verstehen.   Was sind Signale eines Babys, wenn es abgehalten werden muss? Jedes Kind ist anders und gibt andere Signale, wenn es machen muss. Es geht darum, dass du DEIN Baby und seine Signale kennenlernst und verstehst. Beobachte es. Manche Kinder verändern ihren Gesichtsausdruck, ihre Blicke oder die Gestik. Andere Kinder fangen an wilder zu strampeln oder werden unruhig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Eltern sehr schnell lernen die Signale ihres Babys zu erkennen. Einige Kinder zeigen deutliche Signale, andere wiederum nur sehr „kleine“, was es für die Eltern etwas schwieriger macht. Gebt euch gerade am Anfang Zeit Signale zu erkennen und macht euch keinen Druck, auch wenn es öfter mal daneben geht. Viele Eltern beginnen damit ihr Baby in bestimmten Standardsituationen abzuhalten. Zum Beispiel immer nach dem Stillen oder Füttern. Da müssen Babys oft Ausscheiden und das schafft Routine. Folgt eurer Intuition und findet euren individuellen Weg.   Ab wann kann man mit dem Abhalten beginnen? Einen richtigen oder falschen Zeitpunkt gibt es für das Abhalten nicht. Experten raten dazu so früh, wie möglich nach der Geburt anzufangen, da Babys sonst lernen, dass ihre Signale zum Ausscheiden nicht gesehen werden. Sie gewöhnen sich dann daran in die Windel zu machen. Dennoch entscheidest du selbst, wann du mit dem Abhalten beginnen möchtest. Ich finde es ist nie zu spät dafür! Gerne kannst du direkt nach der Geburt starten. Denn ja, dein Baby kann das. Dein Neugeborenes spürt, wann seine Blase voll ist und wann es seinen Darm entleeren möchte! Es gibt dir von Anfang an Signale dafür. Manche Eltern beginnen aber auch ein paar Wochen später, denn gerade direkt nach der Geburt, ist alles manchmal etwas viel. Du als Mama darfst dich erholen und nachfühlen, was und wann für dich richtig ist. Also mach dir keinen Druck – anfangen könnt ihr jederzeit, auch mit drei Monaten oder zwei Jahren!   Vorteile des Abhaltens Ein Vorteil ist sicherlich die intensive Eltern-Kind-Bindung, die durch das Abhalten entsteht. Wenn ihr euer Baby abhaltet, müsst ihr es sehr genau beobachten. Ihr lernt so seine Signale zu lesen und seine Bedürfnisse zu erkennen. Und das gilt natürlich nicht nur für die Ausscheidungssignale, sondern auch für andere Bedürfnisse, die euer Neugeborenes hat. Hierdurch entsteht eine intensive Beziehung, die aber natürlich auch dann entstehen kann, wenn ihr nicht abhaltet – also don't worry! Eine anderer schöner Vorteil ist die körperliche Selbstbestimmung des Babys. Es muss nie in seinen Hinterlassenschaften liegen. Auch super ist, dass Babys durch das Abhalten seltener einen Windelausschlag oder eine Windeldermatitis haben, da sie weniger in einer vollen Windel liegen. Bei Verdauungsbeschwerden, wie Bauchschmerzen und Blähungen, kann Abhalten super helfen. Durch das Abhalten und die dabei günstige Position, die die Babys zum Ausscheiden einnehmen, können sie Stuhlgang und Luft im Bauch leichter ausscheiden. Bei Babys, die an Bauchschmerzen leiden, empfehle ich immer diese Methode auszuprobieren. Außerdem hat Abhalten natürlich auch einen ökologischen und finanziellen Vorteil – denn ihr spart Windeln!   