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Mastitis in der Stillzeit - erkennen, verstehen und richtig handeln

Mastitis gehört zu den häufigsten Stillkomplikationen und trifft viele Mütter völlig unerwartet. Oft beginnt es ganz plötzlich: ein starkes Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen in der Brust. Viele Frauen erschrecken, weil sie sich innerhalb weniger Stunden „wie von einer Grippe überrollt“ fühlen. Die gute Nachricht ist: Eine Mastitis ist in den meisten Fällen gut behandelbar, vor allem dann, wenn früh reagiert wird. Aufklärung hilft, Angst zu nehmen und gibt Sicherheit, um rechtzeitig richtig zu handeln.

Unter einer Mastitis versteht man eine Entzündung des Brustgewebes in der Stillzeit. Meist ist nur eine Brust betroffen, beidseitige Entzündungen sind eher selten. Häufig entsteht eine Mastitis aus einem Milchstau, bei dem die Brust nicht ausreichend entleert wird. Man unterscheidet zwischen einer nicht-bakteriellen, rein entzündlichen Mastitis und einer bakteriellen Mastitis, bei der zusätzlich Keime beteiligt sind.

Typisch sind lokale Symptome an der Brust wie Rötung, Überwärmung und ein deutlich druckschmerzhafter, verhärteter Bereich. Viele Frauen berichten auch von einer starken Berührungsempfindlichkeit. Dazu kommen oft allgemeine Beschwerden wie Fieber über 38,5 Grad, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, das an eine starke Grippe erinnert.

Nicht jeder schmerzhafte Knoten ist sofort eine Mastitis. Ein Milchstau äußert sich häufig durch Druck, Spannungsgefühl oder tastbare Knoten in der Brust. Das Allgemeinbefinden ist dabei meist noch relativ gut, Fieber fehlt oder ist nur leicht erhöht. Bei einer Mastitis hingegen stehen die Entzündungszeichen und das starke Krankheitsgefühl im Vordergrund. Wichtig zu wissen ist: Ein unbehandelter Milchstau kann sich zu einer Mastitis entwickeln. Früh hinzuschauen und zu reagieren macht also einen großen Unterschied.

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine unvollständige Entleerung der Brust zugrunde, etwa durch Stillpausen, selteneres Stillen oder ungünstige Stillpositionen. Auch Druck auf die Brust, zum Beispiel durch enge BHs, Tragegurte oder dauerhaft einseitiges Liegen, kann den Milchfluss behindern. Wunde oder verletzte Brustwarzen stellen zudem eine mögliche Eintrittspforte für Keime dar. Aus meiner Erfahrung als Hebamme im Wochenbett spielen aber vor allem Erschöpfung, Stress und Schlafmangel eine große Rolle. Der Körper ist geschwächt, das Immunsystem weniger belastbar und Entzündungen können sich leichter entwickeln.

Was hilft also bei einer Mastitis? Ich sage den Frauen immer: Die Brust darf weiter arbeiten, der Körper braucht Ruhe. Stillen oder Abpumpen sollte unbedingt fortgeführt werden, eine Stillpause ist nicht sinnvoll. Wichtig ist, dass die betroffene Brust regelmäßig und gut entleert wird. Vor dem Stillen kann Wärme helfen, zum Beispiel durch eine warme Dusche oder einen warmen, feuchten Waschlappen. Feuchte Wärme wirkt oft besonders schnell und effektiv. Nach dem Stillen ist Kühlen sinnvoll, etwa mit kühlenden Umschlägen oder einem Kühlpad aus dem Kühlschrank - nicht aus dem Gefrierfach. Mindestens genauso wichtig ist Ruhe. Hinlegen, schlafen, wenn das Baby schläft und alles andere darf jetzt warten. Hilfe im Haushalt oder im Alltag anzunehmen ist kein Luxus, sondern Teil der Therapie. Auch ausreichend Trinken und regelmäßiges Essen unterstützen den Körper bei der Heilung.

Viele Mütter fragen sich, ob sie bei einer Mastitis weiter stillen dürfen. Die Antwort ist ganz klar: ja, unbedingt. Die Muttermilch ist für das Baby sicher und das Stillen unterstützt sogar den Heilungsprozess. Manchmal hilft es, die Stillposition zu verändern, damit der betroffene Bereich der Brust besser entleert wird.

Ärztlich abgeklärt werden sollte eine Mastitis, wenn das Fieber über 38,5 Grad länger als 24 Stunden anhält, die Schmerzen oder die Rötung zunehmen, trotz aller Maßnahmen keine Besserung eintritt oder das Krankheitsgefühl sehr stark ist. In manchen Fällen ist dann ein Antibiotikum notwendig und auch das ist kein Versagen, sondern eine sinnvolle Unterstützung für den Körper.

Mastitis ist keine Seltenheit. Sie ist gut behandelbar, und wer früh reagiert, ist meist schneller wieder fit. Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche. Hör auf deinen Körper und warte nicht zu lange. Stillen darf herausfordernd sein und du musst da nicht alleine durchgehen. 🤍

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