Nachteile des Abhaltens Vorurteile der Außenwelt. Die sind leider gar nicht so selten, denn Abhalten ist in unserer westlichen Welt aktuell nur wenig verbreitet und weitgehend unbekannt. Was Andere sagen, könnt ihr aber ja ignorieren! Abhalten ist mit Geduld und Zeitaufwand verbunden, gerade zu Beginn, wenn ihr noch lernt euer Baby wirklich zu verstehen. Es wird nicht immer klappen und auch mal zu "Unfällen" kommen. Das könnte die ein oder andere Waschmaschine und voll gemachten Klamotten mehr bedeuten.   Abhalten oder nicht? Der Mittelweg! Viele junge Eltern entscheiden sich für einen Mittelweg. Hierbei wird das Baby zu typischen Zeiten und in Standardsituationen, wie nach dem Trinken und Schlafen, abgehalten und trägt zu anderen Zeiten eine Windel. Ihr könnte euer Baby stundenweise Zuhause windelfrei lassen und bewusst auf seine Signale achten. Um nachts und unterwegs entspannt sein zu können, könnt ihr ihm dann eine Windel anziehen. Wählt EUREN Weg. Das Ganze soll keinen zusätzlichen Stress bedeuten, sondern eine Methode sein, die euer aller Leben bereichert! ;-)   Wie halte ich mein Baby richtig ab? Die richtige Position hängt erstens vom Alter und Größe des Kindes ab. Und zweitens worüber, also über welchem Gefäß oder Behälter, ihr euer Kind abhaltet. Wichtig ist, das euer Baby immer gut gestützt ist – vor allem bei Neugeborenen muss der Kopf und der Rücken komplett gestützt werden. Euer Baby sollte nah bei euch am Körper gehalten werden. Das gibt eurem Kind ein Sicherheitsgefühl, durch das es sich entspannen und "loslassen" kann. Die Beine sind in jeder Position leicht angewinkelt. Es gibt zwei klassische Abhaltepositionen. In beiden sollten sowohl dein Baby, als auch du ein paar Minuten entspannt und bequem verharren können: Die klassische Abhalteposition: Das Kind wird in den Kniekehlen sanft gehalten. Der Rücken ist gestützt und ist so nah an euch dran, dass es euren Bauch berührt. Euer Kind kann so über die Toilette, das Waschbecken, ein Töpfchen oder eine Schüssel gehalten werden. Die liegende Position für Neugeborene: Neugeborene sollten waagerecht liegend abgehalten werden. Lege dein Baby hierfür in deinem Arm ab, wobei der Kopf gut gestützt in deiner Armbeuge liegt. Dein Baby wird von einer Seite durch deinen Arm gestützt und von der andern Seite durch deinen Kö Mit der anderen Hand umfasst du die Beine, die leicht angewinkelt sind. Auch diese Position kannst du über dem Waschbecken oder einer Schüssel anweden. Ein Schlüsselsignal für dein Baby Um den ganzen Prozess zu vereinfachen, kannst auch du deinem Baby ein Signal geben. Ein sogenanntes Schlüsselsignal, bei dem dein Baby versteht, dass es jetzt machen kann. Wenn du dein Baby ausgezogen hast und es in der richtigen Abhalteposition über einem Behälter ist, gibst du ihm ein bestimmtes Zeichen. Viele Eltern nutzen hierfür bestimmte Geräusche oder Töne, wie beispielsweise ein "pfffffffff" oder "ssssssssssccchhhhhhhhhhh". Es sollte immer das gleiche Geräusch sein, damit dein Baby es mit seinem Ausscheiden koppelt.   Was braucht man zum Abhalten eines Babys? Es gibt extra Gefäße und Schüsseln zum Abhalten, aber besonders am Anfang und zum Ausprobieren kannst du dein Baby über dem Waschbecken oder einer alten Schüssel halten. Es gibt auch extra Windelfrei-Klamotten, damit ihr euer Kind nicht jedesmal komplett ausziehen müsst. Aber das sind alle keine Must-haves. Im Prinzip braucht ihr zum Abhalten gar nichts und könnt einfach loslegen! Euer Baby, eure Methoden, euer Abhalten Ob und wie Abhalten für euch in Frage kommt, bestimmt ihr. Macht euch keinen Druck, wenn es zu Beginn nicht direkt klappt. Wie mit allem anderen auch, dürft ihr euch Zeit nehmen einander kennenzulernen und euch aufeinander abzustimmen. Stück für Stück werdet ihr die Signale eures Babys immer besser verstehen und erkennen. Wichtig ist, dass ihr euer Baby nicht in eine Abhalteposition zwingt. Wenn euer Baby anfängt zu weinen, nehmt es aus der Situation raus und probiert es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal. Seid nicht sauer oder enttäuscht, wenn euer Baby nicht in der Abhalteposition ausscheidet oder wenn mal was daneben geht. Das ist alles normal und gehört zum Prozess dazu.   Ich wünsche euch wundervolle Routinen, die zu euch passen. Genießt die Zeit und erlaubt euch Dinge so zu handhaben, wie es sich für euch gut und richtig anfühlt. Alles Liebe und Gute,Eure baybies Hebamme Ana  
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Wunder Po: Was hilft gegen Windeldermatitis?

Wunder Po: Was hilft gegen Windeldermatitis am Babypopo? Ein wunder Babypopo, ein geröteter Windelbereich: Die allermeisten Babys und Kleinkinder bekommen hin und wieder einen wunden Po oder anders gesagt: Windeldermatitis. Besonders häufig betroffen sind davon Neugeborenen, da ihre Haut noch sehr dünn und empfindlich ist. In diesem Artikel erfährst du: Den Unterschied zwischen einem wunden Po und der Pilzinfektion Windelsoor. Verschiedene Ursachen für Hautreizungen, die zu Windeldermatitis führen kö Wie du einem wunden Babypo vorbeugen kannst. Was du tun kannst, um die wunde Haut deines Babys zu pflegen. Wunder Po, Hautausschlag und Windeldermatitis Ein wunder Po zeigt sich durch Rötungen am Popo und in den Leisten, oft in Kombination mit kleinen leichten Rissen und rötlichen Wunden. Manchmal kommt es sogar zu nässenden Stellen. Diese Hautreizungen nennt man Windeldermatitis oder Windelausschlag. Windelsoor ist eine bestimmte Form der Windeldermatitis – dieser kann entstehen, wenn sich an den entzündeten Stellen ein Hefepilz (Candida albicans) ansiedelt. Besonders anfällig für Windelsoor sind Kinder die Antibiotika einnehmen mussten. Windelsoor muss anders behandelt werden, als ein "nur" wunder Po. Wenn du den Verdacht einer Pilzinfektion hast, kläre dies unbedingt mit einer Hebamme oder einem Kinderarzt ab und lass dich für mögliche Therapien, Medikamente und Pflegemaßnahmen beraten. Wichtig: Wenn dein Baby ein Windelsoor hat, muss auch der Mund des Kindes und wenn du stillst deine Brustwarzen immer mitbehandelt werden! Woran liegt´s? Ursachen für einen wunden Po! Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem wunden Babypopo führen können: Es kommen neue Zähnchen. Eine häufig genannte Ursache für einen wunden Po ist das Zahnen. Dies wird oft von Eltern beobachtet, es gibt allerdings noch keine medizinischen Studien, die diesen Zusammenhang belegen. Während ein Baby zahnt, ist sein Urin aggressiver und riecht intensiver. Man vermutet, dass dies zu einem wunden Po führt. Auch der Speichel verändert sich, wenn neue Zähnchen kommen, er wird oft dickflüssiger und kann schlechter verdaut werden. Dadurch kommt es häufiger zu Durchfall und die empfindliche Babyhaut wird gereizt. Außerdem geht man davon aus, dass das gesamte Immunsystem bei einem Kind während des Zahnens anfälliger ist, so dass Rötungen und Entzündungen in der Windelregion häufiger auftreten. Änderung der Ernährung. Auch die Ernährung eines Babys hat natürlich Einfluss auf dessen Gesundheit. Ein Wechsel von Stillen auf Beikost kann eine weitere Ursache für einen gereizten Windelbereich sein. Manchmal legt sich dies nach wenigen Tagen, manchmal kann es auch an einzelnen Nahrungsmitteln liegen. Falsche oder zu intensive Pflege – auch das kann Grund für einen wunden oder geröteten Po eines Babys sein. Gerade in den ersten Lebensmonaten ist die Haut von Säuglingen sehr sensibel. Ihr natürlicher Säureschutzmantel muss sich erst ausbilden, daher können zu starke Reinigungsmittel oder aggressive Feuchttücher zu einer Rötung oder Entzündung führen. Die falsche Manche Babys vertragen gewisse Windelarten oder Pflegemittel nicht und reagieren mit Rötungen und Allergien im Windelbereich. Ob Stoffwindel oder Einwegwindel besser sind, lässt sich pauschal nicht sagen – das ist Geschmackssache. Stoffwindeln sind nachhaltiger. Dafür können Einmalwindeln Flüssigkeit besser absorbieren. Luftdurchlässig sind inzwischen beide Windelarten fast gleichermaßen. Wenn ihr euer Baby mit Stoffwindeln wickelt und es regelmäßig einen wunden Po bekommt, dann kann dies an der Reinigung der Windel liegen. Manchmal reagiert die zarte Babyhaut am Po auf das Waschmittel. Wechselt zu einem besonders sanften Waschmittel und verwendet auf keinen Fall Weichspüler. Weichspüler reizt die Haut sehr und kann außerdem die Saugkraft der Windel vermindern. Wascht Stoffwindeln immer heiß, damit sich keine Bakterien oder Keime bilden können. Zu seltenes Wickeln. Feuchtigkeit, Wärme, der Kontakt mit Urin und Stuhl bilden einen optimalen Nährboden für die Entstehung von Bakterien, Pilzen und Hauterkrankungen. Wenn die Windel deines Babys voll ist, solltest du es am besten direkt Wickeln und es nicht zu lange in der Nässe lassen.   Wie kann man einem wunden Babypopo und Windeldermatitis vorbeugen? Damit es erst gar nicht zu einem Windelausschlag kommt, habe ich hier einige Tipps zur Vorbeugung für euch: Regelmäßiges Wickeln: Die Voraussetzung für einen gut gepflegten Baby Po ist das regelmäßige Wechseln der Windel - und das mindestens sechs mal am Tag. Bei den ganz Kleinen sogar noch häufiger. Wenn du Stuhlgang feststellst, solltest du die Windel immer direkt frisch machen. Abtrocknen der Haut: Die Haut in der Windelregion sollte ganz trocken und sauber sein, bevor die frische Windel drauf kommt. Achte hier besonders auf die Hautfalten in den Leisten und im Schambereich. Frische Luft tut der Baby Haut gut! Lasst euer Baby regelmäßig nackig ohne Windel auf einer Decke oder einem Handtuch strampeln. Babys mögen es warm, achtet dabei also auf eine angenehme Raumtemperatur. Sanfte Reinigung: Für eine sanfte und hautfreundliche Reinigung eignet sich am besten lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen von einem natürlichen duftstofffreien Öl, wie beispielsweise das baybies Babyöl. Hiermit lässt sich die Haut am Babypo sanft und gut reinigen. Wenn der Stuhlgang hartnäckig ist, kannst du auch reines Öl ohne Wasser verwenden. Bitte verzichte auf jeden Fall auf Seife und aggressive Feuchttücher. Wenn du unterwegs bist oder Feuchttücher verwenden möchtest, achte darauf, dass diese hautfreundlich, für sensible Haut geeignet und ohne Duftstoffe sind. Hier gilt: Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser. ;)   Mein Hebammen Tipp: Wasche den Baby Popo am besten einmal täglich direkt unter fließendem, lauwarmen Wasser. Hierbei wird die Haut schonend, aber effektiv gereinigt. Du kannst hierfür einfach den nackten Po deines Babys über das Waschbecken oder die Badewanne halten und unter fließendem Wasser abbrausen.   Was tun? Die richtige Pflege bei einem wundem Po! Der Po ist rot und ihr seht, dass sich Windeldermatitis entwickelt? Dann habe ich folgende Tipps für euch, mit denen ihr dem Thema sanft begegnen könnt: Häufiges Wickeln! Das ist die Voraussetzung für eine schnelle Heilung. Euer Kind sollte nie lange in der vollgemachten Windel liegen. Gründliche Reinigung. Es ist super wichtig, dass Eltern den Po des Babys sehr gründlich reinigen. Super funktioniert dies mit einem Wasser-Öl Gemisch und einem weichen, dünnen Stofflappen oder Wattepad. Bei Entzündungen, offenen Stellen oder dem Verdacht auf eine Pilzinfektion solltet ihr entweder Einmalwaschlappen oder Wattepads benutzen. Alternativ könnt ihr auch Waschlappen nehmen, die ihr anschließend richtig heiß wascht. Seid bei Stuhlgang sehr penibel und genau! Achtet bei Mädchen darauf auch zwischen den Schamlippen gut sauber zu machen und bei Jungs unter dem Hodensack. Es ist wichtig, dass bis in die kleinste Falte alles sauber ist. Sorgfältiges Abtrocknen: Nach der Reinigung muss die Haut ganz trocken sein, bevor die frische Windel drauf kommt. Lasst euer Baby entweder ein paar Minuten an der Luft trocknen oder tupft den Windelbereich und die Hautfalten mit einem sauberen, frischen Tuch ab. Wundschutzsalbe: Zusätzlich sollte bei jedem Wickeln eine zinkhaltige, beruhigende Wundschutzsalbe auf die betroffenen Stellen dünn aufgetragen werden. Hierfür empfehle ich euch die baybies Wundschutzcreme. Diese wirkt wundheilungsfördernd und schützt die zarte Babyhaut vor Nä Schwarzer Tee: Schwarzer Tee wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Kocht hierfür einen Tasse schwarzen Tee auf und lasst diese abkühlen. Tränkt ein Papiertuch darin und legt dieses für einige Minuten auf die wunden Stellen. Wichtig: anschließend abtrocknen. Gute Hygiene: bitte achtet bei einem wunden Po noch mehr auf die Hygiene als sonst. Vor dem Windelwechseln solltet ihr gründlich eure Hände waschen, die Wundschutzcreme muss mit sauberen Händen aufgetragen werden. Bei Entzündungen und offenen Stellen empfehle ich sogar ein Wattestäbchen zum Auftragen der Creme zu benutzen.   Wichtig: Ist die Haut nach ein paar Tagen weiterhin gerötet oder wund, ohne dass sich der Hautzustand verbessert, kontaktiert eure Hebamme oder euren Kinderarzt. Sollten zu einem wunden Po Symptome wie Fieber, Stuhlveränderung, ein weiterer Ausschlag oder Pusteln hinzukommen, bitte auch dann immer einen medizinischen Experten kontaktieren.   Babys zarte Haut und ihr Heilungsprozess Ich habe es anfangs schon geschrieben: Die allermeisten Babys bekommen hin und wieder einen wunden Po und Windeldermatitis. Macht euch deswegen nicht verrückt. Meistens braucht man keine Arzneimittel und der Po heilt mit sorgfältiger Pflege schnell von selbst. Im Sommer könnt ihr auch gut mal für ein paar Stunden die Windel weglassen, besonders wenn ihr viel draußen seid ist dies eine tolle luftige Zeit für den zarten Babypo. Herzliche Grüße und alles Liebe wünscht euch, eure baybies-Hebamme Ana